----------------------------------------------------------
Free Mumia: Berlins längstes Transparent der Welt



Überall bereiten Unterstützer_innen von Mumia Abu-Jamal und Anti-Todesstrafen-Aktivist_innen
derzeit “Berlins längstes Transparent der Welt” vor, um im kommenden
Frühjahr die Freilassung von Mumia Abu-Jamal zu fordern.
Alle bemalen und/oder beschreiben ein Stück Stoff: 50 x 50 cm. Falls du auch daran teilnehmen möchtest, melde dich per e-mail bei kontakt@freiheit-fuer-mumia.de
------------------------------------------------------------
Atomausstieg selber machen: Einspruch gegen den Bau des AKW 2 Borssele
Mustereinwendung gegen Borssele 2
Einwendungen gegen das AKW Borssele 2 bis spätestens 12.1.2012 schicken an:
Bureau Energieprojecten
Inspraakpunt Tweede kerncentrale Borssele
Postbus 223
NL – 2250 AE Voorschoten
NIEDERLANDE
Einwendungen sind auch telefonisch möglich: +39-70 379 89 79
» Mustereinwendung im DOC-Format (44 kb)
» Vorlage für einen Abschiedsbrief an RWE (DOC-Format, 44 kb)
» Bekanntmachung zweites Kernkraftwerk Borssele (deutsch)
» Planungsunterlagen (niederländisch, z.T. englisch)
Mustereinwendung
Betreff: Einspruch gegen den Bau des AKW 2 Borssele

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erhebe ich Einspruch gegen den beantragten Bau des Atomkraftwerks Borssele 2. Zur Begründung:
Gesundheitsgefahren im Normalbetrieb
Bereits im sogenannten Normalbetrieb eines AKW wird Radioaktivität
freigesetzt. In Deutschland dokumentierte 2007 eine Studie des Deutschen
Kinderkrebsregisters im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz
vermehrt Leukämiefälle bei Kleinkindern in AKW-Nähe. Aktuelle Recherchen aus dem Jahr 2011 ergaben, dass gravierend erhöhte Mengen radioaktive Isotope beim Brennelement-Wechsel freigesetzt werden. In einer 2010 veröffentlichten Studie des Helmholtz Zentrums München wurde nachgewiesen, dass in der Umgebung von AKW weniger Kinder geboren werden,
vor allem weniger Mädchen. Das anomale Geschlechterverhältnis an
AKW-Standorten in Deutschland, Belgien und der Schweiz ist signifikant.
Gravierende Schäden werden auch durch den Uranabbau im Ausland
verursacht.
Risiko Super-GAU
Atomenergie ist grundsätzlich unbeherrschbar und nicht mit den
Grundrechten auf körperliche Unversehrtheit und Leben vereinbar.
Gefahrenquellen sind Naturkatastrophen, Terroranschläge,
Flugzeugabstürze, menschliches Versagen im Betrieb oder eine Verkettung
unglücklicher Umstände. Die gesundheitlichen, ökologischen, sozialen und
wirtschaftlichen Auswirkungen bei einem schweren Störfall sind in
keiner Weise abschätzbar. Die traurigen Anhaltspunkte für ein Ausmaß
eines solchen GAU bieten die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima.
Unvereinbarkeit mit der Energiewende
Der Ausbau der Atomenergie in den Niederlanden verträgt sich nicht
mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Atomkraftwerke sind
unflexibel und können nicht schnell an die flexible Stromproduktion
durch erneuerbare Energien angepasst werden. Zudem werden durch
Investitionen in ein AKW große Mengen Kapital gebunden, die bei den
erneuerbaren Energien fehlen.
Wohin mit dem Atommüll?
Eine Lösung für die endgültige Lagerung von Atommüll gibt es in den
Niederlanden bisher eben so wenig wie in Deutschland und der gesamten
EU. Bevor diese Frage nicht geklärt ist, verbietet es sich weiteren
Atommüll zu produzieren.
Verfahrensfehler
Ich protestiere hiermit auch gegen die gegen die mangelhafte
Bekanntmachung, die viel zu kurze Auslegungsfrist und das Fehlen
deutschsprachiger Unterlagen. Diese widerspricht der von der EU
beschlossenen Aarhus-Konvention.
Bei einer Standortwahl in Zeeland würde diese Provinz für mich auch
nicht mehr als Urlaubsgebiet in Frage kommen. Ich behalte mir vor,
meinen Einspruch zu ergänzen und beantrage kostenlos und laufend
persönlich über den Stand des Verfahrens informiert zu werden.
Mit freundlichen Grüßen,
[Unterschrift, Name und Anschrift]
» Mustereinwendung im DOC-Format (44 kb)
» Bitte schreiben Sie auch einen Abschiedsbrief an RWE, damit der Protest dort ankommt (Vorlage im DOC-Format, 44 kb)
-------------------------------------------------------------
S-Bahn-Tisch: 31 870 Unterschriften für das Volksbegehren S-Bahn
Heute wurden durch die Verantwortlichen des
S-Bahn-Volksbegehren “Rettet unsere S-Bahn” 31.870 Unterschriften an die
zuständige Stelle der Senatsverwaltung für Inneres übergeben.
Die Forderungen des Volksbegehrens sind:
Rettet unsere S-Bahn!
Stoppt Privatisierung und Ausplünderung!
Die Berliner S-Bahn verkehrte rund 85 Jahre lang zuverlässig – wenn man von den Monaten
bei Kriegsende und in einer kurzen Nachkriegszeit absieht. Doch seit
Sommer 2009 herrscht hier Chaos: Es gab schwere Unfälle. Es gibt ständig
Ausfälle. Ganze Linien können zeitweilig nicht bedient werden. Meist
fährt die S-Bahn mit stark reduzierten Kapazitäten. Es herrscht der
Notfahrplan. Auch mal der Notfahrplan vom Notfahrplan. Darunter leiden
Hunderttausende Fahrgäste.
Darunter leiden nicht zuletzt die
S-Bahn-Beschäftigten. Sie werden mit der berechtigten Empörung der
Fahrgäste konfrontiert. Doch sie sind für die Misere nicht
verantwortlich. Verantwortlich dafür ist das Spitzenmanagement der
Deutschen Bahn AG. Schuld ist die von der Politik gewollte Orientierung
auf Börsengang, hohe Gewinne und eine aggressive Einkaufspolitik im
Ausland. Oben hui, unten pfui: Die Gewinne in den Bahn-Bilanzen
entstehen auch durch den Abbau der S-Bahn-Belegschaft, durch Bahnhöfe
ohne Aufsichtspersonal, durch die Schließung von Werkstätten, durch ein
Fahren auf Verschleiß bei Zügen und Infrastruktur.
Der Träger will mit diesem Volksbegehren die Privatisierung und Zerschlagung der S-Bahn
verhindern. Hierzu soll eine Beendigung des S-Bahn Chaos erreicht werden durch:
• Politischen Druck,
• Die Offenlegung der Verträge und Transparenz (§1, §2 Nr.4 und 5), damit die
Berlinerinnen und Berliner sich über alle Vorgänge informieren können;
• Die Einstellung von Aufsichtspersonal (§2 Nr.1 und 2), damit es keine Geisterbahnhöfe
gibt und nicht Kameras, sondern lebendige Menschen im Notfall da sind;
• Die Bereitstellung von genügend Zügen und eine Reserve an Zügen (§2, Nr.3, 4 und 5),
damit nicht ständig Notfahrpläne die Regel sind;
• Die Gewährleistung von Barrierefreiheit, damit Fahrtreppen und Aufzüge auch wirklich
funktionieren (§2, Nr.6), wenn sie gebraucht werden;
• Die tarifliche Entlohnung (§3), damit es keine Dumpinglöhne bei den Beschäftigten der
S-Bahn, bei den Leiharbeitern und den Subunternehmen gibt.
-------------------------------------------------------------
BLOCK DRESDEN 2012 – Blockieren bis der Naziaufmarsch Geschichte ist
Aller guten Dinge sind drei!

In den vergangen zwei Jahren ist uns etwas gelungen, was viele für
unmöglich gehalten hatten: Wir haben den Naziaufmarsch in Dresden
erfolgreich blockiert. Tausende Nazis konnten ihr eigentliches Ziel, mit
einer Großdemonstration ihre menschenverachtende Ideologie zur Schau zu
stellen, nicht erreichen.
Mit dem Aufmarsch im Februar versuchten sie in den vergangenen Jahren
an das Gedenken an die Bombardierungen Dresdens im Februar 1945 und den
damit einher gehenden Mythos der „unschuldigen Stadt Dresden“ anzuknüpfen.
Auch durch Ignorieren und Wegschauen seitens der Stadtverwaltung und
einer mangelnden Entschlossenheit großer Teile der Dresdner
Zivilgesellschaft konnte dieser Termin zu Europas größtem Naziaufmarsch
mit bis zu 7000 Teilnehmenden werden. Doch die Dynamik der Aufmärsche
ist gebrochen. Zu verdanken ist dies insbesondere dem entschlossenen
Handeln von zwölftausend (2010) und zwanzigtausend Menschen (2011), die
mit Massenblockaden den Marsch der Nazis verhinderten.
Wir wenden uns gegen jede Form von Geschichtsrevisionismus. Alten und
neuen Nazis darf keine Gelegenheit gegeben werden, die deutsche
Geschichte zu verklären und die NS-Verbrechen zu verherrlichen. Daher
werden wir am 13. Februar 2012 den „Täterspuren“-Mahngang durchführen,
um an die NS-Geschichte in Dresden zu erinnern.
„Sagen, was man tut und tun, was man sagt“ – durch dieses
Motto war unser Handeln der letzten Jahre geprägt. Dabei bleibt es! Uns
eint das Ziel, den Naziaufmarsch durch Massenblockaden zu verhindern.
Unser Ziel ist dabei nicht die Auseinandersetzung mit der Polizei. Wir
sind entschlossen, den Naziaufmarsch zu blockieren – von uns wird dabei
keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns
das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.
„Unsere Vielfalt ist unsere Stärke“ – das war unser Credo
der letzten Jahre. Dabei bleibt es! Mit einem breiten Bündnis aus
Antifagruppen, lokalen Initiativen und Aktionsgruppen, Gewerkschaften,
Parteien und Jugendverbänden, religiösen Gruppen sowie zahlreichen
weiteren Organisationen und Einzelpersonen haben wir deutlich gemacht:
Blockaden sind legitim und Dresden geht uns alle an!
AntifaschistInnen wurden in den letzten Monaten vermehrt mit
staatlichen Repressionen überzogen. Rechtswidrige Funkzellenabfragen,
politisch motivierte Strafverfahren, selbst Immunitätsaufhebungen werden
uns nicht einschüchtern. Versuchen von außen, uns mittels der
Extremismustheorie zu spalten, setzen wir unsere Solidarität entgegen.
Wir lassen uns nicht spalten. Ziviler Ungehorsam ist unser Recht, unsere
Blockaden sind legitim!
Lassen wir uns nicht einschüchtern! Wir protestieren im Februar in
Dresden auch gegen die staatliche Aushöhlung des Versammlungsrechts und
einen Schnüffel-Staat. In Dresden soll bewusst das Rechtsordnungsprinzip
der Verhältnismäßigkeit verschoben werden, um einen „gläsernen Demonstranten“ zu
schaffen. Wir treten dem entschieden entgegen. Dabei stehen wir
zusammen gegen alle Versuche der Einschüchterung und der Beschneidung
unserer Bürgerrechte.
Auch 2012 werden wir den Naziaufmarsch in Dresden blockieren. Die
Mordserie der in Sachsen untergetauchten Nazis zeigt einmal mehr, wie
wichtig entschlossenes antifaschistisches Handeln ist.
Antifaschistisches Engagement darf nicht kriminalisiert, sondern muss
unterstützt werden. Jahrelang sind Anschläge, Nazigewalt und Waffenfunde
in der Naziszene bagatellisiert worden. Schluss damit!
Wir geben den Nazis keinen Meter Straße preis. Wir blockieren sie in Dresden: bunt und lautstark, kreativ und entschlossen!
Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Christliche Initiative Romero: Gründungsinitiative zur Weiterführung von Hess Natur als Genossenschaft
Demokratische Alternative
Gründungsinitiative zur Weiterführung von Hess Natur als Genossenschaft
Der
Rüstungsinvestor Carlyle hat sich verstrickt: Eine Übernahme des
öko-sozialen Textilunternehmens Hess Natur hinter dem Rücken der
Öffentlichkeit wird seit Dezember immer wieder durch pressewirksame
Aktionen von attac u.a. verhindert. Doch ob er tatsächlich gänzlich vom
Verkaufstresen verschwunden ist, bleibt ungewiss. Fest steht: Niemand
wird ergeben auf den (nächsten) renditeorientierten Großinvestor warten.
Darum entschloss sich das Unternehmen jetzt selbst die Fäden in die
Hand zu nehmen.
Hintergrund
Durch die Insolvenz des Mutterkonzerns Arcandor (ehemals
Karstadt-Quelle) steht Hess Natur zum Verkauf. Der Pionierbetrieb im
Bereich Naturtextilien und Sozialstandards ist wirtschaftlich gesund.
Mitte Dezember wurde bekannt, dass ausgerechnet Carlyle – einer der
weltweit größten Rüstungs- u. Finanzinvestoren – sich gern mit dem
alternativen Versandunternehmen schmücken würde. Doch bevor Hess Natur
in den Einkaufskorb wanderte, hagelte es Boykott-Androhungen von fast
10.000 KundInnen!
Das Netzwerk Solidarische Ökonomie und die gleichnamige attac AG
luden am 10. Januar nach Frankfurt ein, um ein demokratisches
Alternativkonzept zur Weiterführung von Hess Natur vorzustellen. Der
Betriebsrat von Hess Natur und erste KundInnen schlossen sich an, sogar
LieferantInnen meldeten großes Interesse an der Idee. Auch die Kampagne für Saubere Kleidung
ist inzwischen Mitglied der Initiative. Die Gruppe wird u.a. von
mehreren ExpertInnen des Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften
und der innova eG juristisch und ökonomisch begleitet. Seit Januar
erreichen uns stetig Anfragen von weiteren
Genossenschafts-Interessierten und UnterstützerInnen.
Vorteile einer Genossenschaft
Die Rechtsform der Genossenschaft (eG) bietet u.a. den Vorteil, dass
KundInnen in Form einer Rückvergütung (nachträglicher Rabatt) steuerfrei
am Gewinn der Firma beteiligt werden können. Ähnliches gilt für die
MitarbeiterInnen. Denn Genossenschaften sind quasi wirtschaftliche
Selbsthilfe-Einrichtungen, die grundsätzlich nicht auf Gewinn
ausgerichtet sind. Vor allem gilt in Genossenschaften das
Demokratieprinzip „one person – one vote“. Anders als in
Aktiengesellschaften hat jedes also Mitglied eine Stimme, unabhängig von
der jeweiligen Einlagenhöhe. Damit könnte Hess Natur als Kooperative
praktisch nicht mehr von Fremdinvestoren übernommen werden.
Mitglied werden und den Ausverkauf verhindern!
Werden auch Sie Mitglied der hnGeno
– der Kooperative zur Weiterführung von Hess Natur. Damit ermöglichen
Sie, das öko-faire Textilunternehmen Hess Natur gemeinsam demokratisch
weiterzuführen! Werden Sie Teil eines Unternehmens, das Ökologie, faire
Arbeitsbedingungen und nachhaltiges Wirtschaften zum Ziel hat und nicht
die Spekulationsspielchen und Superrenditen einiger Weniger.
Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage der Genossenschaftsinitiative zur Weiterführung von Hess Natur, auch eine Liste mit Fragen und Antworten sowie das Betriebsfortführungskonzept zur Weiterführung von Hess Natur als Kooperative stehen dort zur Verfügung.
Verhindern wir gemeinsam, dass der US-Private Equity Fonds Carlyle
oder andere rein renditeinteressierte Großinvestoren den
Vorreiterbetrieb für Ökotextilien aufkaufen und ausplündern. Nur wenn
sich Tausende einmischen und Mitglied der Genossenschaft werden, können
wir Carlyle etwas entgegensetzen!
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Christliche Initiative Romero: adidas es reicht! Schluss mit Hungerlöhnen in den Nähfabriken!
Kampagne für Saubere Kleidung – Sport
adidas es reicht! – Schluss mit Hungerlöhnen in den Nähfabriken!
Aktiv zur Frauen-Fußball Weltmeisterschaft
Vom 26. Juni bis zum 17. Juli 2011 wird in Deutschland die
Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen ausgetragen. 16
Nationalmannschaften treten gegeneinander an. Wir wollen dieses
sportliche Ereignis dazu nutzen, auf die Schattenseiten der
Sportbekleidungsindustrie aufmerksam zu machen.
Arbeitsrechtsverletzungen sind Alltag
Während die Gewinnsummen der Sportartikelhersteller immer weiter in
den Himmel steigen, wissen Tausende von Näherinnen nicht, wie sie im
Monat über die Runden kommen sollen. Der Lohn der ArbeiterInnen in den
Produktionsländern für Sportbekleidung ist so niedrig, dass für sie kein
Weg aus der Armut führt, so hart sie auch schuften.
Machen Sie mit!
Wir werden zur Fußball-WM der Frauen zahlreiche Aktionen und
Veranstaltungen auf die Beine stellen. Zum Beispiel zur
adidas-Aktionärsversammlung am 12. Mai 2011 in Fürth.
Ihre Stadt ist Austragungsort der Frauen-Fußball-WM? Organisieren Sie
einen Infotisch und sammeln Sie Unterschriften auf Protestpostkarten
für einen existenzsichernden Lohn in den Nähfabriken von adidas!
Rundreise
Vom 23. Mai bis zum 5. Juni ist Marlyn Sanchez aus El Salvador auf
Einladung der Christlichen Initiative Romero in Deutschland zu Besuch.
Sie berichtet über die Missstände in der Nähfabrik Ocean Sky. Hier wird
u.a. für Puma und adidas/reebok produziert. Veranstaltungstermine ab
April auf unserer Homepage.
Infomaterialien
Bestellen Sie kostenlos (gegen Porto) Protestpostkarten und unsere kostenlose Aktionszeitung Anpfiff zur Frauen-Fußball-WM 2011!
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Berliner Wassertisch: Jetzt müssen alle Verträge auf den Tisch
Berliner Wassertisch
Pressemitteilung vom 2. März 2011
Schon
vor dem Volksentscheid „Unser Wasser“ war klar, dass die Behauptung des
Senats, die Wasser-Verträge seien bereits vollständig veröffentlicht,
nicht der Wahrheit entspricht. Denn in der veröffentlichten 5.
Änderungsvereinbarung von 2003 wird Bezug genommen auf Anlage 15a und
15b des „Vollzugs-Protokolls“ vom 29.10.1999, in der es
unmissverständlich um Unterlaufung des Urteils des
Landesverfassungsgerichtes vom 21.10.1999 geht. Der Berliner Wassertisch
fordert, diese wesentlichen Dokumente – Vollzugs-Protokoll mit Anlagen –
offen zu legen. (Beweis: 5. Änderungsvereinbarung, Präambel, 2. Absatz)
Ebenfalls fordert der Berliner Wassertisch, die laut
Wirtschaftsprüferbericht der KPMG bekannten, aber nicht veröffentlichten
Verträge zu veröffentlichen, die der Senat mit einer Schutzbehauptung,
es handele sich nur um interne Dokumente der Holding, unter Verschluss
hält. Zu diesen Dokumenten verweisen wir auf die angefügten
ausführlichen Hintergrundinformationen im Anhang.
Wir bemerken, dass der Senat und die Regierungsfraktionen Volkes
Stimme zwar dumpf haben rauschen hören, aber den Inhalt der Botschaft
nach wie vor gar nicht aufgenommen haben. Wenn Abgeordnete,
Bürgermeister und Senatoren jetzt letzte vor ersten Schritten tun
wollen, indem sie den Rückkauf auf die Schnelle und zu überhöhten
Preisen vollziehen wollen, dann verstoßen sie gegen den per
Volksgesetzgebung bekundeten Willen der Berliner Wählerschaft. Wir
fordern vom Senat den Stopp der Rückkaufverhandlungen bis zum Abschluss
der öffentlichen Prüfung aller Verträge, Beschlüsse und Nebenabreden
durch das Abgeordnetenhaus gemäß Paragraph 3 des Volksgesetzes, dessen
Verkündung im Gesetzes- und Verordnungsblatt für Berlin bis Mitte März
2011 fällig ist.
