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Atomausstieg selber machen: Einspruch gegen den Bau des AKW 2 Borssele

Mustereinwendung gegen Borssele 2

Einwendungen gegen das AKW Borssele 2 bis spätestens 12.1.2012 schicken an:

Bureau Energieprojecten
Inspraakpunt Tweede kerncentrale Borssele
Postbus 223
NL – 2250 AE Voorschoten
NIEDERLANDE

Einwendungen sind auch telefonisch möglich: +39-70 379 89 79

» Mustereinwendung im DOC-Format (44 kb)
» Vorlage für einen Abschiedsbrief an RWE (DOC-Format, 44 kb)

» Bekanntmachung zweites Kernkraftwerk Borssele (deutsch)
» Planungsunterlagen (niederländisch, z.T. englisch)

Mustereinwendung

Betreff: Einspruch gegen den Bau des AKW 2 Borssele

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erhebe ich Einspruch gegen den beantragten Bau des Atomkraftwerks Borssele 2. Zur Begründung:

Gesundheitsgefahren im Normalbetrieb

Bereits im sogenannten Normalbetrieb eines AKW wird Radioaktivität freigesetzt. In Deutschland dokumentierte 2007 eine Studie des Deutschen Kinderkrebsregisters im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz vermehrt Leukämiefälle bei Kleinkindern in AKW-Nähe. Aktuelle Recherchen aus dem Jahr 2011 ergaben, dass gravierend erhöhte Mengen radioaktive Isotope beim Brennelement-Wechsel freigesetzt werden. In einer 2010 veröffentlichten Studie des Helmholtz Zentrums München wurde nachgewiesen, dass in der Umgebung von AKW weniger Kinder geboren werden, vor allem weniger Mädchen. Das anomale Geschlechterverhältnis an AKW-Standorten in Deutschland, Belgien und der Schweiz ist signifikant. Gravierende Schäden werden auch durch den Uranabbau im Ausland verursacht.

Risiko Super-GAU

Atomenergie ist grundsätzlich unbeherrschbar und nicht mit den Grundrechten auf körperliche Unversehrtheit und Leben vereinbar. Gefahrenquellen sind Naturkatastrophen, Terroranschläge, Flugzeugabstürze, menschliches Versagen im Betrieb oder eine Verkettung unglücklicher Umstände. Die gesundheitlichen, ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen bei einem schweren Störfall sind in keiner Weise abschätzbar. Die traurigen Anhaltspunkte für ein Ausmaß eines solchen GAU bieten die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima.

Unvereinbarkeit mit der Energiewende

Der Ausbau der Atomenergie in den Niederlanden verträgt sich nicht mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Atomkraftwerke sind unflexibel und können nicht schnell an die flexible Stromproduktion durch erneuerbare Energien angepasst werden. Zudem werden durch Investitionen in ein AKW große Mengen Kapital gebunden, die bei den erneuerbaren Energien fehlen.

Wohin mit dem Atommüll?

Eine Lösung für die endgültige Lagerung von Atommüll gibt es in den Niederlanden bisher eben so wenig wie in Deutschland und der gesamten EU. Bevor diese Frage nicht geklärt ist, verbietet es sich weiteren Atommüll zu produzieren.

Verfahrensfehler

Ich protestiere hiermit auch gegen die gegen die mangelhafte Bekanntmachung, die viel zu kurze Auslegungsfrist und das Fehlen deutschsprachiger Unterlagen. Diese widerspricht der von der EU beschlossenen Aarhus-Konvention.

Bei einer Standortwahl in Zeeland würde diese Provinz für mich auch nicht mehr als Urlaubsgebiet in Frage kommen. Ich behalte mir vor, meinen Einspruch zu ergänzen und beantrage kostenlos und laufend persönlich über den Stand des Verfahrens informiert zu werden.

Mit freundlichen Grüßen,

[Unterschrift, Name und Anschrift]

» Mustereinwendung im DOC-Format (44 kb)
» Bitte schreiben Sie auch einen Abschiedsbrief an RWE, damit der Protest dort ankommt (Vorlage im DOC-Format, 44 kb)



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Der Castor rollt am 23.11. durch Berlin – Wir sagen Nein!

Am Mittwoch, den 23. November macht der Castor-Transport von campact Station in Berlin.Gemeinsam mit den NaturFreunden Berlin, Anti Atom Berlin und der BI Lüchow-Dannenberg und der BUND-Jugend wollen wir den Castor aufhalten.

 

Vom Pariser Platz aus wird sich der Transport begleitet von „Strahlenschutzexperten“ und „Schutzpersonal“ auf den Weg nach Gorleben machen. Doch immer wieder wird er von vielen Aktionsteilnehmer/innen zum Abbiegen gezwungen. Enden wird die Aktion mit einer Kundgebung vor dem Bundesumweltministerium.

Alle sind herzlich zur Aktion eingeladen!

 

  • Beginn: 10:00 Uhr, Brandenburger Tor, Pariser Platz
  • Abschlusskundgebung: ca. 11:30 Uhr, vor dem Bundesumweltministerium, Stresemannstraße 128-130

Unsere Demo wird sich in zwei Gruppen teilen: die Blockierer/innen und die Begleiter/innen des Castors.

Haben Sie Lust an Schauspiel und Verkleidung? Dann werden Sie zum Strahlenschutzexperten: verkleiden Sie sich selbst oder bekommen Sie von uns vor Ort Strahlenschutzanzüge, Atomfässer zum Rollen, Geigerzähler zum Strahlenmessen, Absperrband etc. Die Blockierer/innen bekommen Strohsäcke zum Sitzen und Protest-Schilder. Kommen Sie auch gerne mit selbst gemalten Bannern und Schildern oder bringen Sie ihr Demomaterial mit. Sie laufen dem Castor-Treck voraus und blockieren ihn und bringen ihn an den Abzweigungen immer wieder zum Abbiegen.

Bei jedem Tourstopp werden wir Unterschriften gegen ein Endlager in Gorleben auf einem zehn Meter hohen, aufblasbaren X sammeln. Das X steht für den Jahrzehnte langen Widerstand gegen den Castor rund um Gorleben. In Berlin, der letzten Station unserer Tour, soll es vor dem Umweltministerium in die Höhe ragen, wenn wir Herrn Röttgen zu einem Gespräch zur Endlagerproblematik einladen.

Die Aktion wird von Anti-Atom Berlin, der BUNDjugend Berlin und den Naturfreunden Berlin unterstützt.


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Anti-Atom-Koordination Berlin: Busse ins Wendland

 

Die Anti-Atom-Koordination Berlin organisiert wieder Busse zu den Castor-Protesten im Wendland. Wir fahren verschiedene Camps an und holen Euch auch nach den Protesten wieder in den Camps ab.

 

 

Karten für alle Busse gibt es bei:

 

 

NaturFreunde Deutschlands

Warschauer Str. 58 a

13351 Berlin

Öffnungszeiten: Mo – Fr. 8.00 bis 17.00 Uhr

 

Schwarze Risse im Mehringhof in Kreuzberg
Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin
Mo – Fr 10.00 – 18.30 Uhr
Sa 11.00 – 14.00 Uhr

Schwarze Risse in Prenzlauer Berg
Kastanienallee 85
10435 Berlin
Mo – Fr 11.00 – 19.00 Uhr
Sa 11.30 – 15.00 Uhr

 

Karten für die Demonstration am 26.11. gibt es:

 

Grüne Liga

Prenzlauer Allee 8
10405 Berlin-Prenzlauer Berg
Mo-Do 9.00-17.30 Uhr
Fr 9.00-15.00 Uhr

 

DIE LINKE Berlin

Kleine Alexanderstraße 28
10178 Berlin

Mo – Fr 10.00 – 18.00 Uhr

 

BUND Berlin

Crellestraße 35

10827 Berlin,

Mo-Fr 10-13 Uhr

Mo, Di, Do 14-17 Uhr

 

 

Kartenpreis: 16 Euro

 

Fahrkarten gibt es für:

 

Hinfahrt, Donnerstag, 24.11., 7.30 Uhr

Hinfahrt, Freitag, 25.11., 7.30 Uhr

Hinfahrt, Samstag, 26.11, 6.30 Uhr (Demonstration)

Rückfahrt, Samstag, 26.11., 17.30 Uhr (Rückfahrt Demonstration)

Rückfahrt, Sonntag, 27.11., 18.00 Uhr (genau: wenn der Castor durch ist!)

 

Info-Telefon: Uwe (NaturFreunde) – Tel. 0176-62015902


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X-tausenmal quer: PM: AKW Brokdorf 24 Stunden blockiert / “Es gibt keinen ungestörten AKW-Betrieb”

Nach 24 Stunden haben die Aktivistinnen und Aktivisten der Initiative X-tausendmal quer am Sonntagvormittag die Blockade des AKW Brokdorf beendet.

Eon ließ dreimal Tore von der Polizei räumen, um die am vergangenen Mittwoch begonnenen Revisionsarbeiten im AKW weiterführen zu können – die Aktivisten kehrten jedes Mal zurück. Bis zu 250 Menschen hatten an der gewaltfreien Sitzblockade teilgenommen.

“So wenig, wie es einen störungsfreien AKW-Betrieb gibt, gibt es einen ungestörten AKW-Betrieb”, sagte Luise Neumann-Cosel, Pressesprecherin von X-tausendmal quer. “Im AKW Brokdorf gab es seit 1986 bereits 210 meldepflichtige Ereignisse. Ein Super-GAU ist in jedem AKW jederzeit möglich. Deshalb versprechen wir: Wir werden keinen ungestörten AKW-Betrieb zulassen und weiterhin Zivilen Ungehorsam leisten.”

Die Blockade des AKW Brokdorf war ursprünglich für Pfingsten geplant. “Um der lange angekündigten Blockade zu entgehen, hatte Eon die Revision um eine Woche nach hinten verschoben – viele kamen trotzdem nach Brokdorf”, sagte Luise Neumann-Cosel. “Eon hat am Sonntagmorgen wegen uns einen Schichtwechsel vorgezogen – wir saßen trotzdem vor dem Tor. Diese Hartnäckigkeit der Anti-AKW-Bewegung sollten sich diejenigen vergegenwärtigen, die in den nächsten Wochen einem Weiterbetrieb der Atomkraftwerke bis ins Jahr 2022 zustimmen wollen.”

 


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Neue Qualität des Protestes: Gewaltfreie Sitzblockade am AKW Brokdorf / Unterstützerverbände äußern sich

Zahlreiche Organisationen unterstützen die am morgigen Samstag beginnende gewaltfreie Sitzblockade vor dem AKW Brokdorf und fordern einen konsequenten Ausstieg. Keinesfalls dürfe das AKW weitere zehn Jahre am Netz bleiben.

Im Folgenden begründen ausgewählte Unterstützerorganisationen ihre Beteiligung.

Thorben Becker, Energiereferent des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): “Ein Konsens unter den politischen Parteien ist noch längst kein gesellschaftlicher Konsens. Der BUND kämpft für einen möglichst schnellen Atomausstieg und beteiligt sich deshalb aktiv an der Blockade.”

Hendrik Paulitz, Atomexperte der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW): „Die Opposition muss jetzt darauf bestehen, dass die endgültige Stilllegung aller Atomkraftwerke durch eine Grundgesetzänderung abgesichert wird. Nur dadurch kann das erklärte Ansinnen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen vereitelt werden, künftigen Regierungen die Option der erneuten Laufzeitverlängerung zu ermöglichen.“

Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstandes der Naturfreunde: „Die Blockaden, die jetzt in Brokdorf stattfinden, stellen eine neue Qualität des Protestes dar. Jetzt beginnt der Kampf um ein möglichst schnelles Ende jedes einzelnen Reaktors.”

Gesine Agena, Sprecherin der Grünen Jugend: “Was die Bundesregierung vorlegt, ist kein Konsens, sondern ein schwarz-gelber Koalitionskompromiss. Als Grüne Jugend werden wir weiter auf der Straße aber auch innerparteilich für den schnellstmöglichen Ausstieg streiten.”

Sven Frye, Bundesvorsitzender der SJD – Die Falken: “Wir brauchen keine AKWs! Bei der Verlängerung der AKW-Laufzeiten ging es CDU, CSU und FDP nicht um Strom, sondern um die Profite der Energiekonzerne.”

Jutta Sundermann, Mitglied des Koordinierungskreises von Attac: “Die Atomkonzerne müssen endlich entmachtet werden. Der entschädigungsfreie und sofortige Ausstieg ist ohne weiteres zu rechtfertigen. Energiewende muss auch heißen, dass kleine, dezentrale Strukturen Vorrang haben vor den Begehrlichkeiten der Energieriesen.“

 

 

Hintergrund

Wegen der laufenden Revisionsarbeiten am AKW herrscht Hochbetrieb auf dem Gelände: viel mehr Fahrzeuge als sonst müssen die Tore passieren. Derweil sammeln sich Atomkraftgegnerinnen und -gegner im nahe gelegenen Camp und bereiten sich im Laufe des Tages mit Trainings auf die Blockaden vor. Für Samstagmorgen, 9 Uhr ist eine Demonstration zum AKW angekündigt. Der Schichtwechsel um 17 Uhr soll durch die Blockaden


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X-tausenmal quer: Schichtwechsel durch Räumung erzwungen – wir kommen wieder!

18.06.2011

Schichtwechsel durch Räumung erzwungen – wir kommen wieder!

Pünktlich zum geplanten Schichtwechsel um 17 Uhr hat die Polizei das Nebentor (am Deich) des AKW Brokdorf frei geräumt. An die 100 BlockiererInnen wurden weggetragen.

