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Atomausstieg selber machen: Einspruch gegen den Bau des AKW 2 Borssele
Mustereinwendung gegen Borssele 2
Einwendungen gegen das AKW Borssele 2 bis spätestens 12.1.2012 schicken an:
Bureau Energieprojecten
Inspraakpunt Tweede kerncentrale Borssele
Postbus 223
NL – 2250 AE Voorschoten
NIEDERLANDE
Einwendungen sind auch telefonisch möglich: +39-70 379 89 79
» Mustereinwendung im DOC-Format (44 kb)
» Vorlage für einen Abschiedsbrief an RWE (DOC-Format, 44 kb)
» Bekanntmachung zweites Kernkraftwerk Borssele (deutsch)
» Planungsunterlagen (niederländisch, z.T. englisch)
Mustereinwendung
Betreff: Einspruch gegen den Bau des AKW 2 Borssele

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erhebe ich Einspruch gegen den beantragten Bau des Atomkraftwerks Borssele 2. Zur Begründung:
Gesundheitsgefahren im Normalbetrieb
Bereits im sogenannten Normalbetrieb eines AKW wird Radioaktivität
freigesetzt. In Deutschland dokumentierte 2007 eine Studie des Deutschen
Kinderkrebsregisters im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz
vermehrt Leukämiefälle bei Kleinkindern in AKW-Nähe. Aktuelle Recherchen aus dem Jahr 2011 ergaben, dass gravierend erhöhte Mengen radioaktive Isotope beim Brennelement-Wechsel freigesetzt werden. In einer 2010 veröffentlichten Studie des Helmholtz Zentrums München wurde nachgewiesen, dass in der Umgebung von AKW weniger Kinder geboren werden,
vor allem weniger Mädchen. Das anomale Geschlechterverhältnis an
AKW-Standorten in Deutschland, Belgien und der Schweiz ist signifikant.
Gravierende Schäden werden auch durch den Uranabbau im Ausland
verursacht.
Risiko Super-GAU
Atomenergie ist grundsätzlich unbeherrschbar und nicht mit den
Grundrechten auf körperliche Unversehrtheit und Leben vereinbar.
Gefahrenquellen sind Naturkatastrophen, Terroranschläge,
Flugzeugabstürze, menschliches Versagen im Betrieb oder eine Verkettung
unglücklicher Umstände. Die gesundheitlichen, ökologischen, sozialen und
wirtschaftlichen Auswirkungen bei einem schweren Störfall sind in
keiner Weise abschätzbar. Die traurigen Anhaltspunkte für ein Ausmaß
eines solchen GAU bieten die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima.
Unvereinbarkeit mit der Energiewende
Der Ausbau der Atomenergie in den Niederlanden verträgt sich nicht
mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Atomkraftwerke sind
unflexibel und können nicht schnell an die flexible Stromproduktion
durch erneuerbare Energien angepasst werden. Zudem werden durch
Investitionen in ein AKW große Mengen Kapital gebunden, die bei den
erneuerbaren Energien fehlen.
Wohin mit dem Atommüll?
Eine Lösung für die endgültige Lagerung von Atommüll gibt es in den
Niederlanden bisher eben so wenig wie in Deutschland und der gesamten
EU. Bevor diese Frage nicht geklärt ist, verbietet es sich weiteren
Atommüll zu produzieren.
Verfahrensfehler
Ich protestiere hiermit auch gegen die gegen die mangelhafte
Bekanntmachung, die viel zu kurze Auslegungsfrist und das Fehlen
deutschsprachiger Unterlagen. Diese widerspricht der von der EU
beschlossenen Aarhus-Konvention.
Bei einer Standortwahl in Zeeland würde diese Provinz für mich auch
nicht mehr als Urlaubsgebiet in Frage kommen. Ich behalte mir vor,
meinen Einspruch zu ergänzen und beantrage kostenlos und laufend
persönlich über den Stand des Verfahrens informiert zu werden.
Mit freundlichen Grüßen,
[Unterschrift, Name und Anschrift]
» Mustereinwendung im DOC-Format (44 kb)
» Bitte schreiben Sie auch einen Abschiedsbrief an RWE, damit der Protest dort ankommt (Vorlage im DOC-Format, 44 kb)
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Der Castor rollt am 23.11. durch Berlin – Wir sagen Nein!
Am
Mittwoch, den 23. November macht der Castor-Transport von campact
Station in Berlin.Gemeinsam mit den NaturFreunden Berlin, Anti Atom
Berlin und der BI Lüchow-Dannenberg und der BUND-Jugend wollen wir den
Castor aufhalten.
Vom Pariser Platz aus wird sich der Transport begleitet von
„Strahlenschutzexperten“ und „Schutzpersonal“ auf den Weg nach Gorleben
machen. Doch immer wieder wird er von vielen Aktionsteilnehmer/innen zum
Abbiegen gezwungen. Enden wird die Aktion mit einer Kundgebung vor dem
Bundesumweltministerium.
Alle sind herzlich zur Aktion eingeladen!
- Beginn: 10:00 Uhr, Brandenburger Tor, Pariser Platz
- Abschlusskundgebung: ca. 11:30 Uhr, vor dem Bundesumweltministerium, Stresemannstraße 128-130
Unsere Demo wird sich in zwei Gruppen teilen: die Blockierer/innen und die Begleiter/innen des Castors.
Haben
Sie Lust an Schauspiel und Verkleidung? Dann werden Sie zum
Strahlenschutzexperten: verkleiden Sie sich selbst oder bekommen Sie von
uns vor Ort Strahlenschutzanzüge, Atomfässer zum Rollen, Geigerzähler
zum Strahlenmessen, Absperrband etc. Die Blockierer/innen bekommen
Strohsäcke zum Sitzen und Protest-Schilder. Kommen Sie auch gerne mit
selbst gemalten Bannern und Schildern oder bringen Sie ihr Demomaterial
mit. Sie laufen dem Castor-Treck voraus und blockieren ihn und bringen
ihn an den Abzweigungen immer wieder zum Abbiegen.
Bei jedem Tourstopp werden wir Unterschriften gegen ein Endlager in
Gorleben auf einem zehn Meter hohen, aufblasbaren X sammeln. Das X steht
für den Jahrzehnte langen Widerstand gegen den Castor rund um Gorleben.
In Berlin, der letzten Station unserer Tour, soll es vor dem
Umweltministerium in die Höhe ragen, wenn wir Herrn Röttgen zu einem
Gespräch zur Endlagerproblematik einladen.
Die Aktion wird von Anti-Atom Berlin, der BUNDjugend Berlin und den Naturfreunden Berlin unterstützt.
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Anti-Atom-Koordination Berlin: Busse ins Wendland
Die
Anti-Atom-Koordination Berlin organisiert wieder Busse zu den
Castor-Protesten im Wendland. Wir fahren verschiedene Camps an und holen
Euch auch nach den Protesten wieder in den Camps ab.
Karten für alle Busse gibt es bei:
NaturFreunde Deutschlands
Warschauer Str. 58 a
13351 Berlin
Öffnungszeiten: Mo – Fr. 8.00 bis 17.00 Uhr
Schwarze Risse im Mehringhof in Kreuzberg
Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin
Mo – Fr 10.00 – 18.30 Uhr
Sa 11.00 – 14.00 Uhr
Schwarze Risse in Prenzlauer Berg
Kastanienallee 85
10435 Berlin
Mo – Fr 11.00 – 19.00 Uhr
Sa 11.30 – 15.00 Uhr
Karten für die Demonstration am 26.11. gibt es:
Grüne Liga
Prenzlauer Allee 8
10405 Berlin-Prenzlauer Berg
Mo-Do 9.00-17.30 Uhr
Fr 9.00-15.00 Uhr
DIE LINKE Berlin
Kleine Alexanderstraße 28
10178 Berlin
Mo – Fr 10.00 – 18.00 Uhr
BUND Berlin
Crellestraße 35
10827 Berlin,
Mo-Fr 10-13 Uhr
Mo, Di, Do 14-17 Uhr
Kartenpreis: 16 Euro
Fahrkarten gibt es für:
Hinfahrt, Donnerstag, 24.11., 7.30 Uhr
Hinfahrt, Freitag, 25.11., 7.30 Uhr
Hinfahrt, Samstag, 26.11, 6.30 Uhr (Demonstration)
Rückfahrt, Samstag, 26.11., 17.30 Uhr (Rückfahrt Demonstration)
Rückfahrt, Sonntag, 27.11., 18.00 Uhr (genau: wenn der Castor durch ist!)
Info-Telefon: Uwe (NaturFreunde) – Tel. 0176-62015902
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X-tausenmal quer: PM: AKW Brokdorf 24 Stunden blockiert / “Es gibt keinen ungestörten AKW-Betrieb”

Nach 24 Stunden haben die Aktivistinnen und Aktivisten der
Initiative X-tausendmal quer am Sonntagvormittag die Blockade des AKW
Brokdorf beendet.
Eon ließ dreimal Tore von der Polizei räumen, um die am vergangenen
Mittwoch begonnenen Revisionsarbeiten im AKW weiterführen zu können –
die Aktivisten kehrten jedes Mal zurück. Bis zu 250 Menschen hatten an
der gewaltfreien Sitzblockade teilgenommen.
“So wenig, wie es einen störungsfreien AKW-Betrieb gibt, gibt es
einen ungestörten AKW-Betrieb”, sagte Luise Neumann-Cosel,
Pressesprecherin von X-tausendmal quer. “Im AKW Brokdorf gab es seit
1986 bereits 210 meldepflichtige Ereignisse. Ein Super-GAU ist in jedem
AKW jederzeit möglich. Deshalb versprechen wir: Wir werden keinen
ungestörten AKW-Betrieb zulassen und weiterhin Zivilen Ungehorsam
leisten.”
