Herzlich willkommen auf der Internet-Seite der NaturFreunde Adelante.


Wir sind eine Ortsgruppe der NaturFreunde Berlin, in der sich vor allem politisch interessierte Mitglieder der NaturFreunde Berlin zusammengeschlossen haben. Wir sind NaturFreunde mitten in der Großstadt, die ihre Freizeit mit linken, politisch Interessierten verbringen wollen und die sich aktiv am politischen Geschehen in Berlin beteiligen wollen.

In unserer Gruppe sehen wir uns als Teil des "linken Berlins". Antifaschismus, Antirassismus, Antimilitarismus, postkoloniale Arbeit und der Einsatz für eine andere, gerechtere Weltwirtschaftsordnung sind unser verbindendes Element.

Politik, Kultur und politische Wanderungen sind unser gemeinsames Hobby, die wir auch an verschiedenen Tagen im Monat gemeinsam pflegen.

In den letzten Monaten haben wir uns aktiv in die Aktionen der Anti-AKW-Bewegung und der Friedensbewegung eingebracht und gegen Militarisierung und Krieg gearbeitet. Gemeinsam treten wir für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung und für eine Welt ohne Armeen ein.

Wir unterstützen verschiedene linke und antifaschistische Aktivitäten. Intensiv setzen wir uns gegen die Todesstrafe und für das Leben von Mumia Abu Jamal  und Troy Davis ein.

Innerhalb der NaturFreunde treten wir für einen offenen linken politischen NaturFreunde-Verband in dem sich Aktive aus unterschiedlichen politischen Traditionen finden und gemeinsam für Veränderung kämpfen.

Wir arbeiten aktiv im Umwelt-Arbeitskreis der Berliner NaturFreunde mit und haben uns hier vor allem um Energiepolitik und um den Widerstand gegen die geplante A 100 gekümmert.

Für die nächsten Monate bereiten wir eine Kampagne zur Umbennung der Straßennamen im Afrikanischen Viertel vor. Wir wollen, dass sich das Afrikanische Viertel zu einem postkolonialen Erinnerungsort weiterentwickelt.

Die NaturFreunde Adelante wollen mit ihren Namen Adelante - aus dem spanischen "Vorwärts" - deutlich machen, dass sich sie als treibender Motor innerhalb der NaturFreunde Berlin, vor allem aber auch innerhalb der Berliner Gesellschaft bewegen wollen. Wir streiten für eine andere Gesellschaft - ohne Hunger, Armut und Krieg.


Für die NaturFreunde OG Adelante.


Uwe Hiksch

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Protestkundgebung vor Bundestag: „Heute Griechenland, morgen wir – Nein, zu Merkels Spardiktat!“

„Heute Griechenland, morgen wir – Nein, zu Merkels Spardiktat!“

 

KOMMT ALLE am 27.02.2012 um 14.30 Uhr zu der Protestkundgebung an der Ebertstr/Scheidemannstr.(direkt vor dem Bundestag) – gegen die Verabschiedung der so genannten Griechenlandhilfe in einer Sondersitzung des Deutschen Bundestages

 

Die NaturFreunde, das Berliner Krisenbündnis und viele andere Gruppen rufen dazu auf, sich mit der griechischen Bevölkerung zu solidarisieren und direkt am Bundestag gegen die Politik der Bundesregierung gegenüber Griechenland zu protestieren. Verabschiedet werden soll dort ein so genanntes “Hilfspaket” in einer Sondersitzung – es geht um 130 Mrd. Euro insgesamt, dem der Deutsche Bundestag zustimmen muss.

 

Teil dieses Sparpaket ist die massive Einschränkung von ArbeitneherInnenrechten, die Entlassung von 150 000 Beschäftigten aus dem Öffentlichen Dienst, die Senkung des Mindestlohns und die Zerschlagung des Sozialstaates. Die Tarifautonomie und die Demokratie in Griechenland wird faktisch ausgehebelt.

 

Der Sozialstaat in Griechenland wird durch das “Hilfspaket” zerstört. Das Paket wird Griechenland nicht aus der Krise helfen. Im Gegenteil: Spardiktate, die Aushebelung demokratischer (Haushalts-) Rechte, die massive weitere Verarmung der griechischen Bevölkerung – so sieht die bundesdeutsche Politik gegenüber Griechenland aus. Die so genannte Griechenlandhilfe dient der Stabilisierung der Banken und der Sicherung der deutschen Exportoffensive. Die Massenarmut immer größerer Teile der griechischen Bevölkerung wird hierfür bewusst in Kauf genommen.

 

Wir wollen unseren Protest und unsere Solidarität mit den kämpfenden Griechinnen und Griechen vor dem Deutschen Bundestag zeigen und damit deutlich machen: Wir wissen, dass die Verantwortlichen für die Krise in Griechenland vor allem in Berlin und Brüssel sitzen!

 

Kommt deswegen Alle zum Protest am 27.2. um 14.30 Uhr gegen das Merkel‘sche Spardiktat.

Solidarität mit der griechischen Bevölkerung statt Spardiktate und Bankenrettung

 

Gebt diese Info weiter!


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Volksgebehren “Neue Energie für Berlin” gestartet

 

 

 

Jetzt geht es los!

 

Das Volksbegehren “Neue Energie für Berlin – demokratisch, ökologisch, sozial” ist gestartet.

 

Wir müssen jetzt in der ersten Rund 20 000 gültige Unterschriften sammeln. Wir haben uns vorgenommen, diese möglichst schnell bei der Senatsverwaltung einzureichen, damit wir auch in Berlin ein öffentliche Energieversorgung bekommen, die den Grundsätzen der Daseinsversrogung und nicht den privaten Gewinnstreben verwantwortlich ist.

 

Bitte helft alle mit, damit wir möglichst schnell die Unterschriften sammeln können.


Unterschriftenbögen findet Ihr hier

 

Mehr Infos zum Volksbegehren gibt es hier

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NaturFreunde: Brandenburger Landesregierung muss Energiepolitik an Klimaschutz ausrichten

Zur aktuellen Diskussion über die Energie ‐ und Klimapolitik in Brandenburg erklären der Vorsitzende der NaturFreunde Brandenburg, Rüdiger Herzog, und der stellvertretende Vorsitzender der NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch:

Brandenburger Landesregierung muss Energiepolitik an Klimaschutz ausrichten
‐ Neubau eines Kohlekraftwerks Jänschwalde ist klimapolitisch nicht zu verantworten –

Energiepolitik für Brandenburg muss sich konsequent an einer Politik des Klimaschutzes und des Umbaus der Brandenburger Energieerzeugung ausrichten. Hier hat die rot‐rote Landesregierung durchaus erste Vorschläge unterbreitet, die von den NaturFreunden begrüßt werden. Gleichzeitig bleiben diese Vorschläge aber energiepolitisch unzureichend, wenn es um die Zukunft der Braunkohle in Brandenburg geht. Teile der Landesregierung machen hier den selben Fehler, wie Landesregierungen in Nordrhein‐Westfalen, die glaubten, mit einer Konservierung von Kohleabbau, die Zukunftsfähigkeit des Landes voranzubringen. Hier wurden über Jahrzehnte Fördergelder falsch eingesetzt, die wesentlich sinnvoller für die Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien eingesetzt werden konnten. Heute haben sich die erneuerbaren Energien zu einen Jobmotor entwickelt, in dem mehr als 370 000 Menschen Arbeit gefunden haben.

Hier sollte das Wirtschaftsministerium in Brandenburg konsequent ansetzen und seine Politik darauf ausrichten, die Ansiedlung von Industrien im Bereich der erneuerbaren Energien noch mehr als bisher zu fördern. Für die Arbeitsplätze in der Kohleindustrie müssen rasch Ersatzarbeitsplätze geschaffen und die Förderung der Braunkohle schnellstmöglich beendet werden. Die Braunkohle hat in Brandenburg in Zukunft keinen Platz mehr im Rahmen einer zukunftsfähigen Energiepolitik. Wenn jetzt innerhalb der Brandenburger Landesregierung über den Neubau eines Kohlekraftwerkes im Jahr 2020 und später gestritten wird, hat ein Teil der Landesregierung nicht verstanden, dass dies mit einer Klimapolitik, die sich an klaren Klimaschutzzielen orientiert, nicht zu vereinbaren ist.