Denn was mit dem Nachdruck von 666.000 Stimmen durchgesetzt wurde,
ist: Vollständige Veröffentlichung aller Verträge, Beschlüsse und
Nebenabreden, anschließend eine öffentliche Prüfung dieser Dokumente mit
einer Frist von mindestens sechs Monaten durch das Abgeordnetenhaus –
unter Hinzuziehung unabhängiger Sachverständiger. Aus der Umsetzung des
Volksentscheides werden sich dann, zum Wohle der Öffentlichkeit, ganz
andere Konsequenzen ergeben. Diesem Votum gegenüber haben Senat und
Abgeordnetenhaus nun nicht mehr, wie einige immer noch zu meinen
scheinen, beliebige Handlungsspielräume, sondern das ist jetzt
umzusetzen! – Zur kritischen Begleitung dieses parlamentarischen
Prozesses werden wir einen öffentlichen Untersuchungsausschuss KLÄRWERK
gründen. Dabei wird es von der Qualität der parlamentarischen
öffentlichen Prüfung abhängen, wie kritisch und auffällig der Berliner
Wassertisch mit seiner Kampagnenerfahrung im anstehenden Wahlkampf in
Erscheinung treten wird.
Der Ausgang des Volksentscheides hat inzwischen Senat und
Regierungsfraktionen – gerade im Wahljahr – offenbar aufgeschreckt und
in etwas hektische Bewegung gebracht. Neben den Rückkaufverhandlungen
des Senats ist der Parteivorsitzende der Linken Berlin, Klaus Lederer,
bereits eilfertig mit einem sehr fragwürdigen Genossenschaftsmodell zur
Hand, das er den Berliner Wasserbetrieben als neues Kostüm gern
überstülpen möchte. Dieses Modell lehnt der Berliner Wassertisch als
eine andere Form der Privatisierung ab. Auch dazu können Sie eine
ausführliche Begründung auf den folgenden Seiten lesen.
Lederers Genossenschaftsmodell – eine andere Art von Privatisierung
Klaus Lederer von der Linken in Berlin schlägt im Rahmen der
Rekommunalisierung der Wasserbetriebe ein Genossenschaftsmodell vor. Der
Berliner Wassertisch lehnt dieses Modell ab, weil es im Wesentlichen
eine andere Art von Privatisierung darstellt.
Im Einzelnen liegen folgende Gründe zur Ablehnung vor:
1. Das Genossenschaftsmodell führt dazu, die bestehende
Holding-Konstruktion, die jetzt unter enormen politischen Druck gerät,
zu erhalten! Das ganze Vertragsgeflecht soll laut Lederer erhalten
werden, und es soll zusätzlich durch Abgabe von (nur mittelbar
stimmwirksamen) Anteilen an Berlinerinnen und Berliner mit neuer
Legitimation versehen werden. Die BerlinerInnen sollen damit gelockt
werden, selbst Profiteure der unanständigen, aller Voraussicht nach auch
ungesetzlichen garantierten Rendite zu werden. Die in Aussicht stehende
Rendite ist entsprechend der “Disproportionalität” bei der
Gewinnverteilung in den Verträgen zwar deutlich geringer als für RWE und
Veolia, aber sie soll nicht gekippt werden, sondern in Form
zusätzlicher Anteilsinhaber (mit Renditeansprüchen) zusätzlich gestützt
werden.
2. Der Senat und das Abgeordnetenhaus sind bereits jetzt unsere
gewählten Vertreter, die in den BWB unsere Anliegen zu vertreten haben!
Und da sie die Mehrheit haben, bedeutet das, dass sie die Anliegen der
Wähler entsprechend durchsetzen müssen. Der Verkauf von
Genossenschaftsanteilen an Privatpersonen ist eine weitere
Privatisierung! Das Land Berlin verringert damit (sofern das rechtlich
überhaupt möglich ist) seinen Anteil weiter!
3. Das Wasser gehört uns, Wasser als Gemeingut ist unverkäuflich! Wir
müssen das Wasser nicht noch einmal kaufen, auch nicht in Form von
Genossenschaftsanteilen. Nichtsdestotrotz ist es 1999 gelungen, Rechte
an der Wassernutzung und -verwertung zu verkaufen. In der Folge zahlen
wir enorme Gebühren.
4. Es ist eine gängige neoliberale Praxis, bei Privatisierungen
irrelevant kleine Anteile an Aktien oder Anteilen an die Belegschaft
oder eventuell auch an Kunden abzugeben! Der Volksaktienvorschlag im
Zuge des vorgesehenen Bahn-Börsengangs war das letzte spektakuläre
Beispiel. Mit der Ausgabe von weniger als 10% der Anteile soll der
Eindruck von möglicher Mitbestimmung erweckt werden, dem grundsätzlichen
Widerstand wird die Spitze gebrochen. Es ist kein einziges Beispiel
bekannt, wo mit Hilfe von Belegschafts- oder “Volks”aktien eine spätere
Unternehmensentscheidung gekippt werden konnte. Selbst die wenigen
Prozent bleiben meist nicht lange in Kunden- oder Belegschaftsbesitz.
Meist reduziert sich der Anteil durch Weiterverkäufe innerhalb weniger
Jahre von 10% auf unter 2%.
5. Genossenschaften können gut gesellschaftliche Aufgaben übernehmen –
für das Berliner Wasser sind sie als Rechtsform ungeeignet!
Genossenschaften organisieren für die Mitglieder das Gemeineigentum der
Mitglieder. Das Gemeineigentum der Genossen schließt alle
Nicht-GenossInnen von der Mitbestimmung und auch der Nutznießung aus.
Das ist genau der Punkt, wo sich das Gemeineigentum von Gemeingütern
unterscheidet. Bei Gemeingütern ist ein Ausschluss nicht zulässig.
Zahlreiche Banken haben die Gesellschaftsform der Genossenschaft. Es ist
nicht bekannt, dass es bei einer dieser Banken einer Gruppe
Genossenschaftsanteil-Inhaber eine relevante Einflussnahme auf die
Geschäftspolitik gelungen ist. Die Genossenschaft ist für die
Organisation der demokratischen Kontrolle über Gemeingüter ungeeignet,
als Partikel in der Berliner Wasser-Holdings-Konstruktion erst recht.
6. Transparenz statt abenteuerlicher Vertrags-Konstruktionen! Die
Holding-Konstruktion der BWB an sich ist schon abenteuerlich komplex.
Genau das hat mit dazu geführt, dass nicht der Mehrheitseigentümer
Berlin das Sagen hat, sondern die privaten Anteilsinhaber. Was
nun mit dem Genossenschaftsmodell noch zusätzlich implementiert
werden soll, macht das Ganze noch einmal verknoteter. Die BerlinerInnen
haben sich denkbar deutlich für Transparenz ausgesprochen. Eine derartig
ineinander verschachtelte Konstruktion wie das Geflecht rings um die
BWB war ja genau der Grund, weswegen es 11 Jahre lang möglich war, für
die BürgerInnen relevante Informationen geheim zu halten. Macht man es
jetzt noch komplexer, dann sinkt auch die Transparenz weiter.
Demokratische Kontrolle bedeutet: eine einfache, praktikable, bürgernahe
Organisationsform auswählen und umsetzen. Den ganzen Wasserkopf an
Firmen, Holding, stillen Gesellschaftern etc. braucht man für diese
Kontrolle nicht, im Gegenteil: genau diese behindern erfolgreich die
Kontrolle.
Kontakt:
Rainer Heinrich, Tel: 34 33 32 32
Ulrike Kölver, Tel: 217 25 07
Michel Tschuschke, Tel: 784 59 41, 0163-664 87 39
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Oxfam: Anstieg der Nahrungsmittelpreise zutiefst beunruhigend
Oxfams Kommentar
Oxfams
Agrarexpertin Marita Wiggerthale sagt: “Der weitere Anstieg der
Nahrungsmittelpreise ist zutiefst beunruhigend. Millionen Menschen
kämpfen Tag für Tag darum, sich und ihre Familien satt zu kriegen. Die
Gefahr, dass noch mehr Menschen hungern, steigt.”
“Die Regierungen warten einfach ab und hoffen auf gute Ernten in den
nächsten Monaten. Mit so einer Haltung setzen sie Menschenleben aufs
Spiel und nehmen die Gefahr einer globalen Nahrungsmittelkrise auf die
leichte Schulter.”
“Wir brauchen eine abgestimmte internationale Antwort, um die
Ursachen der Nahrungsmittelpreissteigerungen anzugehen. Die Spekulation
mit Nahrungsmitteln sollte eingedämmt werden, um die Märkte zu
beruhigen. Wir brauchen mehr Transparenz bei Lagerbeständen und eine
Abkehr von der Förderung von Agrartreibstoffen. Kleinbauern brauchen
finanzielle Hilfe für den Anbau von Nahrungsmitteln. Sie sind Teil einer
nachhaltigen Lösung, insbesondere mit Blick auf die Bedrohungen durch
den Klimawandel.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Neue Nahrungsmittelkonvention geplant. Oxfam fordert tiefgreifende Reform
Neue Nahrungsmittelkonvention geplant. Oxfam fordert tiefgreifende Reform
Aktueller Ansatz der Nothilfe in Nahrungsmittelkrisen ist überholt
Berlin,
28. Februar 2011. Heute beginnen in London die Verhandlungen für eine
neue Nahrungsmittelhilfekonvention, die ab 2012 gelten soll. Oxfam
fordert die Geberländer auf, in Zukunft eine zuverlässige, schnelle und
angemessene Hilfe in Nahrungsmittelkrisen zu gewährleisten. “Die
Konvention muss die Hilfe schnellstmöglich auf Geldleistungen und eine
auf Ernährungssicherheit bezogene Unterstützung umstellen”, fordert
Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale. Sie müsse Hand in Hand gehen
mit der Verbesserung der kleinbäuerlichen Produktion und den aktuell
diskutierten Maßnahmen zur Bewältigung der Preisschwankungen auf den
Weltagrarmärkten.
Nahrungsmittelkrisen sind kein Problem von echter Knappheit
Bei der überwiegenden Zahl von Nahrungsmittelkrisen sei das Problem
nicht, dass es keine Nahrungsmittel gebe, sondern dass Menschen nicht in
der Lage wären, sich verfügbare Nahrungsmittel zu kaufen. “Hungernde
brauchen sofort Geld, um sich Nahrungsmittel kaufen zu können. Sie
können nicht auf die nächste Schiffsladung mit Hilfslieferungen vom
anderen Ende der Welt warten”, erklärt Wiggerthale. Die Verschiffung von
Nahrungsmitteln, insbesondere aus den USA und Japan, sei zu langsam und
eine Verschwendung von Hilfsgeldern. “Unterm Strich kommt nach Abzug
der Verschiffungs- und Beschaffungskosten nur 50 Prozent des Geldwertes
der gesamten US-Nahrungsmittelhilfe im Empfängerland an”, kritisiert
Wiggerthale. Das jetzige System diene vor allem den Interessen des
internationalen Agrobusiness und orientiere sich nicht an den
Bedürfnissen der Hungernden.
Weg vom “ressourcenbezogenen” hin zum “bedarfsgerechten” Ansatz
Im Mittelpunkt der Nahrungsmittelhilfe dürfte nicht die Verfügbarkeit
von Nahrungsmitteln stehen, sondern bestimmend müsse der humanitäre
Bedarf sein. “Die Konvention sollte den Schwerpunkt nicht auf die Menge
der gelieferten Nahrungsmittel legen, sondern auf die Bedürfnisse und
die Zahl der Menschen, die sich in Not befinden und auf Hilfe angewiesen
sind”, erklärt Wiggerthale. Ein bedarfsgerechter Ansatz umfasse auch
die Qualität der Nahrungsmittel und den Anspruch, die Menschen in die
Lage zu versetzen, sich während und direkt nach einer Krise selbst zu
ernähren. Um die Wirksamkeit der Nahrungsmittelhilfe zu überprüfen, sei
zudem mehr Transparenz und eine verbesserte Rechenschaftspflicht
erforderlich.
Hintergrund:
- Die Nahrungsmittelkonvention wurde 1967 verabschiedet und 1999 zum letzten Mal neu verhandelt.
- Die Nahrungsmittelkonvention ist ein internationales Instrument von
acht Gebern: Australien, Argentinien, Kanada, Europäische Union, Japan,
Norwegen, Schweiz und USA.
- Gegenwärtig umfassen die Nahrungsmittelhilfe-Zusagen ca. fünf
Millionen Tonnen pro Jahr. Damit kann etwa 30 Millionen Menschen pro
Jahr geholfen werden.
- Die Verteilung der Nahrungsmittelhilfe ist den Geberländern
überlassen, die Verteilung über eine multilaterale Instanz wird
allerdings bevorzugt. Nahrungsmittelhilfe-Zusagen im Rahmen der
Konvention sind deshalb ein wichtiger Teil der Aktivitäten des
Welternährungsprogramms (WFP).
- Der Nahrungsmittelhilfeausschuss, der für die Verwaltung und
Überwachung der Konvention verantwortlich ist, ist gegenwärtig beim
Internationalen Getreiderat (International Grains Council) angesiedelt.
Kanada hat aktuell den Vorsitz. Die meisten Mitglieder haben ihre
Verpflichtungen eingehalten.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hungerstreik in Griechenland: Es ist Zeit zu handeln
E-Mail/Faxkampagne für die Hungerstreikenden in Griechenland (deutsch)
Hungerstreik
in Griechenland: Es ist Zeit zu handeln„…Jetzt stehen in Athen und
Thessaloniki die entscheidenden Tage an: denn zum einen sind die
Hungerstreikenden kurz vor dem 30. Tag, ihre gesundheitliche Situation
wird deshalb sehr kritisch, 8 von ihnen sind zur Zeit im Krankenhaus.
Zum zweiten gibt es Verhandlungen mit der Regierung, die durchaus zu
einem gewissen Erfolg führen könnten, wenn sich noch etwas mehr Druck
aufbaut, gerade auch international. Deshalb die dringende Bitte aus
Griechenland um Beteiligung an einer konzertierten internationalen Fax-
und Emailkampagne. Ein Textentwurf in sowie die entsprechenden Adressen
finden sich unten…“
Hungerstreik in Griechenland: Es ist Zeit zu handeln
+++ Da sich der Hungerstreik der 300 seinem 30. Tag nähert,
benötigen die Streikenden dringend transnationale Unterstützung! +++ Es
ist JETZT Zeit zu HANDELN! +++ Schickt Faxe und E-Mails die griechischen
Behörden oder ruft dort an und fordert JETZT die sofortige
Legalisierung +++
Ich möchte wie ein Mensch behandelt werden – wie die Griechen. Wenn
wir Papiere bekommen, werde ich keine Angst mehr vor der Polizei haben
und ich kann legal mit Versicherung arbeiten. Aber den größten Teil der
Zeit denke ich nun: Was wird passieren, wenn der Staat keine Antwort
gibt? (Arqal, einer der Hungerstreikenden in Athen)
Seit dem 25. Januar sind 300 Migrant_innen in Athen und Thessaloníki
im Hungerstreik. Viele von ihnen leben seit über sechs Jahren in
Griechenland. Die meisten haben bei der Ernte gearbeitet – alle von
ihnen unter extrem problembehafteten Bedingungen. Ohne Papiere zu sein
bedeutet: keine Krankenversicherung, nicht ausgezahlte Löhne, keine
Möglichkeit zu reisen…
Sie haben sich entschieden, einen Hungerstreik zu beginnen, um die
bedingungslose Legalisierung aller Migrant_innen in Griechenland zu
fordern. Eine große Gruppe von Hungerstreikenden kam mit dem Schiff aus
Kreta. Unterstützer_innengruppen nahmen die Migrant_innen am Hafen
Piräus in Empfang und alle zusammen zogen dann zu einem leeren Gebäude
der Universität im Zentrum Athens. Es wurde ein Universitätsgebäude
ausgewählt, weil es seit dem Ende der Militärdiktatur, als Soldaten mit
Gewalt in die polytechnische Universität eindrangen, der Polizei
verboten ist, Universitätsgelände zu betreten (Universitätsasyl) – aber
im Fall der protestierenden Migrant_innen wurde das Universitätsasyl
nicht respektiert. Nach Verhandlungen zogen die Hungerstreikenden dann
in ein Gebäude in der Nähe der Universität um.
Aber die Regierung hat sich bisher nicht bewegt. Der Hungerstreik
befindet sich an einem entscheidenden Punkt. Jeden Tag werden die
Hungerstreikenden schwächer. Jeder Tag bringt dramatischere
Entwicklungen. Am Freitag brach Hassan, einer der Hungerstreikenden,
während einer Pressekonferenz zusammen:
Wie Sie genau wissen, ist heute der 25. Tag des Hungerstreiks.
Bislang haben wir keine Antwort von der Regierung erhalten. Niemand hat
gesprochen. Worauf wartet die Regierung? Wartet sie darauf, dass wir
sterben?
Nachdem er diese Worte gesprochen hatte, erlitt Hassan einen
hypoglykämischen Schock und wurde bewusstlos. Der Vorfall verdeutlicht
die extreme Situation der Streikenden, die sich mittlerweile seit über
25 Tagen in einem strikten Hungerstreik befinden und nur Wasser, Zucker
und Salz zu sich nehmen. Acht Hungerstreikende sind zurzeit im
Krankenhaus (26. Tag), Dutzende mehr stehen vor schweren
Gesundheitsproblemen. Aber bisher bewegen sich die Behörden nicht, um
die Forderung nach Legalisierung zu erfüllen.
Wir schicken eine Botschaft an den Premierminister, der gesagt hat,
dass er eine Reinigungskraft in Schweden war und Rassismus erlebt hat.
Es ist Zeit, zu intervenieren, ehe es zu spät ist. Damit es keine Toten
gibt.
Die Welle der Unterstützung für die Hungerstreikenden ist enorm
geworden: Von Angehörigen von Institutionen bis zu Gewerkschaften,
Hunderten von Künstler_innen und Intellektuellen – Tausende von
Unterstützer_innen in Griechenland und im Ausland stellen sich
solidarisch an ihre Seite. Aber offensichtlich benötigt die Regierung
mehr Druck – daher liegt es nun ebenfalls an euch. Es ist Zeit zu
handeln!
Ich glaube, dass der Widerstand von Migrant_innen gegen Abschiebung,
Schikanierung, Diskriminierung und Ausbeutung, die für ihre Rechte und
ihr Überleben kämpfen, ein einschneidendes menschliches Anliegen unserer
Zeit ist. Zusätzlich oder vielmehr untrennbar stellt er ein
wesentliches Element einer gesellschaftlichen Demokratiebewegung in
Europa dar, die Grenzen überschreitet und aus diesem Grund eine
verstärkte Xenophobie hervorruft. Die Solidarität mit den Migrant_innen
muss nicht nur auf lokaler Ebene, sondern auf der kontinentalen Ebene
eine Form annehmen. (Etienne Balibar)
+++ WAS IHR TUN KÖNNT +++
Schickt Protestschreiben, -faxe und E-Mails an die griechischen
Ministerien für Inneres, für Bürgerschutz und für Gesundheit und an die
lokale griechische Botschaft und die griechischen Konsulate! (hier
findet ihr eine Kontaktliste und hier einen Entwurf für einen
Protestbrief) Kontaktliste: http://www.learn4good.com/travel/greece_embassies.htm
Musterschreiben: http://w2eu.net/2011/02/20/300-it-is-time-to-act-now/#faxsample
Unterstützt die Verbreitung in den Medien und schickt
Presseerklärungen an die lokalen, regionalen, überregionalen und
europäischen Medien. (hier findet ihr die Presseerklärung, die wir
verschickt haben) press release:
http://w2eu.net/2011/02/20/300-it-is-time-to-act-now/#pressrelease
Schickt Kopien eurer Presse- und Solidaritätserklärungen an: hungerstrike300@espiv.net
Leitet diese Nachricht in euren Netzwerken weiter und fordert andere auf, ebenfalls zu handeln.
http://www.labournet.de/internationales/gr/hungerstreik_kampagne.html
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dresden nazifrei: Route der Nazis am 13.02. bekannt geworden!