Die Blockade des AKW Brokdorf war ursprünglich für Pfingsten
geplant. “Um der lange angekündigten Blockade zu entgehen, hatte Eon
die Revision um eine Woche nach hinten verschoben – viele kamen
trotzdem nach Brokdorf”, sagte Luise Neumann-Cosel. “Eon hat am
Sonntagmorgen wegen uns einen Schichtwechsel vorgezogen – wir saßen
trotzdem vor dem Tor. Diese Hartnäckigkeit der Anti-AKW-Bewegung
sollten sich diejenigen vergegenwärtigen, die in den nächsten Wochen
einem Weiterbetrieb der Atomkraftwerke bis ins Jahr 2022 zustimmen
wollen.”

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Neue Qualität des Protestes: Gewaltfreie Sitzblockade am AKW Brokdorf / Unterstützerverbände äußern sich
Zahlreiche
Organisationen unterstützen die am morgigen Samstag beginnende
gewaltfreie Sitzblockade vor dem AKW Brokdorf und fordern einen
konsequenten Ausstieg. Keinesfalls dürfe das AKW weitere zehn Jahre am
Netz bleiben.
Im Folgenden begründen ausgewählte Unterstützerorganisationen ihre Beteiligung.
Thorben Becker, Energiereferent des Bunds für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND): “Ein Konsens unter den politischen
Parteien ist noch längst kein gesellschaftlicher Konsens. Der BUND
kämpft für einen möglichst schnellen Atomausstieg und beteiligt sich
deshalb aktiv an der Blockade.”
Hendrik Paulitz, Atomexperte der Internationalen Ärzte für die
Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW):
„Die Opposition muss jetzt darauf bestehen, dass die endgültige
Stilllegung aller Atomkraftwerke durch eine Grundgesetzänderung
abgesichert wird. Nur dadurch kann das erklärte Ansinnen von
Bundesumweltminister Norbert Röttgen vereitelt werden, künftigen
Regierungen die Option der erneuten Laufzeitverlängerung zu
ermöglichen.“
Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstandes der Naturfreunde:
„Die Blockaden, die jetzt in Brokdorf stattfinden, stellen eine neue
Qualität des Protestes dar. Jetzt beginnt der Kampf um ein möglichst
schnelles Ende jedes einzelnen Reaktors.”
Gesine Agena, Sprecherin der Grünen Jugend: “Was die
Bundesregierung vorlegt, ist kein Konsens, sondern ein
schwarz-gelber Koalitionskompromiss. Als Grüne Jugend werden wir weiter
auf der Straße aber auch innerparteilich für den schnellstmöglichen
Ausstieg streiten.”
Sven Frye, Bundesvorsitzender der SJD – Die Falken: “Wir brauchen
keine AKWs! Bei der Verlängerung der AKW-Laufzeiten ging es CDU, CSU und
FDP nicht um Strom, sondern um die Profite der Energiekonzerne.”
Jutta Sundermann, Mitglied des Koordinierungskreises von Attac:
“Die Atomkonzerne müssen endlich entmachtet werden. Der
entschädigungsfreie und sofortige Ausstieg ist ohne weiteres zu
rechtfertigen. Energiewende muss auch heißen, dass kleine, dezentrale
Strukturen Vorrang haben vor den Begehrlichkeiten der Energieriesen.“

Wegen der laufenden Revisionsarbeiten am AKW herrscht Hochbetrieb
auf dem Gelände: viel mehr Fahrzeuge als sonst müssen die Tore
passieren. Derweil sammeln sich Atomkraftgegnerinnen und -gegner im
nahe gelegenen Camp und bereiten sich im Laufe des Tages mit Trainings
auf die Blockaden vor. Für Samstagmorgen, 9 Uhr ist eine Demonstration
zum AKW angekündigt. Der Schichtwechsel um 17 Uhr soll durch die
Blockaden
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X-tausenmal quer: Schichtwechsel durch Räumung erzwungen – wir kommen wieder!
18.06.2011
Schichtwechsel durch Räumung erzwungen – wir kommen wieder!
Pünktlich zum geplanten Schichtwechsel um 17 Uhr hat die Polizei
das Nebentor (am Deich) des AKW Brokdorf frei geräumt. An die 100
BlockiererInnen wurden weggetragen.
Pünktlich
zum geplanten Schichtwechsel um 17 Uhr hat die Polizei das Nebentor
(am Deich) des AKW Brokdorf frei geräumt. An die 100 BlockiererInnen
wurden weggetragen. Etliche Busse mit Arbeitern für die Revision des
AKW fuhren hinein – die Arbeiterinnen und Arbeiter mussten sich dazu
zunächst im AKW Brunsbüttel sammeln, um dann als Schub auf das Gelände
fahren zu können. Drinnen stieg dann die abgelöste Schicht ein. Was für
ein Aufwand, um ein AKW weiter zu betreiben… Die Polizei wurde dabei
von Regierung und AKW-Betreiber Eon zum Büttel wirtschaftlicher
Interessen gegen die Sicherheitsinteressen der Bevölkerung gemacht.
Die Räumung erfolgte von der Polizei weitgehend gewalftrei durch
Wegtragen. Allerdings wurde bei der Räumung des mit zwei Menschen
besetzten Dixi-Häuschens ruppig vorgegangen. Da von den Aktivisten
keinerlei Gewalt ausging, ist das unverständlich. Eine Aktivistin wurde
von einem Tripod (dreibeiniges Rohrgestänge) ageseilt. Die Polizei nahm
die Personalien aller Geräumten auf.
Mit großem Aufwand hat der Atomkonzern Eon den ersten Schichtwechsel
seit Beginn der Blockade erzwungen. Die Blockade am Haupttor (Ostseite
des AKW) steht weiter – und das Nebentor werden wir nicht frei lassen.
Die AktivistInnen sind entschlossen – und der Zugang für neue
MitblockiererInnen ist weiter offen.
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.ausgestrahlt fordert grünes “Nein” zu Merkels Atomkurs
Offener Brief an Bündnis 90/Die Grünen
Offener Brief an den Bundesvorstand von Bündnis 90 / Die Grünen
Hamburg, den 5. Juni 2011
Lieber Bundesvorstand der Grünen
am Montag wollt Ihr beraten, wie Ihr Euch gegenüber den atompolitischen Vorstellungen der Bundesregierung positioniert.
Nach
der neuesten Forsa-Umfrage wollen 56 Prozent der Bevölkerung einen
vollständigen Atomausstieg bis 2016 oder früher. Die Mehrheit will also
einen schnelleren Ausstieg, als ihn selbst die Grünen fordern (2017) –
aber in keinem Fall den Weiterbetrieb der letzten AKW bis 2022.
Wir fordern Euch nachdrücklich auf, der Atompolitik der Bundesregierung nicht zuzustimmen – und zwar aus folgenden Gründen:
1. Nach dem aktuellen Plan der Regierung sollen bis 2017 – dem Jahr,
in dem nach grüner Vorstellung das letzte AKW vom Netz gehen soll,
nur zwei von neun verbleibenden Reaktoren stillgelegt werden. Sieben
laufen weiter, sechs davon noch vier oder fünf Jahre länger. Keines
davon ist nach dem Bericht der Reaktorsicherheitskommission gegen
Flugzeugabstürze gesichert. In jedem einzelnen kann jeden Tag die
Kernschmelze eintreten.
2. Sechs AKW sollen damit noch mehr als zehn Jahre – über drei
Bundestagswahlen hinweg – am Netz bleiben. Damit ist der Ausstieg nicht
unumkehrbar, sondern das öffnet Tür und Tor für eine spätere Revision
der jetzigen Beschlüsse.
3. Die Kanzlerin hat auf ihrer Pressekonferenz nach dem Gespräch mit
den MinisterpräsidentInnen am Freitag erklärt, dass sie an der
Regellaufzeit von 32 Jahren festhalten will und nicht – wie von Renate
Künast kolportiert – auf 30 Jahre runtergehen wird.
4. Die Bundesregierung hat beschlossen, den Bau des
AtommüllEndlagers im dafür völlig ungeeigneten Salzstock Gorleben
weiter voranzutreiben. Damit werden Tatsachen geschaffen, die es in
Zukunft immer schwerer machen werden, Gorleben zu verhindern.
5. Es soll dabei bleiben, dass eines der besonders unsicheren AKW
als sogenannte „Kaltreserve“ in den nächsten beiden Wintern
hochgefahren werden kann.
6. Die Senkung der Sicherheitsstandards in der Atomgesetznovelle
wird nicht zurückgenommen. Eine Verbesserung des Sicherheitsstandards
durch die Übernahme des neuen Kerntechnischen Regelwerks wird nach wie
vor nicht verwirklicht.
7. Die Bundesregierung hat sich Konsensgesprächen sowohl mit den Grünen als auch mit den Umweltverbänden verweigert.
All dies zeigt, dass die Kriterien für eine Zustimmung, die Ihr vor
wenigen Tagen selbst aufgestellt habt, nicht erfüllt werden. Damit kann
es kein grünes „Ja“ geben.
Es würde die Glaubwürdigkeit der Grünen extrem beschädigen, wenn
sie all dies mittragen. Ihr sagt von Euch, Ihr seid die
Anti-Atom-Partei. Doch bei einer Zustimmung droht den Grünen das
Schicksal einer bekannten Steuersenkungspartei, die die Erwartungen
ihrer WählerInnen nicht
erfüllen konnte.