Pünktlich zum geplanten Schichtwechsel um 17 Uhr hat die Polizei das Nebentor (am Deich) des AKW Brokdorf frei geräumt. An die 100 BlockiererInnen wurden weggetragen. Etliche Busse mit Arbeitern für die Revision des AKW fuhren hinein – die Arbeiterinnen und Arbeiter mussten sich dazu zunächst im AKW Brunsbüttel sammeln, um dann als Schub auf das Gelände fahren zu können. Drinnen stieg dann die abgelöste Schicht ein. Was für ein Aufwand, um ein AKW weiter zu betreiben… Die Polizei wurde dabei von Regierung und AKW-Betreiber Eon zum Büttel wirtschaftlicher Interessen gegen die Sicherheitsinteressen der Bevölkerung gemacht.

Die Räumung erfolgte von der Polizei weitgehend gewalftrei durch Wegtragen. Allerdings wurde bei der Räumung des mit zwei Menschen besetzten Dixi-Häuschens ruppig vorgegangen. Da von den Aktivisten keinerlei Gewalt ausging, ist das unverständlich. Eine Aktivistin wurde von einem Tripod (dreibeiniges Rohrgestänge) ageseilt. Die Polizei nahm die Personalien aller Geräumten auf.

Mit großem Aufwand hat der Atomkonzern Eon den ersten Schichtwechsel seit Beginn der Blockade erzwungen. Die Blockade am Haupttor (Ostseite des AKW) steht weiter – und das Nebentor werden wir nicht frei lassen. Die AktivistInnen sind entschlossen – und der Zugang für neue MitblockiererInnen ist weiter offen.


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.ausgestrahlt fordert grünes “Nein” zu Merkels Atomkurs

.ausgestrahlt fordert grünes “Nein” zu Merkels Atomkurs

Offener Brief an Bündnis 90/Die Grünen

Offener Brief an den Bundesvorstand von Bündnis 90 / Die Grünen

Hamburg, den 5. Juni 2011

Lieber Bundesvorstand der Grünen

am Montag wollt Ihr beraten, wie Ihr Euch gegenüber den atompolitischen Vorstellungen der Bundesregierung positioniert.

Nach der neuesten Forsa­-Umfrage wollen 56 Prozent der Bevölkerung einen vollständigen Atomausstieg bis 2016 oder früher. Die Mehrheit will also einen schnelleren Ausstieg, als ihn selbst die Grünen fordern (2017) – aber in keinem Fall den Weiterbetrieb der letzten AKW bis 2022.

Wir fordern Euch nachdrücklich auf, der Atompolitik der Bundesregierung nicht zuzustimmen – und zwar aus folgenden Gründen:

1. Nach dem aktuellen Plan der Regierung sollen bis 2017 – dem Jahr, in dem nach grüner Vorstellung das letzte AKW vom Netz gehen soll, nur zwei von neun verbleibenden Reaktoren stillgelegt werden. Sieben laufen weiter, sechs davon noch vier oder fünf Jahre länger. Keines davon ist nach dem Bericht der Reaktorsicherheitskommission gegen Flugzeugabstürze gesichert. In jedem einzelnen kann jeden Tag die Kernschmelze eintreten.

2. Sechs AKW sollen damit noch mehr als zehn Jahre – über drei Bundestagswahlen hinweg – am Netz bleiben. Damit ist der Ausstieg nicht unumkehrbar, sondern das öffnet Tür und Tor für eine spätere Revision der jetzigen Beschlüsse.

3. Die Kanzlerin hat auf ihrer Pressekonferenz nach dem Gespräch mit den MinisterpräsidentInnen am Freitag erklärt, dass sie an der Regellaufzeit von 32 Jahren festhalten will und nicht – wie von Renate Künast kolportiert – auf 30 Jahre runtergehen wird.

4. Die Bundesregierung hat beschlossen, den Bau des Atommüll­Endlagers im dafür völlig ungeeigneten Salzstock Gorleben weiter voranzutreiben. Damit werden Tatsachen geschaffen, die es in Zukunft immer schwerer machen werden, Gorleben zu verhindern.

5. Es soll dabei bleiben, dass eines der besonders unsicheren AKW als sogenannte  „Kaltreserve“ in den nächsten beiden Wintern hochgefahren werden kann.

6. Die Senkung der Sicherheitsstandards in der Atomgesetznovelle wird nicht  zurückgenommen. Eine Verbesserung des Sicherheitsstandards durch die Übernahme des neuen Kerntechnischen Regelwerks wird nach wie vor nicht verwirklicht.

7. Die Bundesregierung hat sich Konsensgesprächen sowohl mit den Grünen als auch mit den Umweltverbänden verweigert.

All dies zeigt, dass die Kriterien für eine Zustimmung, die Ihr vor wenigen Tagen selbst aufgestellt habt, nicht erfüllt werden. Damit kann es kein grünes „Ja“ geben.

Es würde die Glaubwürdigkeit der Grünen extrem beschädigen, wenn sie all dies mittragen. Ihr sagt von Euch, Ihr seid die Anti­-Atom­-Partei. Doch bei einer Zustimmung droht den Grünen das Schicksal einer bekannten Steuersenkungspartei, die die Erwartungen ihrer WählerInnen nicht
erfüllen konnte.

Die Grünen müssen nicht springen, nur weil Rainer Brüderle ein Stöckchen hinhält.

Die Auseinandersetzung um die Atomenergie wird weitergehen, alleine schon deshalb, weil die großen Stromkonzerne in den nächsten Jahren alles dafür tun werden, dass ihre Gelddruckmaschinen doch noch länger in Betrieb bleiben können. Wir werden deshalb weiter auf der Straße gegen den Weiterbetrieb der AKW demonstrieren, auch weil die Risiken bis 2022 nicht kleiner werden, sondern in alternden Anlagen immer größer. Auf welcher Seite werdet Ihr dann stehen?

Mit dem rot­grünen Atomkonsens gab es ein tiefes Zerwürfnis zwischen Grünen auf der einen und Bürgerinitiativen und Umweltverbänden auf der anderen Seite. In den letzten Jahren habt Ihr Euch als Oppositionspartei wieder als Teil der Anti­-AKW­Bewegung verstanden, habt mit uns gemeinsam demonstriert und unsere Forderungen geteilt. Die Spaltung konnte weitgehend überwunden werden. Wir fordern Euch auf: Setzt diese Gemeinsamkeit nicht erneut aufs Spiel!

Nur wenn wir alle Kräfte bündeln, können wir einen schnelleren Ausstieg durchsetzen.

Mit sonnigen Grüßen

Jochen Stay
(Sprecher von .ausgestrahlt)


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Einladung „Castor? Schottern! 2.0“ bundesweites Vorbereitungstreffen

+++ Einladung „Castor? Schottern! 2.0“ bundesweites Vorbereitungstreffen

vom 15.-17. Juli im Wendland +++

Wir sind Menschen aus verschiedenen Städten und politischen Strömungen, die im letzten Herbst die Kampagne “Castor? Schottern!” organisiert haben. Wir wollen im November an die Erfahrungen anknüpfen und bereiten den zweiten Anlauf vor. Wir werden nicht alles anders, aber manches besser machen.

Unser Ansatz ist weiterhin, massenhaft einen Schritt vom symbolischen Protest zum gemeinsamen konkreten Widerstand zu gehen. Wir sehen uns nicht als Ersatz, sondern als eine Ergänzung zu den verschiedenen
Protest- und Widerstandsformen, die es im Wendland gibt und zu denen wir uns solidarisch verhalten.

Das Ziel unserer Aktion “Castor? Schottern!” ist es, am Tag X die Schiene im Wendland zu schottern (also die Schottersteine aus dem Gleisbett zu entfernen), sie damit und anderen kreativen Aktionen unfahrbar zu machen. Im Vorfeld wollen wir mit einer großen Kampagne sichtbar und offen die Notwendigkeit und die Legitimität für eine solche Aktion deutlich machen. In möglichst vielen verschiedenen Städten wollen wir unsere Aktionsidee offensiv bewerben, sowie zur Bildung von Bezugsgruppen anregen, die am Tag X gemeinsam und koordiniert agieren.

Der Widerstand gegen den Castor-Transport ins Wendland wird im November stattfinden unter dem Eindruck des Multi-GAUs in Fukushima, der vielen erneut vor Augen geführt hat, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist. Er steht aber auch im Kontext des sich abzeichnenden Allparteienatomkonsens, an dem die konservativ-liberale Regierung gerade bastelt. Es geht im Herbst am Kristallisationspunkt CASTOR ganz entscheidend darum, ob sich die Anti-Atom-Bewegung durch diesen, wie es jetzt überall heißt, „echten Konsens“ befrieden lässt oder nicht. Das wird ein zähes Ringen. Ein Kommentar der taz macht deutlich, worum es im Herbst geht: „Die Ethikkommission hat recht: Es ist an der Zeit, diesen Konflikt zu beenden – und es sieht so aus, als hätten die Atomkraftgegner gesiegt.“

Auch wenn die Stilllegung von acht Atomreaktoren ein erfreuliches Ereignis ist: Wir sind noch lange nicht fertig und noch lange nicht zufrieden. Wir werden weiter für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen kämpfen und versuchen, ganz andere (Energie-)Verhältnisse durchzusetzen. Wir warten nicht auf die nächste Kommission, wir schottern. Und diesmal richtig.

Zum bundesweiten “Castor? Schotter!” Treffen vom 15. bis zum 17. Juli laden wir euch hiermit herzlich ein. Dort sollen die nächsten Schritte der Kampagne geplant werden.

Wir würden uns freuen, wenn ihr an unserem Treffen teilnehmt!

Bitte meldet euch an, damit wir ungefähr wissen, mit wie vielen Menschen wir planen können. Genauere Infos zum Tagungshaus bekommt ihr nach der Anmeldung. Für Übernachtung und Verpflegung soll jede/r soviel zahlen, wie er/sie kann – an Geld soll die Teilnahme nicht scheitern.
Für Anmeldung, Nachfragen und Anregungen stehen wir unter mail-an-castor-schottern@riseup.net zur Verfügung.

Bis zum Juli!
Die Kampagne “Castor? Schottern!”


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NaturFreunde: Strombörse abschaffen – Spekulation eindämmen


Berlin, 17. Juni 2011 – „Darf die Strombörse in Leipzig (EEX) eine Zukunft haben, obwohl sie ein Instrument der Spekulation ist“, fragt der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands Michael Müller anlässlich der aktuellen Behandlung zahlreicher Gesetze zur Energiepolitik in Bundestag und Bundesrat. „Die Spekulation mit den Strompreisen nimmt durch überschüssiges Kapital zu, die Folge sind zunehmend Preissteigerungen. Die Strombörse muss abgeschafft werden!“

Die Strombörse in Leipzig (EEX) ist ein organisierter Markt ähnlich einer Wertpapierbörse, gehandelt wird aber Strom. Theoretisch soll durch die Bündelung von Angebot und Nachfrage eine hohe Liquidität erreicht werden und der geregelte Handel ein Vergleichsinstrument schaffen, um Transaktionskosten zu senken.

 

Immer kurzfristigere Verträge

„Diese Strombörse ist eine Folge der Liberalisierung der europäischen Elektrizitätsmärkte“, so Müller. „Obwohl es statt langfristiger Bindungen immer mehr kurzfristige Verträge gab, ist die Bundeskanzlerin voll des Lobes, bezeichnet die EEX sogar als ‚Energiegeschichte‘. Erneut hat sie die Dimension spekulativer Prozesse nicht erkannt, die der Augsburger Juraprofessor Thomas Möllers eine „Aura der Gesetzlosigkeit“ genannt hat.“

Die dunkle Seite der Börse sei spätestens seit dem Enron-Skandal bekannt, führt Müller weiter aus. Durch manipulative Eingriffe kam es zu Kunstzahlen und schließlich zu Engpässen durch spekulative Strompreise. Auch in Deutschland habe es im Jahr 2005 Vermutungen gegeben, dass große Energiekonzerne die Preise an der EEX künstlich beeinflussen würden, schließlich unterliege diese Börse keiner behördlichen Aufsicht. Von daher habe es im Jahr 2007 ein Kartellverfahren gegen E.on gegeben, bis heute aber weder eine Verschärfung der Aufsicht, noch eine Verbesserung bei der Veröffentlichungspflicht.

 

Gravierende gesamtwirtschaftliche Folgen

„Tatsächlich ist die deutsche Stromspotbörse im Jahr 2009 ‚Offshore‘ gegangen und hat sich bei Stromlieferungen innerhalb Deutschlands der Aufsicht entzogen. Die Preisverzerrungen nehmen zu, die gesamtwirtschaftlichen Folgen sind gravierend, zumal sich die Preise der Strompreisspotbörse auch auf den außerbörslichen Stromhandel und die Terminmärkte auswirken. Diese Problematik ist der Bundeskanzlerin bekannt, aber sie reagiert nicht“, so Michael Müller, der in der letzten Legislaturperiode auch als Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium tätig war.

 

Zunehmend spekulative Preisbildung

„Insider gehen davon aus, dass zunehmend spekulative Elemente in die Preisbildung einfließen. Das darf nicht hingenommen werden. Gerade nach den Erfahrungen der Finanzkrise muss die Politik Konsequenzen ziehen und jede Form der Spekulation stoppen. Die NaturFreunde Deutschlands fordern deshalb, das Projekt Strombörse zu beenden. Sie ist ein Instrument des Neoliberalismus und darf keine Zukunft haben. Stattdessen muss verstärkt daran gearbeitet werden, die Spekulationen mit Energie, Rohstoffen und Nahrungsmitteln zu beenden. Die Abschaffung der Strombörse wäre ein guter Schritt in diese Richtung.“

 


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X-tausendmal quer: …kommt alle nach Brokdorf!

Liebe Aktivistinnen und Aktivisten,

jetzt geht es los! Und wir verlieren auch keine langen Worte mehr,  wir wissen alle worum es geht…

…kommt alle nach Brokdorf!

- Heute: Beginnt das Aktionscamp
- Morgen: Aktionsvorbereitung im Camp mit Aktionstrainings und
Sprecher_innenräten
- Samstag und Sonntag: BLOCKADE!