Die NaturFreunde fordern ein energiepolitisches Leitbild für Brandenburg, das dezentrale, regenerative Energieerzeugung fördert und die Energieverteilung zurück in kommunale Hände verlagert. Großkonzerne wie Vattenfall, e.on oder RWE müssen der Vergangenheit angehören. Aus diesem Grund unterstützen die NaturFreunde das Bündnis „Atomausstieg selber machen“ und werben für einen Wechsel der Stromverbraucherinnen und Stromverbraucher zu Ökostromanbietern.

Auch das Verbauen großer landwirtschaftlicher Flächen für Solarparks sehen die NaturFreunde skeptisch, solange Menschen auf der Welt hungern müssen und landwirtschaftliche Flächen durch solche Mega‐Solar‐Parks verloren gehen. Vielmehr setzen die NaturFreunde auf eine Politik der Energieeinsparung und der konsequenten Förderung von dezentralen Solaranlagen auf den Dächern von öffentlichen Einrichtungen und Wohnsiedlungen.

Die NaturFreunde Berlin und Brandenburg unterstützen die intensive Diskussion über eine neue Energiepolitik. Eine nachhaltige Energiepolitik für Brandenburg setzt jedoch einen schnellen Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung voraus. Die derzeitige Kohlepolitik für das Land Brandenburg ist weder regionalpolitisch noch energiepolitisch zu verantworten. Riesige Landstriche Brandenburgs werden für die kurzfristige Nutzung einer klimaschädlichen Energieerzeugung zerstört.

Ganze Regionen müssen umsiedeln, um den Gewinninteressen Vattenfalls Platz zu machen. Der Braunkohletagebau in der Lausitz ist rückwärtsgewandt und mit den Notwendigkeiten einer offensiven Klimapolitik nicht zu vereinbaren.

Die NaturFreunde Berlin und Brandenburg unterstützen alle Kräfte in der Landesregierung, die sich gegen den Neubau eines Kohlekraftwerkes aussprechen. Die NaturFreunde werden den Widerstand gegen solche Pläne aktiv unterstützen und alle rechtlichen Möglichkeiten zur Verhinderung eines solchen Kraftwerks ausschöpfen. Jeder Versuch durch CCS‐Technologien oder neue Tagebaue eine solche Politik zu konterkarieren werden die NaturFreunde kritisch begleiten.

Rückfragen:
Uwe Hiksch, NaturFreunde Berlin Tel. 0176/62015902
Rüdiger Herzog, NaturFreunde Brandenburg 0174/6955569


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INKOTA: Kambodscha – Arbeiterinnen bei Protesten vor PUMA-Zulieferer angeschossen

 

 

 

 

[Berlin, 22. Februar 2012] – Bei Protesten vor den Toren des PUMA-Zulieferbetriebes Kaoway Sports Ltd. in der südkambodschanischen Stadt Bavet wurden am Montag drei Frauen angeschossen. Ein Schütze, der laut Zeugenaussagen eine Polizeiuniform trug, feuerte gezielt auf Arme, Brust und Rücken der Opfer. Eine der Frauen, Buot Chinda (21), befindet sich weiterhin in einem medizinisch kritischen Zustand und kämpft ums Überleben. Die anderen beiden Frauen, Keo Neth (18) und Nuth Sakhorn (23), sind stabil. Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert nun von PUMA eine rasche Aufklärung des Vorfalls.

Zur Schießerei kam es während einer Demonstration, an der sich mehrere Tausend ArbeiterInnen aus verschiedenen Textilfabriken der Sonderwirtschaftszone Manhattan von Bavet, einer Stadt in der kambodschanischen Provinz Svay Rieng, beteiligten. Die ArbeiterInnen forderten sowohl eine Lohnerhöhung von 10 US-$ des gesetzlichen Mindestlohns von 61 US-$ im Monat, als auch Zuschüsse für den Transport zum Arbeitsplatz und einen Beitrag von 50 Cent täglich für das Mittagessen.

Angesichts der miserablen Arbeitsbedingungen in der kambodschanischen Textilindustrie, haben sich die Proteste der ArbeitnehmerInnen in den letzten zwei Jahren verstärkt. Dabei war es immer wieder zu Auseinandersetzungen gekommen, gegen die auch mit staatlicher Gewalt und ungerechtfertigten Entlassungen von GewerkschafterInnen durch die Unternehmen vorgegangen wurde.

Erst kürzlich fand in Phnom Penh das „Volkstribunal für ein Grundrecht der TextilarbeiterInnen auf existenzsichernde Löhne und angemessene Arbeitsbedingungen“ statt. Die Jury des Tribunals kam dabei zu dem Ergebnis, dass die durchweg niedrigen Löhne in der Textilindustrie, den Gesundheitszustand der ArbeitnehmerInnen massiv verschlechtern. Auch die Massenohnmachtsanfälle, mit denen PUMA im letzten Jahr für Schlagzeilen gesorgt hatte, stellte die Jury in einen direkten Zusammenhang mit den schlechten Arbeitsbedingungen. PUMA nahm an dem Tribunal teil und zog die Einführung existenzsichernder Löhne als eine mögliche Option zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Betracht.

„PUMA muss jetzt zeigen, dass es ihnen mit ihren Vorsätzen ernst ist“, so Lars Stubbe von INKOTA. „Wir stehen mit PUMA in Kontakt und erwarten, dass der Vorfall durch einen unabhängigen Bericht schnell und rückhaltlos aufgeklärt wird.“

Darüber hinaus fordert die Kampagne für Saubere Kleidung von PUMA,

· allen Opfern die finanziell erforderliche Hilfe für eine adäquate medizinische und psychologische Versorgung zukommen zu lassen,

· die Verwundeten finanziell zu entschädigen und zukünftige Schädigungen oder Lohnausfälle auszugleichen,

· eine aktive Rolle in der Lösung der Auseinandersetzungen einzunehmen,

· die Zahlung eines Existenzlohns.

Weitere Informationen:

www.inkota.de/volkstribunal-kambodscha2012/

www.saubere-kleidung.de

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Free Mumia: Berlins längstes Transparent der Welt

 
 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

Überall bereiten Unterstützer_innen von Mumia Abu-Jamal und Anti-Todesstrafen-Aktivist_innen derzeit “Berlins längstes Transparent der Welt” vor, um im kommenden Frühjahr die Freilassung von Mumia Abu-Jamal zu fordern.

Alle bemalen und/oder beschreiben ein Stück Stoff: 50 x 50 cm. Falls du auch daran teilnehmen möchtest, melde dich per e-mail bei kontakt@freiheit-fuer-mumia.de


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Aktionstag gegen Hinrichtung von Troy Davis

 

aus indymedia:

Amnesty International hatte am vergangenen Freitag zum globalen Aktionstag gegen die Hinrichtung von Troy Davis im US Bundesstaat Georgia aufgerufen. Davis, dessen Hinrichtung bereits drei mal aufgrund von Massenprotesten verschoben wurde, hat für Mittwoch, den 21. September erneut einen Hinrichtungsbefehl erhalten. Der Tag begann mit zwei motivierenden Meldungen. In Atlanta übergaben Mitglieder des größten us-amerikanischen Bürgerrechtsvereins NAACP (1) und Amnesty International 663.000 Unterschriften (2) an den Begnadigungsausschuß. Dieser tagt am kommenden Montag und hat die Befugnis, das Todesurteil endgültig abzusetzen, oder aber die Hinrichtung durchführen zu lassen.

Annette Groth, MdB spricht in Berlin bei der Kundgebung gegen die Hinrichtung von Troy Davis

Annette Groth, MdB spricht in Berlin bei der Kundgebung gegen die Hinrichtung von Troy Davis

Zeitgleich kam aus dem nahegelegenden Texas die Nachricht, dass der High Court die für den Vortag angesetzte Hinrichtung von Duane Buck gestoppt hatte (3). In Bucks Verfahren war als strafverschärfender Grund für die Todesstrafe seine afroamerikanische Herkunft angegeben worden. Laut Gutachter in dem ursprünglichen Verfahren sei er “anfälliger” für Rückfälle. Während Texas Gouverneur Rick Perry mit seinen 234 unterzeichneten Hinrichtungsbefehlen in den Präsidentschaftswahlkampf gegen Obama startete, scheint ihm die Justiz dabei nicht bedingungslos folgen zu wollen.