Die Grünen müssen nicht springen, nur weil Rainer Brüderle ein Stöckchen hinhält.
Die Auseinandersetzung um die Atomenergie wird weitergehen, alleine
schon deshalb, weil die großen Stromkonzerne in den nächsten Jahren
alles dafür tun werden, dass ihre Gelddruckmaschinen doch noch länger
in Betrieb bleiben können. Wir werden deshalb weiter auf der Straße
gegen den Weiterbetrieb der AKW demonstrieren, auch weil die Risiken
bis 2022 nicht kleiner werden, sondern in alternden Anlagen immer
größer. Auf welcher Seite werdet Ihr dann stehen?
Mit dem rotgrünen Atomkonsens gab es ein tiefes Zerwürfnis zwischen
Grünen auf der einen und Bürgerinitiativen und Umweltverbänden auf
der anderen Seite. In den letzten Jahren habt Ihr Euch als
Oppositionspartei wieder als Teil der Anti-AKWBewegung verstanden,
habt mit uns gemeinsam demonstriert und unsere Forderungen geteilt.
Die Spaltung konnte weitgehend überwunden werden. Wir fordern Euch auf:
Setzt diese Gemeinsamkeit nicht erneut aufs Spiel!
Nur wenn wir alle Kräfte bündeln, können wir einen schnelleren Ausstieg durchsetzen.
Mit sonnigen Grüßen
Jochen Stay
(Sprecher von .ausgestrahlt)
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Einladung „Castor? Schottern! 2.0“ bundesweites Vorbereitungstreffen
+++ Einladung „Castor? Schottern! 2.0“ bundesweites Vorbereitungstreffen
vom 15.-17. Juli im Wendland +++
Wir
sind Menschen aus verschiedenen Städten und politischen Strömungen, die
im letzten Herbst die Kampagne “Castor? Schottern!” organisiert haben.
Wir wollen im November an die Erfahrungen anknüpfen und bereiten den
zweiten Anlauf vor. Wir werden nicht alles anders, aber manches besser
machen.
Unser Ansatz ist weiterhin, massenhaft einen Schritt vom symbolischen
Protest zum gemeinsamen konkreten Widerstand zu gehen. Wir sehen uns
nicht als Ersatz, sondern als eine Ergänzung zu den verschiedenen
Protest- und Widerstandsformen, die es im Wendland gibt und zu denen wir uns solidarisch verhalten.
Das Ziel unserer Aktion “Castor? Schottern!” ist es, am Tag X die
Schiene im Wendland zu schottern (also die Schottersteine aus dem
Gleisbett zu entfernen), sie damit und anderen kreativen Aktionen
unfahrbar zu machen. Im Vorfeld wollen wir mit einer großen Kampagne
sichtbar und offen die Notwendigkeit und die Legitimität für eine solche
Aktion deutlich machen. In möglichst vielen verschiedenen Städten
wollen wir unsere Aktionsidee offensiv bewerben, sowie zur Bildung von
Bezugsgruppen anregen, die am Tag X gemeinsam und koordiniert agieren.
Der Widerstand gegen den Castor-Transport ins Wendland wird im
November stattfinden unter dem Eindruck des Multi-GAUs in Fukushima, der
vielen erneut vor Augen geführt hat, dass Atomkraft nicht beherrschbar
ist. Er steht aber auch im Kontext des sich abzeichnenden
Allparteienatomkonsens, an dem die konservativ-liberale Regierung gerade
bastelt. Es geht im Herbst am Kristallisationspunkt CASTOR ganz
entscheidend darum, ob sich die Anti-Atom-Bewegung durch diesen, wie es
jetzt überall heißt, „echten Konsens“ befrieden lässt oder nicht. Das
wird ein zähes Ringen. Ein Kommentar der taz macht deutlich, worum es im
Herbst geht: „Die Ethikkommission hat recht: Es ist an der Zeit, diesen
Konflikt zu beenden – und es sieht so aus, als hätten die
Atomkraftgegner gesiegt.“
Auch wenn die Stilllegung von acht Atomreaktoren ein erfreuliches
Ereignis ist: Wir sind noch lange nicht fertig und noch lange nicht
zufrieden. Wir werden weiter für die sofortige Stilllegung aller
Atomanlagen kämpfen und versuchen, ganz andere (Energie-)Verhältnisse
durchzusetzen. Wir warten nicht auf die nächste Kommission, wir
schottern. Und diesmal richtig.
Zum bundesweiten “Castor? Schotter!” Treffen vom 15. bis zum 17. Juli
laden wir euch hiermit herzlich ein. Dort sollen die nächsten Schritte
der Kampagne geplant werden.
Wir würden uns freuen, wenn ihr an unserem Treffen teilnehmt!
Bitte meldet euch an, damit wir ungefähr wissen, mit wie vielen
Menschen wir planen können. Genauere Infos zum Tagungshaus bekommt ihr
nach der Anmeldung. Für Übernachtung und Verpflegung soll jede/r soviel
zahlen, wie er/sie kann – an Geld soll die Teilnahme nicht scheitern.
Für Anmeldung, Nachfragen und Anregungen stehen wir unter mail-an-castor-schottern@riseup.net zur Verfügung.
Bis zum Juli!
Die Kampagne “Castor? Schottern!”
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NaturFreunde: Strombörse abschaffen – Spekulation eindämmen
Berlin,
17. Juni 2011 – „Darf die Strombörse in Leipzig (EEX) eine Zukunft
haben, obwohl sie ein Instrument der Spekulation ist“, fragt der
Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands Michael Müller
anlässlich der aktuellen Behandlung zahlreicher Gesetze zur
Energiepolitik in Bundestag und Bundesrat. „Die Spekulation mit den
Strompreisen nimmt durch überschüssiges Kapital zu, die Folge sind
zunehmend Preissteigerungen. Die Strombörse muss abgeschafft werden!“
Die Strombörse in Leipzig (EEX) ist ein organisierter Markt ähnlich
einer Wertpapierbörse, gehandelt wird aber Strom. Theoretisch soll
durch die Bündelung von Angebot und Nachfrage eine hohe Liquidität
erreicht werden und der geregelte Handel ein Vergleichsinstrument
schaffen, um Transaktionskosten zu senken.
Immer kurzfristigere Verträge
„Diese Strombörse ist eine Folge der Liberalisierung der
europäischen Elektrizitätsmärkte“, so Müller. „Obwohl es statt
langfristiger Bindungen immer mehr kurzfristige Verträge gab, ist die
Bundeskanzlerin voll des Lobes, bezeichnet die EEX sogar als
‚Energiegeschichte‘. Erneut hat sie die Dimension spekulativer Prozesse
nicht erkannt, die der Augsburger Juraprofessor Thomas Möllers eine
„Aura der Gesetzlosigkeit“ genannt hat.“
Die dunkle Seite der Börse sei spätestens seit dem Enron-Skandal
bekannt, führt Müller weiter aus. Durch manipulative Eingriffe kam es
zu Kunstzahlen und schließlich zu Engpässen durch spekulative
Strompreise. Auch in Deutschland habe es im Jahr 2005 Vermutungen
gegeben, dass große Energiekonzerne die Preise an der EEX künstlich
beeinflussen würden, schließlich unterliege diese Börse keiner
behördlichen Aufsicht. Von daher habe es im Jahr 2007 ein
Kartellverfahren gegen E.on gegeben, bis heute aber weder eine
Verschärfung der Aufsicht, noch eine Verbesserung bei der
Veröffentlichungspflicht.
Gravierende gesamtwirtschaftliche Folgen
„Tatsächlich ist die deutsche Stromspotbörse im Jahr 2009 ‚Offshore‘
gegangen und hat sich bei Stromlieferungen innerhalb Deutschlands der
Aufsicht entzogen. Die Preisverzerrungen nehmen zu, die
gesamtwirtschaftlichen Folgen sind gravierend, zumal sich die Preise
der Strompreisspotbörse auch auf den außerbörslichen Stromhandel und
die Terminmärkte auswirken. Diese Problematik ist der Bundeskanzlerin
bekannt, aber sie reagiert nicht“, so Michael Müller, der in der
letzten Legislaturperiode auch als Parlamentarische Staatssekretär im
Bundesumweltministerium tätig war.
Zunehmend spekulative Preisbildung
„Insider gehen davon aus, dass zunehmend spekulative Elemente in die
Preisbildung einfließen. Das darf nicht hingenommen werden. Gerade
nach den Erfahrungen der Finanzkrise muss die Politik Konsequenzen
ziehen und jede Form der Spekulation stoppen. Die NaturFreunde
Deutschlands fordern deshalb, das Projekt Strombörse zu beenden. Sie
ist ein Instrument des Neoliberalismus und darf keine Zukunft haben.
Stattdessen muss verstärkt daran gearbeitet werden, die Spekulationen
mit Energie, Rohstoffen und Nahrungsmitteln zu beenden. Die Abschaffung
der Strombörse wäre ein guter Schritt in diese Richtung.“

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X-tausendmal quer: …kommt alle nach Brokdorf!
Liebe Aktivistinnen und Aktivisten,
jetzt geht es los! Und wir verlieren auch keine langen Worte mehr, wir wissen alle worum es geht…
…kommt alle nach Brokdorf!
- Heute: Beginnt das Aktionscamp
- Morgen: Aktionsvorbereitung im Camp mit Aktionstrainings und
Sprecher_innenräten
- Samstag und Sonntag: BLOCKADE!