- Aktuelles vom Camp
Der Campaufbau ist quasi abgeschlossen. Heute kommt als letztes noch  das große Zirkuszelt – sprich wer heute Nachmittag noch anreist, kann  mit beim Aufbauen helfen. Die Küche ist auch am Start und für  Verpflegung ist gesorgt. Aktuelle Fotos vom Campplatz, eine Info-  Karte von der Umgebung und einen Zeitplan vom Camp findet ihr hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=109

- Was ihr mitnehmen solltet – kleine Packliste  Wir sind quasi an der Nordsee und da kann es auch mal windig, kühl und  regnerisch sein. Bitte denkt daran entsprechende Kleidung mitzunehmen.
Ganz wichtig ist natürlich für heiße Sonnentage (fettfreie) Sonnencreme  und Sonnenschutz, sowie Wasserflaschen (keine Glasflaschen). Wenn ihr  noch mal genau nachschauen wollt, was Mensch auf eine Aktion mitnehmen  sollte und was lieber nicht, dann findet ihr hier eine ausführliche
Packliste:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=111

– Wie soll unsere Blockade aussehen?
Mit einer oder mehreren Sitzblockaden werden wir uns auf den  Zufahrtstrassen zum AKW Brokdorf niederlassen — frei nach dem Motto:
“Wir kommen, um zu bleiben!”. Damit senden wir nicht nur ein Zeichen  an die Atomkonzerne und an die Angestellten im AKW, sondern über die  breite mediale Öffentlichkeit an die Politiker_innen und Regierende.
Welches Bild dabei von uns und unserer Aktion vermittelt wird, dass  gestaltet jedeR Einzelne von uns mit.
Trotz des ernsten politischen Anspruches, den wir haben, wollen wir  es uns auf der Straße auch gemütlich machen. Damit die Blockade unsere  Ziele und Grundhaltung ausstrahlt, ist eure Phantasie gefragt: Was  macht eine gelungene Aktion aus? Wie könnt ihr einzeln oder als  Bezugsgruppe die Aktion mitgestalten? Ein paar Assoziationen dazu:
Straßentheater, Kreidemalerei, Spielsachen, eine Endlager suche vor  Ort, Workshops, Musik und Tanz… und jetzt Ihr!

- Aktuelle Informationen von der Blockade (Blog und Twitter)  Vor, während und nach der Aktion werden wir euch im Blog auf unserer  Startseite und auch via Twitter auf dem Laufenden halten:
www.twitter.com/xquer

– Anreise
Wer mit der Bahn anreist, fährt am besten über Hamburg-Altona nach  Glückstadt (alle 30 – 60 min. Fahrtzeit: ca. 30 min). Von Glückstadt  aus wird es ab Donnerstagabend durchgehend bis einschließlich Samstag  in regelmäßigen Abständen Shuttles zum Camp geben. Am Sonntag werden  wir ab dem späten Nachmittag wieder zurück shutteln, vom Camp zum  Bahnhof in Glückstadt. Am Bahnhof in Glückstadt wird es einen Infopunkt  von uns geben,der die gesamte Zeit besetzt sein wird. Außerdem gibt es  ein Camp-Infotelefon, bei dem ihr euch im Fall der Fälle melden könnt:
0152/56366944
Alle weiteren Informationen zur Anreise findet ihr hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=110

– Mit der Bitte um eine Spende
Wir setzen ein Zeichen, mit einer großen gewaltfreien Sitzblockade vor  dem Atomkraftwerk Brokdorf. Wir werden auf der Strasse sitzen, um  deutlich zu machen, dass alle AKW abgeschaltet werden müssen. Und zwar  jetzt und für immer. Dafür haben wir viel Zeit, Engagement, Kreativität  und auch einiges an Nerven investiert. Viele Menschen haben uns bei  unserer Arbeit mit großen und kleinen Spenden unterstützt. Dies ist  leider auch weiterhin notwendig, um die angefallen Kosten zu decken.
Zudem haben wir dieses Jahr nocht viel vor: mit gorleben365 entsteht  eine Dauerblockade vor dem brüchigen Salzstock und auch der nächste  Castor-Transport ist bereits für November angekündigt:

Unser Aktionskonto:
X-tausendmal quer
Konto 24 42 28 03
BLZ 258 619 90
Volksbank Clenze

Hinweis: wir sind selten gemein, meistens nützlich, aber nicht  gemeinnützig – weshalb wir keine Spendenbescheinigungen ausstellen  können. Vielleicht ein Grund mehr uns zu unterstützen.

Damit endlich Schluss ist mit der Atomkraft!

Deine Koordinationsgruppe von X-tausendmal quer  https://www.x-tausendmalquer.de


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NaturFreunde: Für den sofortigen und endgültigen Atomausstieg

 

Für den sofortigen und endgültigen Atomausstieg
8.6.2011 | Stellungnahme der NaturFreunde Deutschlands zur Änderung des Atomgesetzes

Stellungnahme der NaturFreunde Deutschlands bei der öffentlichen Anhörung des Ausschusses des Deutschen Bundestages für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit am 08.06.2011 zum Thema „Änderung des Atomgesetzes/Energiewende“

vorgetragen von Hans-Gerd Marian, Bundesgeschäftsführer der NaturFreunde Deutschlands

Für den sofortigen und endgültigen Atomausstieg

Vorbemerkung:
Die NaturFreunde weisen seit mehr als dreißig Jahren darauf hin, dass mit der Nutzung der Atomkraft unbeherrschbare Risiken verbunden sind. Für die NaturFreunde Deutschlands stellt der Betrieb von Atomkraftwerken einen grundgesetzwidrigen Tatbestand dar. Schon weil die Entsorgung nicht gesichert ist, dürfte es für kein Atomkraftwerk eine Betriebsgenehmigung geben. Deshalb fordern wir den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Der Atomausstieg muss durch eine Änderung des Grundgesetzes abgesichert werden, indem im Grundgesetz ein verankerter Stichtag festgelegt wird, ab dem in Deutschland keine Kernkraftwerke mehr betrieben werden dürfen. Gleichzeitig muss auch der Export von Atomtechnik grundgesetzlich verboten werden.

Als Teil des Atomausstiegs sollte der Deutsche Bundestag die Bundesregierung beauftragen, sich auf europäischer Ebene für die Auflösung des Vertrags zur Gründung der
Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) einzusetzen. Die NaturFreunde unterstützen die Forderung nach einem neuen europäischen Vertrag zur Einrichtung einer
„Europäischen Gemeinschaft zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeinsparung“.

Positiv bewerten die NaturFreunde die geplante Festlegung eines befristeten festen Enddatums für die Nutzung der Atomenergie zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität in Deutschland. Das vorgesehene Enddatum zum 31. Dezember 2022 ist jedoch nicht akzeptabel. Die NaturFreunde fordern die sofortige und endgültige Stilllegung aller zurzeit abgeschalteter AKW und aller AKWs, die in erdbebengefährdeten Gebieten liegen. Die verbleibenden AKW können und müssen nach einem gesetzlich fixierten Stufenplan bis spätestens 2014 stillgelegt werden. Aufgrund der bestehenden Kraftwerksstruktur, ist ein vollständiger Ausstieg aus der Atomenergie bis spätestens zu diesem Zeitpunkt möglich.

Auch dieser Übergangszeitraum birgt hohe Gefahrenpotentiale, da weder die älteren noch die neueren Atomkraftwerke gegen den Absturz eine Passagierflugzeuges oder gar einem Terrorangriff geschützt sind.

 

*: Für den sofortigen und endgültigen Atomausstieg
Naturfreunde-Stellungnahme*: PDF-Download: 102,45 KB
< hier downloaden >

Entwurf für ein „Dreizehntes Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes

§ 7 Absatz 1 a Satz 1 und 2:
Die im Entwurf für ein „Dreizehntes Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes“
in § 7 Absatz 1a Satz 1 und 2 in den Punkten 2 bis 6 aufgezeigten Berechtigungszeiträume „zum Leistungsbetrieb einer Anlage zur Spaltung von Kernbrennstoffen“  halten die NaturFreunde für nicht akzeptabel.

In Punkt 1 werden die AKWs Biblis A, Neckarwestheim 1, Biblis B, Brunsbüttel, Isar 1, Unterweser, Philippsburg 1 und Krümmel, mit Annahme des Gesetzes abgeschaltet. Dies begrüßen die NaturFreunde ausdrücklich.

In Punkt 2 wird mit Ablauf des 31. Dezember 2015 für das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld die Abschaltung festgelegt. Diesen Zeitraum halten wir aufgrund der akuten Sicherheitsmängel von Grafenrheinfeld für nicht akzeptabel und fordern die sofortige Stilllegung des Atomkraftwerks.

In Punkt 3
wird mit Ablauf des 31. Dezember 2017 für das Atomkraftwerk Gundremmingen B die Stilllegung vorgesehen. Diesen Zeitraum halten wir für nicht zu verantworten, da Gundremmingen B in einem erdbebengefährdeten Gebiet liegt und fordern die sofortige Stilllegung des Atomkraftwerkes.

In Punkt 4
wird mit Ablauf des 31. Dezember 2019 für das Atomkraftwerk
Philippsburg 2 die Stilllegung vorgesehen. Diesen Zeitraum halten wir für nicht zu verantworten, da Philippsburg 2 in einem erdbebengefährdeten Gebiet liegt und fordern die sofortige Stilllegung des Atomkraftwerkes.

In Punkt 5 wird mit Ablauf des 31. Dezember 2021 für die Atomkraftwerke
Grohnde, Gundremmingen C und Brokdorf die Stilllegung vorgesehen. Diese Zeiträume halten wir für nicht zu verantworten. Gundremmingen C liegt  in einem erdbebengefährdeten Gebiet und ist deshalb sofort stillzulegen. Die Atomkraftwerke Grohnde und Brokdorf müssen spätestens 2014 stillgelegt sein.

In Punkt 6 wird mit Ablauf des 31. Dezember 2022 für die Atomkraftwerke
Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 die Stilllegung vorgesehen. Diese Zeitraum halten wir für nicht zu verantworten. Neckarwestheim 2 liegt  in einem erdbebengefährdeten Gebiet und muss deshalb sofort stillgelegt werden. Die Atomkraftwerke Emsland und Isar 2 müssen spätestens 2014 stillgelegt sein.

§ 7 Absatz 1e
Der vorgesehene Reservebetrieb eines in Absatz 1a Satz 1 Nummer 1 genannten Atomkraftwerke halten die NaturFreunde für nicht akzeptabel und sicherheitstechnisch nicht verantwortbar. Der vorgesehene Reservebetrieb ist aus dem Gesetzesentwurf zu streichen.

Begründung:
Die Behauptung, „auch nach den schwerwiegenden Ereignissen in Japan ist es zum jetzigen Zeitpunkt aus Gründen der Versorgungssicherheit, des Klimaschutzes und einer preiswürdigen Energieversorgung nicht möglich, sofort gänzlich auf die Nutzung der Kernenergie zu verzichten“ ist falsch.

Ein endgültiger Ausstieg aus der Atomenergieerzeugung bis 2014 ist ohne technische Probleme möglich. In Deutschland gibt es derzeit völlig überdimensionierte Kraftwerkskapazitäten, die es möglich machen, elf der siebzehn Atomkraftwerke sofort stillzulegen. Hierdurch wird in keiner Weise die Versorgungssicherheit gefährdet oder eine preiswerte Energieversorgung erschwert. Die hierdurch wegfallenenden Erzeugungskapazitäten können durch die bestehenden Überkapazitäten, Reserven im Kraftwerkspark und die bereits geplante Kraftwerkszubauten den Ausstieg aus der Atomenergie im Ganzen kompensieren. Auch die Behauptung, dass durch einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie der Klimaschutz gefährdet würde, ist nicht haltbar. Die bisherige Planung der Stromversorgung wurde einseitig am Bau von fossilen Großkraftwerken orientiert. Eine solche Ausrichtung der Stromversorgung ist mit einer nachhaltigen Stromversorgung in Zukunft nicht mehr vereinbar. Vielmehr eröffnen abgeschaltete Atomreaktoren die Möglichkeit in den Verteilernetzen schneller und offensiver Strom aus erneuerbaren Energien aufzunehmen. So kann durch die Abschaltung der Atomkraftwerke Brunsbüttel, Krümmel und Unterweser notwendige Kapazitäten in den Verteilernetzen für die Einspeisung von Strom aus Offshore-Windparks geschaffen.

Auch die Behauptung, dass aus Gründen der Versorgungssicherheit ein weiterer Betrieb von Atomkraftwerken notwendig sei, ist falsch. Zurzeit sind im bestehenden Kraftwerkspark Kapazitäten von mindestens 8.700 MW verfügbar. Darüber hinaus können aus der „Kaltreserve“ innerhalb kürzester Zeit Kraftwerkskapazitäten von mehr als 2.500 MW für die
Stromproduktion verfügbar gemacht werden. Hierdurch kann die Abschaltung der ersten 11 Atomkraftwerke ohne technische Probleme und ohne Gefahren für die Versorgungssicherheit durchgeführt werden.

Gleichzeitig unterstützen die NaturFreunde die Forderung nach einem schnellstmöglichen Bau der bereits geplanten Offshore-Windparks und zur Sicherstellung einer schnell einsatzfähigen, flexiblen Stromerzeugung den Bau der geplanten Gas-Kraftwerke. Vordringlich halten die NaturFreunde jedoch einen Ausbau von dezentralen Onshore-Windkraftanlagen in Deutschland für notwendig. In allen Bundesländern müssen ausreichende Vorrangflächen für die Nutzung der Windenergie von mindestens zwei Prozent der Landesfläche ausgewiesen werden. Genehmigte Windparks müssen auch unverzüglich gebaut werden, sonst muss die Genehmigung nach spätestens einem Jahr an andere Investoren übertragen werden können.