Troy Davis war 1991 in einem lediglich auf Augenzeugen basierenden Verfahren des Mordes an einem Polizisten für schuldig befunden und zum Tod verurteilt worden. Sieben der neun Belastungszeugen zogen ihre Aussagen zurück und berichteten von massiven Polizeischikanen, die sie damals zu ihren Falschaussagen genötigt hatten. Forensische Beweise, eine Tatwaffe oder ein Motiv gibt es nicht. Davis selbst hat immer seine Unschuld beteuert, nachdem er sich 1991 sogar selbst gestellt hatte, um die Vorwürfe gegen ihn auszuräumen.

Über 300 Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen fanden überall in den USA und auch auch in manchen europäischen Städten statt (4). Die vermutlich größte Demonstration war in Georgias Hauptstadt Atlanta, wo sich zwischen 2 – 3000 Menschen versammelten und durch die Innenstadt liefen. Auf Fotos war sehr oft nicht nur die Forderung nach der Abschaffung der Todesstrafe sondern auch nach der Freilassung von Troy Davis zu sehen. Letzteres liegt durchaus in der Befugnis des Begnadigungsausschußes, auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt natürlich die Verhinderung der Hinrichtung im Vordergrund steht.

Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde fordert: "Stop the Execution! - Nein zur Todesstrafe!"

Redner_innen machten deutlich, dass es den kommenden Tagen bis zur Sitzung des Ausschußes darauf ankomme, den öffentlichen Druck aufrecht zu erhalten. Online-, Fax- und Telefonproteste sollten unbedingt weitergeführt werden. Die Verteidigung von Davis kündigte an, drei der Jury Mitglieder als Zeugen aufzurufen, die 1991 für das Todesurteil gestimmt hatten. Alle dreisagen heute, dass sie mit dem jetzigen Wissensstand niemals für die Todesstrafe gestimmt hätten.

Troy Davis bedankte sich in einem Brief für die massive Unterstützung und wies darauf hin, dass er und alle anderen Gefangenen die Hoffnung haben, dass die Todesstrafe endlich abgeschafft wird. Ihm sei klar, dass es hier “um viel mehr” als ihn selbst ginge.

Auch in Berlin protestierten 70 Menschen auf einer kurzfristig mobilsierten Kundgebung gegen die Hinrichtung von Troy Davis. Nach einer Mahnwache von Amnesty International erklang das Lied “Strange Fruits” von Billie Holiday (5), dass den Teilnehmer_innen deutlich machte, dass die heutige Todesstrafe die gesetzlich geregelte Fortführung der Lynchjustiz in den USA ist. Uwe Hiksch, Redner der NaturFreunde, wies auf die

Kundgebung in Berlin "Nein zur Todesstrafe: Stoppt die Hinrichtung von Troy Davis!"

Notwendigkeit zur Abschaffung der Todesstrafe hin, die unvereinbar mit der Einhaltung der Menschenrechte sei. Annette Groth (MdB) berichtete von ihrer Initiative im Menschenrechtsausschuß des Bundestages, in dem sich bis auf die LINKE alle Parteien geweigert hatten, einer Unterstützungsresolution für Troy Davis und zur Abschaffung der Todesstrafe zuzustimmen. Ein Sprecher des Berliner Free Mumia Bündnisses wies auf den Zusammenhang von rassistischer Justiz, der Gefängnisindustrie und der Todesstrafe hin, unter denen vor allem People of Color in den USA zu leiden haben. Auch auf die Schlüsselstellung des Landes wurde hingewiesen: solange es dort möglich sei, “legal” Gefangene zu ermorden, könne sich jede andere Regierung hinter der angeblich demokratisch legitimierten Methode verstecken. Vor allem us-amerikanische Tourist_innen unterhielten sich angeregt mit den Demonstrant_innen. Es zeigte sich, dass sich viele US Bürger_innen über den der Todesstrafe zu Grunde liegenden Rassismus sehr genau bewußt sind. Genau wie in Atlanta schallte die Parole “Stop The Execution – I Am Troy Davis” über den Pariser Platz vor der US Botschaft.

 

Den Artikel auf indymedia findet Ihr hier


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Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten!: Busse am 11.03.2012 von Berlin

11. März 2012: Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten!
Die NaturFreunde organisieren Busse von Berlin nach Brokdorf.

Abfahrt: 6.00 Uhr, 02-World (nähe Ostbahnhof)
Rückfahrt Brokdorf: ca. 16.30 Uhr

Karten gibt es bei
NaturFreunde Deutschlands
Warschauer Str. 58 a (2. Etage)
10243 Berlin

Infos: 0176-62015902
Büro: 030-29773287

Kosten:
Hin- und Rückfahrt: 25 Euro
Für Studis etc.: 20 Euro

 

 

Aufruf zur Demo in Brokdorf

Am 11. März 2012 dauert die Katastrophe von Fukushima schon ein Jahr an. An diesem Tag gedenken wir der Opfer und wenden uns gegen die weitere Nutzung der Atomenergie. In Deutschland, in Europa, weltweit.

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr acht AKWs abgeschaltet. Ein erster großer Erfolg für die Anti-Atom-Bewegung. Aber: Neun AKWs sind noch am Netz, die letzten sechs sollen erst 2021/2022 abgeschaltet werden. Bis dahin bleibt das Risiko von schwersten Unfällen bis hin zum Super-GAU bestehen! Jeder Tag AKW-Betrieb kann ein Tag zuviel sein! Und dass so ein Ausstiegsbeschluss wenige Jahre später wieder gekippt werden kann, haben wir ja schon erlebt. Die Energiekonzerne mobilisieren zur Zeit dafür, die Atomkraft im bisherigen Umfang weiter zu nutzen. Das AKW Brokdorf, das ganz Norddeutschland bedroht, soll erst 2021 abgeschaltet werden. Auch dieser Reaktor birgt das Risiko eines Super-GAUs.

 

Im Standortzwischenlager auf dem Gelände stapelt sich weiterer hochradioaktiver Atommüll. Sowohl das AKW als auch das Zwischenlager sind im Falle von schweren Naturkatastrophen wie Sturmfluten, aber auch gegen Flugzeugabstürze mit schweren Maschinen, nicht ausreichend gesichert. Diese Bedrohungen sind uns jahrelang als ?Restrisiko? zugemutet worden.

 

Seit Fukushima wissen wir, dass dieses Restrisiko Wirklichkeit werden kann. Brokdorf muss abgeschaltet werden, nicht erst 2021!

 

EIN AUSSTIEG SIEHT ANDERS AUS!

SCHLUSS DAMIT!

ATOMAUSSTIEG JETZT!

 

Deshalb demonstrieren wir am 11. März ab 12 Uhr am AKW Brokdorf. Wir wollen einen schnellen Ausbau Erneuerbarer Energien: Dezentral, demokratisch und sozia

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NaturFreunde: Keine neue deutsche Waffenproduktionsanlage in Saudi-Arabien


Opfer von Waffengewalt müssen Waffenproduzenten endlich verklagen können

Berlin, 20. Juli 2011 – „Dass in Saudi-Arabien eine neue komplette Produktionsanlage für deutsche Sturmgewehre gebaut werden soll, ist eine Schande“, kritisiert das Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands Uwe Hiksch die aktuellen Pläne des Rüstungsunternehmens Heckler & Koch. „Mit dem ebenfalls geplanten Panzer-Deal ist klar: Deutsche Waffen sollen die Golfregion systematisch aufrüsten, auf Menschenrechte und demokratische Bestrebungen in der Bevölkerung wird keinerlei Rücksicht genommen.“

 

Für neue Profite würden alle menschenrechtlichen Sonntagsreden zur Seite geschoben und in einer der letzten absoluten Diktaturen der Welt eine hochmoderne Waffenschmiede gebaut, so Hiksch. Saudi-Arabien sei bereits seit vielen Jahrzehnten ein Produktionsstandort für Waffen von Heckler & Koch. So werde dort das Sturmgewehr G3 in Lizenz produziert und von Saudi-Arabien aus direkt für die Aufrüstung der Diktaturen in den Golfstaaten eingesetzt.