- Aktuelles vom Camp
Der Campaufbau ist quasi abgeschlossen. Heute kommt als letztes noch
das große Zirkuszelt – sprich wer heute Nachmittag noch anreist, kann
mit beim Aufbauen helfen. Die Küche ist auch am Start und für
Verpflegung ist gesorgt. Aktuelle Fotos vom Campplatz, eine Info- Karte
von der Umgebung und einen Zeitplan vom Camp findet ihr hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=109
- Was ihr mitnehmen solltet – kleine Packliste Wir sind quasi an der
Nordsee und da kann es auch mal windig, kühl und regnerisch sein.
Bitte denkt daran entsprechende Kleidung mitzunehmen.
Ganz wichtig ist natürlich für heiße Sonnentage (fettfreie) Sonnencreme
und Sonnenschutz, sowie Wasserflaschen (keine Glasflaschen). Wenn ihr
noch mal genau nachschauen wollt, was Mensch auf eine Aktion mitnehmen
sollte und was lieber nicht, dann findet ihr hier eine ausführliche
Packliste:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=111
– Wie soll unsere Blockade aussehen?
Mit einer oder mehreren Sitzblockaden werden wir uns auf den
Zufahrtstrassen zum AKW Brokdorf niederlassen — frei nach dem Motto:
“Wir kommen, um zu bleiben!”. Damit senden wir nicht nur ein Zeichen an
die Atomkonzerne und an die Angestellten im AKW, sondern über die
breite mediale Öffentlichkeit an die Politiker_innen und Regierende.
Welches Bild dabei von uns und unserer Aktion vermittelt wird, dass gestaltet jedeR Einzelne von uns mit.
Trotz des ernsten politischen Anspruches, den wir haben, wollen wir es
uns auf der Straße auch gemütlich machen. Damit die Blockade unsere
Ziele und Grundhaltung ausstrahlt, ist eure Phantasie gefragt: Was
macht eine gelungene Aktion aus? Wie könnt ihr einzeln oder als
Bezugsgruppe die Aktion mitgestalten? Ein paar Assoziationen dazu:
Straßentheater, Kreidemalerei, Spielsachen, eine Endlager suche vor Ort, Workshops, Musik und Tanz… und jetzt Ihr!
- Aktuelle Informationen von der Blockade (Blog und Twitter) Vor,
während und nach der Aktion werden wir euch im Blog auf unserer
Startseite und auch via Twitter auf dem Laufenden halten:
www.twitter.com/xquer
– Anreise
Wer mit der Bahn anreist, fährt am besten über Hamburg-Altona nach
Glückstadt (alle 30 – 60 min. Fahrtzeit: ca. 30 min). Von Glückstadt
aus wird es ab Donnerstagabend durchgehend bis einschließlich Samstag
in regelmäßigen Abständen Shuttles zum Camp geben. Am Sonntag werden
wir ab dem späten Nachmittag wieder zurück shutteln, vom Camp zum
Bahnhof in Glückstadt. Am Bahnhof in Glückstadt wird es einen Infopunkt
von uns geben,der die gesamte Zeit besetzt sein wird. Außerdem gibt es
ein Camp-Infotelefon, bei dem ihr euch im Fall der Fälle melden könnt:
0152/56366944
Alle weiteren Informationen zur Anreise findet ihr hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=110
– Mit der Bitte um eine Spende
Wir setzen ein Zeichen, mit einer großen gewaltfreien Sitzblockade vor
dem Atomkraftwerk Brokdorf. Wir werden auf der Strasse sitzen, um
deutlich zu machen, dass alle AKW abgeschaltet werden müssen. Und zwar
jetzt und für immer. Dafür haben wir viel Zeit, Engagement, Kreativität
und auch einiges an Nerven investiert. Viele Menschen haben uns bei
unserer Arbeit mit großen und kleinen Spenden unterstützt. Dies ist
leider auch weiterhin notwendig, um die angefallen Kosten zu decken.
Zudem haben wir dieses Jahr nocht viel vor: mit gorleben365 entsteht
eine Dauerblockade vor dem brüchigen Salzstock und auch der nächste
Castor-Transport ist bereits für November angekündigt:
Unser Aktionskonto:
X-tausendmal quer
Konto 24 42 28 03
BLZ 258 619 90
Volksbank Clenze
Hinweis: wir sind selten gemein, meistens nützlich, aber nicht
gemeinnützig – weshalb wir keine Spendenbescheinigungen ausstellen
können. Vielleicht ein Grund mehr uns zu unterstützen.
Damit endlich Schluss ist mit der Atomkraft!
Deine Koordinationsgruppe von X-tausendmal quer https://www.x-tausendmalquer.de
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NaturFreunde: Für den sofortigen und endgültigen Atomausstieg

| Für den sofortigen und endgültigen Atomausstieg |
| 8.6.2011 | Stellungnahme der NaturFreunde Deutschlands zur Änderung des Atomgesetzes |
Stellungnahme der NaturFreunde Deutschlands bei der öffentlichen
Anhörung des Ausschusses des Deutschen Bundestages für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit am 08.06.2011 zum Thema „Änderung des
Atomgesetzes/Energiewende“
vorgetragen von Hans-Gerd Marian, Bundesgeschäftsführer der NaturFreunde Deutschlands
Für den sofortigen und endgültigen Atomausstieg
Vorbemerkung:
Die NaturFreunde weisen seit mehr als dreißig Jahren darauf
hin, dass mit der Nutzung der Atomkraft unbeherrschbare Risiken
verbunden sind. Für die NaturFreunde Deutschlands stellt der Betrieb
von Atomkraftwerken einen grundgesetzwidrigen Tatbestand dar. Schon
weil die Entsorgung nicht gesichert ist, dürfte es für kein
Atomkraftwerk eine Betriebsgenehmigung geben. Deshalb fordern wir den
sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Der Atomausstieg muss durch
eine Änderung des Grundgesetzes abgesichert werden, indem im
Grundgesetz ein verankerter Stichtag festgelegt wird, ab dem in
Deutschland keine Kernkraftwerke mehr betrieben werden dürfen.
Gleichzeitig muss auch der Export von Atomtechnik grundgesetzlich
verboten werden.
Als Teil des Atomausstiegs sollte der Deutsche Bundestag die
Bundesregierung beauftragen, sich auf europäischer Ebene für die
Auflösung des Vertrags zur Gründung der
Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) einzusetzen. Die NaturFreunde
unterstützen die Forderung nach einem neuen europäischen Vertrag zur
Einrichtung einer
„Europäischen Gemeinschaft zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeinsparung“.
Positiv bewerten die NaturFreunde die geplante Festlegung eines
befristeten festen Enddatums für die Nutzung der Atomenergie zur
gewerblichen Erzeugung von Elektrizität in Deutschland. Das vorgesehene
Enddatum zum 31. Dezember 2022 ist jedoch nicht akzeptabel. Die
NaturFreunde fordern die sofortige und endgültige Stilllegung aller
zurzeit abgeschalteter AKW und aller AKWs, die in erdbebengefährdeten
Gebieten liegen. Die verbleibenden AKW können und müssen nach einem
gesetzlich fixierten Stufenplan bis spätestens 2014 stillgelegt werden.
Aufgrund der bestehenden Kraftwerksstruktur, ist ein vollständiger
Ausstieg aus der Atomenergie bis spätestens zu diesem Zeitpunkt
möglich.
Auch dieser Übergangszeitraum birgt hohe Gefahrenpotentiale, da
weder die älteren noch die neueren Atomkraftwerke gegen den Absturz
eine Passagierflugzeuges oder gar einem Terrorangriff geschützt sind. |
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Für den sofortigen und endgültigen Atomausstieg |
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| Naturfreunde-Stellungnahme*: |
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Entwurf für ein „Dreizehntes Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes
§ 7 Absatz 1 a Satz 1 und 2:
Die im Entwurf für ein „Dreizehntes Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes“
in § 7 Absatz 1a Satz 1 und 2 in den Punkten 2 bis 6 aufgezeigten
Berechtigungszeiträume „zum Leistungsbetrieb einer Anlage zur Spaltung
von Kernbrennstoffen“ halten die NaturFreunde für nicht akzeptabel.
In Punkt 1 werden die AKWs Biblis A, Neckarwestheim
1, Biblis B, Brunsbüttel, Isar 1, Unterweser, Philippsburg 1 und
Krümmel, mit Annahme des Gesetzes abgeschaltet. Dies begrüßen die
NaturFreunde ausdrücklich.
In Punkt 2 wird mit Ablauf des 31. Dezember 2015 für
das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld die Abschaltung festgelegt. Diesen
Zeitraum halten wir aufgrund der akuten Sicherheitsmängel von
Grafenrheinfeld für nicht akzeptabel und fordern die sofortige
Stilllegung des Atomkraftwerks.
In Punkt 3 wird mit Ablauf des 31. Dezember 2017 für das
Atomkraftwerk Gundremmingen B die Stilllegung vorgesehen. Diesen
Zeitraum halten wir für nicht zu verantworten, da Gundremmingen B in
einem erdbebengefährdeten Gebiet liegt und fordern die sofortige
Stilllegung des Atomkraftwerkes.
In Punkt 4 wird mit Ablauf des 31. Dezember 2019 für das Atomkraftwerk
Philippsburg 2 die Stilllegung vorgesehen. Diesen Zeitraum halten wir
für nicht zu verantworten, da Philippsburg 2 in einem
erdbebengefährdeten Gebiet liegt und fordern die sofortige Stilllegung
des Atomkraftwerkes.
In Punkt 5 wird mit Ablauf des 31. Dezember 2021 für die Atomkraftwerke
Grohnde, Gundremmingen C und Brokdorf die Stilllegung vorgesehen. Diese
Zeiträume halten wir für nicht zu verantworten. Gundremmingen C liegt
in einem erdbebengefährdeten Gebiet und ist deshalb sofort
stillzulegen. Die Atomkraftwerke Grohnde und Brokdorf müssen spätestens
2014 stillgelegt sein.