Route der Nazis am 13.02. bekannt geworden!
Dresdner Verwaltungsgericht untersagt Proteste in Hör- und Sichtweite! Bündnis mobilisiert weiter zum Hauptbahnhof!
Das Verwaltungsgericht Dresden hat gestern die Auflagen des
Ordnungsamtes Dresden bestätigt. Damit bleibt unser geplanter Mahngang
„Täterspuren“ in der Innenstadt faktisch verboten. Wir sind nicht bereit
uns dieser skandalösen Entscheidung zu beugen und haben Beschwerde vor
dem sächsischen Oberverwaltungsgericht eingelegt. Wir rufen weiterhin
alle Dresdnerinnen und Dresdner dazu auf, sich mit uns auf die Spuren
der Nazitäter zu begeben. Treffpunkt für den Mahngang ist um 11 Uhr der
Comeniusplatz.
Desweiteren hat das Verwaltungsgericht die geplante Kundgebung am
Friedrich-List-Platz untersagt und verweist uns auf die andere Elbseite,
in die Dresdner Neustadt. Proteste in Hör- und Sichtweite wären damit
unmöglich. Deshalb rufen wir weiterhin alle Dresdnerinnen und Dresdner
dazu auf, um 14 Uhr an den Dresdner Hauptbahnhof zu kommen. Neuer
Treffpunkt ist die angemeldete Kundgebung an der Hochschulstraße, direkt
vor der Hochschule für Technik und Wirtschaft.
Inzwischen ist die geplante Route der Nazis bekannt geworden. Wie
mehrere Quellen übereinstimmend berichten, sammeln sich die Nazis ab 15
Uhr am Hauptbahnhof (Bayrische Straße) und wollen dann über die
Strehlener Straße, Ackermannstraße, Zellescher Weg, Fritz-Löffler-Straße
zurück zum Hauptbahnhof marschieren.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das Bürgerbegehren “Energie- und Wasserversorgung Stuttgart” ist am 9.2.2011 gestartet.
Initiator: ‘Aktion Stadtwerke Stuttgart’
Unterschreiben Sie, sammeln Sie mit!
Unterschriftenliste Download
Volle Listen im Rathaus abgeben, Zi 15
oder an die Vertrauensleute schicken.
Unser Ziel: neue Stuttgarter Stadtwerke müssen völlig unabhängig von
EnBW ihre wichtigsten Aufgaben wahrnehmen können. Hierzu gehört der
Betrieb und damit die Kontrolle unserer Wasserversorgung sowie die
Lenkung der Energiepolitik vor Ort: weg von Atom und Kohle.
Dazu muss die Stadt die Konzessionen für EnBW zum 31.12.2013 kündigen
und die neuen Konzessionen und den Betrieb der Netze für Wasser, Strom,
Gas und Fernwärme zu 100 % auf neu zu gründende städtische Betriebe
übertragen.
Die Aktion Stadtwerke ist ein Zusammenschluss verschiedener Initiativen und Vereine:
► Frischluft für Cannstatt
► KUS – Klima- und Umweltbündnis Stuttgart
► Naturfreunde, Kreisverband Stuttgart
► Projektgruppe für ein zukunftsfähiges Stuttgart
► Stuttgarter Wasserforum
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Berliner Wassertisch: Offener Brief an Innensenator
Brauchen wir für die korrekte Durchführung des Wasser-Volksentscheids Wahlbeobachter?
Berlin, d. 04.02. 2011
Sehr geehrter Innensenator Dr. Körting, sehr geehrter Bürgermeister Wowereit,
mit großer Besorgnis müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass sich immer
mehr Bürger an uns wenden, die sich über das Verfahren zur Durchführung
des Wasser-Volksentscheids beschweren. Zum einen scheinen bei der
postalischen Zustellung der Abstimmungsunterlagen schwere Fehler zu
passieren, indem der private Postzusteller PIN AG in großen Wohnanlagen
die Unterlagen nicht ordnungsgemäß durch Einwurf in den jeweiligen
Briefkasten zustellt, sondern die Unterlagen auf der Briefkastenanlage
abgelegt hat, in der Hoffnung, dass die Wahlberechtigten sich aus dem
Bündel ihr persönliches Anschreiben schon eigenverantwortlich
heraussuchen werden. Zum anderen ist bereits ein Fall bekannt, dass von
Seiten eines Bezirksamtes die Adresse eines Abstimmungslokals nicht
existent war.
Wir befürchten, dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist und können
uns nicht mit der Annahme trösten, hier handele es sich lediglich um
bedauerliche „Einzelfälle“. Im Gegenteil: Wenn wir die uns bekannten
Fälle verbinden mit der Art und Weise, wie die Berichterstattung des
öffentlich-rechtlichen Fernsehens (rbb) über den bevorstehenden
Volksentscheid auf minimaler Sparflamme erfolgt, dann scheint mit
Vorsatz und System der Volksentscheid auf mehreren Ebenen behindert zu
werden.
Im Vergleich mit der Berichterstattung zu den beiden anderen
Volksentscheiden fällt auf, dass weder in der Abendschau ein
Studiogespräch mit den für den Wasser-Volksentscheid verantwortlichen
Personen stattgefunden hat, noch von Seiten der klipp&klar-Redaktion
der Wasser-Volksentscheid thematisiert worden
ist. Sowohl beim Volksentscheid zum Erhalt des Flughafens-Tempelhof wie
auch zum Pro-Reli Volksentscheid erhielten diese Themen bei weitem im
rbb mehr Sendezeit. Auch die politischen Verlautbarungen erhärten den
Verdacht, dass die Bevölkerung in die Irre geführt wird, indem behauptet
wird, der Volksentscheid sei nicht nur überflüssig, sondern der
Gesetzestext würde gegen geltendes Recht verstoßen. Statt sich die Rolle
des Richters anzumaßen, sollten Vertreter der Politik sich an das
Modell der Gewaltenteilung erinnern und sich ins Gedächtnis rufen, dass
Vertretern der Legislative und der Exekutive solche Urteile nicht
zustehen.
Da der rot-rote Senat angetreten ist, mit der Absicht, die direkte
Demokratie zu erleichtern, und nicht sie zu verhindern, sollte der Senat
seinen Worten Taten folgen lassen und für die korrekte Durchführung von
Volksentscheiden unabhängige Wahlbeobachter verpflichten. Es festigt
sich der Verdacht, dass über vielfältige Kontakte der Politik und der
Konzerne (der jetzige Pressesprecher von VEOLIA, Mathias Kolbeck, hat
aus seiner Zeit als Mitarbeiter von Thilo Sarrazin gewiss noch gute
Kontakte zu den Berliner Redaktionen und der Landesvorsitzende der SPD,
Michael Müller, kein Unterstützer des Volksentscheids, ist im
Rundfunkrat) die öffentlichkeitswirksame Durchführung des
Volksentscheids massiv behindert wird. Es ist nicht nur ein Gebot der
Fairness, sondern es besteht auch eine verfassungsrechtliche
Verpflichtung, die direkte Demokratie als ein gleichwertiges Instrument
der politischen Willensbildung anzuerkennen und den Zugang zum
Leitmedium nicht zu versperren.
Thomas Rudek (Tel. 030 / 261 33 89 (AB))
Sprecher des Wasser-Volksentscheids zur gesetzlichen Offenlegung von Verträgen,
Beschlüssen und Nebenabreden, der GRÜNEN LIGA Berlin und des Berliner Wassertischs
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
CCS: Genehmigung durch Minister Christoffers – Bürger fassungslos über „Kampfansage gegen die Bevölkerung“
Presseerklärung der Bürgerinitiative »CO2 Endlager stoppen«
CCS: Genehmigung durch Minister Christoffers – Bürger fassungslos über „Kampfansage gegen die Bevölkerung“
Auf
seiner gestrigen Sitzung stellte der CCS-Beirat fest, dass man in der
von Vattenfall vorgestellten Erkundung kein geeignetes Verfahren zur
Vorbereitung der CO2-Verpressung sieht. Trotz des Votums des Beirates
verkündete Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Die Linke), dass er
die Genehmigung zur Erkundung der CO2-Endlager erteilen werde und das
Verfahren im Eilverfahren durchziehen wolle. Der Beirat war im Sommer
2010 von Christoffers initiiert worden. Vertreten sind darin
Repräsentanten aus der Region sowie das nicht stimmberechtigte
Brandenburger Bergamt und der ebenfalls nicht stimmberechtigte
Energiekonzern Vattenfall. Das Wirtschaftsministerium richtete den
umstrittenen CCS-Beirat ein, um mit allen Betroffenen im Dialog die
Erkundung zu begleiten. Die Bürgerinitiativen bezeichneten den
CCS-Beirat als PR-Instrument. Diese Befürchtung erhärtet sich nach der
gestrigen Ankündigung.
„Mit
brachialer Gewalt setzt Christoffers die Pläne Vattenfalls durch und
Ministerpräsident Platzeck steht stillschweigend hinter ihm“,
kritisierte Udo Schulze, Vorstand der Bürgerinitiative „CO2- Endlager
stoppen“. Die Ankündigung der rotroten Regierung in Potsdam bezeichnete
Schulze als Kampfansage gegen die Bürger in Ostbrandenburg. Bei den
Menschen in den Verpressungsregionen steigere sich die Wut über die
Dreistigkeit der Landesregierung ins Unermessliche, berichtet Schulze.
„Wenn die Regierung Amok gegen die Bevölkerung läuft, muss das
Parlament einschreiten“, fordert der Beeskower. In der Bürgerinitiative
wird derzeit über eine Strafanzeige gegen Minister Christoffers und den
Chef des Bergbauamtes Klaus Freytag diskutiert. Zusätzlich werden die
Menschen in Ostbrandenburg ihren Widerstand verstärken. So protestieren
am kommenden Samstag diverse Bürgerinitiativen gegen den staatlichen
Kohlekonzern Vattenfall aus Schweden vor der nordischen Botschaft in
Berlin. Weiter wird es am 27. Februar einen „Flammenden Protestmarsch“
im Landkreis Oder-Spree geben.
Aktuelle Stellungnahme der Bürgerinitiative »CO2 Endlager stoppen« v. 28.01.2011(http://www.co2-endlager-stoppen.de/home/):
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
NaturFreunde: Erneuerbar statt atomar! Baden-Württemberg sagt: Ade, EnBW!
Erneuerbar statt atomar!
Baden-Württemberg sagt: Ade, EnBW!
Wir
können alles. Außer Erneuerbare? Baden-Württembergs Regierung setzt auf
Atomstrom. Nachdem sich Frankreichs Atomstromproduzent EDF aus dem
Ländle und seinem Versorger EnBW zurückgezogen hat, weil er die
Zukunftsaussichten für Atomstrom in Deutschland negativ einschätzt,
verstaatlicht Ministerpräsident Mappus den Konzern kurzerhand. Bis zu 6
Milliarden Steuergelder werden eingesetzt, damit die von CDU und FDP
beschlossene Laufzeitverlängerung für die Atommeiler bis zur letzten
Kilowattstunde ausgeschöpft werden kann. EnBW ist der Energieversorger
mit dem höchsten Atomstromanteil im Energiemix. Nach Konzernangaben
stammten 2009 mehr als 57% der von EnBW erzeugten Energie aus
Atommeilern. Kohle und Gas brachten weiter 32%. Erneuerbare? Die mageren
11% stammen in erster Linie aus alten Wasserkraftwerken.
Baden-Württemberg gerät bei den erneuerbaren Energien immer mehr zum
Schlusslicht, eine Folge der Staatsintervention. Denn schon lange wird
EnBW vor allem von der Politik gesteuert. Wenn die CDU den EnBW-Deal des
Ministerpräsidenten Mappus kommentiert, lautet das so: „Die EnBW soll
nicht zum Spielball der Politik werden, erst recht nicht von
Ideologen.”. Das klingt nach „Haltet den Dieb!” und soll wohl auch schon
mal für einen möglichen Wechsel vorsorgen.
Tatsächlich gibt es eine Wechselstimmung im Land. 6 Millionen Kunden
von EnBW müssen sich nicht zu Gefangenen der Atomideologie von Mappus
und Gönner machen lassen. Wer der schärfsten Atomlobby entgegen treten
will, hat dazu drei einfache Möglichkeiten:
1.
sich engagieren und mitmachen bei der Menschenkette gegen die
Atompolitik zwischen Neckarwestheim und Stuttgart am 12.03.2011,
2. mit dem Stimmzettel am 27. März Atompolitikern eine Absage erteilen,
3. sofort den Stromanbieter wechseln und selbst schon mal aussteigen und umsteigen zu Erneuerbaren. Ade, EnBW!
Diese und künftige Landesregierungen in Baden-Württemberg rufen wir
auf, die Beteiligung an EnBW zu nutzen, um den Atomausstieg zu beginnen
und eine dezentrale Energieversorgung auf der Basis von Sonne, Wind,
Wasser und Biomasse zu fördern. Das schafft Arbeitsplätze mit Zukunft
und sollte auch den EnBW-Aufsichtsräten von Verdi als
Arbeitnehmervertretern den Einstieg in den Umstieg erleichtern.
Wechselstimmung? Dann wechseln Sie sofort! EnBW, ade!
Hier können Sie den Appell unterschreiben: www.enbw-ade.de
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
KOMM NACH DRESDEN …UND BRING ZWEI MIT!
KOMM NACH DRESDEN …UND BRING ZWEI MIT!
Jedes Jahr im Februar findet in Dresden der größte Naziaufmarsch
Europas statt. 2010 versammelten sich über 6000 Neonazis in der Stadt an
der Elbe. Dabei gelang das Unglaubliche, der sogenannte Trauermarsch
wurde zum ersten Mal durch Blockaden verhindert. Das war großartig und
muss 2011 wieder geschafft werden! Unser Motto lautet: Bring 2! Die
Idee: Alle, die im letzten Jahr den Naziaufmarsch verhindert haben,
kommen wieder und jeder bringt noch zwei Freunde mit! Also: Beteiligt
euch an der Mobilisierung, dreht Videos und macht Fotos für
bringzwei.com! Fahrt am 19. Februar mit zwei Freunden nach Dresden und
verhindert mit uns den Naziaufmarsch! Wir zählen auf Euch!
Die Kampagne Bring 2 lebt von Deiner und Eurer Beteiligung.
Zeigt den Neonazis und der Stadt Dresden, dass dieses Jahr wieder
zehntausende Menschen nach Dresden kommen und den Neonazi-Großaufmarsch
blockieren werden.
Nur gemeinsam können wir es schaffen. Wir brauchen jede und jeden
Einzelne/-n. Deshalb haben wir 2011 die Kampagne „Bring 2“ gestartet.
Die Idee: Alle, die letztes Jahr in Dresden waren und blockiert haben,
kommen dieses Jahr wieder. Und jede und jeder bringt noch zwei Personen
mit. So sind wir auf der sicheren Seite und machen den Neonazis ihren
letzten Großaufmarsch in Europa streitig.
Was ist das Ziel von „Bring 2“?
Das Ziel von „Bring 2“ ist es, möglichst viele Menschen im Februar 2011
nach Dresden zu mobilisieren. Um den Erfolg der Blockaden vom letzten
Jahr wiederholen zu können, müssen wir mindestens genauso viele sein.
Besser ist, wir sind doppelt oder dreifach so viele! Mach mit und bring
auch du zwei Freunde, Kollegen, Mitschüler oder Bekannte mit nach
Dresden!
Wie kann ich bei „Bring 2“ mitmachen?
„Bring 2“ lebt vom Mitmachen. Suche dir zwei Personen und verabrede dich
mit ihnen, im Februar nach Dresden zu fahren und die Nazis zu
blockieren. Dann macht einfach zusammen – also zu dritt – ein Foto oder
ein kurzes Video von euch. Auf unserer Website findet ihr das Logo von
„Bring 2“. Das könnt ihr natürlich verwenden oder euch selbst etwas
ausdenken. Schreibt kurz dazu, weshalb ihr dieses Jahr wieder nach
Dresden fahrt und zwei weitere Personen mitbringt. Oder sagt im Video
einfach kurz, warum ihr am Start seid!.
Was ist besser: Video oder Foto?
Das ist vollkommen euch überlassen. Lasst eurer Kreativität beim Foto-
oder Video-Motiv freien Lauf. Man kann sowohl auf Fotos als auch in
Videos auf tausende verschiedene Arten zum Ausdruck bringen, dass wir
den Neonazi-Aufmarsch in Dresden zusammen auch 2011 wieder zum Desaster
machen!
Was muss ich technisch beachten?
Nicht viel. Schickt uns die Bilder oder Videos per Mail an
info@bringzwei.com .Wir können alle gängigen Formate verwenden und auf
der Homepage einbinden. Bei Videos, die ihr auf euren eigenen
youtube-Kanal hochladen wollt, reicht es, wenn ihr uns den Link oder den
embedded-code sendet. Wenn ihr Lust habt, schreibt doch eine kurze
interessante, lustige oder kämpferische Anmerkung dazu. Auch das wird
auf der Homepage erscheinen.
Muss ich mein Gesicht gegen Neonazis auf „Bring 2“ zeigen?
Du musst gar nichts, was Du nicht willst, bei „Bring 2“. Wer aus welchen
Gründen auch immer keine Lust dazu hat, dass Neonazis sein oder ihr
Gesicht sehen, dem oder der steht es in jeglicher Form frei, die eigene
Identität zu verbergen. Verkleide, schminke, vermumme oder verstelle
dich. Hauptsache, du machst mit bei „Bring 2“, bringst mindestens zwei
weitere Personen mit nach Dresden und machst anderen Menschen Mut, gegen
Neonazis auf die Straße zu gehen!
Wo werden meine Fotos und Videos zu finden sein?
Das Hauptportal von „Bring 2“ ist die Homepage bringzwei.com. Deine
Fotos werden in den dazugehörigen flickr-account eingestellt und die
Videos auf unseren youtube-Chanel. Unser Facebook-Account wird beim
Eingang neuer Beiträge stets aktualisiert. Und über unseren
twitter-Account wird eine Nachricht versendet.
Können auch Neonazis sich „Bring 2“ angucken?
Natürlich können sie das tun. Das Internet ist ein recht freier Ort und
wir können niemandem verbieten, auf unsere Website zu schauen. Bilder
und Videos, die im Internet auftauchen, können dort für sehr lange Zeit
zu sehen sein. Bedenke das, wenn du bei „Bring 2“ mitmachst und sorge
gegebenenfalls dafür, dass man dich nicht erkennt!
Hier die Seite von BRING ZWEI
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Volksentscheid „Unser Wasser“
Volksentscheid „Unser Wasser“
Was geschehen ist und was geschehen muss
Liebe Freunde und Unterstützer des Volksentscheids,
seit dem 10. Januar werden die Wahlunterlagen für den
„Wasser“-Volksentscheid am 13. Februar verschickt. Viele werden die
Broschüre durchlesen und sich fragen, was von den Argumenten des
Abgeordnetenhauses und des Senats zu halten ist und was seit dem
Volksbegehren geschehen ist.
I. Klarstellung zur Argumentation des Senats und des Abgeordnetenhauses:
Zunächst ein wichtiger Hinweis zur Klarstellung: Einige denken
möglicherweise, dass nachdem der Senat kurz nach Bekanntgabe des
überwältigenden Ergebnisses unseres Volksbegehrens einen Geheimvertrag
mit seinen sechs Änderungsvereinbarungen veröffentlicht hat, das Ziel
des Volksbegehrens sei erreicht und der Volksentscheid sei überflüssig.
Dem ist nicht so. Im Gegenteil: Denn der Senat weigert sich bis heute
hartnäckig, den Gesetzestext des Volksbegehrens anzunehmen.