 

In einer Pressemitteilung hatte Heckler & Koch bekannt gegeben, dass Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2010 erneut gesteigert und damit der „erfolgreiche Wachstumskurs der vergangenen Jahre“ fortgesetzt werden konnte. Für die NaturFreunde eine zynische Aussage, schließlich ist dieser „Wachstumskurs“ die Grundlage für Waffenlieferungen in viele Regionen der Welt. „Kleinwaffen und Handfeuerwaffen sind die Massenvernichtungsmittel der heutigen Zeit. Es sterben viel mehr Menschen durch diese hochmodernen Kleinwaffen als durch Großwaffen“, erklärt Uwe Hiksch.

 

NaturFreunde fordern Waffenexportverbot im Grundgesetz

Die NaturFreunde fordern ein Waffenexportverbot im Grundgesetz. Zudem müssten Opfer und Angehörige der Opfer von Waffengewalt das Recht erhalten, auch die Hersteller von Waffen zu verklagen. „Wenn diese Firmen von den Angehörigen der Millionen Opfer endlich verklagt werden könnten, wäre der Profit mit dem Tod innerhalb kürzester Zeit beendet“, empfiehlt Hiksch.

 

Im Jahr 2010 hat Heckler & Koch einen Umsatz von 247 Millionen Euro erzielt. Der operative Gewinn lag mit 51,8 Millionen Euro um rund 30 Prozent über 2009. Erst vor wenigen Tagen hatte die „Heckler & Koch GmbH“ am Kapitalmarkt eine Anleihe mit einem Volumen von 295 Millionen Euro platziert. Diese Anleihe wird mit jährlich 9,5 Prozent hochprofitabel verzinst und hat eine Laufzeit bis 2018. Gezeichnet wurde diese Anleihe vor allen von internationalen institutionellen Anlegern, also Banken, Versicherungen und Pensions-Fonds.

 

NaturFreunde Deutschlands: Teil der Friedensbewegung

Die NaturFreunde Deutschlands sind seit mehr als 50 Jahren Teil der bundesdeutschen Friedensbewegung und waren Gründungsmitglied der Anti-Atomtod-Bewegung, aus der schließlich die Ostermärsche hervorgegangen sind.

 

 

Die NaturFreunde unterstützen die „Aktion Aufschrei – stoppt den Waffenhandel“:

www.aufschrei-waffenhandel.de



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NaturFreundejugend: Kindergipfel 2012 in Nürnberg

Kindergipfel 2012 in Nürnberg
07.06.2012 – 10.06.2012

Der Kindergipfel (KIGI) ist ein großes Treffen für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren, das alle zwei Jahre von der Naturfreundejugend Deutschlands organisiert wird. 2012 treffen wir uns vom 07. bis 10. Juni in Nürnberg

Auf dem KIGI wollen wir

eure eigenen Forderungen und Selbstverpflichtungen für eine bessere und gerechte Welt sammeln,
diese in einem Zukunftsvertrag zusammenfassen und mit prominenten PolitikerInnen diskutieren.

Was bietet euch der Kindergipfel?

Endlich Aufmerksamkeit bei Erwachsenen für das, was ihr zu sagen habt,
Austausch mit anderen Kindern über eure Ideen und Wünsche,
die Gelegenheit, mit bekannten PolitikerInnen zu diskutieren,
Tipps und Antworten von Fachleuten auf eure Fragen
und natürlich unendlich viel Spaß!

Auf dem KIGI soll soviel wie möglich von Kindern entschieden werden. Deswegen werden auch die Themen für die Arbeitsgruppen („Workshops“) nicht von Erwachsenen bestimmt – sondern vom Kinderrat. Das sind 16 Kinder aus ganz Deutschland, die dafür sorgen, dass der Kindergipfel so wird, wie ihn sich Kinder wünschen!

 

 

Worum geht es beim Kindergipfel 2012?

Einer für alle, alle gegen einen: Tatort DisKRIMInierung! So lautet das Motto des Kindergipfels 2012. Egal ob Diskriminierung von Flüchtlingen, Rechtsextremismus oder Ausgrenzung durch “Anderssein” – gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung in unserer Gesellschaft können wir nur gemeinsam angehen. Niemand möchte diskriminiert oder ausgegrenzt werden! Ihr habt Ideen, was ihr dagegen tun könnt? Dann seid ihr auf dem Kindergipfel 2012 genau richtig! Eure Ideen wollen wir auf dem Kindergipfel 2012 sammeln und den PolitikerInnen präsentieren.

Auf dem KiGi soll soviel wie möglich von Kindern und Jugendlichen entschieden werden. Deswegen werden auch die Themen für die Arbeitsgruppen („Workshops“) nicht von Erwachsenen bestimmt – sondern vom Kinderrat. Das sind 13 Kinder aus ganz Deutschland, die dafür sorgen, dass der Kindergipfel so wird, wie ihn sich die TeilnehmerInnen wünschen!

Kinderrat 2012

Der Kinderrat 2012

Auf dem KiGi wollen wir eure eigenen Forderungen und Selbstverpflichtungen für ein tolerantes und gerechtes Deutschland sammeln, diese in einem Zukunftsvertrag zusammenfassen und mit prominenten PolitikerInnen diskutieren.

Was bietet euch der Kindergipfel?

Endlich Aufmerksamkeit bei Erwachsenen für das, was ihr zu sagen habt,
Austausch mit anderen Kindern über eure Ideen und Wünsche,
die Gelegenheit, mit bekannten PolitikerInnen zu diskutieren,
Tipps und Antworten von Fachleuten auf eure Fragen
und natürlich unendlich viel Spaß!

 

Was ist der Kindergipfel?

Der Kindergipfel (KiGi) ist ein großes Treffen für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren, das alle zwei Jahre von der Naturfreundejugend Deutschlands organisiert wird. 2012 treffen wir uns vom 07. bis zum 10. Juni in Nürnberg (Bayern).

Der Kindergipfel 2012 wir gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).


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Christliche Initiative Romero: adidas es reicht! Schluss mit Hungerlöhnen in den Nähfabriken!

Kampagne für Saubere Kleidung – Sport


adidas es reicht! – Schluss mit Hungerlöhnen in den Nähfabriken!
Aktiv zur Frauen-Fußball Weltmeisterschaft

Vom 26. Juni bis zum 17. Juli 2011 wird in Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen ausgetragen. 16 Nationalmannschaften treten gegeneinander an. Wir wollen dieses sportliche Ereignis dazu nutzen, auf die Schattenseiten der Sportbekleidungsindustrie aufmerksam zu machen.

Arbeitsrechtsverletzungen sind Alltag

Während die Gewinnsummen der Sportartikelhersteller immer weiter in den Himmel steigen, wissen Tausende von Näherinnen nicht, wie sie im Monat über die Runden kommen sollen. Der Lohn der ArbeiterInnen in den Produktionsländern für Sportbekleidung ist so niedrig, dass für sie kein Weg aus der Armut führt, so hart sie auch schuften.

Machen Sie mit!

Wir werden zur Fußball-WM der Frauen zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen auf die Beine stellen. Zum Beispiel zur adidas-Aktionärsversammlung am 12. Mai 2011 in Fürth.

Ihre Stadt ist Austragungsort der Frauen-Fußball-WM? Organisieren Sie einen Infotisch und sammeln Sie Unterschriften auf Protestpostkarten für einen existenzsichernden Lohn in den Nähfabriken von adidas!
Rundreise

Vom 23. Mai bis zum 5. Juni ist Marlyn Sanchez aus El Salvador auf Einladung der Christlichen Initiative Romero in Deutschland zu Besuch. Sie berichtet über die Missstände in der Nähfabrik Ocean Sky. Hier wird u.a. für Puma und adidas/reebok produziert. Veranstaltungstermine ab April auf unserer Homepage.
Infomaterialien

Bestellen Sie kostenlos (gegen Porto) Protestpostkarten und unsere kostenlose Aktionszeitung Anpfiff zur Frauen-Fußball-WM 2011!