In Punkt 6 wird mit Ablauf des 31. Dezember 2022 für die Atomkraftwerke
Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 die Stilllegung vorgesehen. Diese
Zeitraum halten wir für nicht zu verantworten. Neckarwestheim 2 liegt
in einem erdbebengefährdeten Gebiet und muss deshalb sofort stillgelegt
werden. Die Atomkraftwerke Emsland und Isar 2 müssen spätestens 2014
stillgelegt sein.
§ 7 Absatz 1e
Der vorgesehene Reservebetrieb eines in Absatz 1a Satz 1
Nummer 1 genannten Atomkraftwerke halten die NaturFreunde für nicht
akzeptabel und sicherheitstechnisch nicht verantwortbar. Der
vorgesehene Reservebetrieb ist aus dem Gesetzesentwurf zu streichen.
Begründung:
Die Behauptung, „auch nach den schwerwiegenden Ereignissen in Japan ist
es zum jetzigen Zeitpunkt aus Gründen der Versorgungssicherheit, des
Klimaschutzes und einer preiswürdigen Energieversorgung nicht möglich,
sofort gänzlich auf die Nutzung der Kernenergie zu verzichten“ ist
falsch.
Ein endgültiger Ausstieg aus der
Atomenergieerzeugung bis 2014 ist ohne technische Probleme möglich. In
Deutschland gibt es derzeit völlig überdimensionierte
Kraftwerkskapazitäten, die es möglich machen, elf der siebzehn
Atomkraftwerke sofort stillzulegen. Hierdurch wird in keiner Weise die
Versorgungssicherheit gefährdet oder eine preiswerte Energieversorgung
erschwert. Die hierdurch wegfallenenden Erzeugungskapazitäten können
durch die bestehenden Überkapazitäten, Reserven im Kraftwerkspark und
die bereits geplante Kraftwerkszubauten den Ausstieg aus der Atomenergie
im Ganzen kompensieren. Auch die Behauptung, dass durch einen
sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie der Klimaschutz gefährdet würde,
ist nicht haltbar. Die bisherige Planung der Stromversorgung wurde
einseitig am Bau von fossilen Großkraftwerken orientiert. Eine solche
Ausrichtung der Stromversorgung ist mit einer nachhaltigen
Stromversorgung in Zukunft nicht mehr vereinbar. Vielmehr eröffnen
abgeschaltete Atomreaktoren die Möglichkeit in den Verteilernetzen
schneller und offensiver Strom aus erneuerbaren Energien aufzunehmen. So
kann durch die Abschaltung der Atomkraftwerke Brunsbüttel, Krümmel und
Unterweser notwendige Kapazitäten in den Verteilernetzen für die
Einspeisung von Strom aus Offshore-Windparks geschaffen.
Auch die Behauptung, dass aus Gründen der Versorgungssicherheit ein
weiterer Betrieb von Atomkraftwerken notwendig sei, ist falsch. Zurzeit
sind im bestehenden Kraftwerkspark Kapazitäten von mindestens 8.700 MW
verfügbar. Darüber hinaus können aus der „Kaltreserve“ innerhalb
kürzester Zeit Kraftwerkskapazitäten von mehr als 2.500 MW für die
Stromproduktion verfügbar gemacht werden. Hierdurch kann die
Abschaltung der ersten 11 Atomkraftwerke ohne technische Probleme und
ohne Gefahren für die Versorgungssicherheit durchgeführt werden.
Gleichzeitig unterstützen die NaturFreunde die Forderung nach einem
schnellstmöglichen Bau der bereits geplanten Offshore-Windparks und zur
Sicherstellung einer schnell einsatzfähigen, flexiblen Stromerzeugung
den Bau der geplanten Gas-Kraftwerke. Vordringlich halten die
NaturFreunde jedoch einen Ausbau von dezentralen
Onshore-Windkraftanlagen in Deutschland für notwendig. In allen
Bundesländern müssen ausreichende Vorrangflächen für die Nutzung der
Windenergie von mindestens zwei Prozent der Landesfläche ausgewiesen
werden. Genehmigte Windparks müssen auch unverzüglich gebaut werden,
sonst muss die Genehmigung nach spätestens einem Jahr an andere
Investoren übertragen werden können.
Nach den bereits genehmigten Plänen der Energieerzeugungsunternehmen
sind bereits heute Gas- und Kohlekraftwerke mit einer Leistung von
über elf Gigawatt in Bau und gehen in den kommenden drei Jahren ans
Netz. Nach jetzigen Planungen sollen in den nächsten Jahren zehn
Offshore-Windparks und zwanzig neue Erdgaskraftwerke ans Netz gehen.
Würde in Kauf genommen, dass auch einige fossile Kraftwerke wenige
Jahre länger als geplant am Netz bleiben, würden alleine durch diese
Maßnahmen ein Netto-Zuwachs an Kraftwerkskapazitäten erzielt, der die
Abschaltung der verbleibenden Atomkraftwerke in zwei Jahren möglich
macht.
In Realität sind für einen Ausstieg aus der Atomenergie und für die
Gewährleistung von Versorgungssicherheit jedoch weniger Kohlekraftwerke
notwendig, als sich derzeit im Bau befinden. Besonders klimaschädliche
Braunkohlekraftwerke wie Neurath und Boxberg dürfen deshalb nicht mehr
ans Netz gehen. Auf die bereits in Bau befindlichen
Steinkohlekraftwerke wie Moorburg und Datteln könnte verzichtet werden.
Für eine Übergansperiode wäre eine Inbetriebnahme nur hinnehmbar, wenn
bei Inbetriebnahme dieser Kraftwerke alte Kohlekraftwerke mit
entsprechender Leistung stillgelegt werden. Diese wenigen Beispiele
zeigen, dass ein Atomausstieg bis spätestens 2014 realisierbar ist.
Werden die Forderungen der Umweltverbände nach einer deutlichen
Beschleunigung der Energiewende durch die Politik endlich umgesetzt,
ist auch ein sofortiger Atomausstieg möglich. Eine zentrale
Voraussetzung hierfür ist die schnelle und drastische Senkung des
Stromverbrauchs.
Völlig inakzeptabel ist die Feststellung im Begründungstext
des Gesetzesentwurfs: „Die Reaktor-Sicherheitskommission kommt dabei zu
dem Ergebnis, dass die deutschen Anlagen einen hohen Robustheitsgrad
aufweisen und im Hinblick auf die Ereignisse in Fukushima hinsichtlich
der Stromversorgung und der Berücksichtigung externer
Überflutungsereignisse für deutsche Anlagen eine höhere Vorsorge
festzustellen ist.“
So unzureichend die RSK-Prüfung in der kurzen Frist
nur sein konnten, so belegt sie doch das ernsthafte Restrisiko der
Folgen eines Flugzeugabsturzes mit dem Grundsatz „Sicherheit zuerst“
unvereinbar ist. Auch hat es allein in den deutschen Atomkraftwerken
seit 1965 über 5.800 meldepflichtige Störfälle gegeben.
Fazit:
Die NaturFreunde unterstützen die Forderung, nach sofortiger
und auf Dauer sichergestellter Stilllegung der sieben ältesten AKWs
(Biblis A, Biblis B, Brunsbüttel, Isar 1, Krümmel, Neckarwestheim 1,
Philippsburg 1, Unterweser). Das AKW Neckarwestheim 2 sowie die AKWs
Gundremmingen B und C sind sofort stillzulegen, da sie in
erbebengefährdeten Gebieten liegen.
Alle Behauptungen, durch diese Stilllegung könnten Stromlücken
entstehen, sind falsch. Die Jahreslastpläne zeigen deutlich, dass wir
keine Stromlücke haben, wohl aber Regional- und Klimaprobleme, auch
weil die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg den Ausbau
der erneuerbaren Energie deutlich vernachlässigt haben. Deshalb
brauchen wir neben dem Zubau der erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen
auch flexible Gaskraftwerke von rd. 5.000 MW. Sie sollten eventuelle
regionale Spitzenlasten für einen Übergangszeitraum auffangen. Die
Forderung, eine Kaltreserve über Kernkraftwerke vorzuhalten ist
technisch Unsinn und ethisch aufgrund wesentlich höherer Risiken nicht
zu verantworten.
Ausblick:
Energieeinsparung und Energieeffizienz sind das Gebot der
Stunde, unsere Gesellschaft sollte den Energieverbrauch pro Kopf auf
weniger als ein Drittel der heutigen Verbrauchswerte senken.
Ein „Weiter so“ im Sinne der traditionellen Versorgungswirtschaft
darf es nicht geben. Die Brücke ins Solarzeitalter ist die
Effizienzrevolution. Sie ist möglich, denn energietechnisch betrachtet,
weist der bisherige Verbrauch gewaltige Energieverluste auf. Sie
belaufen sich auf rund 25 Prozent im Umwandlungssektor, auf ca. ein
Drittel bei der Wandlung von der End- in die Nutzenergie, dort wiederum
auf bis zu 35 Prozent. Nach den Gesetzen der Thermodynamik erreichen
die Verluste bis zu 80 Prozent, vor allem im Wärmebereich, bei den
Antriebstechniken und den Hochtemperaturprozessen.
Die entscheidende Voraussetzung ist die Anerkennung der Energie- und
Ressourceneffizienz als Produktivitätsfaktor. Wenn sie gesteigert
wird, sind Energiepreise und Energiekosten zwei Paar Schuhe. Höhere
Energiepreise kommen dem Nachfrager bei einem sehr viel geringeren
Verbrauch sogar insgesamt gesehen billiger.