Nach den bereits genehmigten Plänen der Energieerzeugungsunternehmen sind bereits heute Gas- und Kohlekraftwerke mit einer Leistung von über elf Gigawatt in Bau und gehen in den kommenden drei Jahren ans Netz. Nach jetzigen Planungen sollen in den nächsten Jahren zehn Offshore-Windparks und zwanzig neue Erdgaskraftwerke ans Netz gehen.

Würde in Kauf genommen, dass auch einige fossile Kraftwerke wenige Jahre länger als geplant am Netz bleiben, würden alleine durch diese Maßnahmen ein Netto-Zuwachs an Kraftwerkskapazitäten erzielt, der die Abschaltung der verbleibenden Atomkraftwerke in zwei Jahren möglich macht.

In Realität sind für einen Ausstieg aus der Atomenergie und für die Gewährleistung von Versorgungssicherheit jedoch weniger Kohlekraftwerke notwendig, als sich derzeit im Bau befinden. Besonders klimaschädliche Braunkohlekraftwerke wie Neurath und Boxberg dürfen deshalb nicht mehr ans Netz gehen. Auf die bereits in Bau befindlichen Steinkohlekraftwerke wie Moorburg und Datteln könnte verzichtet werden. Für eine Übergansperiode wäre eine Inbetriebnahme nur hinnehmbar, wenn bei Inbetriebnahme dieser Kraftwerke alte Kohlekraftwerke mit entsprechender Leistung stillgelegt werden. Diese wenigen Beispiele zeigen, dass ein Atomausstieg bis spätestens 2014 realisierbar ist.

Werden die Forderungen der Umweltverbände nach einer deutlichen Beschleunigung der Energiewende durch die Politik endlich umgesetzt, ist auch ein sofortiger Atomausstieg möglich. Eine zentrale Voraussetzung hierfür ist die schnelle und drastische Senkung des Stromverbrauchs.

Völlig inakzeptabel ist die Feststellung im Begründungstext des Gesetzesentwurfs: „Die Reaktor-Sicherheitskommission kommt dabei zu dem Ergebnis, dass die deutschen Anlagen einen hohen Robustheitsgrad aufweisen und im Hinblick auf die Ereignisse in Fukushima hinsichtlich der Stromversorgung und der Berücksichtigung externer Überflutungsereignisse für deutsche Anlagen eine höhere Vorsorge festzustellen ist.“

So unzureichend die RSK-Prüfung in der kurzen Frist nur sein konnten, so belegt sie doch das ernsthafte Restrisiko der Folgen eines Flugzeugabsturzes mit dem Grundsatz „Sicherheit zuerst“ unvereinbar ist. Auch hat es allein in den deutschen Atomkraftwerken seit 1965 über 5.800 meldepflichtige Störfälle gegeben.

Fazit:
Die NaturFreunde unterstützen die Forderung, nach sofortiger und auf Dauer sichergestellter Stilllegung der sieben ältesten AKWs (Biblis A, Biblis B, Brunsbüttel, Isar 1, Krümmel, Neckarwestheim 1, Philippsburg 1, Unterweser). Das AKW Neckarwestheim 2 sowie die AKWs Gundremmingen B und C sind sofort stillzulegen, da sie in erbebengefährdeten Gebieten liegen.

Alle Behauptungen, durch diese Stilllegung könnten Stromlücken entstehen, sind falsch. Die Jahreslastpläne zeigen deutlich, dass wir keine Stromlücke haben, wohl aber Regional- und Klimaprobleme, auch weil die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg den Ausbau der erneuerbaren Energie deutlich vernachlässigt haben. Deshalb brauchen wir neben dem Zubau der erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen auch flexible Gaskraftwerke von rd. 5.000 MW. Sie sollten eventuelle regionale Spitzenlasten für einen Übergangszeitraum auffangen. Die Forderung, eine Kaltreserve über Kernkraftwerke vorzuhalten ist technisch Unsinn und ethisch aufgrund wesentlich höherer Risiken nicht zu verantworten.

Ausblick:
Energieeinsparung und Energieeffizienz sind das Gebot der Stunde, unsere Gesellschaft sollte den Energieverbrauch pro Kopf auf weniger als ein Drittel der heutigen Verbrauchswerte senken.

Ein „Weiter so“ im Sinne der traditionellen Versorgungswirtschaft darf es nicht geben. Die Brücke ins Solarzeitalter ist die Effizienzrevolution. Sie ist möglich, denn energietechnisch betrachtet, weist der bisherige Verbrauch gewaltige Energieverluste auf. Sie belaufen sich auf rund 25 Prozent im Umwandlungssektor, auf ca. ein Drittel bei der Wandlung von der End- in die Nutzenergie, dort wiederum auf bis zu 35 Prozent. Nach den Gesetzen der Thermodynamik erreichen die Verluste bis zu 80 Prozent, vor allem im Wärmebereich, bei den Antriebstechniken und den Hochtemperaturprozessen.

Die entscheidende Voraussetzung ist die Anerkennung der Energie- und Ressourceneffizienz als Produktivitätsfaktor. Wenn sie gesteigert wird, sind Energiepreise und Energiekosten zwei Paar Schuhe. Höhere Energiepreise kommen dem Nachfrager bei einem sehr viel geringeren Verbrauch sogar insgesamt gesehen billiger.

Unsere Vision ist die 2.000-Watt-Gesellschaft, die wir in den nächsten Jahrzehnten bei einem Gewinn an Lebensqualität erreichen wollen. Derzeit liegt der Verbrauch in Deutschland im Schnitt bei mehr als 6.500 Watt. Die Umsetzung erfordert eine Vielzahl von Maßnahmen wie

>
Fortentwicklung des Erneuerbaren-Energien-Gesetz mit der Zielstellung, bis 2020 die Hälfte des Energieverbrauchs aus Erneuerbaren zu bestreiten;
> Ausbau der Windkraft mit Priorität auf Onshore statt Offshore;
> Erneuerbares Wärmegesetz mit einem massiven Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und ein Wärmenutzungsgebot;
> eine Kraftstoffstrategie und der Umbau des Verkehrssystems für ein „weg vom Öl“;
> dauerhafte Förderung der energetischen Sanierung des Gebäudebestands und eine Verdreifachung des Mittelansatzes;
> Schaffung eines Effizienzfonds;
> Einbringung eines Effizienz- und Einsparprogramms in allen Energienutzungsbereichen;
> Fortentwicklung der Öko-Steuer;
> Umsetzung eines fairen Netzzugangs und einer wirksamen Anreizregulierung;
> Ausstieg aus der Verbundwirtschaft und Umbau der Energieversorgung von zentraler auf dezentrale Energieerzeugung;
> Ausbau einer Bildungs- und Beratungsinfrastruktur für eine nachhaltige Energieversorgung.

Innovationen sind nicht nur ein ökonomischer, sondern immer auch ein gesellschaftlicher Vorgang. Auf allen Ebenen existieren große Möglichkeiten für eine intelligentere Nutzung von Energien und Rohstoffen, die aber nur in einer Gemeinschaftsanstrengung genutzt werden können.

Deshalb weist der Vorschlag der Ethikkommission zur Schaffung eines „Gemeinschaftswerkes“ in die richtige Richtung.

Schon mit bewährten Mitteln lassen sich die Kosten in kurzer Zeit um 20 bis 30 Prozent senken. Zugleich können im großen Umfang neue und qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Unser Land wäre führend bei der Basistechnologie des 21. Jahrhunderts.

Das ist eine große Vision der NaturFreunde. Die Steigerung der Energie- und Rohstoffeffizienz würde nicht nur den Druck auf die Lohnkosten senken, sondern Material, Kilowattstunden und Abfall arbeitslos machen und nicht Menschen.

Berlin, den 08.06.2011
NaturFreunde Deutschlands
Bundesvorstand
Hans-Gerd Marian
Bundesgeschäftsführer


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Greenpeace: Wiederanfahren von AWK Biblis inakzeptabel

Kommentar

 

 

An die Nachrichtenagenturen

 

Berlin 15. Juni 2011 – Das heutige Auslaufen des Atom-Moratoriums kommentiert Tobias Münchmeyer, Energieexperte von Greenpeace:

„Das Moratorium war ein erster wichtiger Schritt zur Stilllegung der acht alten Schrottreaktoren. Allerdings war es mit drei Monaten zu kurz bemessen wie die Drohungen von RWE, Altmeiler wieder in Betrieb zu nehmen, zeigen.

 

Sollte RWE-Boss Jürgen Grossmann jetzt tatsächlich das AKW Biblis erneut hochfahren, würde er die Bevölkerung einem unzumutbaren Sicherheitsrisiko aussetzen. Das Wiederanfahren von Reaktoren, die drei Monate lang stillgestanden haben, würde die Menge an Radioaktivität und die Wärmeleistung im Reaktorkern drastisch erhöhen. Das wäre unnötig und nach Fukushima inakzeptabel.“

Für Rückfragen erreichen Sie Tobias Münchmeyer unter Tel. 0151-145 33073. Internet: www.greenpeace.de.


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X-tausendmal quer: Kommt alle nach Brokdorf! – 16. bis 19. Juni

Liebe Aktivistinnen und Aktivisten,

wir ihr wisst, wurde die Revision des AKW Brokdorf wegen den  angekündigten Blockaden um eine Woche verschoben. Doch die  Anti-AKW-Bewegung lässt sich nicht austricksen. Deshalb finden die  von X-tausendmal quer vorbereiteten und von vielen Organisationen  unterstützten gewaltfreien Sitzblockaden in Brokdorf eine Woche  später statt.
Brokdorf und acht andere AKW sollen noch viele Jahre weiterlaufen,  die meisten noch mehr als zehn Jahre. Dieses unkalkulierbare Risiko  wollen wir nicht hinnehmen und leisten deshalb gewaltfreien Widerstand!
In Brokdorf wird sich mit entscheiden, welche Deutung sich in der  Öffentlichkeit durchsetzt. Entweder „Der Streit um die Atomkraft geht  unvermindert weiter“ oder „Jetzt da der Ausstieg kommt, geht kaum noch  jemand auf die Straße“. Unsere Antwort ist klar: Wir werden nicht  ruhen, bis auch der letzte Atomreaktor endgültig stillgelegt ist!

Kommt alle nach Brokdorf! – 16. bis 19. Juni

- Donnerstag: Beginn des Aktionscamps
- Freitag: Aktionsvorbereitung im Camp mit Aktionstrainings und
Sprecher_innenräten

- Samstag und Sonntag: Blockade

- Anreise
Wer mit der Bahn anreist, fährt am besten über Hamburg-Altona nach  Glückstadt (alle 30 – 60 min. Fahrtzeit: ca. 30 min). Von Glückstadt  aus wird es ab Donnerstagabend durchgehend bis einschließlich Samstag  in regelmäßigen Abständen Shuttles zum Camp geben. Am Sonntag werden  wir ab dem späten Nachmittag wieder zurück shutteln, vom Camp zum  Bahnhof in Glückstadt. Am Bahnhof in Glückstadt wird es einen Infopunkt  von uns geben,der die gesamte Zeit besetzt sein wird. Außerdem gibt es  ein Camp-Infotelefon, bei dem ihr euch im Fall der Fälle melden könnt:
0152/56366944
Alle weiteren Informationen zur Anreise findet ihr hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=110

- Unser Aktionscamp
Wir haben einen wunderschönen Campplatz in Sichtweite und nur ca. 3km  vom Aktionsstandort, dem AKW Brokdorf, entfernt. Auf dem Camp findet  ihr alle notwendige Infrastruktur: Gruppenzelte zum Übernachten (wobei  eure eigenen Zelte sehr willkommen sind), Toiletten, sanitäre  Einrichtungen, etc. Lecker verpflegen wird uns die Aktionsküche:
“Brokdorfer Küchenkollektiv”. Die genaue Adresse und eine Karte auf  unserer Webseite:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=109

- Email weiterleiten – mobilisieren!
Durch die Verschiebung können nun einige Leute, die sich extra  Pfingsten frei genommen, aber das kommende Wochenende verplant haben,  nicht teilnehmen. Umso wichtiger ist es, dass wir die verbleibenden  Tage gemeinsam nutzen, um nochmal neue Leute dafür zu gewinnen, sich an  den Blockaden zu beteiligen. Dafür haben wir eine Email vorformuliert,  die ihr an Freunde und Bekannte weiterleiten könnt – macht mit!
Den Emailtext findet ihr hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=112

- Die Aktion unterstützen
Schön ist es auch, wenn sich Menschen auf den Weg nach Brokdorf machen,  die selbst nicht blockieren möchten, aber die BlockiererInnen  unterstützen wollen. Sei es durch Mithilfe in der Küche, durch  beobachtende Anwesenheit bei den Blockaden, durch Fahrdienste, was auch  immer. Es gibt viele spannende, und sehr wichtige Aufgaben! Kommt  einfach vorbei oder meldet euch gerne auch vorher bei:
mitmachen.brokdorf@x-tausendmalquer.de

Jetzt erst recht: Kommt alle nach Brokdorf!
Damit endgültig Schluss ist mit der Atomkraft!

Eure Koordinationsgruppe von X-tausendmal quer

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NaturFreunde: Italienische Volksabstimmung ist ein großer Erfolg für ein Europa ohne Atomenergie

Auch Italien stimmt gegen die Atomkraft
Italienische Volksabstimmung ist ein großer Erfolg für ein Europa ohne Atomenergie

Berlin, 14. Juni 2011 – Zum Ergebnis der Volksabstimmungen in Italien erklärt das Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands Uwe Hiksch:

 

94,6 Prozent der Italiener sprachen sich am Wochenende in einer Volksabstimmung gegen Italiens Wiedereinstieg in die Nutzung der Atomenergie aus. Damit hat die italienische Bevölkerung nicht nur deutlich gezeigt, was sie von der Atomenergie hält, sondern Italien auch die Chance für eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung eröffnet. Das Referendum wurde initiiert von Umweltschutzgruppen und der linksgerichteten Opposition, auch die NaturFreunde Italiens (Gruppo Italiano Amici della Natura – G.I.A.N.) hatten das Referendum aktiv unterstützt.