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Tschüss Vattenfall: Warum Ihren Strom besser jemand anderes produzieren sollte

Vattenfall – der Atomkonzern


Vattenfall bietet als Energiemonopolist in Hamburg und Berlin unterschiedliche Strom- und Wärmetarife an. In Norddeutschland betreibt Vattenfall die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel und will in Hamburg-Moorburg ein Kohlekraftwerk bauen. Darüber hinaus ist der Konzern in Dänemark, Finnland, Polen und in Schweden aktiv. Die Muttergesellschaft ist Vattenfall AB, die sich vollständig im Besitz des schwedischen Staates befindet.

In Hamburg ist Vattenfall der sogenannte Hauptversorger und kontrolliert damit als Monopolist das Hoch- und Höchstspannungsnetz in der Stadt.

Als Atomkonzern geht es Vattenfall vor allem um das schnelle Geld, ungeachtet jedweder Risiken. Gemeinsam mit den anderen „drei Großen“ E.on, RWE und EnBW im deutschen Stromgeschäft, hat Vattenfall in Geheimverhandlungen massiv auf die Bundesregierung eingewirkt, um die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke durchzusetzen.

Die Laufzeitverlängerung nimmt Vattenfall jetzt zum Anlass, die Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel wieder ans Netz zu nehmen. Mit den durchgesetzten Laufzeitverlängerungen sieht Vattenfall hinter den Uraltmeilern nur das Geld – Störfälle, Trafobrände und Notabschaltungen sind wie vergessen. Die letzten drei Stillstands-Jahre haben gezeigt, dass der Strom diesen Anlagen nicht mehr benötigt wird.
Sicherheitsrisiko Vattenfall

Der Stromkonzern Vattenfall, Betreiber des AKW Krümmel, hat schon immer behauptet, alle seine Atomkraftwerke seien sicher. Das war schon immer falsch. Richtig ist vielmehr, dass Vattenfall-AKW bereits mehrfach haarscharf an einer Katastrophe vorbeischrammten. So zerfetzte Ende 2001 im AKW Brunsbüttel eine Wasserstoffexplosion mehrere Meter einer Rohrleitung direkt neben dem Reaktordruckbehälter. Und das schwedische AKW Forsmark stand im Sommer 2006 nach einem Stromausfall kurz vor der Kernschmelze. Kaputte Schalter, defekte Pumpen, marode Dichtungen, mangelhafte Elektrik und Fehler in der Notstromversorgung sind in Vattenfall-Atomkraftwerken offensichtlich eher die Regel als die Ausnahme. In Stresssituationen klappt zudem noch nicht einmal die Kommunikation in der Steuerwarte des Reaktors: Das haben die Pannen beim Brand im AKW Krümmel im Juni 2007 gezeigt.
Profit vor Sicherheit

Vattenfall hat mehrfach bewiesen, dass im Konzern Profit vor Sicherheit geht. Nach der Wasserstoffexplosion im Dezember 2001 lief das AKW Brunsbüttel zunächst monatelang weiter. Auch nach dem Beinahe-GAU in Forsmark im Juli 2006 schaltete Vattenfall das AKW zunächst tagelang nicht richtig ab. Einen weiteren Reaktor in Forsmark ließ Vattenfall wochenlang weiter am Netz, obwohl es deutliche Hinweise auf eine gefährliche Störung im Kühlkreislauf gab. Und die rund 40 Risse an Armaturen im AKW Krümmel, die Vattenfall in den letzten Monaten aufwändig reparieren ließ, wären ohne den Trafobrand im Juni 2007 wahrscheinlich gar nicht entdeckt worden: Für solche Prüfungen ist bei einer normalen Revision normalerweise gar keine Zeit. Wer weiß, welche Fehler als nächstes unentdeckt bleiben – und welche Folgen sie haben werden?
Kein Geld für Klimakiller!

Läuft das AKW Krümmel, beschert es Vattenfall jeden Tag rund eine Million Euro Gewinn. Hat Vattenfall das verdient? Nein. Denn Vattenfall setzt weiterhin auf hochriskanten Atom- und klimaschädlichen Kohlestrom. So baut der Konzern in Hamburg-Moorburg ein Steinkohlekraftwerk, das jährlich 8,5 Millionen Tonnen CO2 und jede Menge Gifte in die Luft pusten wird. In Brandenburg will Vattenfall mindestens ein Dutzend Dörfer abreißen, um darunter Braunkohle für seine Kraftwerke zu fördern – übrigens mit die klimaschädlichsten in ganz Europa. Und Vattenfall müht sich nach Kräften, den Atomausstieg zu kippen: Der Konzern will seine gefährlichen Schrott-Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel sogar noch länger betreiben, als im „Atomkonsens“ von Juni 2000 vereinbart.



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Baumwolle aus Kinderhand – Europäische Unternehmen werden zur Verantwortung gezogen

PRESSEMITTEILUNG

Baumwolle aus Kinderhand – Europäische Unternehmen werden zur Verantwortung gezogen

Berlin, 25.10.2010 Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) hat zusammen mit dem Uzbek-German-Forum for Human Rights (UGF) eine OECD-Beschwerde gegen den deutschen Baumwollhändler Otto-Stadtlander-GmbH eingereicht. ECCHR und UGF werfen dem Unternehmen vor, gegen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen zu verstoßen, da es Baumwolle aus Usbekistan einkauft, die mithilfe von Zwangs-Kinderarbeit geerntet wurde.

Zeitgleich wurden mit Partnern in Frankreich, der Schweiz und Großbritannien weitere OECD-Beschwerden gegen insgesamt sieben Unternehmen eingereicht. „Es geht uns darum zu zeigen, dass es hier nicht um den Verstoß einzelner Unternehmen gegen die OECDRichtlinien geht“, sagt Miriam Saage-Maaß, Programmdirektorin beim ECCHR. „Vielmehr handelt es sich um ein europäisches Problem: Viele Baumwollhändler in Europa stützen das System der Kinderarbeit in Usbekistan und profitieren von diesem.“

In Usbekistan arbeiten Kinder unter unwürdigen Bedingungen in der Baumwollernte. „Die Kinderarbeit in Usbekistan unterscheidet sich von den Formen der Kinderarbeit in anderen Regionen der Welt dadurch, dass der usbekische Staat den Einsatz der Kinder flächendeckend und systematisch organisiert“, so Umida Niyazova vom UGF. Der von den Baumwollhändlern an die verstaatlichten Handelsgesellschaften gezahlte Kaufpreis fließt zum größten Teil in die usbekische Staatskasse. Die Familien der betroffenen Kinder profitieren
ebenso wenig davon wie die verarmten Baumwollbauern.

„Die Baumwollhändler, die über langjährige und intensive Handelsbeziehungen nach Usbekistan verfügen, schaffen durch ihre verlässlichen Handelsbeziehungen mit den staatlichen Unternehmen für das usbekische Regime einen finanziellen Anreiz, das System der Zwangs-Kinderarbeit aufrechtzuerhalten. Hierfür sollen die Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden“, sagt Yvonne Veith, Programmkoordinatorin beim ECCHR.

Die eingereichten Beschwerden verdeutlichen erneut die prekäre Menschenrechtssituation in Usbekistan. Die regelmäßigen Berichte über systematische Folter und staatlich organisierte Kinderzwangsarbeit lassen die Entscheidung der EU, Sanktionen gegen Usbekistan aufzuheben, als sehr fragwürdig erscheinen. Am heutigen Tag wird auf EU-Ebene die Aufhebung der so genannten Andischan-Sanktionen überprüft.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Dr. Miriam Saage-Maaß (ECCHR): +49 151 167 51 885
Umida Niyazova (UGF): +49 176 875 32 684

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NaturFreunde: Genehmigter Planfeststellungsbeschluss für A 100 überrascht nicht

Genehmigter Planfeststellungsbeschluss für A 100 überrascht nicht
NaturFreunde unterstützen Klagen gegen eine der teuersten Straßen Deutschlands


Berlin, 11. Januar 2011 – „Die Genehmigung des Planfeststellungsbeschlusses für den Weiterbau der Berliner A 100 vom Dreieck Neukölln zum Treptower Park ist ein weiterer verkehrspolitischer Schritt in die falsche Richtung“, erklärt Uwe Hiksch, stellvertretender Landesvorsitzender der NaturFreunde Berlin und Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands. Hiksch empfiehlt: „Statt den motorisierten Individualverkehr zu fördern, wären die 420 Millionen Euro viel sinnvoller im Ausbau des Berliner Straßenbahnnetzes angelegt.“

Der Bau der A 100 zementiert die Ausrichtung der Investitionen auf den Autoverkehr und ist verkehrspolitisch falsch. Durch eine Politik der kleinen Schritte versucht die Berliner Senatsverwaltung Fakten für den unsinnigen Weiterbau der A 100 zu schaffen. Die Kleingärtner an der geplanten Trasse mussten bereits ihre Parzellen räumen, obwohl dies zum jetzigen Zeitpunkt in keiner Weise notwendig gewesen wäre. 