Unsere Vision ist die 2.000-Watt-Gesellschaft, die wir in den
nächsten Jahrzehnten bei einem Gewinn an Lebensqualität erreichen
wollen. Derzeit liegt der Verbrauch in Deutschland im Schnitt bei mehr
als 6.500 Watt. Die Umsetzung erfordert eine Vielzahl von Maßnahmen wie
> Fortentwicklung des Erneuerbaren-Energien-Gesetz mit der
Zielstellung, bis 2020 die Hälfte des Energieverbrauchs aus
Erneuerbaren zu bestreiten;
> Ausbau der Windkraft mit Priorität auf Onshore statt Offshore;
> Erneuerbares Wärmegesetz mit einem massiven Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und ein Wärmenutzungsgebot;
> eine Kraftstoffstrategie und der Umbau des Verkehrssystems für ein „weg vom Öl“;
> dauerhafte Förderung der energetischen Sanierung des Gebäudebestands und eine Verdreifachung des Mittelansatzes;
> Schaffung eines Effizienzfonds;
> Einbringung eines Effizienz- und Einsparprogramms in allen Energienutzungsbereichen;
> Fortentwicklung der Öko-Steuer;
> Umsetzung eines fairen Netzzugangs und einer wirksamen Anreizregulierung;
> Ausstieg aus der Verbundwirtschaft und Umbau der Energieversorgung von zentraler auf dezentrale Energieerzeugung;
> Ausbau einer Bildungs- und Beratungsinfrastruktur für eine nachhaltige Energieversorgung.
Innovationen sind nicht nur ein ökonomischer, sondern immer auch ein
gesellschaftlicher Vorgang. Auf allen Ebenen existieren große
Möglichkeiten für eine intelligentere Nutzung von Energien und
Rohstoffen, die aber nur in einer Gemeinschaftsanstrengung genutzt
werden können.
Deshalb weist der Vorschlag der Ethikkommission zur Schaffung eines „Gemeinschaftswerkes“ in die richtige Richtung.
Schon mit bewährten Mitteln lassen sich die Kosten in kurzer Zeit um
20 bis 30 Prozent senken. Zugleich können im großen Umfang neue und
qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Unser Land wäre führend
bei der Basistechnologie des 21. Jahrhunderts.
Das ist eine große Vision der NaturFreunde. Die Steigerung der
Energie- und Rohstoffeffizienz würde nicht nur den Druck auf die
Lohnkosten senken, sondern Material, Kilowattstunden und Abfall
arbeitslos machen und nicht Menschen.
Berlin, den 08.06.2011
NaturFreunde Deutschlands
Bundesvorstand
Hans-Gerd Marian
Bundesgeschäftsführer
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Greenpeace: Wiederanfahren von AWK Biblis inakzeptabel
Kommentar
An die Nachrichtenagenturen
Berlin 15. Juni 2011 – Das heutige Auslaufen des Atom-Moratoriums kommentiert Tobias Münchmeyer, Energieexperte von Greenpeace:
„Das Moratorium war ein erster wichtiger Schritt zur Stilllegung der
acht alten Schrottreaktoren. Allerdings war es mit drei Monaten zu kurz
bemessen wie die Drohungen von RWE, Altmeiler wieder in Betrieb zu
nehmen, zeigen.
Sollte RWE-Boss Jürgen Grossmann jetzt tatsächlich das AKW Biblis
erneut hochfahren, würde er die Bevölkerung einem unzumutbaren
Sicherheitsrisiko aussetzen. Das Wiederanfahren von Reaktoren, die drei
Monate lang stillgestanden haben, würde die Menge an Radioaktivität und
die Wärmeleistung im Reaktorkern drastisch erhöhen. Das wäre unnötig und
nach Fukushima inakzeptabel.“
Für Rückfragen erreichen Sie Tobias Münchmeyer unter Tel. 0151-145 33073. Internet: www.greenpeace.de.
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X-tausendmal quer: Kommt alle nach Brokdorf! – 16. bis 19. Juni
Liebe Aktivistinnen und Aktivisten,
wir
ihr wisst, wurde die Revision des AKW Brokdorf wegen den angekündigten
Blockaden um eine Woche verschoben. Doch die Anti-AKW-Bewegung lässt
sich nicht austricksen. Deshalb finden die von X-tausendmal quer
vorbereiteten und von vielen Organisationen unterstützten gewaltfreien
Sitzblockaden in Brokdorf eine Woche später statt.
Brokdorf und acht andere AKW sollen noch viele Jahre weiterlaufen, die
meisten noch mehr als zehn Jahre. Dieses unkalkulierbare Risiko wollen
wir nicht hinnehmen und leisten deshalb gewaltfreien Widerstand!
In Brokdorf wird sich mit entscheiden, welche Deutung sich in der
Öffentlichkeit durchsetzt. Entweder „Der Streit um die Atomkraft geht
unvermindert weiter“ oder „Jetzt da der Ausstieg kommt, geht kaum noch
jemand auf die Straße“. Unsere Antwort ist klar: Wir werden nicht
ruhen, bis auch der letzte Atomreaktor endgültig stillgelegt ist!
Kommt alle nach Brokdorf! – 16. bis 19. Juni
- Donnerstag: Beginn des Aktionscamps
- Freitag: Aktionsvorbereitung im Camp mit Aktionstrainings und
Sprecher_innenräten
- Samstag und Sonntag: Blockade
- Anreise
Wer mit der Bahn anreist, fährt am besten über Hamburg-Altona nach
Glückstadt (alle 30 – 60 min. Fahrtzeit: ca. 30 min). Von Glückstadt
aus wird es ab Donnerstagabend durchgehend bis einschließlich Samstag
in regelmäßigen Abständen Shuttles zum Camp geben. Am Sonntag werden
wir ab dem späten Nachmittag wieder zurück shutteln, vom Camp zum
Bahnhof in Glückstadt. Am Bahnhof in Glückstadt wird es einen Infopunkt
von uns geben,der die gesamte Zeit besetzt sein wird. Außerdem gibt es
ein Camp-Infotelefon, bei dem ihr euch im Fall der Fälle melden könnt:
0152/56366944
Alle weiteren Informationen zur Anreise findet ihr hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=110
- Unser Aktionscamp
Wir haben einen wunderschönen Campplatz in Sichtweite und nur ca. 3km
vom Aktionsstandort, dem AKW Brokdorf, entfernt. Auf dem Camp findet
ihr alle notwendige Infrastruktur: Gruppenzelte zum Übernachten (wobei
eure eigenen Zelte sehr willkommen sind), Toiletten, sanitäre
Einrichtungen, etc. Lecker verpflegen wird uns die Aktionsküche:
“Brokdorfer Küchenkollektiv”. Die genaue Adresse und eine Karte auf unserer Webseite:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=109
- Email weiterleiten – mobilisieren!
Durch die Verschiebung können nun einige Leute, die sich extra
Pfingsten frei genommen, aber das kommende Wochenende verplant haben,
nicht teilnehmen. Umso wichtiger ist es, dass wir die verbleibenden
Tage gemeinsam nutzen, um nochmal neue Leute dafür zu gewinnen, sich an
den Blockaden zu beteiligen. Dafür haben wir eine Email vorformuliert,
die ihr an Freunde und Bekannte weiterleiten könnt – macht mit!
Den Emailtext findet ihr hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=112
- Die Aktion unterstützen
Schön ist es auch, wenn sich Menschen auf den Weg nach Brokdorf machen,
die selbst nicht blockieren möchten, aber die BlockiererInnen
unterstützen wollen. Sei es durch Mithilfe in der Küche, durch
beobachtende Anwesenheit bei den Blockaden, durch Fahrdienste, was auch
immer. Es gibt viele spannende, und sehr wichtige Aufgaben! Kommt
einfach vorbei oder meldet euch gerne auch vorher bei:
mitmachen.brokdorf@x-tausendmalquer.de
Jetzt erst recht: Kommt alle nach Brokdorf!
Damit endgültig Schluss ist mit der Atomkraft!
Eure Koordinationsgruppe von X-tausendmal quer
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NaturFreunde: Italienische Volksabstimmung ist ein großer Erfolg für ein Europa ohne Atomenergie
Auch Italien stimmt gegen die Atomkraft
Italienische Volksabstimmung ist ein großer Erfolg für ein Europa ohne Atomenergie
Berlin, 14. Juni 2011 – Zum Ergebnis der Volksabstimmungen in
Italien erklärt das Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde
Deutschlands Uwe Hiksch:
94,6
Prozent der Italiener sprachen sich am Wochenende in einer
Volksabstimmung gegen Italiens Wiedereinstieg in die Nutzung der
Atomenergie aus. Damit hat die italienische Bevölkerung nicht nur
deutlich gezeigt, was sie von der Atomenergie hält, sondern Italien auch
die Chance für eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung
eröffnet. Das Referendum wurde initiiert von Umweltschutzgruppen und der
linksgerichteten Opposition, auch die NaturFreunde Italiens (Gruppo
Italiano Amici della Natura – G.I.A.N.) hatten das Referendum aktiv
unterstützt.
Mit diesem historischen Sieg der italienischen Anti-AKW-Bewegung
lehnt Italien als eines der wichtigsten Industrieländer der Europäischen
Union die Atomenergie weiterhin aktiv ab. Nun muss auch die Europäische
Union handeln. Die NaturFreunde Deutschlands fordern die Kündigung des
EURATOM-Vertrages sowie die Schaffung einer „Europäische Gemeinschaft
zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeinsparung“. Damit
auch in Deutschland der endgültige Ausstieg aus der Atomenergie
unumkehrbar wird, fordern die NaturFreunde Deutschlands zudem ein im
Grundgesetz verankertes Verbot der Atomenergienutzung.