 

Mit diesem historischen Sieg der italienischen Anti-AKW-Bewegung lehnt Italien als eines der wichtigsten Industrieländer der Europäischen Union die Atomenergie weiterhin aktiv ab. Nun muss auch die Europäische Union handeln. Die NaturFreunde Deutschlands fordern die Kündigung des EURATOM-Vertrages sowie die Schaffung einer „Europäische Gemeinschaft zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeinsparung“. Damit auch in Deutschland der endgültige Ausstieg aus der Atomenergie unumkehrbar wird, fordern die NaturFreunde Deutschlands zudem ein im Grundgesetz verankertes Verbot der Atomenergienutzung.

 

Mit den Volksabstimmungen ist der fortschrittlichen Reformbewegung in Italien ein dreifacher Erfolg gelungen: Italien sagt endgültig Nein zur Atomenergie, die Privatisierung der Wasserversorgung wurde abgelehnt, gleichzeitig eine „Lex Berlusconi“ verworfen. Der Eindruck ist: Die Italiener wollen endlich wieder eine zukunftsfähige Politik für ihr Land.

 

Auch in Deutschland wird es in den nächsten Jahren darum gehen, die Leistungen der Daseinsvorsorge wieder in die kommunale und öffentliche Hand überzuführen. In vielen Städten beteiligen sich NaturFreunde an Initiativen zur Rekommunalisierung der Wasserversorgung, der Energieversorgung und des Öffentlichen Nahverkehrs. Die NaturFreunde sind dabei Teil einer breiten europäischen Bewegung gegen den Neoliberalismus, die sich für die Sicherung und den Ausbau des Sozialstaates einsetzen.

 

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Italien sagt nein zur Atomenergie und zur Wasserprivatisierung

Die neoliberale italienische Regierung von Berlusconi hat bei den Volksabstimmungen eine klare Niederlage erlitten. Bei einer Beteiligung von etwa 57 Prozent der Wähler_innen (damit wurde das notwendige Quorum von 50 Prozent deutlich überschritten), wurden alle vier Referenten ganz im Sinne einer sinnvollen Reformpolitik entschieden. Ministerpräsident Berlusconi hatte die Bevölkerung aufgerufen, an diesem Tag an den Strand statt in die Wahllokale zu gehen.
Für das erste Aufhebungsgesetz (gegen die Privatisierung der Wasserversorgung) votierten (bei einer Beteiligung von 57,02 %) 95,65 % der Abstimmenden; bei der zweiten Abstimmungsfrage gegen eine Garantierendite für private Wasserversorger lag die Abstimmungsmehrheit bei 96,11 % (Beteiligung: 57,03 %).
Gegen den Bau von Atomkraftwerken sprachen sich 94,58 % aus (Beteiligung: 56,99 %), und mit einer Mehrheit von 95 % (Beteiligung 56,98 %) hoben die Abstimmenden ein Gesetz auf, das dem Ministerpräsidenten und seinen Ministern ermöglicht hatte, bei dringenden Terminen nicht vor Gericht zu erscheinen. Alle Angaben beziehen sich auf den Stand von 18:19 Uhr am 13.06.2011.

Bereits im Jahr 1987, nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, hatten die Italienier_innen  per Volksabstimmung für den Ausstieg aus der Atomenergie gestimmt. Jedoch wurde von Berlusconi vor zwei Jahren verkündet, er wolle wieder Atomkraftwerke bauen. Jetzt haben ihm die Italiener_innen eine klare Abfuhr erteilt.

Ein wirklich ermuntendes Zeichen für eine andere Energiepolitik und gegen die Privatisierungspolitik in Europa.

 


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NaturFreunde: AKW-Verbot muss im Grundgesetz verankert werden


Berlin, 10. Juni 2011 – Zur aktuellen Diskussion über den Ausstieg aus der Atomenergie erklärt das Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands Uwe Hiksch: „Weil der Betrieb von Atomkraftwerken ethisch unverantwortbar ist, muss er verfassungsrechtlich auch verboten werden. Die NaturFreunde fordern, dass ein Verbot der Nutzung von Atomenergie im Grundgesetz festgeschrieben und als Teil der gesetzlichen Regelungen zum Atomausstieg im Deutschen Bundestag beschlossen wird.“

Gleichzeitig forderten die NaturFreunde, dass im Grundgesetz eine Pflicht zur unverzüglichen, sicheren und geordneten Beendigung des Betriebs der bestehenden Atomkraftwerke und ein Verbot der Planung, Errichtung und des Betriebs neuer kerntechnischer Anlagen festgeschrieben werde, so Hiksch. Auch der Export von Technologie zum Bau oder Unterhalt von Atomkraftwerken in andere Länder müsse grundgesetzlich verboten werden.

 

„Die NaturFreunde treten ein für einen sofortigen und endgültigen Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie. Denn die Atomtechnologie stellt eine unkalkulierbare Gefahr für Mensch und Umwelt dar, ihre Risiken sind nicht verantwortbar. Beim Absturz eines Flugzeuges auf ein Atomkraftwerk oder etwa einem terroristischen Angriff besteht die Gefahr eines radioaktiven GAU. Weil schon ein Unfall die Gesundheit und das Leben von Millionen Menschen gefährdet, ist die Atomkraft mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik unvereinbar. Das AKW-Verbot muss jetzt im Grundgesetz verankert werden“, fordert Uwe Hiksch für die NaturFreunde Deutschlands.


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NaturFreunde: Blockadekonzeption für Brokdorf voller Erfolg

NaturFreunde danken allen Beteiligten für die Vorbereitung der Aktionen

Berlin, 9. Juni 2011 – Zur Verschiebung der Revisionsarbeiten am AKW Brokdorf durch die Betreiberfirma erklärt das Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands Uwe Hiksch:

Seit gestern Abend ist es amtlich:  Der Atomkonzern Eon hat die Revisionsarbeiten am AKW Brokdorf auf den 15. Juni verschoben. Dabei ist völlig klar. Mit der kraftvollen Aktion der Anti-Atom-Bewegung, die in Zusammenarbeit von Block Brokdorf und X-tausendmal quer für die Pfingstfeiertage eine Massenblockade des AKW Brokdorf geplant hatte, haben wir Eon dazu gebracht, die Revision zu verschieden.

Dies ist wieder ein großer Erfolg in der Anti-Atom-Arbeit. Die Atomkonzerne sind zurzeit verunsichert und versuchen negative Schlagzeilen zu verhindern. Die angekündigten Massenblockaden sind der Anlass für die Verschiebung.

Doch verschoben wurde nicht nur die Revision, sondern auch die friedliche Blockade. Der Beginn ist nun für den 18. Juni geplant, das Aktionscamp öffnet aber schon am Donnerstag, dem 16. Juni.

Auch die NaturFreunde Deutschlands mobilisieren zur Blockade von Brokdorf. Mit eigenen Aktionen und Zelten wollen die NaturFreunde deutlich machen, dass sie einen Weiterbetrieb von Atomkraftwerken bis zum Jahr 2022 ablehnen. Die NaturFreunde weisen seit mehr als dreißig Jahren darauf hin, dass mit der Nutzung der Atomkraft unbeherrschbare Risiken verbunden sind und der Betrieb von Atomkraftwerken einen grundgesetzwidrigen Tatbestand darstellt. Schon weil die Entsorgung des Atommülls nicht gesichert ist, dürfte es für kein Atomkraftwerk eine Betriebsgenehmigung geben.

Die NaturFreunde Deutschlands fordern den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Auch in den nächsten Jahren werden die NaturFreunde aktiv dazu beitragen, dass mit Aktionen direkt an den Atomkraftwerken für die Abschaltung jedes einzelnen Atomreaktors gekämpft wird.

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NaturFreunde: Milliarden-Entschädigungen für nicht rechtssicheren Atomausstieg?

Berlin, 9. Juni 2011 – „Die NaturFreunde Deutschlands warnen die rot-grünen Parteien, sich in Mithaftung für einen nicht rechtssicheren Atomausstieg nehmen zu lassen, der möglicherweise noch größere Entschädigungsprobleme aufwerfen wird“, erklärt Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium a.D.. „Wer aus der Atomenergie raus will, braucht entweder einen Konsens mit den Betreibern oder klare gesetzliche Kriterien. Das Unionsproblem ist allerdings, dass diese dann für alle AKW gelten und dementsprechend alle AKW gleichzeitig abgeschaltet werden müssten.“

Im Unterschied zum Atomausstieg von 2000/2001 sei es heute höchst unklar, ob es zu einer konsensualen Lösung mit den Atomkonzernen EnBW, Eon, RWE und Vattenfall kommen werde, so Müller. Wenn nicht, drohten Klagen, schließlich sei es höchst schwierig bis unmöglich, unter dem Gesichtspunkt des Restrisikos Differenzierungen hinsichtlich einzelner AKW vorzunehmen.

 

Tatsächlich haben einige Atomkonzernen bereits Klagen angekündigt und fordern finanzielle Entschädigungen in Milliardenhöhe. „Diese den Atomkonzernen auch noch zu zahlen, wäre zwar ein bodenloser Skandal, aber eben darin begründet, dass ein gesetzlich klar begründeter Ausstiegsweg nicht gefunden wurde“, erläutert Michael Müller.

 

Im Jahr 2000 hätten sich die Beteiligten auf 32 Jahre AKW-Laufzeiten verständigt, weil sich die Kraftwerke dann amortisiert haben. Diese Regelung sei von den Konzernen akzeptiert worden, zumal auch sie dem andauernden Streit um die Atomenergie aus dem Wege gehen wollten – und wohl auch auf künftig andere politische Mehrheiten hofften.

 

„Wer aus der Atomenergie raus will, braucht entweder einen Konsens mit den Betreibern oder klare gesetzliche Kriterien. Das Unionsproblem ist allerdings, dass diese dann für alle AKW gelten und dementsprechend alle AKW gleichzeitig abgeschaltet werden müssten. Bei keinem der beiden entscheidenden Ausstiegsgründe, weder der Frage der Sicherheit noch der der Atommüllentsorgung, dürfen die Kriterien willkürlich sein. Die Bundesregierung läuft derzeit in eine mögliche Falle, in die ihr die anderen Parteien nicht auch noch folgen sollten“, so Müller.

 

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X-tausendmal quer: E.ON hat ihre Revisionsarbeiten verschoben – wir unsere Blockade auch!

Hallo, ihr alle, die sich an der Blockade von X-tausendmal quer beteiligen wollt,

E.ON hat ihre Revisionsarbeiten verschoben – wir unsere Blockade auch!

Aktuelle Infos hier:

https://www.x-tausendmalquer.de/

In einer fast vierstündigen Telefonkonferenz haben wir vereinbart, unsere Termine zu verschieben.

Aktionscamp: ab Donnerstag, den 16.06.2011
Blockaden: ab Samstag, den 18.06.2011

Bitte korrigiert eure Webseiten!

Bitte verbreitet es in euren Strukturen über Sondernewsletter!

Unbedingt!!!!!!!!!!!!!!

Bitte helft mit, dass die spätere Blockade ein genauso kraftvolles Signal an die Politik wird, wie sie es zu Pfingsten geworden wäre!

Übermüdeter, aber immer noch widerständiger Gruß,

Matthias

 


X-tausendmal quer
Gewaltfrei und ungehorsam gegen Castor und Atomkraft http://www.x-tausendmalquer.de Newsletter abonnieren auf https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/x1000malquer


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Busfahrten zu den Aktionen nach Brokdorf – Aktuelle Änderungen


Änderungen:

-leider müssen wir den Bus für Mittwoch wegen Kapazitätsgrenzen der Busunternehmen rausnehmen!

- Haben für Samstag ein Sozialticket für 15 Euro neu eingeführt, bitten aber alle zu prüfen, ob sie Normalticket für 25 Euro bezahlen können -

Die Aktionen in Brokdorf wollen geplant sein. Aus diesem Grund bieten wir Euch einen Hin- und Rückfahrtservice an, der es Euch ermöglicht, eure individuelle Zeit so zu planen, damit ihr auf jeden Fall an Aktionen Teilnehmen könnt. Hierfür bieten wir ein abgestimmtes Hin- und Rückfahrtangebot für alle Anti-Atom-Aktiven an.

Kostenbeteiligung:

  • 25 Euro für Hinfahrt (15 Euro Sozialticket)
  • 10 Euro für die Rückfahrt
  • 30 Euro für die Hin- und Rückfahrt zur Demo (Solipreis)

Wir bieten an:

  • Fahrt zu den Camps am Samstag, den 11. Juni 2011, Abfahrt: 7:00 Uhr o2 world
  • Fahrt von Berlin zur Großdemonstration in Brokdorf und zu den Camps am 12. Juni 2011, Abfahrt: 6:30 Uhr o2 world, Rückfahrt: 17 Uhr nach der Abschlusskundgebung.
  • Fahrt von Berlin zu den Camps am Montag, den 13. Juni 2011, Abfahrt: 8:00 Uhr o2 world

Nach dem Montag, 13. Juni muss die Rückfahrt nach Berlin über den örtlichen Shuttle individuell geklärt werden.

Rückfahrt aus den Camps:

  • Montag, den 13. Juni 2011, Abfahrt: 15 Uhr am Infopoint beim Camp

Fahrkarten gibt es bei folgenden Adressen:

NaturFreunde Deutschlands

Warschauer Str. 58 a
10243 Berlin

Mo – Fr. 8.00 bis 17.00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse
im Mehringhof / Kreuzberg:

Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin

Mo – Fr 10.00 – 18.30 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr

Schwarze Risse Prenzlauer Berg

Kastanienallee 85
10435 Berlin

Mo – Fr 11.00 – 19.00 Uhr, Sa 11.30 – 15.00 Uhr


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X-tausendmal quer: E.ON hat ihre Revisionsarbeiten verschoben – wir unsere Blockade auch!