Nur zur Erinnerung: Wir fordern, dass:
1. ALLE Verträge, BESCHLÜSSE UND NEBENABREDEN veröffentlicht werden müssen, und
2. dass Verträge, Beschlüsse und Nebenabreden, die NICHT veröffentlicht werden, UNWIRKSAM werden.
Das sind die wichtigsten Kernforderungen unseres Gesetzes und dieses
Gesetz will der Senat mit aller Gewalt verhindern und behauptet, dass
a) unser Gesetz verfassungswidrig ist und b) das
Informationsfreiheitsgesetz alles viel besser regelt.
zu a): Wenn unser Gesetz angeblich verfassungswidrig ist, warum haben
auch viele Juristen, Anwälte, Richter und sogar ehemalige
Verfassungsrichter das Volksbegehren unterschrieben? Auch der
ausgewiesene Wirtschaftsjurist und Vorstandsvorsitzende der
Verbraucherzentrale Berlin, Prof Keßler, hat das Volksbegehren nicht nur
unterschrieben, er ist sogar Vertrauensperson des Volksentscheids!
Senat und Abgeordnetenhaus tun so, als ob Sie Vertreter des Gerichts
seien. Das sind sie nicht! Wir erinnern uns alle an die Gewaltenteilung:
Es gibt die Regierung (Exekutive), es gibt das Parlament (Legislative)
und es gibt die Gerichte (Jurisdiktive). Und es ist Aufgabe des
Verfassungsgerichts zu entscheiden, ob ein Gesetz verfassungswidrig ist.
Senat und Abgeordnetenhaus haben darüber nicht zu entscheiden!
zu b): Das Informationsfreiheitsgesetz regelt leider nicht alles viel
besser. Wenn eine Behörde beispielsweise entscheidet, dass ein Vertrag
nicht veröffentlicht wird, dann hat das keine juristischen Folgen. Bei
unserem Gesetz sind diese Verträge unwirksam! Entscheiden Sie selbst,
was besser und glaubwürdiger ist: Ein Gesetz ohne Rechtsfolgen für den
Fall der Nicht-Veröffentlichung oder ein Gesetz, das für den Fall der
Geheimniskrämerei die Unwirksamkeit vorsieht?
II. Was ist in der Zwischenzeit geschehen? Neue Werbematerialien für den
Volksentscheid sind da und die Überprüfung der veröffentlichten
Dokumente läuft auf Hochtouren.
In der Zwischenzeit waren wir nicht untätig, sondern wir haben uns
auf den Volksentscheid vorbereitet: So können unsere aktualisierten
Plakate und Infoblätter in Kürze bei der GRÜNEN LIGA Berlin in der
Prenzlauer Allee 8 zu den normalen Büroöffnungszeiten abgeholt werden
(Tel.: 443391-0).
Auch werden die bisher bereits veröffentlichten Dokumente gründlich und
kritisch geprüft. Sabine Finkenthei, Juristin und Gutachterin, hat sich
dankenswerter Weise bereit erklärt, die erforderlichen Arbeiten zu
koordinieren. Es versteht sich von selbst, dass die 700 Seiten des
Vertrages nicht im Schnellverfahren durchleuchtet werden können, zumal
verschiedene Rechtsgebiete (Zivilrecht, Verfassungsrecht, Kommunalrecht,
Europarecht, Strafrecht etc.) berührt sind. Daher die Bitte: Wer andere
Juristen kennt, den bitten wir um Vermittlung. Die Kontaktdaten lauten:
Sabine Finkenthei – e-mail: S.Finkenthei@gmx.de – Tel: 030 / 231 33 89 –
mobil: 0176/25213726).
III. Was muss geschehen? Den Volksentscheid gewinnen und die kostengünstige, bürgernahe Rekommunalisierung durchsetzen!
Die Politik erweckt den Eindruck, dass für sie die Rekommunalisierung
ein wichtiges Thema ist. In Wirklichkeit geht es jedoch nur darum, das
Verkaufsangebot von RWE aufzugreifen und in Verkaufsverhandlungen zu
treten. Veolia will an der Teilprivatisierung festhalten und hofft auch
weiterhin auf satte Gewinne. Das bedeutet im Klartext: Die Politik will
den negativen Begriff der Teil-Privatisierung durch den neuen Begriff
der Teil-Rekommunalisierung positiv ersetzen. Von der
Teilprivatisierung zur Teil-Rekommunalisierung? Das kann nur als
schlechter Scherz bewertet werden! Durch diese sprachliche Irreführung
sollte niemand das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren: Eine
vollständige, kostengünstige, verbraucherfreundliche und bürgernahe
Rekommunalisierung und keine investorenfreundliche Rekommunalisierung.
Darum arbeiten wir auch an einem neuen Volksbegehren, um dieses Ziel zu
erreichen. Ziel ist ein “Mitbestimmungsgesetz zur kostengünstigen,
bürgernahen Rekommunalisierung”. Näheres erfahren Interessierte in
Kürze!
Bis dahin gilt es alle Kräfte zu bündeln. Wir haben das Volksbegehren
gewonnen, weil jeder seine eigenen sozialen Netzwerke einbezogen hat,
mit seinen Nachbarn, Freunden und Kollegen gesprochen hat, in den
Vereinen für das Volksbegehren geworben hat. Wenn wir uns das bekannte
Werbemotto aus der Süßwarenindustrie „Nimm 2“ zu eigen machen und jeder 2
weitere Unterstützer gewinnen kann, dann können wir in Berlin alle
gemeinsam auch den ersten Volksentscheid gewinnen und mit gutem Beispiel
voran gehen. Nicht protestieren, sondern die Gesellschaft verändern:
Mehr Demokratie, mehr Transparenz, mehr Mitbestimmung.
Thomas Rudek
Sprecher des Volksentscheids „Schluss mit Geheimverträgen – Wir Berliner
wollen unser Wasser zurück“ der GRÜNEN LIGA Berlin und der BI „Berliner
Wassertisch“
Kontakt: ThRudek@gmx.de / Tel.: 030 / 261 33 89 (AB) oder 0176 / 25213726
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Genug getötet – Abzug aus Afghanistan
Genug getötet – Abzug aus Afghanistan
66.600 Unterschriften sind bereits gesammelt
Liebe Friedensfreundinnen und –freunde,
mit
der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung fordert die Friedensbewegung
den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan – je früher, desto besser, am
besten sofort. 66.600 Unterschriften haben wir in den letzten Monaten
gesammelt. Und wir sammeln weiter. Der Appell “Den Krieg in Afghanistan
beenden – Zivil helfen!” ist unser Protestruf. Es ist Krieg. Entrüstet
euch! Zieht endlich ab aus Afghanistan. Genug getötet. Wir wollen keine
weiteren Opfer.
Mit dem Appell fordern wir von Bundestag und Bundesregierung “den
Stopp aller Kampfhandlungen, den sofortigen Beginn des Abzugs der
Bundeswehr aus Afghanistan, den Einsatz der frei werdenden Gelder zur
Verbesserung der Lebensbedingungen der afghanischen Bevölkerung nach
deren Bedürfnissen. So haben ein selbstbestimmter Friedensprozess und
der zivile Aufbau in Afghanistan eine Chance.”
Ein kurzer Text, eine unmissverständliche Botschaft. Wenn sich am 7.
Oktober 2011 zum zehnten Mal der Kriegsbeginn jährt, wollen wir mit
diesem Appell “Den Krieg in Afghanistan beenden – Zivil helfen!” und mit
möglichst vielen Unterschriften an die Öffentlichkeit.
Die große Mehrheit in Deutschland ist gegen diesen Krieg. Sprecht
diese Menschen an, sammelt bei Großveranstaltungen und auf
Wochenmärkten, nach dem Kirchgang oder dem Moscheebesuch, bei Konzerten,
in Schulen und Hochschulen Unterschriften unter den Aufruf “Den Krieg
in Afghanistan beenden – Zivil helfen!” Dass Menschen diesen Appell gern
unterschreiben, zeigen eigene Erfahrungen und Rückmeldungen von
Friedensaktivistinnen und -aktivisten. Unterschriftenlisten bekommt ihr
bei allen Friedensorganisationen.
Am 28. Januar, wenn der Bundestag über die Mandatsverlängerung
abstimmt, werden Berliner Friedensgruppen und Organisationen in
Sichtweite der Abgeordneten demonstrieren. Sie werden der Opfer
gedenken, die dieser Krieg bereits gefordert hat und dagegen
protestieren, dass Opfer weiterhin in Kauf genommen werden. In vielen
Städten und Gemeinden sind ebenfalls Protestaktionen geplant oder werden
spontan durchgeführt.
Ideenreichtum und Energie sind gefragt, um ein Ende des Krieges zu erzwingen.
Euer
Koordinationsausschuss Afghanistan:
Susanne Grabenhorst, Kooperation für den Frieden Klaus-Dieter Heiser,
Friedenskoordination Berlin (Friko) Lühr Henken, Hamburger Forum für
Völkerverständigung und weltweite Abrüstung, Bundesausschuss
Friedensratschlag Julia Hillebrand, Friedenskoordination Berlin (Friko)
Wiltrud Rösch-Metzler, pax christi Monty Schädel, DFG-VK Jens-Peter
Steffen, IPPNW Peter Strutynski, Bundesausschuss Friedensratschlag
Listen zum Ausdrucken findet ihr hier
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
INKOTA: Killer Jeans: Aufruf zum globalen Produktionsstopp
Sandgestrahlte Jeans
Killer Jeans: Aufruf zum globalen Produktionsstopp
INKOTA
und die Kampgane für Saubere Kleidung fordern ein Produktionsverbot für
sandgestrahlte Jeans, die unter extrem gesundheitsgefährdenden
Bedingungen hergestellt werden.
Einige der schicken Jeans im Used-Look oder Vintage-Style werden
unter extrem gesundheitsgefährdenden Bedingungen veredelt. Damit die
brandneuen Kleidungsstücke aussehen, als wären sie schon lange getragen
worden, werden sie von ArbeiterInnen in Ländern wie der Türkei,
Bangladesch, Ägypten, China, Brasilien oder Mexiko sandgestrahlt.
Dieses sogenannte Sandstrahlen schädigt vor allem die Lungen von
ArbeiterInnen, die nicht ausreichend gegen den gefährlichen Staub
geschützt sind. Schätzungsweise 4.000 bis 5.000 ArbeiterInnen erkrankten
bisher alleine in der Türkei an der aus dem Bergbau bekannten Krankheit
Silikose (Staublunge), 46 sind daran bereits verstorben. Die weltweite
Dunkelziffer jedoch liegt viel höher, da Sandstrahlen sehr oft in der
informellen Wirtschaft stattfindet. Für die Lungenkrankheit Silikose
gibt es keine Heilung, ihr Ausgang ist häufig tödlich.
Die Kampagne für Saubere Kleidung arbeitet deshalb seit 2009 mit dem
türkischen Solidaritätskomitee für SandstrahlerInnen (The Solidarity
Committee of Sandblasting Labourers) zusammen, das im Juni 2008 in der
Türkei gegründet wurde.
Das Komitee führt breit angelegte Sensibilisierungskampagnen zum
Thema Sandstrahlen durch und versucht, die meist aus dem informellen
Sektor stammenden ArbeiterInnen (sehr oft auch MigrantInnen) zu
organisieren. Darin tätig sind ehemalige SandstrahlerInnen, ÄrztInnen,
JuristInnen und GewerkschafterInnen.
Nach einem ersten Teilerfolg in der Türkei, bei dem die
Sandstrahltechnik im März 2009 verboten wurde, unterstützt das Komitee
vor allem ehemalige SandstrahlerInnen beim Kampf um ihre Rechte, und
engagiert sich gegen immer wieder vorkommende, illegale
Sandstrahlaktivitäten in der Türkei.
Da mit dem türkischen Verbot das Problem nicht gelöst, sondern nur
verlagert wurde, ruft das Solidarity Committee of Sandblasting Labourers
gemeinsam mit der Clean Clothes Campaign und ihren Bündnispartnern zum
globalen Stopp der Sandstrahlaktivitäten in der Jeansindustrie auf.
Die CCC und ihre Bündnispartner fordern von allen Jeans-Markenfirmen,
auf die Verwendung von Sandstrahlen unverzüglich zu verzichten. Durch
geeignete Verifizierungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit einer
Multistakeholder-Initiative soll die Durchsetzung dieses Stopps in der
gesamten Produktionskette sichergestellt werden. Wir fordern außerdem,
dass Markenfirmen die Verantwortung für ArbeiterInnen übernehmen, die
bereits an Silikose erkrankt sind. Sie sollen eine angemessene
Wiedergutmachung leisten.
Nationale Regierungen sollen die Sandstrahltechnik in der
Jeansproduktion rechtlich unterbinden. Wir fordern außerdem , dass die
Arbeitsschutzbestimmungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen
durchgesetzt werden. Zusätzlich fordern wir, dass die bereits an
Silikose erkrankten ArbeiterInnen Unterstützung, soziale und
medizinische Leistungen sowie eine Arbeitsunfähigkeitsrente vom Staat
erhalten – ungeachtet der Tatsache, ob sie in der formellen oder
informellen Wirtschaft tätig waren.
KonsumentInnen sollen nach sandstrahlfreien Jeans fragen und den Firmen rückmelden, dass sie keine Killer-Jeans kaufen wollen.
Vom 22. bis 26. November fand in Istanbul eine viertägige Konferenz
der CCC und ihrer Bündnispartner statt, an der über 100
Arbeitsrechtsorganisationen, Gewerkschaften und Frauenorganisationen aus
der ganzen Welt vertreten waren. Auf der Konferenz wurde ein Manifest
zum globalen Bann der Sandstrahltechnik in der Jeansproduktion
verabschiedet. Dieses wird auf einer Pressekonferenz am 27.11. in
Istanbul vorgestellt.
Beteiligen Sie sich hier und unterzeichnen Sie das Manifest!
Hier könnt Ihr unterschreiben
Organisationen können das Manifest unterzeichnen, indem sie eine formlose E-Mail an Julia Thimm: thimm@inkota.de schreiben.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Presseerklärung: Antisemitismusvorwurf bleibt nicht unwidersprochen!
Der
Sprecher des Bündnisses „Rechtspopulismus stoppen“, Dirk Stegemann,
erstattet mit Bezug auf den Artikel „Friedrich-Ebert-Stiftung bietet
Extremisten Forum“, veröffentlicht auf dem rassistischen Webportal
„politically incorrect“, Anzeige gegen Unbekannt sowie den Autor wegen
aller strafrechtlich in Betracht kommenden Delikte und erklärt dazu:
Autor dieses Artikels ist Conny Axel Meier von der selbsternannten
Bürgerbewegung “Pax Europa”, deren Bundesvorstandsmitglied und
Landesvorsitzender Herr Stadtkewitz von der Partei „Die Freiheit“ ist.
Er schreibt: “Auf der am gleichen Tag stattfindenden
Diskussionsveranstaltung “Stop the Wilders Show” im Schöneberger Rathaus
erklärte Stegemann vor ca. 25 Getreuen, anscheinend ohne dass jemand
widersprochen hätte, seinen Misserfolg damit, dass wohl das
“internationale Finanzjudentum” dahinterstecke, wie mir Augenzeugen
glaubhaft noch am gleichen Abend versicherten.”
Weder den Vorwurf des Antisemitismus noch den Vorwurf der Duldung
antisemitischer Äußerungen gegen die Teilnehmer_innen an der
Veranstaltung der SPD Tempelhof–Schöneberg dreieinhalb Monate später
durch anonyme „Augenzeug_innen“ werden wir unwidersprochen hinnehmen.
Die Hetzkampagne gegen Bündnispartner_innen und Unterstützer_innen des
Bündnisses auf „politically incorrect“ sowie den Versuch diese in die
„extremistische“ Ecke zu stellen offenbart lediglich, dass unser
Engagement gegen Rassist_innen und „Rechtspopulist_innen“ Wirkung zeigt.
Das ist gut so. Wir werden uns deshalb auch durch keine noch so
unsinnige und haltlose Verleumdung einschüchtern lassen, sondern unser
gemeinsames Engagement weiter verstärken.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wir wählen Zukunft: Erneuerbare statt Atom!
Wir wählen Zukunft: Erneuerbare statt Atom!
Für konsequenten Klimaschutz, Lebensqualität und zukunftssichere Arbeitsplätze in Baden-Württemberg
Wer den Klimaschutz ernst nimmt, muss den Umbau unserer
Energiewirtschaft energisch vorantreiben. Die Zukunft liegt bei den
Erneuerbaren Energien. Atomkraft ist keine Brücke, sondern eine
Sackgasse! Wir wollen zukünftig eine Landesregierung, die sich
konsequent für eine umfassende Modernisierung unserer Energieversorgung
einsetzt, statt alte und überkommene Strukturen zu konservieren. Wir
wollen Wettbewerb am Strommarkt, statt Marktübermacht einzelner
Großkonzerne. Wir wollen zukunftssichere Arbeitsplätze und Wertschöpfung
in den Regionen durch eine klare Orientierung auf Sonne, Wind,
Biomasse, Wasser und Geothermie. Die energiepolitische Hinhaltetaktik
der politisch und wirtschaftlich Mächtigen sind wir leid. Sie denken
vorwiegend an abschöpfbare Gewinne aus den heutigen Marktstrukturen und
nicht an die Zukunft Baden-Württembergs und seiner Menschen. Wir sind
ein Bündnis aus Einzelpersonen, Verbänden, kirchlichen Gruppen und
Unternehmen, das sich überparteilich für ein umwelt- und
sozialverträgliches Wirtschaften, konsequenten Klimaschutz und die
Umstellung auf Erneuerbare Energien engagiert. Wir wollen, dass die
nächste Regierung Baden-Württembergs zukunftsorientiert denkt und das
Land sich an die Spitze beim Klimaschutz und beim Umbau der
Energieversorgung setzt – insbesondere bedeutet dies den Ausstieg aus
der Atomenergie, den Verzicht auf neue Kohlekraftwerke sowie den
schnellstmöglichen Ausbau Erneuerbarer Energien bis zur vollständigen
Deckung des Bedarfs.
Erneuerbare Energien und Atomkraft passen nicht zusammen
Die
vom Wetter beeinflussten Einspeisungen von Strom aus Sonne und Wind
erfordern einen Kraftwerkspark, der sich flexibel anpassen kann. Das
klappt zu bestimmten Zeiten schon heute nicht mehr, dann muss
überflüssiger Atom- und Kohlestrom ins Ausland verschoben werden. Bei
wachsenden Anteilen Erneuerbarer Energien verschärft eine
Laufzeitverlängerung die Konflikte im Stromsystem. Statt AKW und neuen
klimaschädlichen Kohlekraftwerken brauchen wir mehr flexible
Gaskraftwerke und den Ausbau der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung. Und
wir brauchen ein leistungsfähiges Transportnetz, neue
Speichertechnologien und ein intelligentes Lastmanagement von
Stromerzeugern und -verbrauchern, damit ein rascher Umstieg auf
Erneuerbare Energien gelingt.
Regionale Wertschöpfung für alle statt Profite für wenige
Wir wollen, dass Baden-Württemberg die großen Chancen der
Energiewende nutzt. Erneuerbare Energien machen uns unabhängig von
teueren Importen. Uran muss wie Kohle, Öl und Gas importiert werden.
Dafür fließen viele Milliarden Euro aus Baden-Württemberg ab. Die
Ausgaben dafür werden stetig steigen. Erneuerbare Energien sind
heimische Energien. Nur mit ihnen werden unsere Kinder und Enkel eine
sichere und bezahlbare Energieversorgung haben. Die Herstellung und
Installation von Anlagen zur Ernte der Energie aus Sonne, Wind, Wasser
und Biomasse bedeutet Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den
mittelständischen Betrieben unseres Landes. Industrie und Handwerk
profitieren gleichermaßen. Mit ihrer aktuellen Pro- Atom-Politik
blockiert die Landesregierung diese Chancen und verspielt Arbeitsplätze.
Wir wollen,
dass unsere zukünftige Regierung sich für den Mittelstand und kommunale
Stadtwerke einsetzt, statt für die Interessen von Großkonzernen.