Mit den Volksabstimmungen ist der fortschrittlichen Reformbewegung in
Italien ein dreifacher Erfolg gelungen: Italien sagt endgültig Nein zur
Atomenergie, die Privatisierung der Wasserversorgung wurde abgelehnt,
gleichzeitig eine „Lex Berlusconi“ verworfen. Der Eindruck ist: Die
Italiener wollen endlich wieder eine zukunftsfähige Politik für ihr
Land.
Auch in Deutschland wird es in den nächsten Jahren darum gehen, die
Leistungen der Daseinsvorsorge wieder in die kommunale und öffentliche
Hand überzuführen. In vielen Städten beteiligen sich NaturFreunde an
Initiativen zur Rekommunalisierung der Wasserversorgung, der
Energieversorgung und des Öffentlichen Nahverkehrs. Die NaturFreunde
sind dabei Teil einer breiten europäischen Bewegung gegen den
Neoliberalismus, die sich für die Sicherung und den Ausbau des
Sozialstaates einsetzen.

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Italien sagt nein zur Atomenergie und zur Wasserprivatisierung
Die neoliberale italienische Regierung von Berlusconi hat
bei den Volksabstimmungen eine klare Niederlage erlitten. Bei einer
Beteiligung von etwa 57 Prozent der Wähler_innen (damit wurde das
notwendige Quorum von 50 Prozent deutlich überschritten), wurden alle
vier Referenten ganz im Sinne einer sinnvollen Reformpolitik
entschieden. Ministerpräsident Berlusconi hatte die Bevölkerung
aufgerufen, an diesem Tag an den Strand statt in die Wahllokale zu
gehen.
Für das erste Aufhebungsgesetz (gegen die Privatisierung der
Wasserversorgung) votierten (bei einer Beteiligung von 57,02 %) 95,65 %
der Abstimmenden; bei der zweiten Abstimmungsfrage gegen eine
Garantierendite für private Wasserversorger lag die
Abstimmungsmehrheit bei 96,11 % (Beteiligung: 57,03 %).
Gegen den Bau von Atomkraftwerken sprachen sich 94,58 % aus (Beteiligung: 56,99 %),
und mit einer Mehrheit von 95 % (Beteiligung 56,98 %) hoben die
Abstimmenden ein Gesetz auf, das dem Ministerpräsidenten und seinen
Ministern ermöglicht hatte, bei dringenden Terminen nicht vor
Gericht zu erscheinen. Alle Angaben beziehen sich auf den Stand von
18:19 Uhr am 13.06.2011.
Bereits im Jahr 1987, nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl,
hatten die Italienier_innen per Volksabstimmung für den Ausstieg aus
der Atomenergie gestimmt. Jedoch wurde von Berlusconi vor zwei Jahren
verkündet, er wolle wieder Atomkraftwerke bauen. Jetzt haben ihm die
Italiener_innen eine klare Abfuhr erteilt.
Ein wirklich ermuntendes Zeichen für eine andere Energiepolitik und gegen die Privatisierungspolitik in Europa.
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NaturFreunde: AKW-Verbot muss im Grundgesetz verankert werden
Berlin,
10. Juni 2011 – Zur aktuellen Diskussion über den Ausstieg aus der
Atomenergie erklärt das Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde
Deutschlands Uwe Hiksch: „Weil der Betrieb von Atomkraftwerken ethisch
unverantwortbar ist, muss er verfassungsrechtlich auch verboten werden.
Die NaturFreunde fordern, dass ein Verbot der Nutzung von Atomenergie
im Grundgesetz festgeschrieben und als Teil der gesetzlichen Regelungen
zum Atomausstieg im Deutschen Bundestag beschlossen wird.“
Gleichzeitig forderten die NaturFreunde, dass im Grundgesetz eine
Pflicht zur unverzüglichen, sicheren und geordneten Beendigung des
Betriebs der bestehenden Atomkraftwerke und ein Verbot der Planung,
Errichtung und des Betriebs neuer kerntechnischer Anlagen
festgeschrieben werde, so Hiksch. Auch der Export von Technologie zum
Bau oder Unterhalt von Atomkraftwerken in andere Länder müsse
grundgesetzlich verboten werden.
„Die NaturFreunde treten ein für einen sofortigen und endgültigen
Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie. Denn die Atomtechnologie
stellt eine unkalkulierbare Gefahr für Mensch und Umwelt dar, ihre
Risiken sind nicht verantwortbar. Beim Absturz eines Flugzeuges auf ein
Atomkraftwerk oder etwa einem terroristischen Angriff besteht die
Gefahr eines radioaktiven GAU. Weil schon ein Unfall die Gesundheit und
das Leben von Millionen Menschen gefährdet, ist die Atomkraft mit dem
Grundgesetz der Bundesrepublik unvereinbar. Das AKW-Verbot muss jetzt
im Grundgesetz verankert werden“, fordert Uwe Hiksch für die
NaturFreunde Deutschlands.
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NaturFreunde: Blockadekonzeption für Brokdorf voller Erfolg
| NaturFreunde danken allen Beteiligten für die Vorbereitung der Aktionen |
Berlin, 9. Juni 2011 – Zur Verschiebung der
Revisionsarbeiten am AKW Brokdorf durch die Betreiberfirma erklärt das
Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands Uwe Hiksch:
Seit
gestern Abend ist es amtlich: Der Atomkonzern Eon hat die
Revisionsarbeiten am AKW Brokdorf auf den 15. Juni verschoben. Dabei
ist völlig klar. Mit der kraftvollen Aktion der Anti-Atom-Bewegung, die
in Zusammenarbeit von Block Brokdorf und X-tausendmal quer für die
Pfingstfeiertage eine Massenblockade des AKW Brokdorf geplant hatte,
haben wir Eon dazu gebracht, die Revision zu verschieden.
Dies ist wieder ein großer Erfolg in der Anti-Atom-Arbeit. Die
Atomkonzerne sind zurzeit verunsichert und versuchen negative
Schlagzeilen zu verhindern. Die angekündigten Massenblockaden sind der
Anlass für die Verschiebung.
Doch
verschoben wurde nicht nur die Revision, sondern auch die friedliche
Blockade. Der Beginn ist nun für den 18. Juni geplant, das Aktionscamp
öffnet aber schon am Donnerstag, dem 16. Juni.
Auch die NaturFreunde Deutschlands mobilisieren zur Blockade von
Brokdorf. Mit eigenen Aktionen und Zelten wollen die NaturFreunde
deutlich machen, dass sie einen Weiterbetrieb von Atomkraftwerken bis
zum Jahr 2022 ablehnen. Die NaturFreunde weisen seit mehr als dreißig
Jahren darauf hin, dass mit der Nutzung der Atomkraft unbeherrschbare
Risiken verbunden sind und der Betrieb von Atomkraftwerken einen
grundgesetzwidrigen Tatbestand darstellt. Schon weil die Entsorgung des
Atommülls nicht gesichert ist, dürfte es für kein Atomkraftwerk eine
Betriebsgenehmigung geben.
Die NaturFreunde Deutschlands fordern den sofortigen Ausstieg aus
der Atomenergie. Auch in den nächsten Jahren werden die NaturFreunde
aktiv dazu beitragen, dass mit Aktionen direkt an den Atomkraftwerken
für die Abschaltung jedes einzelnen Atomreaktors gekämpft wird.
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NaturFreunde: Milliarden-Entschädigungen für nicht rechtssicheren Atomausstieg?
Berlin,
9. Juni 2011 – „Die NaturFreunde Deutschlands warnen die rot-grünen
Parteien, sich in Mithaftung für einen nicht rechtssicheren Atomausstieg
nehmen zu lassen, der möglicherweise noch größere
Entschädigungsprobleme aufwerfen wird“, erklärt Michael Müller,
Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands und Parlamentarische
Staatssekretär im Bundesumweltministerium a.D.. „Wer aus der Atomenergie
raus will, braucht entweder einen Konsens mit den Betreibern oder klare
gesetzliche Kriterien. Das Unionsproblem ist allerdings, dass diese
dann für alle AKW gelten und dementsprechend alle AKW gleichzeitig
abgeschaltet werden müssten.“
Im Unterschied zum Atomausstieg von 2000/2001 sei es heute höchst
unklar, ob es zu einer konsensualen Lösung mit den Atomkonzernen EnBW,
Eon, RWE und Vattenfall kommen werde, so Müller. Wenn nicht, drohten
Klagen, schließlich sei es höchst schwierig bis unmöglich, unter dem
Gesichtspunkt des Restrisikos Differenzierungen hinsichtlich einzelner
AKW vorzunehmen.
Tatsächlich haben einige Atomkonzernen bereits Klagen angekündigt und
fordern finanzielle Entschädigungen in Milliardenhöhe. „Diese den
Atomkonzernen auch noch zu zahlen, wäre zwar ein bodenloser Skandal,
aber eben darin begründet, dass ein gesetzlich klar begründeter
Ausstiegsweg nicht gefunden wurde“, erläutert Michael Müller.
Im Jahr 2000 hätten sich die Beteiligten auf 32 Jahre AKW-Laufzeiten
verständigt, weil sich die Kraftwerke dann amortisiert haben. Diese
Regelung sei von den Konzernen akzeptiert worden, zumal auch sie dem
andauernden Streit um die Atomenergie aus dem Wege gehen wollten – und
wohl auch auf künftig andere politische Mehrheiten hofften.