Hallo, ihr alle, die sich an der Blockade von X-tausendmal quer beteiligen wollt,

E.ON hat ihre Revisionsarbeiten verschoben – wir unsere Blockade auch!

Aktuelle Infos hier:

https://www.x-tausendmalquer.de/

In einer fast vierstündigen Telefonkonferenz haben wir vereinbart, unsere Termine zu verschieben.

Aktionscamp: ab Donnerstag, den 16.06.2011
Blockaden: ab Samstag, den 18.06.2011

Bitte korrigiert eure Webseiten!

Bitte verbreitet es in euren Strukturen über Sondernewsletter!

Unbedingt!!!!!!!!!!!!!!

Bitte helft mit, dass die spätere Blockade ein genauso kraftvolles Signal an die Politik wird, wie sie es zu Pfingsten geworden wäre!

Übermüdeter, aber immer noch widerständiger Gruß,

Matthias

 


X-tausendmal quer
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Mahnwache gegen Atomkraft, Montag, 04.04., 18.00 Uhr in Berlin vor dem Kanzleramt!

B E T E I L I G T E U C H ! M A C H T M I T ! G E H T H I N !

Am Montag werden mehr als 650 Mahnwachen in vielen Städten und Gemeinden stattfinden. Auch in Berlin werden wir uns mit einer großen Mahnwache vor dem Kanzleramt an den Aktionen beteiligen.

Im Namen der Berliner Anti-Atom-Koordination haben die NaturFreunde für heute eine große Mahnwache vor dem Kanzleramt angemeldet. Bei dieser Mahnwache werden dieses mal Vertreterinnen und Vertreter der Anti-Atom-Bewegung reden.

Atomausstieg jetzt – Fukushima ist überall!

Montag,04.04.2011

18.00 Uhr

Vor dem Kanzleramt in Berlin

- Es wird Reden und klare Forderungen geben –

Zugesagt haben bisher

Redner_in NaturFreunde
Redner_in von IPPNW
Redner_in von GRÜNE LIGA

Beste Grüße

Uwe Hiksch (NaturFreunde)


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Fukushima mahnt – Flashmob “Die In” am 12.04.2011 in Berlin

Dienstag, 12. April
18:30 – 18:33 Uhr
Alexanderplatz Berlin

Fukushima mahnt – Flashmob “Die In” am 12.04.2011

Deutschlandweiter Flashmob – 4 Wochen nach der Atom-Katastrophe in Fukushima. Alle MitmacherInnen legen sich von 18:30 Uhr bis 18:33 Uhr leblos auf den Boden und heften sich ein Radioaktiv-Zeichen auf die Brust…

am Alexanderplatz in Berlin (Nähe Weltzeituhr)

Teilt die Info weiter und organisiert Euch zu Gruppen – je mehr Leute mitmachen, desto grösser der Flash.

Informiert die Regionalpresse und macht Fotos & Videos von der Aktion.

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Michael Müller, NaturFreunde: Rede auf der Anti-Atom-Demonstration am 26. März 2011 in Berlin

Michael Müller
Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands

Rede auf der Anti-Atomdemonstration am 26. März 2011 in Berlin

Die Atomkraft – ein Meister des Todes


Zuerst eine Korrektur, die ich gerne mache: Die Polizei hat 120.000 Menschen gezählt, die an unserer Demonstration teilnehmen. Das ist weit mehr als wir erwartet haben. Wir danken allen.

I.
Der großartige Paul Celan schrieb in der „Todesfuge“: „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“. Das gilt auch für die Kernspaltung, die 1939 von Otto Hahn und Friedrich Strassmann in dieser Stadt erforscht wurde und mit der eine ganz neue Dimension von Gewalt entstanden ist. Auch deshalb sehen wir eine besondere Verantwortung für unser Land, das Kapitel der Atomkraft zu beenden. Ganz gleich ob Atome für den Krieg oder Atome für den Frieden, das ändert nichts an dem lebensfeindlichen Charakter der freigesetzten Energie.

Die Atomkraft ist ein Meister des Todes. Deshalb sagen wir: Abschalten.

Am Anfang stand die Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki. Auch um davon abzulenken, begann 1953 die zivile Nutzung. Professor Karl Bechert forderte: „Wir wollen nicht, dass unsere Nachkommen uns verfluchen, weil wir dem Wahnsinn keinen Widerstand geleistet haben.“ Doch der Wettlauf der Besessenen begann.
Bis heute tun die Atombefürworter die Gefahren als rein hypothetisches Restrisiko ab. Doch dieses Restrisiko hat in der 55jährigen Geschichte der Atomenergie schon zweimal unfassliches Leid über die Menschheit gebracht. Tschernobyl und nun Fukushima – politische und moralische Katastrophen.
Wir wollen kein Moratorium – sondern: Abschalten. Und zwar sofort und für immer.

Dennoch machen die Unbelehrbaren weiter. Es ist Unsinn, wenn die BILD-Zeitung behauptet, ein beschleunigter Ausstieg sei nicht zu Ende gedacht. Die Umweltbewegung hat oft nachgewiesen, dass eine sichere und umweltverträgliche Energieversorgung ohne Atomkraft möglich ist. Noch dümmer die Behauptung von Helmut Kohl in der Bild-Zeitung: Wenn unser Land überhastet aus der Atomenergie ausstiege, würde dies, so der frühere Bundeskanzler, die Welt gefährlicher machen.

Noch gefährlicher als Fukushima? Welche Welt meint er? Unsere sicherlich nicht. Und was heißt überhastet? Wer ignoriert denn seit mehr als 30 Jahren, dass es in unserem Land eine Mehrheit gegen die Atomkraft gibt?
Nur der Ausstieg aus der Atomenergie und der Umstieg in eine solare und effiziente Energieversorgung machen eine Ökonomie des Überlebens möglich. Die Atomenergie ist jedenfalls nicht vereinbar mit dem biblischen Auftrag, die Erde zu bewahren.

Wenn immer mehr Menschen „Nein“ zur Atomenergie sagen, dann ist das nicht überhastet oder unüberlegt, sondern weil sie Verantwortung empfinden.

II.
Die Geschichte der Atomenergie ist eine fatale Mischung aus menschlicher Dummheit und technischem Größenwahn, aus militärischer Macht und wirtschaftlichen Interessen. Albert Einstein hat Recht: Die Atomkraft hat die Welt verändert, aber noch lange nicht das Denken der Menschheit.

Verantwortungslosigkeit und Gier kommen zusammen. Abgeschriebene Atomkraftwerke sind Gelddruckmaschinen. Jedes Atomkraftwerk bringt EnBW, Eon, RWE und Vattenfall pro Tag rund 1 Million Euro. Darum geht es den Betreibern. Deshalb wollten CDU/CSU und FDP die Laufzeiten der AKWs verlängern – sogar bis zu irrwitzigen 60 Jahren. Mit einer sicheren Energieversorgung hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Nun behaupten die Brandstifter, sie seien die Feuerwehr. Ich bin nur noch wütend, wenn Herr Röttgen in den Tagesthemen sagt, er könne „in den Gesichtern der Kritiker die parteitaktische Freude über die Ereignisse in Japan erkennen“. Das ist infam. Ausgerechnet Herr Röttgen, der noch im Oktober 2010 „längere Laufzeiten als unbedingt notwendig“ bezeichnet hat.

- Fukushima wurde möglich, weil die Atomgefahren als „Restrisiko“ verharmlost wurden.
- Fukushima wurde möglich, weil wirtschaftliche und militärische Interessen wichtiger waren als die Sicherheit der Menschen.
- Fukushima wurde möglich, weil Verantwortungslosigkeit als technischer Fortschritt ausgegeben wurde.
Deshalb sagen wir Abschalten. Und zwar alle Atomkraftwerke und sofort.

Wir wollen kein Moratorium, keine neuen Kommissionen, schon gar keine Ethikkommission, keine leeren Versprechen vor Landtagswahlen, keine Bundesregierung, die trickst und täuscht. Wir wollen ein Ende der nuklearen Stromerzeugung. Der Ausstieg ist keine technische Frage, sondern eine Frage des Wollens.

III.
Auch der Atomkonsens aus dem Jahr 2001 war kein Konsens mit der Umweltbewegung, er war ein Konsens mit den Betreibern, die mit milliardenschweren Entschädigungsklagen gedroht haben. Mit Demokratie hat das nicht zu tun, aber viel mit Macht und Rücksichtslosigkeit. Doch auch nach diesem Ausstiegsgesetz hätten elf deutsche Atommailer bis Februar 2012 abgeschaltet werden können.

Aber auch hier hat Frau Merkel getrickst und mit ihrem Versprechen auf Laufzeitverlängerung die Betreiber ermutigt, alte AKWs durch ein Herunterfahren der Leistung über die Bundestagswahl von 2009 zu bringen, um sie dann länger laufen zu lassen. Frau Merkel, Sie kritisieren die Umweltbewegung als Dagegenbewegung. Doch getrickst und getäuscht haben Sie:

- Deutschland wäre lange raus aus der Atomkraft, wenn Sie die Interessen des Volkes und nicht die Interessen der Großwirtschaft vertreten hätten.
- Wenn der Grundsatz „Sicherheit zuerst“ gelten soll, dann hätte es längst zu einem Ausstieg aus der Atomenergie kommen müssen.
- Und ein erfolgreicher Ausstieg stärkt auch in anderen Ländern den Widerstand gegen die Atomenergie.
- Eine klimaverträgliche 2.000-Watt-Gesellschaft auf der Basis erneuerbarer Energien wird nur möglich, wenn es zu einem Ausstieg kommt. Hören Sie auf mit der falschen Horrorbehauptung, der Ausstieg aus der Atomkraft hieße Kohlekraftwerke und Importstrom.
- Auch der UN-Weltklimarat hat klar gemacht, dass Klimaschutz nur mit Einsparen, Effizienz und Erneuerbare Energien möglich wird, denn das Geschäftsmodell der Atomkraftwerke ist hoher Stromverkauf. Nur so rechnen sie sich. Mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun.
- Und nichts ist teurer als die fossile und atomare Verschwendungswirtschaft. Hören sie auf, mit den hohen Kosten des Ausstiegs zu drohen.

IV.
Erich Fried schrieb: „Eine Wolke zieht über die Zukunft,
eine Wolke so schwarz wie die Nacht.
Aber wer hat die Wolke geschaffen,
wer hat sie hergebracht?“

Die Demonstrationen gegen die Atomkraft vertreiben die schwarzen Wolken. Deshalb machen wir weiter bis alle Atomkraftwerke abgeschaltet sind.

Wir wollen eine Zukunft ohne Atomkraft und ohne Atombomben – für mehr Frieden, für Demokratie und für ein gutes und sicheres Leben.

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Neuer Castortransport nach Gorleben

Neuer Castortransport nach Gorleben

22. 03. 2011

BI Umweltschutz:” Volksabstimmung über Atomkraft im Herbst”

Mitten hinein um die bedrückenden Nachrichten aus Fukushima platzt die Ankündigung, dass auch in diesem Jahr ein neuer Castor-Transport nach Gorleben beantragt wurde, das bestätigte das Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter am Montag.

Die Beladung der elf Castoren in Frankreich sei nach Angaben der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) bereits angelaufen und werde bis zum Sommer dauern. Der Transporttermin ist noch nicht bekannt, aber die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) geht davon aus, dass der Termin um den 11.-14. November liegen wird. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) machte sich dafür stark, dass der mittlerweile weltberühmte “Kartoffelsonntag”, ein Volksfest in Dannenberg, das traditionell am ersten Novemberwochenende stattfindet, in diesem Jahr nicht vom Transport- und Demonstrationsgeschehen berührt werden sollte. Der 13. wäre der letzte Transport von hoch radioaktivem Abfällen aus La Hague, später sollen noch Transporte aus Sellafield ins Zwischenlager Gorleben (Kreis Lüchow-Dannenberg) folgen.
“Die Transportankündigung konterkariert alle Beschwichtigungsversuche der Bundesregierung, die aus wahltaktischen Gründen die sieben ältesten Atomkraftwerke vom Netz genommen hat und wühlt die Menschen noch mehr auf”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. “Von Innehalten, Zäsur und Neubewertung der Risiken, auch der Transportrisiken keine Spur!” Auch für die niedersächsische Landesregierung, die sich bei der Bundesregierung für einen Stopp des geplanten Castor-Transports in diesem Jahr nach Gorleben eingesetzt hatte, sei dieses kalte Business as usual eine schallende Ohrfeige. Ehmke: “In Gorleben lagern hochaktive Abfälle, die nicht ausreichend gegen Flugzeugabsturz gesichert sind und in Gorleben wird ein Endlager im Salzgestein gebaut, das nur eine einzige Sicherheitsbarriere kennt, nämlich das Salz. Die Volksabstimmung über die Atomkraft findet im Herbst statt, mit den Füßen auf der Demo”.

Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06


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IPPNW: Energiewende als Friedenspolitik – Für eine kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft

IPPNW-Presseinformation vom 28. März 2011

Konsequenzen nach der “Abstimmung über Atomkraft”
Energiewende als Friedenspolitik – Für eine kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft

Nach der gestrigen “Abstimmung über Atomkraft” steht bei allen Parteien die Energiepolitik grundsätzlich auf dem Prüfstand. Die atomkritische ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert an die politischen Parteien, im Zuge eines umfassenden Atomausstiegs “die Energiewende in einer gesellschaftlich tatsächlich nutzbringenden Weise zu vollziehen”. Die Organisation votiert für die konsequente Umsetzung einer “ökologisch nachhaltigen und kriegs-präventiven dezentralen Energiewirtschaft”.* Aus ökologischen, friedenspolitischen, sozialen und wirtschaftlichen Gründen sollte die Energieversorgung schnellstmöglich und weitgehend auf heimische erneuerbare Energien “in Bürgerhand” umgestellt werden. Die Abhängigkeit von Energieimporten und von konzern-eigenen Großkraftwerksstrukturen sollte aus den folgenden Gründen minimiert werden:

1. Die IPPNW tritt ein für eine kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft. Durch die Nutzung heimischer erneuerbarer Energien werden Energieimporte praktisch überflüssig. Länder, die auf Energieautonomie setzen, werden sich in Zukunft wohl nicht mehr an Energie-Kriegen beteiligen. Eine dezentrale Energiewirtschaft ist daher ein ganz entscheidender Schlüssel für die Überwindung neokolonialer Strukturen und für die Verhütung von Kriegen.