Frieden und Gerechtigkeit: Verantwortlich handeln statt „Augen zu“
Energierohstoffe werden weltweit immer knapper, teurer und
umkämpfter. Ihre Gewinnung und Nutzung richten gewaltige
gesundheitliche, ökologische und gesellschaftliche Schäden an. Für die
Gewinnung von Uran und Kohle werden weltweit Menschen vertrieben und
Naturräume großflächig zerstört. Wir alle sind gefordert durch einen
verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Energie der Verschwendung
Einhalt zu gebieten. Jedes Atomkraftwerk ist ein Sicherheitsrisiko. Je
länger die Atomkraftwerke laufen, desto höher das Risiko und desto
größer die Mengen an hochradioaktiven Abfällen. Weltweit gibt es bislang
kein Endlager für hochaktive Abfälle. Deshalb dürfen wir nicht immer
mehr Atommüll produzieren. Die Entwicklung der Erneuerbaren Energien
hingegen bedeutet große Chancen auch für Entwicklungs- und
Schwellenländer, die so ihren noch wachsenden Energiebedarf
klimaverträglich decken können.
Wir wollen ein modernes, innovatives und wirtschaftlich starkes
Baden-Württemberg. Unsere zukünftige Landesregierung soll sich stark
machen für Erneuerbare statt Atom, für Energieeffizienz statt
Verschwendung, für mittelständische Unternehmen statt Großkonzerne.
Wählen Sie gemeinsam mit uns nur Kandidatinnen und
Kandidaten, die sich glaubwürdig für einen konsequenten Umbau der
Energieversorgung einsetzen!
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Nächtliche antikoloniale Aktion im Afrikanischen Viertel
Nächtliche antikoloniale Aktion zu deutsch zum kritisch sein…
(aus Indimedia übernommen: link hier
In
der letzten Nacht (vom 13. auf den 14. Dezember) erfolgte eine groß
angelegte Straßenumbenennung im Norden von Berlin. Die Bewohner_Innen
des sogenannten „afrikanischen Viertels“ wohnen seither in einer Gegend,
in der an jeder Ecke an Akteur_innen und die Praxis des antikolonialen
und antirassistischen Widerstandes erinnert wird.
Das „afrikanische Viertel“ war bislang dominiert durch Straßennamen,
die die deutsche koloniale Vergangenheit an jeder Ecke wieder aufleben
ließen. Persönlichkeiten wie Gustav Nachtigal, Alfred Lüderitz und Carl
Peters wurden für ihre blutigen Verdienste in nicht unbeachtlicher Höhe
ausgewiesen. Auch eine Gartenanlage mit dem treffenden Namen „Kolonie
Togo“ befand sich in dieser illustren Gesellschaft, die durch zahlreiche
schwarz-rot-goldene Stofffetzen zusätzlich aufgewertet wurde.
Bislang gab es kaum öffentlich Diskussionen über die mehr als
gewichtige historische Symbolik dieser Straßen. Zwar war die Petersallee
offiziell nicht mehr Carl Peters gewidmet, eine Umbenennung wurde
allerdings nicht durchgeführt, da diese kurzerhand dem CDU Politiker
Hans Peters (sic!) überholfen wurde.
Dieser koloniale und rassistische Konsens wurde in der letzten Nacht
mehr als nur symbolisch durchbrochen. Aktivist_Innen überklebten alle
vorhandenen Straßenschilder der weiter unten aufgeführten Straßen. Dazu
wurden diese mit Namen von Persönlichkeiten des antikolonialen,
antirassistischen und antikapitalistischen Kampfes versehen. Die Namen
stehen dabei symbolisch für alle Menschen, die unter der täglichen
Unterdrückung und Ausbeutung leiden, litten und weiter leiden werden.
Sie sollen aber auch zeigen, dass Revolutionen und fortschrittliche
Bewegungen in den sogenannten „Kolonien“ und den nationalen Konstrukten
der (post)kolonialen Zeit existierten, auch wenn unsere so aufgeklärte
westlich geprägte Wahrnehmung diese allzu oft negierte oder schlicht
nicht beachtete.
Neben den Umbenennungen wurden großflächig Plakate angebracht, die an
die Anwohner_Innen gerichtet sind und die Hintergründe der Aktion
beleuchten. Der Text dieser Plakate ist nachfolgend dokumentiert:
Liebe Anwohnerinnen und Anwohner,
wir möchten ihnen mitteilen, dass in diesem Gebiet kürzlich
Straßenumbenennungen stattgefunden haben. Zur besseren Orientierung
möchten wir sie kurz über die Hintergründe und die Bedeutung der neuen
Namen in Kenntnis setzen.
Viele der Straßen im Wedding erhielten ihren Namen während der
brutalen Kolonisierung afrikanischer Regionen durch die Deutschen
zwischen 1884 und 1918. Daher sind diese Straßen nach Ländern und
„Persönlichkeiten“ benannt, die diese Ungerechtigkeiten zu verantworten
hatten. Deutschland hat seine kolonialen Verbrechen bis heute weder
richtig aufgearbeitet, noch die Verantwortung für deren Folgen
übernommen. Stattdessen profitiert die deutsche Bevölkerung fortwährend
von den politischen und wirtschaftlichen Strukturen, die von den
europäischen Ländern in der Kolonialzeit geschaffen wurden. Es ist
Menschen verachtend, wenn Straßennamen, die der grausamen
Eroberungspolitik der Deutschen gewidmet sind, bis heute unhinterfragt
existieren können. Aus diesem Grund werden folgende Straßen umbenannt:
LUMUMBAPLATZ gewidmet Patrice Lumumba, dem ersten
Ministerpräsidenten des Kongo, ermordet vom belgischen Geheimdienst und
der CIA (ehemals Nachtigalplatz, 1910 benannt nach Gustav Nachtigal,
mitverantwortlich für die Kolonisierung Südwestafrikas, dem heutigen
Namibia)
BANTU-BIKO-STR. gewidmet dem südafrikanischen Freiheitskämpfer
Steve biko, der 1977 von den in Südafrika lebenden europäischen
Rassisten zu Tode gefoltert wurde (ehemals Swakopmunder Str., 1910
benannt nach einer Stadt in der deutschen Kolonie Südwestafrika)
RODNEYALLEE gewidmet dem Afrikahistoriker Walter
Rodney, der für die geistige Freiheit Afrikas kämpfte und vom CIA
ermordet wurde (ehemals Petersallee, benannt nach Carl Peters,
verantwortlich für die Kolonisierung Deutsch-Ostafrika; später an den
CDU-Politiker Peters umgewidmet)
KEN-SARO-WIWA-STR. gewidmet dem hingerichteten Umweltschützer
Ken Saro-Wiwa, der in Nigeria gegen die Zerstörung seiner Heimat durch
den Ölkonzern Shell gekämpft hatte (ehemals Kolonie Togo, benannt nach
der deutschen Kolonie Togo)
HENDRIK-WITBOOI-STR. gewidmet dem Widerstandskämpfer Hendrik
Witbooi, führte die Nama im Kampf gegen die deutsche „Schutztruppe“
(ehemals Lüderitzstr., benannt nach dem Kolonialbefürworter Alfred
Lüderitz)
LILIAN-NGOYI-STR: gewidmet der südafrikanischen
Freiheitskämpferin Lilian Ngoyi (ehemals Otawistr., 1911 benannt nach
einer Ortschaft in der deutschen Kolonie Südwestafrika)
MUMIA-ABU-JAMAL-STR. gewidmet dem politischen Gefangenen
Mumia-Abu-Jamal, der seit 1981 aus rassistischen Gründen unschuldig im
Gefängnis sitzt (ehemals Windhuker Str., 1910 benannt nach der
Hauptstadt der deutschen Kolonie Südwestafrika)
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Tschüss Vattenfall: Warum Ihren Strom besser jemand anderes produzieren sollte
Vattenfall – der Atomkonzern
Vattenfall bietet als Energiemonopolist in Hamburg und Berlin
unterschiedliche Strom- und Wärmetarife an. In Norddeutschland betreibt
Vattenfall die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel und will in
Hamburg-Moorburg ein Kohlekraftwerk bauen. Darüber hinaus ist der
Konzern in Dänemark, Finnland, Polen und in Schweden aktiv. Die
Muttergesellschaft ist Vattenfall AB, die sich vollständig im Besitz des
schwedischen Staates befindet.
In Hamburg ist Vattenfall der sogenannte Hauptversorger und
kontrolliert damit als Monopolist das Hoch- und Höchstspannungsnetz in
der Stadt.
Als Atomkonzern geht es Vattenfall vor allem um das schnelle Geld,
ungeachtet jedweder Risiken. Gemeinsam mit den anderen „drei Großen“
E.on, RWE und EnBW im deutschen Stromgeschäft, hat Vattenfall in
Geheimverhandlungen massiv auf die Bundesregierung eingewirkt, um die
Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke durchzusetzen.
Die Laufzeitverlängerung nimmt Vattenfall jetzt zum Anlass, die
Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel wieder ans Netz zu nehmen. Mit
den durchgesetzten Laufzeitverlängerungen sieht Vattenfall hinter den
Uraltmeilern nur das Geld – Störfälle, Trafobrände und Notabschaltungen
sind wie vergessen. Die letzten drei Stillstands-Jahre haben gezeigt,
dass der Strom diesen Anlagen nicht mehr benötigt wird.
Sicherheitsrisiko Vattenfall
Der Stromkonzern Vattenfall, Betreiber des AKW Krümmel, hat schon
immer behauptet, alle seine Atomkraftwerke seien sicher. Das war schon
immer falsch. Richtig ist vielmehr, dass Vattenfall-AKW bereits mehrfach
haarscharf an einer Katastrophe vorbeischrammten. So zerfetzte Ende
2001 im AKW Brunsbüttel eine Wasserstoffexplosion mehrere Meter einer
Rohrleitung direkt neben dem Reaktordruckbehälter. Und das schwedische
AKW Forsmark stand im Sommer 2006 nach einem Stromausfall kurz vor der
Kernschmelze. Kaputte Schalter, defekte Pumpen, marode Dichtungen,
mangelhafte Elektrik und Fehler in der Notstromversorgung sind in
Vattenfall-Atomkraftwerken offensichtlich eher die Regel als die
Ausnahme. In Stresssituationen klappt zudem noch nicht einmal die
Kommunikation in der Steuerwarte des Reaktors: Das haben die Pannen beim
Brand im AKW Krümmel im Juni 2007 gezeigt.
Profit vor Sicherheit
Vattenfall hat mehrfach bewiesen, dass im Konzern Profit vor
Sicherheit geht. Nach der Wasserstoffexplosion im Dezember 2001 lief das
AKW Brunsbüttel zunächst monatelang weiter. Auch nach dem Beinahe-GAU
in Forsmark im Juli 2006 schaltete Vattenfall das AKW zunächst tagelang
nicht richtig ab. Einen weiteren Reaktor in Forsmark ließ Vattenfall
wochenlang weiter am Netz, obwohl es deutliche Hinweise auf eine
gefährliche Störung im Kühlkreislauf gab. Und die rund 40 Risse an
Armaturen im AKW Krümmel, die Vattenfall in den letzten Monaten
aufwändig reparieren ließ, wären ohne den Trafobrand im Juni 2007
wahrscheinlich gar nicht entdeckt worden: Für solche Prüfungen ist bei
einer normalen Revision normalerweise gar keine Zeit. Wer weiß, welche
Fehler als nächstes unentdeckt bleiben – und welche Folgen sie haben
werden?
Kein Geld für Klimakiller!
Läuft das AKW Krümmel, beschert es Vattenfall jeden Tag rund eine
Million Euro Gewinn. Hat Vattenfall das verdient? Nein. Denn Vattenfall
setzt weiterhin auf hochriskanten Atom- und klimaschädlichen Kohlestrom.
So baut der Konzern in Hamburg-Moorburg ein Steinkohlekraftwerk, das
jährlich 8,5 Millionen Tonnen CO2 und jede Menge Gifte in die Luft
pusten wird. In Brandenburg will Vattenfall mindestens ein Dutzend
Dörfer abreißen, um darunter Braunkohle für seine Kraftwerke zu fördern –
übrigens mit die klimaschädlichsten in ganz Europa. Und Vattenfall müht
sich nach Kräften, den Atomausstieg zu kippen: Der Konzern will seine
gefährlichen Schrott-Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel sogar noch länger
betreiben, als im „Atomkonsens“ von Juni 2000 vereinbart.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Demokratie lebt von Transparenz und Aufklärung. Geheim ist das Gegenteil.
Erklärung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Demokratie lebt von Transparenz und Aufklärung. Geheim ist das Gegenteil.
DIE LINKE setzt sich für eine umfassende Presse- und
Informationsfreiheit ein. Die Veröffentlichungen von politischen
Dokumenten seitens WikiLeaks sind ein Beitrag zur Demokratisierung der
Gesellschaften, weil sie Herrschaftswissen überwinden.
WikiLeaks ist Teil einer kritischen Öffentlichkeit, die maßgeblich
zur Transparenz beiträgt, so dass Völker- und Menschenrechtsverstöße
schwerer unter den Teppich zu kehren sind. Im Juli 2010 konnte WikiLeaks
durch die Veröffentlichung eines Videos aus dem Irak-Krieg das
völkerrechtswidrige Verhalten von US-Soldaten nachweisen. Damit
übernahmen sie eine Aufgabe, zu der die offiziellen Medien kaum bereit
waren. Die Linksfraktion solidarisiert sich deshalb mit WikiLeaks und
verurteilt Versuche Informationen von WikiLeaks zu zensieren und Druck
auf die Plattform auszuüben.
DIE LINKE schließt sich deshalb der Kritik der UN-Hochkommissarin für
Menschenrechte, Navi Pillay an, die sich besorgt über die mutmaßlichen
Einschüchterungsversuche gegen Partner von WikiLeaks geäußert hat.
Derartige Bemühungen könnten als Versuch aufgefasst werden, “die
Veröffentlichung von Informationen zu zensieren”, auf eine Art und
Weise, die das Recht von WikiLeaks auf freie Meinungsäußerung verletzen
würde, sagte sie in Genf.
DIE LINKE lehnt Boykottmaßnahmen etwa von Amazon, PayPal oder
Mastercard, die auf die Behinderung der Arbeit von WikiLeaks zielen, ab.
Angesichts globalisierten Zahlungsverkehrs stellt die Kündigung der
Zusammenarbeit mit WikiLeaks durch Oligopole im Geldzahlungssystem einen
massiven Angriff auf das Recht auf Meinungsäußerung und die
Pressefreiheit dar. Diese Zensurversuche gegen WikiLeaks müssen
unverzüglich gestoppt werden.
WikiLeaks zeigt, welche Möglichkeiten für Transparenz und Demokratie
mit dem Internet verbunden sind. Gleichzeitig zeigt es auch, dass hier
eine umfassende gesellschaftliche Debatte um Fragen der Geheimhaltung in
demokratischen Gesellschaften und das Agieren von Regierungen und
Konzernen in Fragen der Informationsfreiheit notwendig ist. So muss die
Privatsphäre künftig noch besser geschützt werden. Auch politische
Dokumente dürfen dann nicht veröffentlicht werden, wenn dies das Leben,
die Gesundheit oder die Freiheit von Menschen gefährdet.
Auch das Agieren von WikiLeaks selbst wirft entscheidende Fragen auf.
Schließlich wird das Projekt selbst zu einem politischen Akteur, etwa
wenn es entscheidet, welche Dokumente zu welcher Zeit veröffentlicht
werden und welche etablierten Medien welche Teildokumente vorab exklusiv
erhalten. DIE LINKE begrüßt die Überwindung von Herrschaftswissen und
eine breite Diskussion über alle damit im Zusammenhang stehenden Fragen.
Die Unterstützerinnen und Unterstützer von WikiLeaks haben unsere
Solidarität. DIE LINKE im Bundestag stellt auf ihrer Internet-Seite
Webspace für WikiLeaks zur Verfügung.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Massenhafter Protest gegen Castor nach Lubmin
Pressemitteilung
Sonntag, 21.11.2010 22.58 Uhr
Massenhafter Protest gegen Castor nach Lubmin
Die Proteste gegen den Castor-Transport Mitte Dezember aus dem
südfranzösischen Cadarache ins vorpommersche Zwischenlager
Nord/Lubmin-Rubenow bei Greifswald werden deutlich größer ausfallen als
bisher erwartet, resümierte Felix Leipold vom Rostocker
Anti-Atom-Netzwerk. Bei dem heutigen Vernetzungstreffen in Greifswald
zur Organisation der Proteste gegen den unsinnigen hochradioaktiven
Atommüll-Transport waren ca. 45 Organisationen aus dem gesamten
norddeutschen Raum vertreten.
Bereits Sonntagmittag zeigte eine Abordnung von Aktivisten aus dem
Wendland gemeinsam mit der Anti-Atom-Initiative Greifswald Flagge vor
dem Zwischenlager Nord und probte schon mal eine Sitzblockade vor der
Hauptzufahrt zum Zwischenlager. „Wir stellen uns nicht nur gegen den
Gorleben-Castor quer, sondern setzen uns gegen alle gefährlichen und
unverantwortlichen Atommülltransporte zur Wehr.“ sagte Freya Rudek des
Aktionsbündnis Castorwiderstand.(ABC) Lüneburg.
Zur Großdemonstration am 11. Dezember um 13 Uhr in Greifswald werden
tausende Menschen erwartet. Die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg hat breite Unterstützung für die Demonstration und die
Aktionstage angekündigt.
Am Tag X, voraussichtlich dem 15. oder 16. Dezember, sind bundesweit
dezentrale Aktionen entlang der Castorstrecke geplant. Besonders in
Städten wie Erfurt, Halle, Magdeburg, Ludwigslust, Rostock,
Potsdam/Berlin und Neubrandenburg sowie an der deutsch-französischen
Grenze bei Karlsruhe kristallisieren sich Aktionspunkte an der möglichen
Castortransportstrecke bis nach Lubmin. Auf den letzten 22 km, der
eingleisigen Bahnstrecke von Greifswald zum Zwischenlager, ist mit
Sitzblockaden und kreativen Aktionen zu rechnen. Aufgrund der
Protestwellen der letzten Monate rüsten sich die Lubminer Initiativen
diesmal mehr denn je: Schlafplätze für tausend Menschen in und um
Greifswald stehen zur Verfügung, beispielsweise in Gemeindehäusern.
Weitere Unterkünfte werden noch für auswärtigen Aktivisten benötigt.
„Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie der skandalöse Transport,
zuletzt vor zwei Wochen der Castor nach Gorleben, wiederum mit
unverantwortlichen 100 km/h über die Bahnstrecke prescht“, so
Bauingenieur Bernd Ebeling von contrAtom aus Uelzen. „Der Transport an
sich stelle schon ein sehr großes Sicherheitsrisiko dar.“ Für die
Transportbehälter der abgebrannten Brennelemente gibt es nur
Computer-Simulationen für das Verhalten bei Unfällen. Falltest wurden in
80er Jahren nur mit einem einzigen Behältertyp durchgeführt, wobei die
erreichte Fallgeschwindigkeit 50km/h betrug. Daher werde Strafanzeige
bei der Staatsanwaltschaft gestellt, so Ebeling weiter.
Nach Angabe des Nuklearexperten Diplom-Physiker Wolfgang Neumann aus
Hannover sei bei einem Unfall in Verbindung mit einem längeren Brand
(beispielsweise Brand eines Kesselwaggons) das Austreten von großen
Mengen radioaktiver Partikel möglich. In Windrichtung würde selbst in 15
km Entfernung der Grenzwert von 50 Millisievert der
Strahlenschutzverordnung üb erschritten werden, in bis zu 5 km
Entfernung die Bevölkerung langfristig zu evakuieren bzw. umzusiedeln,
so Physiker Neumann weiter.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
RAV fordert Konsequenzen aus systematischen Rechtsbrüchen zur
Durchsetzung des Castortransports
Pressemitteilung
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e. V.