Die NaturFreunde werden im anstehenden Wahlkampf für das Berliner Abgeordnetenhaus deutlich machen, dass sie eine Neuorientierung in der Verkehrspolitik verlangen. Die noch immer feststellbare Ausrichtung auf den motorisierten Individualverkehr in Berlin muss beendet werden. Stattdessen müssen Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr fließen. Die NaturFreunde lehnen den Bau der A 100 ab und fordern, die frei werdenden Mittel in einen Ausbau des Berliner Straßenbahnnetzes umzulenken.

Der Bau des 3,2 Kilometer langen Abschnitts der A 100 soll 420 Millionen Euro kosten. Die A 100 würde damit zu einer der teuersten Straßen Deutschlands und massiv Autoverkehr direkt in die Innenstadt von Berlin lenken, statt für eine notwendige Entlastung der Berliner City vom Autoverkehr zu sorgen.

Der Planfeststellungsbeschluss soll in der zweiten Januarhälfte öffentlich ausgelegt werden. Nach dem Ende der Einsichtsfrist können dann innerhalb eines Monats beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Klagen eingereicht werden. Als Mitglied in der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz unterstützen die NaturFreunde die Klagen gegen diesen Planfeststellungsbeschluss.

Wenn vonseiten der SPD im Abgeordnetenhaus erklärt wird, dass „mit dem Planfeststellungsbeschluss zur Verlängerung der A 100 eine wichtige Etappe für eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Berlins absolviert wurde“, wird mehr als deutlich, dass innerhalb der SPD eine nachhaltige Verkehrspolitik für Berlin derzeit keine Mehrheit hat.

Insofern erwarten die NaturFreunde von den Parteien DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen, dass sie ihre Ablehnung gegen die A 100 im Wahlkampf klar vertreten und die Ablehnung des Weiterbaus der A 100 zu einer Sollbruchstelle für einen Koalitionsvertrag in Berlin erklären.

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Kommentieren Sie diesen Standpunkt hier: www.blog.naturfreunde.de


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Erklärung für faire Arbeitsbedingungen in der Windkraftbranche

RückenWind für Erneuerbare Energien – Erklärung für faire Arbeitsbedingungen in der Windkraftbranche

Der Ausbau und die Förderung der Erneuerbaren Energien sind entscheidend für eine nachhaltige Zukunft für Wirtschaft, Umwelt und Arbeit.

Zu einer ökologisch und sozial nachhaltigen Perspektive in einer wachsenden grünen Industrie gehören sowohl eine gesunde Umwelt als auch faire Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

Die Innovationsfähigkeit der Unternehmen der Windindustrie gilt es zu erhalten und zu befördern, die Arbeits- und Ausbildungsplätze sind sicher und zukunftsfähig zu gestalten.

  • Die Arbeits- und Leistungsbedingungen sind tariflich zu regeln
  • Die Mitbestimmung der Betriebsräte als Interessenvertreter der Beschäftigten ist sicherzustellen
  • Die Gestaltung der Arbeitsverhältnisse müssen eine geregelte Lebensplanung erlauben
  • Arbeitszeiten und Arbeitszeitregelungen sollen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf Rechnung tragen
  • Arbeits- und Leistungsbedingungen sind so zu gestalten, dass die Beschäftigten ihre Gesundheit dauerhaft erhalten können
  • Aus- und Weiterbildungsprogramme müssen dazu beitragen die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu sichern und den Beschäftigten berufliche Perspektiven eröffnen

Dafür setzen sich Beschäftigte in den Unternehmen der Windkraftbranche mit großem Engagement ein.

Diese Erklärung wurde von Betriebsräten und Beschäftigten aus Hersteller- und Zuliefererbetrieben der Windkraftbranche auf der IG Metall Konferenz WIND & ARBEIT am 19.-20.11.2010 in Bremen verabschiedet und wird von weiteren Personen aus den Bundesländern der „Küstenregion“ Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein unterstützt.

Diese Erklärung unterstützen Betriebsräte und Beschäftigte aus folgenden Hersteller- und Zuliefererbetrieben der Windkraftbranche:

  • Ambau GmbH
  • Areva Wind GmbH
  • Bard Emden Energy GmbH
  • Cuxhaven Steel Construction GmbH
  • Gebr. Eickhoff GmbH
  • PowerBlades GmbH
  • REpower Systems AG
  • Rothe Erde GmbH
  • SIAG Nordseewerke GmbH
  • Siemens AG
  • Siemens AG Niederlassung Bremen
  • Vestas Castings Magdeburg GmbH
  • Vestas Deutschland GmbH
  • WeserWind GmbH

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IPPNW fordert Ächtung von Uranabbau

IPPNW-Pressemitteilung vom 31. August 2010

Die internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) haben auf einer Sitzung ihres internationalen Rats am Sonntag in Basel, Schweiz, eine Resolution zur Ächtung von Uranabbau und der Produktion von Yellowcake (Uranoxid) verabschiedet. Beide Verfahren werden in der Resolution als „unverantwortlich“ und „ernsthafte Bedrohung für Gesundheit und Umwelt“ beschrieben.

Die Resolution bezeichnet Uranabbau und die Produktion von Yellowcake außerdem als eine „Verletzung der Menschenrechte“. Das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit, auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung, auf den Schutz der Menschenwürde und auf sauberes Wasser sind nach Ansicht der Ärzte nur einige der Menschenrechte, die durch Uranabbau und seine Weiterverarbeitung verletzt werden.

Die Resolution ist ein Resultat der am 26. August 2010 in Basel tagenden Konferenz „Sacred Lands, Poisoned Peoples“ über Uranabbau. Aktivisten aus allen Hauptfördergebieten der Welt, viele davon Repräsentanten indigener Völker, hatten sich über Gesundheitsfolgen und Umweltschäden ausgetauscht. In der Folge haben Delegierte der deutschen und schweizer IPPNW Sektionen die Resolution mit dem Aufruf zur Ächtung von Uranabbau bei der zweijährlichen Sitzung der internationalen IPPNW-Föderation eingebracht.

Die Ergebnisse der Konferenz in Basel zeigen, dass Uranabbau das Grundwasser kontaminiert, und die Radioaktivität in den Abraumhalden, Tailings und Verdunstungsbecken verbleibt. Uran und seine radioaktiven Zerfallsprodukte sind hoch giftig. Sie greifen innere Organe und die Atemwege an. Die präsentierten wissenschaftliche Studien zeigen, dass folgende Krankheiten durch die Exposition von Radon, Uran und seine Zerfallsprodukte verursacht werden: Bronchial- und Lungenkrebs, Knochenmarkkrebs, Magen-, Leber-, Darmkrebs, Krebs der Gallenblasen, der Nieren und der Haut, Leukämie und andere Bluterkrankungen, psychische Störungen und Geburtsfehler.

Die IPPNW sieht die Verbindung zur Weiterverbreitung von Atomwaffen als besonders relevant für ihre Arbeit. Ein Ende von Uranabbau würde außerdem den Ausstieg aus der Atomenergie beschleunigen und die Dringlichkeit eines Umstiegs auf Erneuerbaren Energien verstärken.