2. Die propagierte “Energie-Außenpolitik” mit dem Bezug von Energie in großem Stil aus entfernten Weltregionen gefährdet den Frieden, ohne die Energieprobleme zu lösen. Die Realität der Großimporte von Öl und Gas zeigt, dass die Erschließung und Absicherung von konzerneigenen Produktionsstätten und Transportwegen (Pipelines, Schifffahrtswege) zu Militarisierung und Kriegen führt, nicht aber zu einer stabilen Energieversorgung. Ebenso wäre eine sensible Infrastruktur mit solarthermischen Großkraftwerken und wenigen Stromtrassen nach Europa in Verbindung mit zahlreichen staatlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren ein ständiger Quell von Konflikten – mit der Gefahr von Terroranschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen.

3. Eine dezentrale Energiewirtschaft “in Bürgerhand” stärkt die wirtschaftliche Potenz von Bürgern und Kommunen, fördert die Demokratie, sorgt für mehr Verteilungsgerechtigkeit, reduziert die Gefahr der Energie-Armut, fördert regionale Wirtschaftskreisläufe, sorgt für Arbeitsplätze in der Region und fördert somit indirekt die Gesundheit der Menschen. Die atomkritische Friedensorganisation IPPNW fordert daher die Realisierung der erwiesenermaßen möglichen 100%-igen regenerativen Energieerzeugung “in Bürgerhand” durch die intensivierte Fortführung des bereits höchst erfolgreichen Ausbaus dieser Energieformen. Das für Nordafrika geplante DESERTEC-Projekt macht deshalb auch allenfalls als regionale Versorgung einen Sinn, aber nicht als “Wüstenstrom-Import” nach Europa.

4. Eines der wichtigsten Prinzipien zukunftsfähigen Wirtschaftens ist die Begrenzung des Wachstums in einer begrenzten Welt. Stromerzeugungs-Großanlagen halten hingegen den Glauben an die Unbegrenztheit der Wachstumsmöglichkeiten aufrecht und behindern die Entwicklung einer Kultur der Ressourcen-Einsparung mit einer Post-Wachstumsökonomie.

Da die Erreichung dieser Ziele insbesondere zusammen mit systematischer Energie-Einsparung sehr viel schneller möglich ist, als von der Atom- und Öl-Lobby behauptet, fordert die IPPNW zugleich die Rücknahme der hoch-gefährlichen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie.

* Beschluss der IPPNW-Mitgliederversammlung vom 12.3.2011 in Frankfurt am Main.

Kontakt: Henrik Paulitz (Energieexperte), Tel. 0032-485-866 129. Angelika Wilmen (Presse), Tel. 030-69 80 47-15.
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Email: ippnw@ippnw.de


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Rede von Rehzi Malzahn Naturfreunde Deutschlands auf der Deutzer Werft am 26.03.11 Köln

Rede von Rehzi Malzahn Naturfreunde Deutschlands
auf der Deutzer Werft am 26.03.11 Köln

Liebe Demonstrantinnen und Demonstranten, liebe AKW-Gegnerinnen und –gegner, liebe Genoss_innen und Genossen.

Es musste erst wieder eine Katastrophe passieren um ein Innehalten und Nachdenken über die Folgen der kapitalistischen Produktionsweise und – schlicht nicht beherrschbarer – Atomkraft auszulösen.

In den nächsten Wochen werden wir von Politiker_innen und aus den Konzernetagen zu hören kriegen, dass die Energiewende jetzt aber in Angriff genommen werden wird. Ich frage: Wie viele Energiewenden sind uns in den letzten 30 Jahren schon versprochen worden? Nach den Unfällen in Harrisburg oder Tschernobyl, ebenso wie zu den Auswirkungen der weltweiten Klimakatastrophe, immer wieder die gleiche Geschichte: Die zerstörerischen Auswirkungen von industrieller Großtechnologie sollen mit industrieller Großtechnologie beseitigt werden.

Das kann nicht funktionieren!

Was wir wirklich brauchen, ist eine Orientierung an den Bedürfnissen von Menschen und nicht, wie jetzt, eine Produktion um der Produktion Willen. Das setzt voraus, dass die Energieerzeugung dezentral organisiert wird. Der Ausbau von Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie ist nicht ausreichend entwickelt worden. Die Konzepte aus den Entwicklungsabteilungen der Stromerzeuger orientieren sich NICHT an den Bedürfnissen der Menschen.

Als Aktiengesellschaften sind sie gezwungen, den größtmöglichen Profit zu erwirtschaften. Das heisst, dass ihre Energiekonzepte der kapitalistischen Verwertungslogik unterliegen.

Diese Konzepte drücken sich letztendlich in Zahlen aus! Zahlen werden in Tabellen und Kalkulationen verarbeitet.

Aber Verantwortung, Moral und die Lebensinteressen der Menschheit und der Natur passen nicht in eine Exceltabelle!

Solange wir wirtschaften, als gäbe es eine unsichtbare Hand im Hintergrund, die alles schon richten wird, ein Wirtschaftssystem aufrecht erhalten, dass sich nicht am Gemeinwohl orientiert, sondern an Profiten, werden wir letztendlich immer wieder vor diesen – von Menschen gemachten – Katastrophen stehen!

Das Desaster in Japan verdeutlicht einmal mehr: Die Atompolitik der Staaten steht im Widerspruch zu den Lebensinteressen der Menschheit. Trotzdem wird in Deutschland an der Atomenergie festgehalten.

Vorschläge zur Veränderung der Energiepolitik wurden aus den Reihen der Ökologie- und Anti-AKW Bewegung reichlich gemacht. Diese Vorschläge liegen auf dem Tisch – oder sind längst in der untersten Schublade verschwunden.

Wir müssen aber auch über die sozialen Folgen regenerativer Energieerzeugung nachdenken. Deutsche Firmen überlegen, wie sie großflächig in Nordafrika Solaranlagen bauen, um dort Energie für Mitteleuropa zu erzeugen. Die Menschen in den Ländern vor Ort haben davon: gar nichts.

Überall in den Ländern der dritten Welt werden Bäuer_innen enteignet, ihr Land geklaut oder zu geringen Preisen aufgekauft, um dort künftig in riesigen Plantagen und Agrarfabriken unseren sogenannten „Biotreibstoff“ zu produzieren. Nicht nur, dass wir so oder so seit Jahrhunderten auf Kosten dieser Teile der Welt leben, nein, künftig verbrennen wir auch noch ihre Nahrung in unseren Autos! Das ist nicht die Energiewende, die WIR meinen! Das ist der pure Hohn.

Dass die Bundesregierung auch nach diesem schrecklichen Unglück nicht bereit ist, die Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen, hat der Wirtschaftsminister ja laut und deutlich erklärt. Wir sollen wieder vertröstet und verarscht werden. Auf dieses Spiel dürfen wir uns nicht einlassen!
Jetzt und immer schon kann es nur eine Forderung geben:

Die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen!

Also: Abschalten den Scheiss!

Seit 25 Jahren wünscht eine klare Mehrheit der Bevölkerung den Ausstieg. Ein Viertel Jahrhundert

bitten wir,

appellieren,

argumentieren und

demonstrieren wir.

Immer wieder wurde uns vorgehalten :

Die Lichter gehen aus! Das geht nicht so einfach, wir müssen Verträge einhalten, das ist unvernünftig usw. usw.
Aber wenn es mal um Wählerstimmen geht, entscheidet die Kanzlerin ganz fix, und die älteren Reaktoren sind binnen weniger Stunden vom Netz.

Eins ist sicher:
Ohne eine kraftvolle, bunte und entschlossenen Anti AKW Bewegung wird es keinen Atomausstieg geben!
Nehmen wir uns ein Beispiel an den Menschen im Wendland!

Unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten wehren sich Jahr um Jahr gegen das dortige Atomendlager. Die vielfältigen Formen des Widerstands bündeln sich und lassen sich nicht spalten.

Die Bauern der bäuerlichen Notgemeinschaft mit ihren Traktoren unterstützen die Leute, die sich zu Straßenblockaden versammeln. Feldküchen bringen Essen zu den Schienenblockierer_innen, Kirchen lassen Demonstrant_innen bei sich übernachten. Ob Menschen Petitionen schreiben, Plakate kleben, Unterschriften sammeln, die Polizei verwirren oder die Schienen der Castorstrecke unterhöhlen. Alle diese Widerstandsformen finden im Wendland Unterstützung!

In den nächsten Monaten werden wir diesen Geist des Widerstands brauchen. Lasst uns respektvoll miteinander umgehen! Lasst uns entschlossen, mutig und kämpferisch sein!

Sie werden versuchen die Kraftwerke wieder anlaufen zu lassen. Das müssen wir verhindern! Blockieren wir die Atomkraftwerke, die wieder ans Netz gehen sollen!

Packen wir es zusammen an. Atomausstieg ist Handarbeit!

Abschalten! Und sonst gar nix!


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NaturFreunde: Erneuerbar statt atomar! Baden-Württemberg sagt: Ade, EnBW!

Erneuerbar statt atomar!

Baden-Württemberg sagt: Ade, EnBW!

Wir können alles. Außer Erneuerbare? Baden-Württembergs Regierung setzt auf Atomstrom. Nachdem sich Frankreichs Atomstromproduzent EDF aus dem Ländle und seinem Versorger EnBW zurückgezogen hat, weil er die Zukunftsaussichten für Atomstrom in Deutschland negativ einschätzt, verstaatlicht Ministerpräsident Mappus den Konzern kurzerhand. Bis zu 6 Milliarden Steuergelder werden eingesetzt, damit die von CDU und FDP beschlossene Laufzeitverlängerung für die Atommeiler bis zur letzten Kilowattstunde ausgeschöpft werden kann. EnBW ist der Energieversorger mit dem höchsten Atomstromanteil im Energiemix. Nach Konzernangaben stammten 2009 mehr als 57% der von EnBW erzeugten Energie aus Atommeilern. Kohle und Gas brachten weiter 32%. Erneuerbare? Die mageren 11% stammen in erster Linie aus alten Wasserkraftwerken. Baden-Württemberg gerät bei den erneuerbaren Energien immer mehr zum Schlusslicht, eine Folge der Staatsintervention. Denn schon lange wird EnBW vor allem von der Politik gesteuert. Wenn die CDU den EnBW-Deal des Ministerpräsidenten Mappus kommentiert, lautet das so: „Die EnBW soll nicht zum Spielball der Politik werden, erst recht nicht von Ideologen.”. Das klingt nach „Haltet den Dieb!” und soll wohl auch schon mal für einen möglichen Wechsel vorsorgen.

Tatsächlich gibt es eine Wechselstimmung im Land. 6 Millionen Kunden von EnBW müssen sich nicht zu Gefangenen der Atomideologie von Mappus und Gönner machen lassen. Wer der schärfsten Atomlobby entgegen treten will, hat dazu drei einfache Möglichkeiten:

1. sich engagieren und mitmachen bei der Menschenkette gegen die Atompolitik zwischen Neckarwestheim und Stuttgart am 12.03.2011,

2. mit dem Stimmzettel am 27. März Atompolitikern eine Absage erteilen,

3. sofort den Stromanbieter wechseln und selbst schon mal aussteigen und umsteigen zu Erneuerbaren. Ade, EnBW!

Diese und künftige Landesregierungen in Baden-Württemberg rufen wir auf, die Beteiligung an EnBW zu nutzen, um den Atomausstieg zu beginnen und eine dezentrale Energieversorgung auf der Basis von Sonne, Wind, Wasser und Biomasse zu fördern. Das schafft Arbeitsplätze mit Zukunft und sollte auch den EnBW-Aufsichtsräten von Verdi als Arbeitnehmervertretern den Einstieg in den Umstieg erleichtern.

Wechselstimmung? Dann wechseln Sie sofort! EnBW, ade!

Hier können Sie den Appell unterschreiben: www.enbw-ade.de


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Naturfreunde Österreich: “Gipfel stürmen” gegen EURATOM

Wien (TP/OTS) – Die Naturfreunde appellieren an alle Österreicherinnen und Österreicher den Ausstieg aus EURATOM aktiv mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Das Volksbegehren liegt von 28.Februar bis 7. März 2011 in allen Gemeindeämtern und Magistraten zum Unterschreiben auf.

Jede Stimme zählt

Das Volksbegehren “Raus aus EURATOM” hat das Ziel, den Ausstieg Österreichs aus der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM zu erreichen. Wie bei der Volksabstimmung über das AKW Zwentendorf sollen die ÖsterreicherInnen ein Votum abgeben können, das für die Politik verbindlich ist. Bei einer Umfrage aus dem Jahr 2008 haben bereits 78% für einen Ausstieg gestimmt und 81% lehnten die Unterstützung der europäischen Atomindustrie mit österreichischen Steuergeldern ab. “Jetzt kommt es darauf an, sich zu diesen
Forderungen zu bekennen und den Ausstieg aus EURATOM aktiv zu unterstützen”, so DI Regina Hrbek, Leiterin der Umweltabteilung der Naturfreunde Österreich.


“Gipfel stürmen” gegen EURATOM

Um auf das Volksbegehren aufmerksam zu machen, wurde die Aktion “100 Berggipfel stürmen und EURATOM-Volksbegehren bewerben” ins Leben gerufen. Die Naturfreunde Vorarlberg hissten das “Raus aus EURATOM”-Transparent nicht nur als erster am höchsten Berg Österreichs, am Großglockner, sondern waren auch beim 100. Gipfelsieg mit dabei. Diesmal ging es auf die westliche Kromerspitze (2865 m) in der Silvretta.