Nach den Beobachtungen des Republikanischen Anwältinnen- und
Anwältevereins (RAV) kam es während des Castortransports zu
systematischen Verletzungen der Rechte auf Versammlungsfreiheit und auf
der körperlichen Unversehrtheit der Demonstrant/innen sowie weiterer
Grundrechte. „Die vielfach zitierte Überforderung einzelner Beamter kann
dafür nicht als Begründung herhalten“, bilanziert Rechtsanwalt Martin
Lemke, stellvertretender Vorsitzender des RAV.
Die Kritikpunkte im Einzelnen:
Unverhältnismäßiger Einsatz von Zwangsmitteln
In seit langem nicht erlebtem Ausmaß setzten Polizeibeamte
großflächig, ohne Vorwarnung und in unverhältnismäßiger Art und Weise
Zwangsmittel wie Reizgas und Schlagstöcke ein. Mitglieder des
„Legal-Teams“, des Komitees für Grundrechte und Demokratie und
Bundestagsabgeordnete beobachteten, wie friedlichen Demonstrant/innen
aus weniger als 50cm Entfernung Reizgas direkt in die Augen gesprüht
wurde. Ganze Waldabschnitte wurden mit CS-Gas vernebelt, so dass
sämtliche dort Anwesende unterschiedslos betroffen waren. Polizeibeamte –
darunter in mindestens einem Fall sogar ein Polizeisanitäter – wurden
dabei beobachtet, wie sie ohne Vorwarnung und sichtbaren Grund auf
Demonstrant/innen einprügelten. Durch diese Vorgehensweise wurden
insgesamt mehr als 1000 Menschen verletzt. Über 30 Demonstrant/innen
erlitten zum Teil schwere Kopfverletzungen.
Schwerste Verletzungen nach CS-Gaseinsatz
Am Dienstag, den 9. November 2010, wurde ein professioneller
Kletterer, der sich an einen Baum gekettet hatte, von einem
Polizeibeamten ohne Vorwarnung in vier Meter Höhe mit Reizgas derart
attackiert, dass er vom Baum stürzte. Der Betroffene erlitt eine Fraktur
im Brustwirbelbereich und musste mit einem Rettungshubschrauber ins
Krankenhaus gebracht werden. Zuvor hatten ihn weitere Beamten unter
Gewaltandrohung noch über 500 Meter weiter weg getrieben, obwohl seine
schwere Verletzung unübersehbar war und Augenzeugen die Beamten auch
darauf hinwiesen.
Unzulässiger Einsatz europäischer Polizeibeamter
Beobachter des Legal Teams stellten mehrfach den Einsatz bewaffneter
Polizeibeamter aus Frankreich und die Anwesenheit weiterer Beamter aus
EU-Staaten in ihren jeweiligen Landesuniformen fest. Eine hinreichende
Rechtsgrundlage hierfür ist bisher von Seiten des Landes Niedersachsen
und des Bundes nicht benannt worden. Fotografen dokumentierten zudem den
gewalttätigen Übergriff eines französischen Beamten auf einen
Protestierenden. Der RAV fordert unverzüglich eine Aufklärung dieses
Falls – auch in Hinsicht auf strafrechtliche Konsequenzen.
Polizeikessel ohne Rechtsschutz
Während der Räumung der Sitzblockade in Harlingen am 8. November 2010
errichteten Polizeibeamte unter Leitung eines Hamburger Polizeiführers
über einen Zeitraum von mehr als sechs Stunden einen Polizeikessel, der
ebenso falsch wie beschönigend als „Freiluft-Gesa
(Gefangenensammelstelle)“ deklariert wurde. Unter Umgehung des
verfassungsrechtlich verbürgten Richtervorbehalts bei
Freiheitsentziehungen wurde keine der dort festgehaltenen Personen einem
Richter des Amtsgerichts Dannenberg zugeführt und auf diese Weise
Rechtsschutz verweigert und die gebotene Freilassung der Betroffenen
herausgezögert.
Durchsuchungen ohne richterlichen Beschluss
Am Montag, den 8. November 2010 stürmten Polizeibeamte u.a. der
Beweissicherungseinheit aus Oldenburg und der 5. Einsatzhundertschaft
aus Göttingen gegen 17 Uhr drei Höfe in Grippel, Zadrau und Langendorf
und durchsuchten ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluss die
jeweiligen Scheunengebäude. Während der Durchsuchungsmaßnahme auf dem
Hof in Grippel erfolgte selbst gegenüber dort anwesenden
Rechtsanwält/innen weder eine Begründung noch eine Erörterung des
polizeilichen Vorgehens. Die Beamten waren vermummt und nicht
gekennzeichnet.
Behinderung von Beobachter/innen
In einer Vielzahl dokumentierter Fälle versuchten Polizeibeamte die
Tätigkeit von Demonstrationsbeobachter/innen, Rechtsanwält/innen und
Bundestagsabgeordneten einzuschränken oder ganz zu unterbinden.
„Nach allen uns vorliegenden Berichten sind die Grundrechtsverstöße
der eingesetzten Polizeieinheiten keine Einzelfälle. Es handelt sich
anscheinend vielmehr um ein systematisches Vorgehen, das nicht
hinnehmbar ist. Auch die Gefahr der Begehung von Ordnungswidrigkeiten
oder eventuellen Straftaten gegen Sachen etwa durch das „Schottern“ kann
keine Rechtfertigung für systematische gewalttätige Übergriffen und
rechtsstaatswidriges Vorgehen seitens der eingesetzten Polizeieinheiten
sein“, kommentiert Rechtsanwalt Martin Lemke.
„Das Vorgehen der Polizei während des Castortransports lässt
befürchten, dass in diesem Rahmen rechtswidrige Strategien der
Eindämmung großer demokratischer Protestbewegungen, die allein mit
legalen polizeilichen Mitteln nicht kontrollierbar erscheinen, geübt und
durchgesetzt werden sollten“, ergänzt Rechtsanwältin Britta Eder.
Ansprechpartnerin für weitere Informationen und Rückfragen:
Rechtsanwältin Britta Eder 0176 – 22169938.
Der RAV ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Rechtsanwältinnen
und Rechtsanwälten. Seit seiner Gründung im Jahr 1979 tritt der RAV für
das Ziel ein, Bürger- und Menschenrechte gegenüber staatlichen,
wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Machtansprüchen zu verteidigen
und auf eine fortschrittliche Entwicklung des Rechts hinzuwirken.
Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Kampf um die freie Advokatur, denn
die Freiheit von staatlicher Bevormundung stellt für die anwaltliche
Tätigkeit eine notwendige Bedingung dar, um diese Aufgabe wahrnehmen zu
können.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
AntiKriegsKongress in Berlin
Freitag, 26. November 2010
| 18:00 |
Begrüßung |
| 18:30 |
Podium: Afghanistan
Matin Baraki: Wirtschaftsinteressen in Afghanistan
Gregor Schirmer: Widerrechtlichkeit des Afghanistan-Einsatzes
Jürgen Rose: Afghanistankrieg – die doppelte Agenda
Christine Buchholz: Zur aktuellen Lage in Afghanistan
Jürgen Wagner: Afghanistan – Lackmustest für die NATO? |
| 20:30 |
Film: Frieder Wagners „Deadly Dust“
über Uran-angereicherte Munition im Irak und Diskussion (Regisseur
anwesend) |
Samstag, 27. November 2010
| 10:00 |
Podium: Militarisierung der Außenpolitk
Lühr Henken: Nahost-Strategie der NATO
Ottfried Nassauer: Militärische Zukunftskonzepte und Technologie
Tobias Pflüger: Militarisierung der EU
Sabine Schiffer: Antimuslimischer Rassismus und Frauenrechte als
Kriegslegitimation
Christoph Hörstel: „Krieg gegen den Terrorismus“ |
| 12:00 |
Workshopphase
I |
| 14:00 |
Pause |
| 15:00 |
Podium: Militarisierung der Zivilgesellschaft
Dietrich Schulze: Kampf für Zivilklauseln und gegen
Rüstungsforschung
Schülerin von Klassenkampf Süd-West: Bundeswehrwerbung an Schulen
Sabine Schiffer: Rolle der Medien für die Kriegsakzeptanz
Rolf Gössner: Militärischer Heimatschutz. Neue
Sicherheitsarchitektur für den alltäglichen Ausnahmezustand? |
| 17:00 |
Workshopphase
II |
| 20:00 |
Aufführung: „Die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch“
(Berliner Compagnie) |
Sonntag, 28. November 2010
| 10:00 |
Podium/Diskussion: Wie weiter? Perspektiven für eine
stärkere Antikriegsbewegung
Hans-Christian Ströbele: Parlamentarische Mehrheiten gegen den Krieg
schaffen
Franziska Drohsel: Jugendorganisationen gegen den Krieg
Bernd Drücke: Perspektiven des libertären Antimilitarismus
Uwe Hiksch: Umweltbewegung trifft Friedensbewegung
Hanna Poddig (angefragt): Strategien des politischen Aktivismus |
| 13:00 |
Feedback und Abschluss |
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wasser-Volksbegehren: Über 265.000 Unterschriften
Wasser-Volksbegehren zur Offenlegung der Geheimverträge
bei den teilprivatisierten Berliner Wasserbetrieben
Über 265.000 Berliner Bürger fordern:
Rekommunalisierung bürgernah & kostengünstig statt
investoren“freundlich“ & teuer
Das Ergebnis des Volksbegehrens
„Schluss mit Geheimverträgen – Wir Berliner wollen unser Wasser zurück“
ist rekordverdächtig: Mit über 265.000 Unterschriften – die Zahl der bei
den Bürgerämtern eingegangen Unterschriften und des heutigen
Posteingangs bei der Grünen Liga Berlin lagen um 14 Uhr noch nicht vor –
und einem spendenfinanzierten Etat von ca. 19.000 € haben die Berliner
ein überwältigendes Ergebnis vorgelegt. Der Arbeitsauftrag an den Senat
und an alle Fraktionen im Abgeordnetenhaus ist eindeutig und
unmissverständlich: Wir Berliner fordern die kostengünstige,
verbraucherfreundliche und bürgernahe Rekommunalisierung. Gewinne – ganz
gleich ob privat oder öffentlich – haben weder in der Wasserversorgung
noch in der öffentlichen Daseinsvorsorge etwas verloren.
Wenn der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit seinen Worten Taten
Folgen lassen will, dann soll er gemeinsam mit den Fraktionen im
Abgeordnetenhaus endlich den Gesetzentwurf des Volksbegehrens
beschließen, damit die Geheimverträge formaljuristisch offen gelegt
werden. Erst nach der Offenlegung der Geheimverträge per Gesetz können
die Verträge öffentlich und unabhängig überprüft werden. Solange die
unbefristeten (!) Geheimverträge nicht juristisch angefochten werden,
werden die Konzerne bei Rückkaufverhandlungen darauf bestehen, dass ihre
Gewinngarantien in die Rückkaufsumme einfließen. Das wäre keine
verbraucherfreundliche, sondern eine investoren“freundliche“, sehr teure
Rekommunalisierung. Um eine kostengünstige Rekommunalisierung zu
ermöglichen, ist es zwingend erforderlich, dass in einem ersten Schritt
alle Geheimverträge per Gesetz offen gelegt werden und die
Gewinngarantien juristisch angefochten werden. Erst dann ist der Weg
frei für eine kostengünstige Rekommunalisierung.
Der Berliner Wassertisch bedankt
sich herzlich bei allen Berlinern und bei allen Bündnispartnern für die
großartige Unterstützung. Wir haben gemeinsam bewiesen, dass direkte
Demokratie auch mit wenig Geld möglich ist. Wir sind zuversichtlich,
dass wir gemeinsam auch den Volksentscheid gewinnen können: Überlassen
wir die Gesetzgebung in einem so wichtigen Bereich wie der
Wasserversorgung nicht den Lobbys und der Ministerialverwaltung, sondern
bringen wir mit einem Volksentscheid die Gesetze auf den Weg, die den
Bürgern und unserer Umwelt dienen!
Das amtliche Endergebnis wird von der Landeswahlleiterin Frau Dr.
Michaelis-Merzbach voraussichtlich am 9. November bekannt gegeben. Der
Senat wird nach Bekanntgabe im Amtsblatt innerhalb von 15 Tagen den
Termin für den Volksentscheid, der innerhalb von 4 Monaten erfolgen
muss, bekannt geben. Für einen Volksentscheid sind ca. 610.000 gültige
Stimmen erforderlich.
Thomas Rudek
Sprecher des Volksbegehrens
Tel.: 030 / 261 33 89 o. 44 33 91 44 / mobil: 0176 / 25 21 37 26
e-mail: ThRudek@gmx.de
www.berliner-wassertisch.net
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wasser-Volksbegehren: Überwältigende Bürgerbeteiligung – bereits
über 200.000 Unterschriften!
Wasser-Volksbegehren zur Offenlegung der Geheimverträge
bei den teilprivatisierten Berliner Wasserbetrieben:
Überwältigende Bürgerbeteiligung – bereits über 200.000 Unterschriften!
Von Samstag bis Montagabend konnte die Zahl der
gewonnenen Unterschriften auf über 200.000 Unterschriften erhöht
werden! Allein im Büro des Volksbegehrens bei der Grünen Liga Berlin in
der Prenzlauer Allee 8 gingen gestern postalisch über 10.000
Unterschriften ein. Bündnispartner wie der VDGN (Verband deutscher
Grundstücksnutzer) oder die Gartenfreunde übergaben gestern auch mehr
als 10.000 Unterschriften. Bis 23 Uhr kamen noch Bürger vorbei, die ihre
Unterschrift leisten wollten oder gleich eigens gesammelte
Unterschriftslisten abgegeben haben. Auch an den freien Sammelstellen
sind vom Samstag bis Montag noch tausende Unterschriften abgegeben
worden.
Unterschriftsbögen sind in den Bürgerämtern, bei der Grünen Liga
Berlin, den Sammelstellen oder im Internet unter
www.berliner-wassertisch noch bis Mittwoch erhältlich. Sabine
Finkenthei, Juristin und Unterstützerin des Volksbegehrens, ist
überwältigt von der großen Resonanz: „Die Berliner begreifen, dass ohne
eine Offenlegung der Geheimverträge die Wasserpreise weiter steigen
werden. Nur wenn die Verträge offen gelegt sind, können die
Gewinngarantien juristisch angefochten werden, nur dann ist eine
kostengünstige, verbraucherfreundliche Rekommunalisierung möglich.“
Auch heute wird weiter gesammelt, auch heute (Dienstag) ist das Büro
der Grünen Liga Berlin bis 23 Uhr geöffnet: „Es wäre ein wirkliches
Wunder, wenn wir mit einem Spendenetat von ca. 15.000 Euro einen neuen
Unterschriften-Rekord für Volksbegehren setzen können. Das wäre dann
sogar ein doppelter Rekord: Mit wenig Geld, viel ehrenamtlichen
Engagement und einem breiten sozialen Netzwerk zu beweisen, dass direkte
Demokratie auch ohne großes Geld und ohne teure Imagekampagnen gelingen
kann“, so Thomas Rudek, Sprecher des Volksbegehrens.
Die Unterschriften werden am Mittwoch, d. 27. Okt., um 13 Uhr, der
Landeswahlleiterin Frau Dr. Michaelis-Merzbach vor der Senatsverwaltung
für Inneres (Klosterstr. 47 / 10179 Berlin) öffentlich übergeben. Die
Anwesenheit von Presse und Pressefotografen ist ausdrücklich erwünscht.
Wem es bis Dienstag nicht möglich ist, seine Unterschrift für das
Volksbegehren abzugeben, der kann allerspätestens am Mittwoch, bis 24
Uhr, den Bogen oder die Unterschriftslisten in die Briefkästen bei den
Bürgerämtern bzw. Rathäusern werfen.
Thomas Rudek
Sprecher des Volksbegehrens
Tel.: 030 / 261 33 89 o. 44 33 91 44 / mobil: 0176 / 25 21 37 26
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Katholische Jugend: Coca-Cola-Boykott geht weiter
Coca-Cola-Boykott geht weiter
Katholische Jugend setzt sich für konsequente Umsetzung von
Menschenrechten ein.
Düsseldorf, 26. Oktober. Die katholischen Jugendverbände halten am
Boykott von Coca-Cola-Produkten fest. Das hat der Hauptausschuss des
Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) heute in Düsseldorf
beschlossen. Der BDKJ fordert von Coca-Cola und allen weltweit tätigen
Unternehmen die Sicherung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen und den
nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.
„Wir werden unsere Macht als Konsumentinnen und Konsumenten weiter
nutzen“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. „Wir rufen dazu auf,
Produkte von multinational agierenden Unternehmen mit kritischem Blick
auf deren Herstellungsbedingungen zu prüfen. Denn kein Mensch sollte
leiden müssen, damit wir günstig und gut einkaufen können“, so Tänzler.
Der BDKJ empfiehlt, alternative Angebote zu nutzen, die regional
produziert oder fair gehandelt sind. Informationen dazu gibt es auf www.bdkj.de/kritischerkonsum.
Bereits 2007 hatte der BDKJ die 660.000 Mitglieder seiner
Mitgliedsverbände zu einem Boykott von Coca-Cola-Produkten aufgerufen.
Der Grund: Der Gertränkehersteller ignoriert nach BDKJ-Ansicht
Menschenrechtsverletzungen an Mitarbeitenden in Kolumbien und ist für
Umweltzerstörung in Indien verantwortlich. „Unser Boykott hat Wirkung
gezeigt und Kreise gezogen“, bilanziert Tänzler. Zahlreiche nicht nur
katholische Bildungshäuser haben den Getränkeanbieter gewechselt. Die
Arbeitsgemeinschaft der Jugendpastoral der Orden (AGJPO), der
Landesjugendring Baden-Württemberg und einige weitere Verbände und
Organisationen haben sich dem Boykott angeschlossen oder unterstützen
ihn.
Zwar habe es in den vergangenen drei Jahren einen intensiven Dialog
mit der Coca Cola GmbH in Deutschland gegeben. „Leider hat sich die
grundsätzliche Unternehmenspolitik auch im Hinblick auf die Umsetzung
der Menschenrechte und den Schutz der Umwelt in Kolumbien und Indien
nicht wesentlich verbessert“, heißt die Begründung im heute gefassten
BDKJ-Beschluss „Kritisch Konsumieren für die weltweite Umsetzung von
Menschenrechten“. Noch immer würden Mitarbeitende in Kolumbien mit dem
Tode bedroht, weil sie ihre Interessen in einer Gewerkschaft vertreten
wollten, so Tänzler. Weiterhin hätte das Unternehmen keine Verantwortung
für die Absenkung des Grundwasserspiegels in Indien übernommen oder
Betroffene dafür entschädigt.
Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und
-organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen
von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche
und Gesellschaft. Weitere Infos unter www.bdkj.de.
Pressekontakt: Michael Kreuzfelder, 0176 1 7956099, presse@bdkj.de
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
ALDI: Kein Maulkorb für KritikerInnen
Kein Maulkorb für KritikerInnen
Die Christliche Initiative Romero verbreitet aktuell eine Persiflage
eines ALDI-Prospektes. In dieser weist sie auf menschenrechtlich und
arbeitsrechtlich bedenkliche Aspekte der von ALDI angebotenen
Billigangebote hin. Die Kritik der Christlichen Initiative Romero an
ALDI: Durch seine Billigpreis-Politik fördere das Unternehmen Ausbeutung
in Produktionsländern im globalen Süden, etwa in Form von Hungerlöhnen.
Statt sich um diese grundlegenden Probleme der Geschäftspolitik des
Discounters zu kümmern, setzten Aldi die KritikerInnen juristisch unter
Druck. Wir fordern das Unternehmen daher auf:
* Stellen Sie unverzüglich alle juristischen Maßnahmen gegen die
Christliche Initiative Romero ein.
* Setzen Sie den Verhaltenskodex der Kampagne für Saubere Kleidung
bei Ihren Zulieferern um und lassen Sie dies durch eine externe
unabhängige Instanz kontrollieren.
* Verändern Sie Ihre Einkaufspraktiken, so dass Ihre Lieferanten
Sozialstandards einhalten können.