Kontakt:
Anne Tritschler, Tel. 030 698074-14, tritschler@ippnw.de
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs / Ärzte in Sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de


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NaturFreunde: Rüstungsexporte müssen weltweit gestoppt werden


Rüstungskonzerne profitieren von leeren Munitionslagern durch Krieg in Libyen

Berlin, 15. Juni 2011 – Zur aktuellen Veröffentlichung der US-amerikanischen Rüstungsexporte durch die Defense Security Cooperation Agency (DSCA) erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands: „Es ist eine der zynischen Folgen des Krieges in Libyen, dass die USA in diesem Jahr eine Steigerung ihrer Rüstungsexporte um fast 50 Prozent auf mehr als 46 Milliarden Dollar erreichen werden. 2010 lagen diese noch bei 32,1 Milliarden Dollar.“

 

Alle US-amerikanischen Rüstungsexporte müssen durch die DSCA genehmigt werden, die direkt dem Pentagon untersteht und jetzt aktuelle Zahlen veröffentlichte. Dabei gab DSCA-Chef Wiliam Landy offen zu, dass diese Steigerungen vor allem auf das Bedürfnis der an der Bombardierung Libyens beteiligten Staaten zurückzuführen seien, ihre Munitionslager wieder aufzufüllen. Um eine schnellere Lieferung von solchen Rüstungsgütern zu ermöglichen, setzt sich die DSCA dafür ein, das US-amerikanische Genehmigungsverfahren von Rüstungsexporten zu beschleunigen.

 

Diese Zahlen zeigen deutlich, wie große Rüstungskonzerne von den Kriegen in der Welt profitieren. Vor nicht ganz zehn Jahren lagen die Rüstungsexporte der USA noch bei etwa zehn Milliarden Dollar. Die jüngsten Kriege führten jedoch zu einer Verfünffachung der Waffenexporte. Die USA als global größter Waffenexporteur haben einen Weltmarktanteil von etwa 30 Prozent. Allein sieben der zehn größten Rüstungsunternehmen haben ihren Sitz in den USA.

 

USA rüsten arabische Staaten auf

Dabei betätigen sich die USA auch weiterhin als Aufrüster der arabischen Welt. So sind etwa die Vereinigten Arabischen Emirate der derzeit größte Kunde der US-amerikanischen Rüstungsunternehmen, obwohl sich die Vereinigten Arabischen Emirate seit Monaten als direkte Unterstützer der Despoten in der Region auszeichnen. Allein der US-amerikanische Rüstungsgigant Raytheon liefert für 3,3 Milliarden Dollar Patriot-Raketen an die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch wird mit Saudi Arabien das größte Waffengeschäft in der Geschichte der USA geplant. Unter anderem sollen 84 neue Kampfjets vom Typ F-15 geliefert werden. Das Gesamtvolumen der Rüstungsexporte alleine an Saudi Arabien wird bei etwa 60 Milliarden Dollar liegen. Weltweit spricht die DSCA übrigens von mehr als 13.000 Rüstungsverträgen mit 165 verschiedenen Ländern. Diese Verträge haben einen Gesamtwert von 327 Milliarden Dollar.

 

Die NaturFreunde Deutschlands fordern ein Ende der Aufrüstung. Einige Rüstungskonzerne verdienen etwa mit den Konflikten in den arabischen Staaten Milliarden. Dabei gehen diese Waffenexporte in eine Region mit Massenarbeitslosigkeit, Armut und despotischen Herrschaftsstrukturen.

 

NaturFreunde Deutschlands – Teil der Friedensbewegung

Die NaturFreunde Deutschlands sind seit mehr als 50 Jahren Teil der bundesdeutschen Friedensbewegung und waren Gründungsmitglied der Anti-Atomtod-Bewegung, aus der schließlich die Ostermärsche hervorgegangen sind.



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Zweifelhafte Geschäftsgebaren im Zeichen von Freiheit und Abenteuer


Europas größte Outdoor-Messe: Branche in der Kritik

Die Hersteller von Outdoor-Funktionskleidung können sich freuen: Kaum eine andere Branche hat in den vergangenen Jahren trotz Wirtschaftskrise derart starke Zuwachsraten erzielt. Markenunternehmen wie The North Face, Schöffel oder Tatonka stehen für das Erleben der Natur, für die Sehnsucht nach fremden Ländern, für Freiheit und Abenteuer.

Das Image der Outdoor-Unternehmen ist entsprechend positiv besetzt. Zu Unrecht, wie jetzt die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign / CCC) feststellt.

Die Kampagne hat in den vergangenen Monaten Selbstbild und tatsächliches Geschäftsgebaren von 15 international tätigen Unternehmen der Outdoor-Bekleidungsbranche eingehend untersucht. Mit ernüchternden Resultaten. So trifft etwa der in Deutschland ansässige Hersteller Schöffel, wie auch andere VertreterInnen der Branche, keinerlei Vorkehrungen für eine Mitbestimmung von ArbeiterInnen in Produktionsländern, in denen Gewerkschaftsfreiheit nicht existiert. Wieder andere Unternehmen verzichten gänzlich darauf, sich für die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten bei der Herstellung ihrer Produkte zu engagieren. Löhne, die für ein Leben in Würde nicht ausreichen, verzeichnet die Kampagne für Saubere Kleidung ebenso wie im Fall des schwedischen Herstellers Fjällräven fehlende Obergrenzen für Überstunden, wodurch exzessiver Mehrarbeit in den Fertigungsstätten Tür und Tor geöffnet ist.

„Image und Realität der Outdoor-Branche klaffen zum Teil schmerzhaft auseinander“, bringt Kirsten Clodius die Ergebnisse der Untersuchung auf den Punkt. „Statt nachhaltiger sozialer Entwicklung wird allzu oft nachhaltige Ausbeutung praktiziert.“ Für die Referentin der Christlichen Initiative Romero (CIR), einer der TrägerInnen der Kampagne für Saubere Kleidung, ist es deshalb erfreulich, dass der deutsche Outdoor-Riese Jack Wolfskin sich künftig stärker um würdige Arbeitsbedingungen in seiner Lieferkette bemühen möchte: Jack Wolfskin hat Anfang Juli seinen Beitritt zur Fair Wear Foundation erklärt, einer Multi-
Stakeholder-Initiative, die sich für eine effektive Verbesserung von Arbeitsbedingungen einsetzt. „Dass sich ein Unternehmen wie Jack Wolfskin einem der am weitesten reichenden Verhaltenskodizes auf dem Markt verpflichtet, wird Signalcharakter für die Branche haben“, ist sich Clodius sicher.

Allein, bei solchen Schritten einzelner, wenngleich wichtiger Unternehmen soll es nach dem Willen von Berndt Hinzmann nicht bleiben: „Die gesamte Branche steht in der Pflicht. Alle Hersteller von Outdoor-Bekleidung sind aufgefordert, ihrer sozialen Verantwortung endlich in ausreichender Weise gerecht zu werden, Fairness zu entdecken und die entsprechende Herausforderungen anzugehen“, erklärt der Sprecher des INKOTA-netzwerk e.V., ebenfalls Kampagne für Saubere Kleidung.

„Grundlegende Arbeitsstandards im weltweiten Zulieferernetz müssen endlich umfassend umgesetzt und durch unabhängige externe Institutionen wirksam kontrolliert werden.“ Nur auf diese Weise, so Hinzmann und Clodius, könne sichergestellt werden, dass zwischen Image und Realität der Outdoor-Branche nicht länger mehr eine Lücke klaffe, die einen Skandal darstelle.

Die Kampagne für Saubere Kleidung hatte im vergangenen Jahr erstmalig Selbstbild und Realität der Outdoor-Bekleidungshersteller in einer eigenen Untersuchung überprüft.

Erfreulich für die Kampagne: In diesem Jahr präsentierten sich die Unternehmen der Branche transparenter als bei der Befragung 2009. Die aktuelle Studie wurde vor dem Hintergrund der vom 15. bis zum 18. Juli in Friedrichshafen stattgefundenen „OutDoor“ veröffentlicht, der größten Outdoor-Messe Europas.

www.saubere-kleidung.de


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Fukushima mahnt: Atomausstieg weltweit, Berlin 11.02.2012


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Dresden 2012 - Blockieren, bis der Naziaufmarsch Geschichte ist




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6. Gedenkmarsch für die Opfer von Sklaverei, Sklavenhandel und Kolonialisierung 2012


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NaturFreunde auf dem Umweltfestival in Berlin



NaturFreunde-Infostand auf dem Umweltfestival in Berlin 2010


Thomas vom Bündnis für das Volksbegehren gegen die Wasserprivatisierung


Aktive beim Einsatz


Uwe und Nina im NaturFreunde-Stand




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Europäisches Parlament: Schriftliche Erklärung zur Abschaffung der Todesstrafe und zum Fall Mumia Abu-Jamal

Im europäischen Parlament wurde eine Schriftliche Erklärung eingebracht, die bisher von über 30 Europaabgeordneten mitgezeichnet wurde.



