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Am 20. Juni 1926 wurde ein gemeinsamer Volksentscheid von KPD und SPD zur Enteignung des Fürstenvermögens durchgeführt. 14 455 181 Berechtigte stimmten für diesen Volksentscheid, der aber aufgrund der Tatsache, dass für die Annahme wegen des Hohen Quorums von 25% Ja-Stimmen leider nicht angenommen wurde. Alle bürgerlichen Parteien hatten aufgerufen sich an diesem Volksentscheid nicht zu beteiligen, was vor allem in den ländlichen Wahlkreisen bedeutete, dass alleine schon die Teilnahme am Volksentscheid zu einem klaren Willensbekenntnis wurde:



Hier der Aufruf der Berliner Naturfreunde, der an Aktualität nichts verloren hat:

„Genossinnen und Genossen!


Das widerwärtige Spiel mit Gütern des Volkes im Reichstag und seinen Ausschüssen ist jetzt beendet. Von diesem Reichstag konnte man nur die Ablehnung des Gesetzesentwurfs auf Entstehung der sogenannten Fürstenvermögen erwarten. Jetzt hat das Volk selbst das Wort. Es erübrigt sich, weit auf Entstehen und Wesen solchen Fürstenvermögens einzugehen. Für uns als klassenbewußte Proletarier und wissenschaftlich denkende Menschen ist der Sinn der Rechtsverhältnisse klar … Wer … als Herrscher durch den Willen der Volksmasse entthront ist, hat in keiner Weise ein Anrecht auf diese Machtmittel und Sonderzuwendungen eines Herrschers. Sie gehören vielmehr in die Hände der Gesellschaft, sind Volksvermögen. Demgemäß nur haben wir am Tage des Volksentscheides zu entscheiden als Sozialisten und Naturfreunde. Keine Fahrt am Entscheidungstage! Alle Kräfte angespannt für die Durchführung des Volksentscheides zum Sieg des Volkswillens!“



aus Fahrtgenoß (Zeitung der Naturfreunde Gau Brandenburg), 7. Jg., Juni 1926

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