Forderung nach “Euro-Energy”

Die Naturfreunde Österreich fordern den Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag und die Gründung einer Gemeinschaft “Euro-Energy”, die europaweit die Weiterentwicklung ökologischer und nachhaltiger Energien vorantreibt und die nationalen Ökoenergieprogramme vernetzt. “Damit könnten die Gelder, die aus
Österreich und anderen Atomenergie-ablehnenden Mitgliedsländer bisher der Atomenergie zugute kamen, für die Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energiequellen und Energieeffizienzmaßnahmen verwendet werden”, führt Naturfreunde-Vorsitzender Dr. Karl Frais aus.

Appell der Naturfreunde

Die Naturfreunde rufen jede Österreicherin und jeden Österreicher dazu auf, von seinem/ihrem Recht Gebrauch zu machen und das Volksbegehren zu unterschreiben, um ein verbindliches NEIN zur Atomenergie abzugeben!


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Gemeinsame Pressemitteilung des Demonstrationsbündnisses “Menschenkette am 12. März” vom 23. Februar 2011

„Atomausstieg in die Hand nehmen“. Bundesweite Mobilisierung zur Menschenkette am 12. März zwischen dem AKW Neckarwestheim und Stuttgart. Baden-Württemberg kommt Schlüsselrolle für künftige Energiepolitik zu

Berlin: Am 12. März wollen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“, Campact, Robin Wood und die Naturfreunde Deutschlands mit mehreren zehntausenden Teilnehmern zwischen dem Atomkraftwerk Neckarwestheim und der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart eine Menschenkette gegen die Atomkraft bilden. Wenn zwei Wochen nach dieser Demonstration in Baden-Württemberg gewählt werde, stehe eine neue Landesregierung in Sachen Atompolitik vor einer entscheidenden Herausforderung, so die Verbände. Als oberste Atomaufsichtsbehörde und Miteigentümerin des Betreiberkonzerns EnBW (Energie Baden-Württemberg) entscheide sie über den Weiterbetrieb bzw. die Stilllegung von vier baden-württembergischen Atomkraftwerken.

„Der Beschluss für längere AKW-Laufzeiten wäre ohne den strammen Pro-Atom-Kurs von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen nicht zustande gekommen“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. „Inzwischen hat der Anti-Atom-Widerstand stark zugenommen. Hunderttausende sind auf die Straße gegangen, weil sie die gefährliche Atompolitik der Bundesregierung und der genannten Länder nicht hinnehmen wollen. Der Protest in Baden-Württemberg am 12. März wird sich bis nach Berlin auswirken und die Energiepolitik der Bundesregierung entscheidend beeinflussen. Ein energiepolitischer Kurswechsel im Südwesten bedeutet das Aus für die Pro-Atom-Allianz.“

„Egal wer nach der Wahl Ende März in Baden-Württemberg miteinander koaliert, die neue Landesregierung muss den Atomausstieg auf die Tagesordnung setzen und die Meiler in Neckarwestheim und Philippsburg stilllegen. Leisten muss das eine konsequente Atomaufsicht, die die Sicherheit der Bevölkerung vor das Profitinteresse der EnBW stellt“, sagte Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“.

Uwe Hiksch vom Vorstand der Naturfreunde Deutschlands rechnet mit mehreren zehntausend Demonstranten aus dem gesamten Bundesgebiet. „Forderung Nummer Eins wird sein, dass die Bundesländer den Ausstieg aus der Atomkraft selbst in die Hand nehmen. Was die Bundesregierung den Bürgern verweigert, muss jetzt über die Länder durchgesetzt werden.“ Hiksch kündigte Busse aus mehr als 70 Städten und drei Sonderzüge aus Hamburg, Bremen und Berlin an, die nach Baden-Württemberg zur Menschenkette fahren würden.

Schon am kommenden Samstag sollen bundesweit in rund 40 Städten Auftakt-Menschenketten stattfinden. Von Niebüll an der Grenze zu Dänemark bis Lindau am Bodensee sollen die Auftakt-Veranstaltungen für die große Menschenkette am 12. März mobilisieren und Zeichen für den Atomausstieg setzen. „Jetzt tragen wir den Protest gegen die Atomkraft zu den Kraftwerken und setzen die Bundesländer unter Druck, Meiler für Meiler vom Netz zu nehmen. Die kommende neue Landesregierung in Baden-Württemberg muss den Anfang machen und die ersten Atomreaktoren abschalten“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz.

Weitere Informationen: www.anti-atom-kette.de

Pressekontakte: Thorben Becker, BUND-Teamleiter Klimaschutz und Energiepolitik, Tel. 0173-6071603; Jochen Stay, .ausgestrahlt-Sprecher, Tel. 0170-9358759; Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, Tel. 0163-5957593; Uwe Hiksch, Vorstandsmitglied NaturFreunde Deutschland, Tel. 0176-62015902


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Lubmin: Anderer Fahrplan ändert an Aktionsplanung nur wenig


Pressemitteilung

Anderer Fahrplan ändert an Aktionsplanung nur wenig

Einladung zur Pressekonferenz am 10.02.2011, 12 Uhr

Greifswald, 08.02.2011

Die jüngsten Ankündigungen aus Polizeikreisen, wonach der Castortransport am 17.2. bereits um 4:30 in Lubmin eintreffen soll, betrachtet das Anti-Atom Bündnis NordOst mit Gelassenheit. „Wir rechnen damit, dass Aktivisten, die sich bei eisigem Schneesturm im Raum Greifswald dem Castor-Transport im Dezember entgegengestellt haben, auch dieses Mal unangenehmen Bedingungen, wie Regen, Kälte und Dunkelheit trotzen werden und entschlossen sind den Atommüllzug zu stoppen.“, erklärt Sophie Hirschelmann vom Bündnis.

Insbesondere die Absicht, großzügige Pufferzeiten in den Fahrplan einzubauen, zeugt dabei von erheblichem Respekt. „Wir sehen diese Änderungen in der Planung als Erfolg der Protestaktionen vom Dezember letzten Jahres.“, meint Felix Leipold, Sprecher des Anti-Atom Bündnis NordOst. Durch Blockadeaktionen unterschiedlichster Art gelang es Aktivisten die Ankunft der vier Castorbehälter aus Cadarache im Zwischenlager Nord um einen halben Tag zu verzögern.

Das Anti-Atom-Bündnis NordOst geht davon aus, dass der Transport auch dieses Mal die vorgesehene Ankunftszeit klar verfehlen wird.

Allerdings zeigt die Ankündigung der Polizei auch die ungebrochene Bereitschaft, zur Durchführung des Transportes immer höhere Kosten in Kauf zu nehmen. Verlängerte Transportzeiten führen zu längeren Dienst- und Einsatzzeiten bei Bahn und Polizei. Wir erneuern in diesem Zusammenhang unsere Forderung, dass die Kosten von Atommülltransporten vollständig von denen getragen werden, die aus dem Betrieb von Atomanlagen finanziellen Nutzen ziehen.

Wir möchten hiermit Pressevertreter zu einer Pressekonferenz des Anti-Atom Bündnisses NordOst einladen. Hier werden Vertreter verschiedener Arbeitsgruppen die Protestaktionen in und um Greifswald und entlang der möglichen Transportstrecken von Karlsruhe nach Lubmin vorstellen und Ihnen für Fragen zur Verfügung stehen.

Die Pressekonferenz findet am Donnerstag den10. Februar 2011 um 12 Uhr in der Friedrich-Löffler-Straße 44a in Greifswald statt.

www.lubmin-nix-da.de
presse-antiatom@systemausfall.org
Pressetelefon: 0151 – 10745502


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Anti-Atom Bündnis NordOst startet die Proteste gegen den Castortransport von Karlsruhe nach Lubmin mit einer Mobilisierungsdemo in Rostock

Pressemitteilung


Anti-Atom Bündnis NordOst startet die Proteste gegen den Castortransport von Karlsruhe nach Lubmin mit einer Mobilisierungsdemo in Rostock

Rostock, 03.02.2011

Am Samstag, den 05. Februar 2011 wollen in Rostock zahlreiche Atomkraftgegner_innen
gegen den bevorstehenden Castortransport ins Zwischenlager Nord bei Greifswald
demonstrieren. Die Demonstration, die um 14:00 Uhr am Hauptbahnhof Nordseite in
Rostock beginnen wird und durch die Innenstadt zum Doberaner Platz zieht, ist der Auftakt
von zahlreichen Aktionen in der ersten Februarhälfte, die in den Protesten am
Transporttag gipfeln werden, welche den Castor stoppen sollen.

„Trotz guter Argumente und unnötiger Sicherheitsrisiken schickt die Bundesregierung mit Unterstützung der Landesregierung diesen Transport wieder durch MV und wahrscheinlich auch durch Rostock. Wir sind gegen Transporte von hochradioaktivem Müll, die nur den Weiterbetrieb der AKW absichern sollen“, meint Daniel Holtermann aus Rostock und verweist auf den Entsorgungsvorsorgenachweis. Dieser dient dazu, eine Entsorgung von Atommüll, die bis heute nicht geklärt ist zu suggerieren. Castortransporte und die Zwischenlager in Ahaus, Gorleben und Lubmin, sowie die Zwischenlager an den AKW, sollen so den Weiterbetrieb der Kraftwerke gewährleisten.

„Wir rufen deswegen am Samstag alle Menschen auf, sich dem Castortransport, der um den 16. Februar rollen soll, aktiv entgegenzustellen. Wir fordern die Absage des Transportes durch den Ministerpräsidenten aufgrund §4 Atomgesetz und anhaltender Überlastung der Landespolizei.“, erklärt Felix Leipold vom Anti-Atom Bündnis NordOst.

Der Landtag von MV hat sich 2010 gegen Transporte aus anderen atomaren Anlagen außer die in Lubmin und Rheinsberg ausgesprochen. Der Innenminister Lorenz Caffier soll nun den Antrag für weitere Transporte mit schwach- und mittelradioaktivem Müll ablehnen und sich der Entscheidung des Parlamentes beugen.

Am 12.02.2011 findet die Auftaktdemonstration für die Proteste um 14:00 Uhr auf dem Greifswalder Marktplatz statt.

www.lubmin-nixda.de
www.facebook.com/Lubmin.niXda

Kontakt:
presse-antiatom@systemausfall.org
0151 107 455 02


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AStA kritisiert die Einrichtung des dualen Studiengangs ISEE

„AStA kritisiert die Einrichtung des dualen Studiengangs ISEE“

Kooperation mit Rüstungsfirmen / Einführung des Bezahlstudiums

Der Hochschulpolitische Referent des AStA, Alexander G. Keckel, verurteilt die Entscheidung des AS: „Die Firmen mit denen eine Kooperation angedacht ist, sind größtenteils solche Unternehmen die Profite mit der Entwicklung und Produktion von Kriegsgeräten machen.

Auch wenn die Hochschule versichert, dass Studierende nicht direkt an Rüstungsprojekten beteiligt sein werden – es bleiben Unternehmen die mit dem Leid und dem Töten von Menschen Geld verdienen. Man kann die Augen verschließen – aber die Verantwortung dafür müssen alle Beteiligten tragen.“

Marc Renken, 2. AStA Vorsitzender, sieht darüber hinaus in der Struktur des Studiengangs ein Problem. „Hier werden indirekt Studiengebühren eingeführt. Neben dem dualen, kostenpflichtigen Studiengang gibt es noch
einen grundständigen Elektrotechnik Studiengang. Welcher von beiden die bessere Ausstattung haben wird, ist klar. Es ist doch nur eine Frage der Zeit bis duale Studiengänge die grundständigen und unterfinanzierten
Studiengänge ablösen. Die zu befürchtende Abhängigkeit von Sponsoren konterkariert doch die Freiheit von Lehre und Forschung.“

Hintergrund:

In der Sitzung des Akademischen Senats (AS) der Hochschule Bremen vom 25.01.11 wurde die Einführung des dualen Studiengangs ISSE (Elektrotechnik – Elektronische Systeme B.Sc.) beschlossen. Dieser Studiengang soll als berufsbegleitender Studiengang konstruiert werden, der in Kooperation mit Unternehmen wie z.B. Atlas, Rheinmetall, OHB etc. durchgeführt wird. Da dieser Studiengang durch die Kooperation kostenneutral ist, kann die Hochschule ohne Mehrkosten die Studierendenzahlen von ISEE auf den Hochschulpakt II anrechnen.


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Geesthacht: Reaktor des Atomfrachters ‘Otto Hahn’ soll in das Zwischenlager Nord befördert werden

Der rund 180 Tonnen schwere Atomreaktor des ehemaligen deutschen Atomfrachters ‘Otto Hahn’ soll nach Medienberichten vom 25.01.11 voraussichtlich noch in diesem Jahr 2011 vom Forschungszentrum der GKSS
(Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt mbH) in Geesthacht in das Zwischenlager Nord (ZLN) bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern transportiert werden. Dort soll der verstrahlte Atomreaktor zeitlich unbefristet(!) deponiert werden.

Rückblick: Im Jahr 1980 wurde der Atomreaktor der ‘Otto Hahn’ wahrscheinlich in Hamburg aus dem Schiff ausgebaut und anschließend zum GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht befördert und einbetoniert. Seitdem
wird der radioaktive Reaktor der ‘Otto Hahn’ auf dem Gelände der GKSS ‘zwischengelagert’.

Im Dezember 2010 waren vier Castoren mit rund 2500 Brennstäben aus dem 1979 stillgelegten Atomfrachter ‘Otto Hahn’ sowie aus dem Forschungszentrum Karlsruhe in das Zwischenlager Nord bei Lubmin gebracht worden. Das Zwischenlager Nord verfügt u.a. über insgesamt 80 genehmigte und überwachte Castor-Stellplätze.