Hier die Schriftliche Erklärung:

SCHRIFTLICHE ERKLÄRUNG
eingereicht gemäß Artikel 123 der Geschäftsordnung
zur Abschaffung der Todesstrafe und zum Fall Mumia Abu-Jamal
Søren Søndergaard, Sabine Lösing, Heidi Hautala, Barbara Lochbihler, Ana Gomes


Fristablauf: 11.11.2010

Schriftliche Erklärung zur Abschaffung der Todesstrafe und zum Fall Mumia Abu-Jamal

Das Europäische Parlament,
- in Kenntnis des Protokolls Nr. 6 zur Europäischen Menschenrechtskonvention,
- in Kenntnis des zweiten Fakultativprotokolls zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR),
- in Kenntnis des Berichts von Amnesty International über Mumia Abu-Jamal (2000), in dem ein neues Gerichtsverfahren gefordert wird,
- gestützt auf Artikel 123 seiner Geschäftsordnung,

A. in der Erwägung, dass die Todesstrafe die grausame, unmenschliche und entwürdigende Bestrafung schlechthin ist und gegen das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankerte Recht auf Leben verstößt,
B. in der Erwägung, dass durch nichts belegt ist, dass die Todesstrafe eine wirksamere Abschreckung darstellt als andere Formen der Bestrafung,
C. in der Erwägung, dass weltweit mehr als 20 000 Männer, Frauen und Kinder in Todeszellen inhaftiert sind (Bericht von Amnesty International, 2006),
D. in der Erwägung, dass nachweislich vor allem unterprivilegierte Menschen in der Todeszelle sitzen,
E. in der Erwägung, dass Mumia Abu-Jamal nach einem unfairen und rassistischen Gerichtsverfahren seit 1982 in der Todeszelle sitzt,

1. fordert die EU und ihre Mitgliedstaaten nachdrücklich auf, die Resolution der Vereinten Nationen zum Moratorium für die Anwendung der Todesstrafe umzusetzen und darauf hinzuarbeiten, dass die Todesstrafe in allen Staaten, in denen sie nach wie vor angewendet wird, endgültig abgeschafft wird;
2. fordert die Mitgliedstaaten und ihre politischen Vertreter auf, sich für ein faires Gerichtsverfahren für Mumia Abu-Jamal einzusetzen;
3. ermutigt alle Befürworter der Abschaffung der Todesstrafe, den von den Vereinten Nationen am 10. Dezember ausgerufenen Tag der Menschenrechte zu nutzen, um auf den Kampf gegen die Todesstrafe und für ein faires Gerichtsverfahren für Mumia Abu-Jamal aufmerksam zu machen;
4. beauftragt seinen Präsidenten, diese Erklärung mit den Namen der Unterzeichner den Parlamenten der Mitgliedstaaten und dem Europäischen Rat zu übermitteln.

Wir sollten alle dafür werben, damit noch mehr Mitglieder des Europäischen Parlaments diese Erklärung unterstützen.

Hier finden Sie die Liste der deutschen Europaabgeordneten:

http://www.europarl.europa.eu/members/public/geoSearch/search.do?country=DE&language=DE

Die Mailadresse der Europaabgeordneten ist immer
‘Vorname’.'Nachname’@europarl.europa.eu

Bitte diese Information an Eure Kontakte weiterleiten. Je schneller die Zahl der Unterzeichner wächst, desto wahrscheinlicher ist es, dass es am 11.11. im Europäischen Parlament die erforderliche Mehrheit für die Resolution gibt.


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NaturFreunde bei der Aktion: "Atomkraft abpfeifen!" am 03.05.2010 in Berlin gegen die Tagung des Deutschen Atomforums:


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NaturFreunde bei der Anti-Atom-Kette am 24.04.2010:


Anti-Atom-Kette in Hamburg mit den Hamburger NaturFreunden


NaturFreunde in Biblis

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Oxfam: Land Grabbing – allein 2009 wurden 45 Millionen Hektar Land verkauft

Bilanz des UN-Welternährungsauschusses

Oxfam: Positive Signale für mehr Zusammenarbeit bei Hungerbekämpfung

Land Grabbing – allein 2009 wurden 45 Millionen Hektar Land verkauft

Berlin/Rom, 15. Oktober 2010. In dieser Woche wurden erstmals auf UN-Ebene das Land Grabbing sowie seine negativen Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit in den armen Ländern diskutiert. Politische Differenzen und starke Eigeninteressen behinderten zwar kurzfristige Maßnahmen, es konnten aber Fortschritte bei der Entwicklung von gemeinsamen Richtlinien für die großflächigen Landkäufe von Investoren und reichen Ländern erzielt werden. “Das Problem ist erkannt, die Gefahr für die Menschen in armen Ländern aber noch nicht gebannt. Wir brauchen dringend Regeln, die den weltweiten Ausverkauf von Agrarland in die Schranken weisen – sonst wird der Hunger in den nächsten Jahren wieder zunehmen”, warnt Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale. Allein im Jahr 2009 sei zehn Mal mehr Land gekauft oder gepachtet worden als in den Jahren zuvor – insgesamt rund 45 Millionen Hektar. Zwei Drittel des Land Grabbings betreffe Afrika.

Ebenfalls besprochen wurden vom UN-Ausschuss die Preisschwankungen auf den Weltagrarmärkten, die gerade wieder besorgniserregende Ausmaße annehmen. “Maßlose Spekulation wurde allseits als Problem anerkannt”, begrüßt Wiggerthale. Ein hochrangiges Expertengremium soll nun wissenschaftlich basierte Empfehlungen für die politische Diskussion im nächsten Jahr erarbeiten, die auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungssicherheit berücksichtigen.

UN-Welternährungsausschuss: Konstruktive Zusammenarbeit

In dem im Jahr 2009 neu gegründeten UN-Welternährungsauschuss sind erstmals alle mit der Hungerbekämpfung befassten Akteure inklusive sozialer Bewegungen und NGOs unter einem Dach vereinigt. Die Arbeitsweise des Ausschusses sei wesentlich ergebnis- und entscheidungsorientierter als vor der Reform 2009, begrüßt Oxfam. “Der UN-Welternährungsauschuss ist jetzt zu einem echten Arbeitsgremium geworden. Er muss sich aber noch beweisen. Am Ende zählt, ob genügend politischer Wille vorhanden ist, um die vereinbarten Maßnahmen auch umzusetzen”, so Wiggerthale. Es blieben nur noch fünf Jahre, um das erste Millenniumsziel, die Halbierung des Hungers bis 2015, zu erreichen.

Globale Rechenschaftsberichte nicht ausreichend

Im UN-Welternährungsausschuss berichteten Vertreter von Geberländern und Institutionen über globale Initiativen diese Woche u.a. über die von Deutschland unterstützte G8 “Aquila Food Security Initiative”. Mehrere arme Länder bemängelten fehlende Informationen über die Auszahlung und die Verwendung der zugesagten Finanzmittel. Zu Recht findet Oxfam. “Es ist unklar, wer wofür wie viel Geld in welchen Länder ausgibt. Deshalb ist es im Moment fast unmöglich festzustellen, wo Gelder geflossen sind und wo Entwicklungshilfedefizite bestehen. Auch die Wirksamkeit der Entwicklungshilfe kann so nicht gemessen werden “, sagt Wiggerthale. Die Geberländer, die UN und die Weltbank müssten detailliert und umfassend berichten.

Für weitere Infos wenden Sie sich bitte an:
Marita Wiggerthale, Handy: 0162-138 63 21, E-Mail: mwiggerthale@oxfam.de


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