* Stellen Sie Transparenz her: Nennen Sie Ihre Lieferanten in den
Produktionsländern und berichten Sie regelmäßig über die unternommenen
Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
* Sozialstandards müssen in Produktion (z.B. in Bangladesch) und
Verkauf (bei uns) eingehalten werden.
Wenn
auch Sie diese Forderung stützen, schicken Sie die folgende Protestmail
an ALDI Nord – hier
Das
Faltblatt zum Download Sie hier
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dresden Nazifrei: Aktionskonferenz am 8./9. Oktober 2010
Am 13. Februar 2010 ist uns gemeinsam gelungen, was viele
nicht für möglich gehalten haben: Auf der Aktionsgrundlage von
Massenblockaden sind über 10.000 Menschen nach Dresden gekommen und
haben gemeinsam mit tausenden Dresdner_innen den europaweit größten
Naziaufmarsch blockiert!
Für 2011 mobilisieren die Nazis bereits jetzt nach Dresden. Wir sind
entschlossen, uns den Nazis wieder in den Weg zu stellen und an den
diesjährigen Erfolg anzuknüpfen. Mit unserer Aktionskonferenz wollen wir
gemeinsam mit allen, die bereits 2010 mit ihrem Engagement zu dem
Erfolg der Blockaden beigetragen haben und allen neuen Interessierten
den Startschuss für die Vorbereitung für 2011 geben.In verschiedenen
Workshops wollen wir uns mit inhaltlichen und praktischen Aspekten
unserer Bündnisarbeit beschäftigen und die Grundlagen für unsere weitere
Vorbereitung legen.
Vom 8. bis 9. Oktober 2010 in Dresden in der Dreikönigskirche
(Freitag)
und im DGB-Volkshaus (Samstag).
Ziviler Ungehorsam und Widerstand, Gedenken und Opfermythos,
Extremismusdoktrin, Bedeutung der Aufmärsche für die Naziszene, Nazis in
Sachsen, Polizeitaktiken, juristische Aspekte der Blockaden, lokale und
überregionale Bündnisse, Blockadetraining, Pressearbeit,
Busorganisation
Anmeldungen bitte direkt an: kontakt@dresden-nazifrei.com
Nach eurer Anmeldung erhaltet ihr Infos zum genauen zeitlichen
Ablauf. Bitte teilt uns bei eurer Anmeldung auch mit, ob ihr einen
Schlafplatz benötigt und ob ihr vegan/ vegetarisches Essen wollt.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Berlin wehrt sich gegen Rassist_innen!
Berlin wehrt sich gegen Rassist_innen!
Am 2. Oktober: Geert Wilders nach Hause schicken!!
In Berlin tobt derzeit ein makaber anmutender Wettlauf unter
Rechtspopulist_innen, wer unter dem Deckmantel „Islamkritik“ die meisten
Vorurteile und Ressentiments besetzen sowie die Ängste von Menschen am
besten auszunutzen versteht. Neben dem Berliner Ableger von „Pro
Deutschland“ und dem rassistischen Stichwortgeber Thilo Sarrazin wollen
nun auch das Noch-CDU-Fraktionsmitglied René Stadtkewitz, gleichzeitig
Vorstandsmitglied der selbsternannten Bürgerbewegung „Pax Europa“ und
das rassistische Internetportal „Politically Incorrect“ mit der
öffentlich inszenierten Einladung des Niederländischen Rechtspopulisten
Geert Wilders ihr Stück vom Kuchen abholen.
Rechtspopulismus und rassistische Hetze haben, versteckt hinter einer
„Meinungsfreiheits- und Zensurdebatte“, Konjunktur. Zeit dagegen aktiv
zu werden!
Wilders ist derzeit europaweit der auffälligste Rechtspopulist und
Rassist. Als Vorsitzender seiner Ein-Mann-Partei , der Niederländischen
„Partij voor de Vrijheid“ (PVV), ist Stimmungsmache gegen Muslima und
Muslime der Hauptbestandteil seiner Agitation und verbindet ihn mit René
Stadtkewitz (noch CDU-Fraktionsmitglied im Berliner Abgeordnetenhaus)
und dem rassistischen Internetportal „Politically Incorrect“, die für
seine Einladung für den 02. Oktober nach Berlin verantwortlich sind.
Stadtkewitz und „Politically Incorrect“ setzen dabei auf die von
Wilders verfolgte Strategie, den Islam mit dem Faschismus gleichzusetzen
und über eine Verharmlosung von Nazis eine Kriminalisierung von Muslima
und Muslime zu erreichen. Vorurteile und Ressentiments sollen geweckt
bzw. verstärkt werden. Die Einladung von Wilders ist aber auch als
Zeichen der zunehmenden Vernetzung von Rechtspopulist_innen und
Rassist_innen, ganz im Sinne der von Wilders international unter dem
Namen „Geert Wilders Allianz für die Freiheit“ angestrebten
Organisation, zu verstehen. Diese soll rechtspopulistische und
rassistische Organisationen aus Frankreich, Großbritannien, den USA,
Kanada und Deutschland im Kampf gegen eine angebliche „Überfremdung“
einen. Schon hier braucht es unseren entschiedenen Widerstand!
Auch die Einladenden sind in der rechtspopulistischen und
rassistischen Szenerie keine Unbekannten. Das Berliner
Abgeordnetenhausmitglied René Stadtkewitz und das Internetportal
„Politically Incorrect“ haben sich in den letzten Jahren durch
rassistische Polemik gegen Muslima und Muslime einen Namen gemacht.
Während Stadtkewitz einer der Köpfe der rassistischen Mobilisierung
gegen den Bau einer Moschee in Pankow-Heinersdorf war, ist „Politically
Incorrect“ der derzeit aktivste rassistische und anti-muslimische
Internet-Blog. Die politische „Betätigung“ Stadtkewitz‘ gegen Muslima
und Muslime und ihre Moscheen führte inzwischen zu seinem Ausschluss aus
der Berliner CDU. Seine rassistische, antimuslismische Mobilisierung,
die er in Pankow-Heinersdorf begann, versucht er nun überregional mit
der „Bürgerbewegung Pax Europa“ fortzusetzen. René Stadtkewitz und
„Politically Incorrect“ sind demnach geradezu prädestiniert dafür, dem
europaweit berüchtigtsten Rechtspopulisten ein Podium für seine
rassistischen Thesen zu bieten.
Der Termin des 2. Oktober ist daher auch nicht zufällig gewählt.
Bereits im letzten Jahr stießen sich die Rechtspopulist_innen von „Pax
Europa“ daran, dass der „Tag der offenen Moschee“ zeitgleich mit dem
„Tag der deutschen Einheit“ stattfand. Mit einer Kundgebung sollte gegen
die „Okkupation“ dieses Tages durch muslimische Verbände demonstriert
werden. Auch die diesjährige Veranstaltung mit Wilders ist demnach ein
Protest gegen etwas, was nach Ansicht der Rassist_innen nicht sein kann:
Dass Muslima und Muslime das Recht auf einen Platz in dieser
Gesellschaft haben und einfordern.
Während Wilders, Stadtkewitz, Sarrazin und ihre Anhänger_innen gegen
Migrant_innen rassistisch polemisieren und den Untergang des
„christlich-jüdischen Abendlandes“ durch eine „schleichende
Islamisierung“ Europas herbei fantasieren, setzen wir uns für ein
solidarisches und friedliches Zusammenleben aller, unabhängig von
Kultur, Religion, sozialem Status und sexueller Identität ein und
stellen uns gegen jegliche Form von Ausgrenzung, Diskriminierung und
Sicherheitswahn.
Da bisher von den Veranstalter_innen weder Ort noch Zeit der
Veranstaltung bekannt gegeben
wurden, ist unsere Losung:
Egal wo Rechtspopulist_innen ihre rassistische Propaganda
verbreiten, wir werden uns ihnen entgegenstellen und unseren Protest auf
die Straße tragen!
Für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes Zusammenleben! Gegen die
Spaltung unserer Gesellschaft! Gegen Ausgrenzung!
Bündnis „Rechtspopulismus stoppen“
http://rechtspopulismusstoppen.blogsport.de/
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
CCC-Aktionsworkshop “Discover Fairness!” 17. bis 19. September 2010, Berlin-Pankow
CCC-Aktionsworkshop “Discover Fairness!”
17. bis 19. September 2010, Berlin-Pankow
Outdoor-Marken werben mit bunten Bildern, die Abenteuer in der Natur,
Begegnungen in fremden Ländern und grenzenlose Freiheit versprechen.
Doch viele große Outdoor-Hersteller wie The North Face oder Tatonka
missachten Arbeitsrechte. Die KundInnen der wachsenden Branche aber
legen Wert auf sauber hergestellte Produkte. Auf Druck der Kampagne für
Saubere Kleidung sind Mammut und Jack Wolfskin bereits einer
Multistakeholder-Initiative beigetreten und zeigen damit ernsthafte
Bemühungen. Andere Firmen wollen folgen. Aber viele fehlen noch…Auf
diesem Workshop wollen wir deshalb Aktionen für den Welttag für
menschenwürdige Arbeit am 07. Oktober planen.
Für Interessierte bietet dieser Workshop eine gute Einführung in das
Thema und unmittelbar die Möglichkeit, sich aktiv für Menschenrechte
einzusetzen. CCC-Aktive erfahren mehr zur Outdoor-Industrie und können
kritisch Lösungsansätze und die damit verbundenen Herausforderungen
diskutieren.
Mehr Informationen unter www.inkota.de
Anmeldung an thimm@inkota.de
Mach mit!!! Wir freuen uns über Deine Teilnahme!
Gerne kannst Du diese Einladung auch weiterleiten und den Flyer verteilen.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
FRIKO Berlin: Im Gedenken an die Opfer von Kundus fordern wir: Bundeswehr raus aus Afghanistan
Im Gedenken an die Opfer von Kundus fordern wir:
Bundeswehr raus aus Afghanistan
Samstag, 04. September 2010
14.00 bis 16.00 Uhr
Pariser Platz (vor dem Brandenburger Tor)
Am 04. September 2009 wurden mehr als 140 Menschen bei einem von der Bundeswehr veranlassten Bombenangriff ermordet.
Während die Propagandamaschinerie der Bundesregierungen seit
Kriegsbeginn im Herbst 2001 mit allen Mitteln versucht, die Zerstörung
des Landes und die Verbrechen an der afghanischen Bevölkerung der
Öffentlichkeit zu verschweigen oder umzulügen, konnte dieses Massaker
in Kundus nicht verheimlicht werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt
musste die Öffentlichkeit zur Kenntnis nehmen, dass Deutschland im
Krieg ist und „Kundus“ ein grausamer Teil des Kriegsalltags gegen die
Zivilbevölkerung in Afghanistan ist.
Bis heute weigern sich jene Parteien im Deutschen Bundestag, die den
Krieg in Afghanistan zu verantworten haben, sich bei den Angehörigen
der Opfer zu entschuldigen oder sie zu entschädigen. Schließlich sehen
die bundesdeutsche Regierungen und mit ihr das Kapital es als ihr Recht
an, Afghanistan zu erobern und zu besetzen. „Die Deutschen Interessen
werden am Hindukusch verteidigt“, wurde von ihnen verkündet und danach
wird gehandelt.
Anlässlich des 1. Jahrestages des Massakers von Kundus gedenkt die Friedensbewegung allen Opfern des Krieges und fordert:
- sofortiger Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan
- Reparationszahlungen an die afghanische Bevölkerung
Veranstalter: Gruppen der Berliner Friedenskoordination
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hiroshima-Tag: 6. August – Tag der Erinnerung und Mahnung
Hiroshima-Tag: 6. August – Tag der Erinnerung und Mahnung
Freitag 06.08.2010
Veranstalter: Friedensglockengesellschaft Berlin e.V., IPPNW,
Deutscher Friedensrat e.V., Deutsch-Japanisches Friedensforum e.V.,
* Ort: Friedensglocke Berlin im Volkspark Friedrichshain (Großer
Teich)
* Uhrzeit: 16.00 bis 18.00 Uhr
Vor 65 Jahren – am 6. und 9. August 1945 – fielen auf die japanischen
Städte Hiroshima und Nagasaki die ersten Atombomben. Seitdem sprechen
wir vom Beginn des Atomzeitalters, das die Menschheit bis heute bedroht.
Noch immer lagern tausende Atomwaffen in den militärischen Arsenalen
und deren Weiterentwicklung und Weitergabe sind nicht gestoppt.
An der Friedensglocke Berlin im Volkspark Friedrichshain (Großer
Teich) wollen wir am Freitag, 6. August 2010, um16:30 Uhr (16:00 Uhr
Vorprogramm) gemeinsam der Opfer gedenken und zugleich auf heute
existierende Gefahren aufmerksam machen.
Wir laden Euch dazu herzlich ein.
Lassen Sie uns gemeinsam an dieser Glocke den Wunsch und die
Forderung nach Frieden zum Ausdruck bringen.
Bereits um 08:15 Uhr MEZ wird, zur Erinnerung an den ersten
Atombombenabwurf, die Glocke geläutet und mit dem japanischen „Siose
Chor“ aus Hyogo (bei Osaka) wollen wir mahnen und gedenken.
Ablaufplan an der Friedensglocke Berlin
05.08.2010 (Donnerstag)
20:00 Aktion „Nacht der 100 000 Kerzen“ zum Gedenken an die Menschen am
Vorabend des Atombombenabwurfes
06.08.2010 (Freitag)
08:15 Traditionelles Läuten der Friedensglocke zum Zeitpunkt des
Atombombenabwurfes vor 65 Jahren
16:00 Taikoon japanische Trommelmusik
16:30 Beginn der Gedenkveranstaltung mit dem Läuten der Friedensglocke
durch Herrn Prof. Hideto Sotobayashi, Überlebender des Atombombenabwurfs
auf Hiroshima
16:35 Kranzniederlegung
16:40 Eröffnung und Grußbotschaft an die Gäste und Teilnehmer im Namen
der Veranstalter durch Herrn Bezirksstadtrat Knut Mildner-Spindler
16:45 Worte zur Bedeutung der Friedensglocke Frau Dr. Bärbel
Schindler-Saefkow, Vorsitzende Deutscher Friedensrat e.V.
Taikoon japanische Trommelmusik
16:55 Verlesen der Grußworte von Herrn Akiba, Bürgermeister der Stadt
Hiroshima durch Herrn Dr. J.-P. Steffen, Geschäftsführer IPPNW-
Deutschland
17:00 Gedenkrede Frau Xanthe Hall
17:15 musikalische Beiträge des japanischen „Siose Chor“ und des
„Hans-Beimler-Chor“
17:25 Ansprachen
Deutsch-Japanisches-Forum e.V.
Prof. Dr. Eugen Eichhorn
Japanischer Künstler
Herr Eichi Makihara, Bürgermeister für den Frieden
Frau Christina Emmrich, Bürgermeisterin Berlin-Lichtenberg
17:45 musikalischer Beitrag des „Hans-Beimler-Chores“
18:00 Abschluss durch dreimaliges Schlagen der Friedensglocke, Bernd
Mewes, Vors. der Friedensglockengesellschaft
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Volksbegehren “Unser Wasser” hat begonnen!
Am 28. Juni 2010 hat die zweite Stufe des
Volksbegehrens begonnen: jetzt müssen ca. 173.000 Unterschriften
gesammelt werden, damit ein Volksentscheid stattfinden kann. Zunächst
wollte der Senat das Volksbegehren verbieten, doch das
Landesverfassungsgericht zeigte ihm die rote Karte. Jetzt müssen wir dem
Senat zeigen, dass die Berlinerinnen und Berliner ihr Wasser zurück
haben wollen.
Neun Fragen und Antworten
1. Wem gehören die Wasserbetriebe?
Die größte Teilprivatisierung innerhalb der EU fand 1999 in Berlin
statt: 49,9% der Berliner Wasserbetriebe wurden für 1,68 Mrd. € über
eine Holding AG verkauft. Heutige Profiteure dieser Teilprivatisierung
sind RWE Aqua und Veolia Wasser.
2. Warum sind wir gegen die Privatisierung?
Seit 2004 stiegen die Wasserpreise stetig und enorm – bislang
insgesamt um ca. 35%! Die Berliner zahlen im internationalen
Städtevergleich die höchsten Wasserpreise, Personal wurde abgebaut,
Investitionen abgesenkt und kürzlich wurden 3 Wasserwerke geschlossen,
mit der Folge, dass Berlin ca. 30 km² ökologisch wichtiges
Trinkwasserschutzgebiet verliert.
3. Was passiert mit den Gewinnen?
Die Gewinne landen zum größten Teil in den Taschen der privaten
Konzerne, und einen kleineren Teil sackt der Senat, angeblich zur
Schuldentilgung, ein. Allein im letzten Jahr mussten wir für die
Teilprivatisierung 270 Millionen Euro „Gewinne“ bezahlen: Deren Gewinne
sind unsere Verluste. Darum fordern wir: Wasser ist ein öffentliches
Gut. Es dürfen unserer Überzeugung nach nur die real anfallenden Kosten
in die Wassertarife eingestellt werden. Gewinne, Renditen, Profite haben
bei der Wasserversorgung nichts verloren!
4. Was erfolgt nach einem erfolgreichen Volksbegehren?
Nach einem erfolgreichen Volksbegehren hat der Senat eine Frist von
vier Monaten, um den Volksentscheid herbeizuführen. Ein Volksentscheid
gleicht einer Wahl zum Abgeordnetenhaus. Jeder Bürger erhält zusätzlich
zu den Wahlunterlagen eine Argumentation, in der Wassertisch,
Abgeordnetenhaus und Senat ihre Positionen darlegen.
5. Wozu brauchen wir die Veröffentlichung?
Das Prinzip ist einfach: gegen das, was nicht öffentlich ist, können
wir uns nicht zur Wehr setzen. wir wollen mit unserem Gesetz erreichen,
dass die Geheimverträge offiziell offen gelegt werden, um so eine
unabhängige und öffentliche Prüfung zu erreichen. Und wir sind
zuversichtlich, dass zentrale Passagen aus dem Vertrag, die wir durch
Insider zugespielt bekommen haben, eindeutig rechtswidrig sind und wir
dagegen vorgehen können.
6. Was sagen unsere Abgeordneten zu den Geheimverträgen?
Abgeordnete dürfen die Verträge nur im „Datenraum“ („Darkroom“) beim
Finanzsenator einsehen. Sie dürfen sich keine Notizen machen, keine
Experten einbeziehen, keine Kopien anfertigen, keine Telefonate führen.
Doch das Schlimmste ist: Sie müssen zuvor eine
Verschwiegenheitsvereinbarung unterschreiben! Das bedeutet, sie dürfen
über das, was sie gelesen haben, nicht reden. Verstoßen sie dagegen,
drohen ihnen Schadensersatzklagen. Die Abgeordnete Heidi
Kosche,(Bündnis90/Die Grünen) muss sogar vor dem Verfassungsgericht
klagen, um die Akten einzusehen.
7. Ist mit der Novellierung des Informationsfreiheitsgesetzes
nicht die Veröffentlichung wie gefordert garantiert?
Mit dem Informationsfreiheitsgesetz können die privaten Eigner gegen
eine Veröffentlichung klagen, damit können Jahre vergehen. Auch ist
damit nicht gesichert, dass alle Verträge veröffentlicht werden. Nach
dem Gesetz kann durch Nachverhandlungen die Veröffentlichung
„verschoben“ werden. Der geheime Konsortialvertrag ist nach dem
Kenntnisstand der Initiatoren des Volksbegehrens mindestens fünf Mal vom
Senat nachverhandelt worden und nie zuungunsten der Konzerne, sondern
immer nur zu Lasten der Berlinerinnen und Berliner geändert worden.
8. Warum habt Ihr nicht gleich ein Volksbegehren zur
Rekommunalisierung gemacht?
Dann würde genau das geschehen, was in Potsdam passiert ist. Dort
wurde teuer rekommunalisiert. Über die Verträge mit dem Konzern Suez
wurde genauso Stillschweigen vereinbart wie über die Höhe der
Rückkaufsumme. Doch wie wir aus eingeweihten Kreisen wissen, wurden die
garantierten Gewinne in die Rückkaufsumme einkalkuliert – mit der Folge,
dass die Wasserpreise in Potsdam noch höher sind als in Berlin. Wir
wollen die kostengünstige Rekommunalisierung. Darum ist die Offenlegung
als erster Schritt so wichtig.
9. Wozu werden Spenden gebraucht?
Wir benötigen viel Geld für Werbematerial, nach einem erfolgreichen
Sammeln benötigen wir noch einmal viel Material, um in der Stadt für ein
JA zum Volksentscheid zu werben. Genau so wichtig sind Zeitspenden:
Informieren Sie Ihre Freunde, Nachbarn, Kollegen – jede Stimme zählt!
Weitere Infos hier
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Keinen Fußbreit den RassistInnen
Keinen Fußbreit den RassistInnen
2. Juni 2010
Unter dem Deckmantel von Islamkritik, Frauen- und BürgerInnenrechten
versucht nun die selbsternannte Bürgerbewegung „pro Deutschland“ einen
rassistischen Konsens in Berlin gesellschaftsfähig zu machen. “pro
Deutschland“ – eine Koalition aus „geläuterten Nazis“, RassistInnen und
SozialdarwinistInnen – will ihren Ableger „Pro Berlin“ bei ihrem
Bundesparteitag in Berlin am 17. Juli in Startposition für die
Abgeordnetenhauswahl 2011 bringen. Zum Frontmann soll der von der DVU zu
„pro Deutschland“ gewechselte schwedische Multimillionär und Nazi
Patrik Brinkmann, der seinen Wohnsitz nach Berlin verlegt und gerade
beim Wahlkampf in NRW unter dem Slogan „Abendland in Christenhand“ eine
grandiose Bauchlandung hingelegt hat, gekürt werden. Unterstützen sollen
ihn dabei Markus Beisicht, Vorsitzender von „pro Köln“ und „pro NRW“
sowie Manfred Rouhs, Vorsitzender von „pro Deutschland“, die beide
früher unter anderem bei den Republikanern und der rechten Deutschen
Liga für Volk und Heimat aktiv waren. Nahtlos reiht sich hier auch das
neueste „prominente“ Mitglied Andreas Molau, Vorsitzender der rechten
Gesellschaft für freie Publizistik und ehemaliges Mitglied der NPD sowie
der DVU ein. Wie diese drei ist einer Reihe von FunktionärInnen und
Mitgliedern der pro- Bewegungen eine frühere Mitgliedschaft in rechten
Parteien und/oder Querverbindungen zu unterschiedlichsten rechten
Gruppen und Parteien, bis hin zur NPD nachzuweisen.
Zusammen mit rassistischen Parteien wie Vlaams Beelang. Lega Nord,
FPÖ sowie in einer Reihe mit Pax Europa, anderen Pro-Bewegungen und
Freien Wählervereinigungen, mit MoscheegegnerInnen wie der
Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger (IPAHB) hetzen sie
gegen MigrantInnen und fantasieren den Untergang des
„christlich-jüdischen Abendlandes“ durch eine „schleichende
Islamisierung“ Europas herbei.
Ihr Konstrukt eines exklusiv „christlich-jüdischen Abendlandes“ zielt
mit rassistischen Argumenten darauf ab, über das Feindbild Islam
MigrantInnen auszugrenzen. Sozioökonomische und politische Aspekte
werden als kaum zu überwindende kulturelle Modelle verschleiert und der
Islam als eine Art Vehikel benutzt, um soziale Ausgrenzung,
Diskriminierung und Sicherheitswahn mit dem Grundrechteabbau zu
legitimieren.
Wir nehmen die Propaganda der RassistInnen als das was sie ist: einen
gezielten Angriff auf ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller
Menschen – unabhängig von Religion und Herkunft.
Deswegen ruft der Berliner VVN-BdA alle Berlinerinnen und Berliner
auf:
Egal unter welchem Dach sich RassistInnen oder Nazis versammeln, ob im
Rathaus Schöneberg oder anderswo – wir werden da sein! Wir wollen weder
ihre Parteitage noch ihre Anwesenheit in Parlamenten in Berlin!
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Antifa: Schon wieder Zossen?!
Zossen, eine kleine Stadt bei Berlin, ist zu einem
Tummelplatz von Nazis geworden. Diese treten aggressiv auf und sind
überregional gut vernetzt. In den vergangenen anderthalb
Jahren drohten sie lokalen Antifaschist_innen mit Mord, beschädigten
deren Häuser, schmierten Naziparolen und störten wiederholt
antifaschistische Gedenkkundgebungen mit antisemitischen und
nationalsozialistischen Parolen. Selbst vor Brandanschlägen schrecken
sie nicht zurück – in der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 2010 brannten
sie das Zossener Haus der Demokratie nieder.
Als wäre all das nicht schon übel genug, geht nun auch noch die NPD
in Zossen und Umgebung verstärkt auf Mitgliederfang.
Wir sind es leid, den nazistischen Aktivitäten tatenlos zuzusehen und
organisieren deshalb am 12. und 13. Juni ein antifaschistisches
Aktionswochenende mit Demo, Camp, Infoveranstaltungen und Konzert in
Zossen, um ein deutliches Zeichen gegen Nazis zu setzen. Kommt
zahlreich!
Das Wochenende soll zudem die Vernetzung von engagierten Leuten
verbessern.
Für eine Gesellschaft ohne Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und
kapitalistischem Verwertungszwang!
Informations- und Mobilisierungsveranstaltungen
Samstag, 29. Mai, 18 Uhr Jugendfreizeitheim, Erich-Weinert-Strasse 9,
Königs-Wusterhausen
Dienstag, 1. Juni, 21 Uhr: F 54, Friedelstrasse 54, Berlin-Neukölln
Mittwoch, 2. Juni, 18 Uhr: KLAB, Beelitzer Tor 10, Luckenwalde
Dienstag, 8. Juni, 18 Uhr: Black Fleck, Zeppelinstrasse 26, Potsdam
Antifaschistisches Aktionswochenende
Vorläufiges Programm:
Camp auf der Wiese gegenüber vom ehemaligen Haus der Demokratie
(Kirchstrasse),
mit Übernachtungsmöglichkeiten (Zelte vorhanden, Schlafsack mitbringen!)
Samstag, 12. Juni
13:00 Uhr: Vortrag und Diskussion. Dr. Rolf Gössner
(Vizepräsident der Internationalen Liga
für Menschenrechte): Staatlicher Umgang mit Neonazismus und rechter
Gewalt (verbieten,
unterwandern, verdrängen) im Konflikt mit antifaschistischen Grundsätzen
und Aktionen
15:30 Uhr am Bahnhof Zossen: DEMONSTRATION:
NS-Verherrlichung und Verharmlosung den Boden entziehen. Mit
Techno-DJ-Wagen
18:00 Uhr: Umsonst & Draussen – Konzert: Drei
gegen die Windmühlen, Antilopen Gang,
Dirk von Lowtzow (Tocotronic-Sänger), TURBOSTAAT
Sonntag, 13. Juni:
13:00 Uhr: Stadtführung mit der Bürgerinitiative Zossen
zeigt Gesicht. Geschichte des
Antifaschismus und zu Jüdischen Leben in Zossen.
___________________________________
www.linker-flaeming.de.vu
Gruppen im Bündnis: Linksjugend Solid Teltow-Fläming Nord, Jusos
Teltow-Fläming, VVN/BdA Potsdam – Mittelmark – Fläming,
JungdemokratInnen/Junge Linke Brandenburg, SJ – Die Falken Brandenburg,
Autonome Antifa Teltow-Fläming, Soziale Unruhe Blankenfelde
Unterstützende Gruppen: Utopia e.V. Frankfurt (Oder), Die Linke
Teltow-Fläming, Antifa AK Potsdam
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Aktionsworkshop
»Jeans unter Beschuss«
von Freitag, 04. Juni 2010, 17 Uhr
bis Samstag, 05. Juni 2010, 18 Uhr
Seddiner See bei Potsdam
Einige unserer schicken Jeans im Used-Look werden unter extrem gesundheitsgefährdenden Bedingungen veredelt. Das sogenannte Sandblasting
schädigt vor allem die Lungen der ArbeiterInnen, die nicht ausreichend
gegen den gefährlichen Staub geschützt sind. Auf dem Workshop wollen
wir uns über verschiedene Aktionsformen austauschen, mehr über das Thema Sandblasting erfahren und eine kreative Aktion planen.
Mehr Informationen und
Anmeldung bis 17. Mai
bei Julia Thimm: thimm@inkota.de.
Tagungsort:
Heimvolkshochschule am Seddiner See
Seeweg 2
14554 Seddiner See bei Potsdam
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Anti-Atom-Camp Pfingsten 2010 in Mescherin 21. bis 23. Mai 2010
Deutsch-Polnisches
Anti-Atom-Camp
Pfingsten 2010
in Mescherin
21. bis 23. Mai 2010
Polen plant den Einstieg in die Atomkraft und hat dafür einen langfristigen Aktionsplan ausgearbeitet.
Dieser reicht von Uranabbau und -anreicherung über die Ausbildung von Fachkräften bis
hin zum Bau von Atomkraftwerken und Endlagern.
Derzeit sind mehrere Standorte für Atomkraftwerke an der Oder angedacht und im Auswahlverfahren.
Die Bürgerinitiative AFLUM (Atomkraftfrei leben in der Uckermark)
mobilisiert schon seit längerem gegen diese Kraftwerke, bisher vor
allem auf deutscher Seite.
Unser Camp soll dazu dienen, den Widerstand gegen die geplanten
Atomkraftwerke auf beiden Seiten der Oder bekannter zu machen, mit der
schon etablierten Anti-Atombewegung zu vernetzen und vor allem mit der
polnischen Umweltbewegung
zusammenzubringen. Wir wollen dabei über die Gefahren und Probleme der Atomkraft sowie Alternativen dazu informieren.
Der Unkostenbeitrag für die Teilnahme am Camp beträgt für den
gesamten Zeitraum 10,– Euro (inkl. Volksküche) und wird beim Eintreffen
im Camp in bar gezahlt.
Am Samstag sind Tagesgäste willkommen. Das kostet natürlich nichts.
Wir übernehmen keine Haftung für Wertgegenstände und Unfälle.
Spenden unter Verwendungszweck:
„Anti-Atom-Camp Pfingsten 2010“
Empfänger: BUND-Brandenburg
Kontonr. 350 202 62 45 • BLZ 160 500 00
Bank: MBS Sparkasse
Bitte Anschrift vermerken wenn Quittung erwünscht.
AFLUM/Anti-Atom-Cooperation
Kleine Klosterstraße 151
16307 Gartz/Oder
Tel. 0049 151 282 558 90
mail: info@aflum.de • www.aflum.de
(BUND, Anti-Atom Gruppe Berlin/Potsdam, SPD/Jusos, Bündnis 90/Die
Grünen, Christliche Demokraten gegen Atomkraft, Zieloni 2004 und andere
polnische Umweltschutz-
Organisationen)
In Kooperation mit Campact! und .ausgestrahlt
V. i. S. d.P: Volker Schmidt Roy
Eingeladen sind alle friedliebenden und gewaltfreien Menschen.
ZEITPLAN
____Freitag
nachmittags: Ankunft
abends: Filmvorführung mit Diskussion
____Samstag
vormittags: Workshops (Kinderbetreuung)
14:00 Kundgebung
Konzert mit Pittkunings, Kulturabend am Lagerfeuer
____Sonntag
vomittags: Ökumenischer Gottesdienst
(Kinderbetreuung)
mittags: Verabschiedung der polnischen Gäste;
Sight-Seeing-Tour nach Szczecin (Stettin) und Gryfino
____Montag
Frühstück und Abreise
(Änderungen vorbehalten.)
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Gegen Stadtumstrukturierung, Mieterhöhungen, Verdrängung
und „Gentrifizierung“ im Wedding
Gentrifizierung im Wedding!?
am
13. April 2010
Gegen Stadtumstrukturierung, Mieterhöhungen, Verdrängung
und „Gentrifizierung“ im Wedding
Diskussionsveranstaltung mit Andrej Holm,
MediaSpree Versenken u.a.
13. Mai 14. Mai, 20 Uhr Schererstraße 8
Die Aufwertung und Umstrukturierung von Stadtteilen – auch
Gentrifizierung genannt* – und städtebauliche Großprojekte,
wie MediaSpree oder die geplante Bebauung von Tempelhof sind
Ergebnis politischer Entscheidungsprozesse, von denen
insbesondere sozial schwache Bevölkerungsgruppen
ausgeschlossen sind. So gehen die Folgen, wie
Sanierungsmaßnahmen, Mieterhöhungen und Verdrängungen auf
Kosten derer, die sich nicht gegen die Stimmgewalt von Investoren,
neoliberalen Stadtplanern und Hausbesitzern durchsetzen
können. Auch im Wedding lassen sich derartige Entwicklungen
nachzeichnen.
Im Rahmen des regelmäßig im Hausprojekt „Scherer8“
stattfindenen Politischen Cafés wollen wir diskutieren, woran
Prozesse der Stadtumstrukturierung und Gentrifizierung
deutlich werden, inwieweit der Wedding von diesen betroffen ist
und wie linke Initiativen gegen problematische Entwicklungen
aktiv werden können. In weiteren Veranstaltungen soll es dann um
den Umzug des Bundesnachrichtendienstes (BND) nach Berlin Mitte
und die Bedeutung linker Freiräume gehen.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Über 10 Busse vom breiten Berliner Bündnis fahren zur KettenReaktion
Berlin
mehr Infos über Hotline: 0151-22752721 oder
antiatomkette[at]naturfreunde.de
Startpunkt: Kurt-Schumacher-Platz (U-Bahn-Linie U 6)
Ticketpreis: 17 Euro
Karten gibt’s:
DIE LINKE
im: KIZ – Kommunikationszentrum im Erdgeschoss
Kleine Alexanderstr. 28
10178 Berlin
Mo – Fr. 9.00 bis 16.00 Uhr
NaturFreunde
Warschauer Str. 85a
10245 Berlin
Mo-Fr 9.00 bis 17.00 Uhr
BUND Berlin
Crellestraße 35
D-10827 Berlin
Mo. bis Do.: 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr Fr. 10 bis 13 Uhr
BUND Jugend Berlin
Erich-Weinert-Straße 82
D-10439 Berlin
BUND-Jugend Bundesgeschäftsstelle
Am Köllnischen Park 1
D-10179 Berlin
Buchladen Schwarze Risse im Mehringhof / Kreuzberg:
Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin
Mo – Fr 10.00 – 18.30 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr
Buchladen Schwarze Risse im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 85
10435 Berlin
Mo – Fr 11.00 – 19.00 Uhr, Sa 11.30 – 15.00 Uhr
SPD Berlin, Kurt Schumacher Haus
Müllerstraße 163
13353 Berlin
Grüne Landesgeschäftsstelle
Kommandantenstraße 80
10117 Berlin
Café Coop
Rochsgtr. 3
10178
NABU Berlin
Wollankstr. 4
13178
Mo-Do 9-17h; Fr 9-15h
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Aktions- und Menschenkette Samstag 24. April 2010 Brunsbüttel – Hamburg – Krümmel
Der Konflikt um den Atomausstieg spitzt sich zu: In Kürze wird
darüber entschieden, ob die Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel vor
der Haustür Hamburgs wieder ans Netz gehen – oder für immer
abgeschaltet bleiben. Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen
Anfang Mai gehen die Verhandlungen zwischen Regierung und Atomkonzernen
über längere Laufzeiten für Atomreaktoren in die heiße Phase.
Wir stehen am energiepolitischen Scheideweg: Wird weiter auf
Dinosauriertechnologien gesetzt – oder konsequent auf Erneuerbare
Energien umgestiegen.
Es ist an der Zeit, ein spektakuläres Signal an Bundesregierung und
Stromkonzerne zu richten: Auf Atomkraft setzen? Nicht mit uns! Mit
Zigtausenden Menschen werden wir am 24. April 2010 eine große Aktions-
und Menschenkette zwischen den Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel bilden
– zwei Tage vor dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl
(26. April 1986).
Wir wollen raus aus einer Technologie, die ein verheerendes
Unfallrisiko birgt, den Ausbau Erneuerbarer Energien blockiert und
Tausenden Generationen tödlichen Atommüll aufbürdet. Die Skandale um
die Endlagerstandorte Asse und Gorleben zeigen: Das Problem des
Jahrmillionen strahlenden Mülls ist völlig ungelöst.
Manche von uns fordern die sofortige Stilllegung aller
Atomkraftwerke, denn jeder Tag Weiterbetrieb kann einer zu viel sein.
Andere wollen, dass zumindest die Laufzeiten nicht verlängert werden.
Die Pannen-Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel dürfen auf keinen Fall
wieder ans Netz, sie müssen sofort und endgültig stillgelegt werden.
Die Alternativen sind längst da, sie müssen nur durchgesetzt werden.
Die Zukunft ist erneuerbar – im Dreiklang von Erneuerbaren Energien,
Energiesparen und Energieeffizienz.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Fuldaer Erklärung
Im Oktober 2009 starb ein junger Mann aus der Region Fulda an den
schweren Verletzungen, die er mehr als ein Jahr zuvor als Soldat in
Afghanistan erlitten hatte. Wir sind bestürzt über die steigende Zahl
der Opfer, die der Krieg in Afghanistan fordert. Junge Menschen werden
in diesen Krieg geschickt, Töten und Sterben wird von den
verantwortlichen Politikern billigend in Kauf genommen.
Die NATO-Staaten Kanada und Niederlande haben für 2010/2011 den Abzug
ihrer Truppen angekündigt. Die Bundesregierung aber hält eisern am
Kriegsbündnis fest. Die Bundeswehr bringt keine Lösung des Konfliktes,
sie ist längst Teil des Problems. Nur zivile Hilfsprogramme können eine
Wende zum Positiven bringen. Die unabdingbare Voraussetzung für eine
friedliche Entwicklung in Afghanistan ist die Beendigung der
bewaffneten Kämpfe.
Dieses Ziel ist nur zu erreichen, wenn alle ausländischen Truppen abgezogen werden.
Deshalb fordern wir:
- Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan statt weiterer Aufstockung der Kontingente
- Sofortige Einstellung aller Waffenlieferungen
- Keine logistische Unterstützung des Krieges
- Bereitstellung von Mitteln für den zivilen Wiederaufbau
- Zivile Berufsbildungsprogramme für Jugendliche und Bundeswehrangehörige
Erstunterzeichner:
DGB Kreisverband Fulda: Pia Hainer, Karin Masche; Frank Herrmann, DGB
Regionsvorsitzender Südosthessen; Hubert Barteska, DGB KV-Vogelsberg;
Michael Wahl, Kreistagsabgeordneter (Landkreis Fulda); Dr. Dieter Dehm,
MdB, Großentaft (Landkreis Fulda); Martin Uebelacker, Vorsitzender
ver.di OV Fulda im Fachbereich 8; Günter Kopaschinski, Betriebsrat
(Eichenzell); Sabine Barteska, Vorsitzende NaturFreunde Lauterbach; Dr.
Peter Strutynski, GEW, Bundesausschuss Friedensratschlag; Regina Hagen,
Trägerkreis Atomwaffen abschaffen, Darmstädter Friedensforum; Willi van
Ooyen, Friedens- und Zukunftswerkstatt, MdL, Fraktionsvorsitzender der
Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag; Dr. Ulrich Wilken, MdL,
Landesvorsitzender DIE LINKE Hessen; Wolfgang Gehrcke, MdB; Christine
Buchholz, MdB; Sabine Leidig MdB; Tobias Pflüger, Vorstand
Informationsstelle Militarisierung, ehemaliger Europaabgeordneter;
Monty Schädel, Politischer Geschäftsführer Deutsche
Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK);
Gregor Böckermann, Initiative Ordensleute für den Frieden (IOF)
Diese Petition wird auch unterstützt von:
Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands
NaturFreunde Berlin, Ortsgruppe Adelante
Jürgen Lambrecht, Vorsitzender NaturFreunde Hessens