„Wer aus der Atomenergie raus will, braucht entweder einen Konsens
mit den Betreibern oder klare gesetzliche Kriterien. Das Unionsproblem
ist allerdings, dass diese dann für alle AKW gelten und dementsprechend
alle AKW gleichzeitig abgeschaltet werden müssten. Bei keinem der beiden
entscheidenden Ausstiegsgründe, weder der Frage der Sicherheit noch der
der Atommüllentsorgung, dürfen die Kriterien willkürlich sein. Die
Bundesregierung läuft derzeit in eine mögliche Falle, in die ihr die
anderen Parteien nicht auch noch folgen sollten“, so Müller.

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X-tausendmal quer: E.ON hat ihre Revisionsarbeiten verschoben – wir unsere Blockade auch!
Hallo, ihr alle, die sich an der Blockade von X-tausendmal quer beteiligen wollt,
E.ON hat ihre Revisionsarbeiten verschoben – wir unsere Blockade auch!
Aktuelle Infos hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/
In einer fast vierstündigen Telefonkonferenz haben wir vereinbart, unsere Termine zu verschieben.
Aktionscamp: ab Donnerstag, den 16.06.2011
Blockaden: ab Samstag, den 18.06.2011
Bitte korrigiert eure Webseiten!
Bitte verbreitet es in euren Strukturen über Sondernewsletter!
Unbedingt!!!!!!!!!!!!!!
Bitte helft mit, dass die spätere Blockade ein genauso kraftvolles
Signal an die Politik wird, wie sie es zu Pfingsten geworden wäre!
Übermüdeter, aber immer noch widerständiger Gruß,
Matthias

–
X-tausendmal quer
Gewaltfrei und ungehorsam gegen Castor und Atomkraft http://www.x-tausendmalquer.de Newsletter abonnieren auf https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/x1000malquer
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Busfahrten zu den Aktionen nach Brokdorf – Aktuelle Änderungen
Änderungen:
-leider müssen wir den Bus für Mittwoch wegen Kapazitätsgrenzen der Busunternehmen rausnehmen!
- Haben für Samstag ein Sozialticket für 15 Euro neu
eingeführt, bitten aber alle zu prüfen, ob sie Normalticket für 25 Euro
bezahlen können -
Die Aktionen in Brokdorf wollen geplant sein. Aus diesem Grund bieten
wir Euch einen Hin- und Rückfahrtservice an, der es Euch ermöglicht,
eure individuelle Zeit so zu planen, damit ihr auf jeden Fall an
Aktionen Teilnehmen könnt. Hierfür bieten wir ein abgestimmtes Hin- und
Rückfahrtangebot für alle Anti-Atom-Aktiven an.
Kostenbeteiligung:
- 25 Euro für Hinfahrt (15 Euro Sozialticket)
- 10 Euro für die Rückfahrt
- 30 Euro für die Hin- und Rückfahrt zur Demo (Solipreis)

Wir bieten an:
- Fahrt zu den Camps am Samstag, den 11. Juni 2011, Abfahrt: 7:00 Uhr o2 world
- Fahrt von Berlin zur Großdemonstration in Brokdorf und zu den Camps am 12. Juni 2011, Abfahrt: 6:30 Uhr o2 world, Rückfahrt: 17 Uhr nach der Abschlusskundgebung.
- Fahrt von Berlin zu den Camps am Montag, den 13. Juni 2011, Abfahrt: 8:00 Uhr o2 world
Nach dem Montag, 13. Juni muss die Rückfahrt nach Berlin über den örtlichen Shuttle individuell geklärt werden.
Rückfahrt aus den Camps:
- Montag, den 13. Juni 2011, Abfahrt: 15 Uhr am Infopoint beim Camp
Fahrkarten gibt es bei folgenden Adressen:
NaturFreunde Deutschlands
Warschauer Str. 58 a
10243 Berlin
Mo – Fr. 8.00 bis 17.00 Uhr
Buchladen Schwarze Risse
im Mehringhof / Kreuzberg:
Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin
Mo – Fr 10.00 – 18.30 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr
Schwarze Risse Prenzlauer Berg
Kastanienallee 85
10435 Berlin
Mo – Fr 11.00 – 19.00 Uhr, Sa 11.30 – 15.00 Uhr
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X-tausendmal quer: E.ON hat ihre Revisionsarbeiten verschoben – wir unsere Blockade auch!
Hallo, ihr alle, die sich an der Blockade von X-tausendmal quer beteiligen wollt,
E.ON hat ihre Revisionsarbeiten verschoben – wir unsere Blockade auch!
Aktuelle Infos hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/
In einer fast vierstündigen Telefonkonferenz haben wir vereinbart, unsere Termine zu verschieben.
Aktionscamp: ab Donnerstag, den 16.06.2011
Blockaden: ab Samstag, den 18.06.2011
Bitte korrigiert eure Webseiten!
Bitte verbreitet es in euren Strukturen über Sondernewsletter!
Unbedingt!!!!!!!!!!!!!!
Bitte helft mit, dass die spätere Blockade ein genauso kraftvolles
Signal an die Politik wird, wie sie es zu Pfingsten geworden wäre!
Übermüdeter, aber immer noch widerständiger Gruß,
Matthias

–
X-tausendmal quer
Gewaltfrei und ungehorsam gegen Castor und Atomkraft http://www.x-tausendmalquer.de Newsletter abonnieren auf https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/x1000malquer
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Mahnwache gegen Atomkraft, Montag, 04.04., 18.00 Uhr in Berlin vor dem Kanzleramt!
B E T E I L I G T E U C H ! M A C H T M I T ! G E H T H I N !
Am
Montag werden mehr als 650 Mahnwachen in vielen Städten und Gemeinden
stattfinden. Auch in Berlin werden wir uns mit einer großen Mahnwache
vor dem Kanzleramt an den Aktionen beteiligen.
Im Namen der Berliner Anti-Atom-Koordination haben die NaturFreunde
für heute eine große Mahnwache vor dem Kanzleramt angemeldet. Bei dieser
Mahnwache werden dieses mal Vertreterinnen und Vertreter der
Anti-Atom-Bewegung reden.
Atomausstieg jetzt – Fukushima ist überall!
Montag,04.04.2011
18.00 Uhr
Vor dem Kanzleramt in Berlin
- Es wird Reden und klare Forderungen geben –
Zugesagt haben bisher
Redner_in NaturFreunde
Redner_in von IPPNW
Redner_in von GRÜNE LIGA
Beste Grüße
Uwe Hiksch (NaturFreunde)
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Fukushima mahnt – Flashmob “Die In” am 12.04.2011 in Berlin
Dienstag, 12. April
18:30 – 18:33 Uhr
Alexanderplatz Berlin
Fukushima mahnt – Flashmob “Die In” am 12.04.2011
Deutschlandweiter
Flashmob – 4 Wochen nach der Atom-Katastrophe in Fukushima. Alle
MitmacherInnen legen sich von 18:30 Uhr bis 18:33 Uhr leblos auf den
Boden und heften sich ein Radioaktiv-Zeichen auf die Brust…
am Alexanderplatz in Berlin (Nähe Weltzeituhr)
Teilt die Info weiter und organisiert Euch zu Gruppen – je mehr Leute mitmachen, desto grösser der Flash.
Informiert die Regionalpresse und macht Fotos & Videos von der Aktion.
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Michael Müller, NaturFreunde: Rede auf der Anti-Atom-Demonstration am 26. März 2011 in Berlin
Michael Müller
Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands
Rede auf der Anti-Atomdemonstration am 26. März 2011 in Berlin
Die Atomkraft – ein Meister des Todes
Zuerst eine Korrektur, die ich gerne mache: Die Polizei hat 120.000
Menschen gezählt, die an unserer Demonstration teilnehmen. Das ist weit
mehr als wir erwartet haben. Wir danken allen.
I.
Der großartige Paul Celan schrieb in der „Todesfuge“: „Der Tod ist ein
Meister aus Deutschland“. Das gilt auch für die Kernspaltung, die 1939
von Otto Hahn und Friedrich Strassmann in dieser Stadt erforscht wurde
und mit der eine ganz neue Dimension von Gewalt entstanden ist. Auch
deshalb sehen wir eine besondere Verantwortung für unser Land, das
Kapitel der Atomkraft zu beenden. Ganz gleich ob Atome für den Krieg
oder Atome für den Frieden, das ändert nichts an dem lebensfeindlichen
Charakter der freigesetzten Energie.
Die Atomkraft ist ein Meister des Todes. Deshalb sagen wir: Abschalten.
Am Anfang stand die Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki. Auch um
davon abzulenken, begann 1953 die zivile Nutzung. Professor Karl Bechert
forderte: „Wir wollen nicht, dass unsere Nachkommen uns verfluchen,
weil wir dem Wahnsinn keinen Widerstand geleistet haben.“ Doch der
Wettlauf der Besessenen begann.
Bis heute tun die Atombefürworter die Gefahren als rein hypothetisches
Restrisiko ab. Doch dieses Restrisiko hat in der 55jährigen Geschichte
der Atomenergie schon zweimal unfassliches Leid über die Menschheit
gebracht. Tschernobyl und nun Fukushima – politische und moralische
Katastrophen.
Wir wollen kein Moratorium – sondern: Abschalten. Und zwar sofort und für immer.
Dennoch machen die Unbelehrbaren weiter. Es ist Unsinn, wenn die
BILD-Zeitung behauptet, ein beschleunigter Ausstieg sei nicht zu Ende
gedacht. Die Umweltbewegung hat oft nachgewiesen, dass eine sichere und
umweltverträgliche Energieversorgung ohne Atomkraft möglich ist. Noch
dümmer die Behauptung von Helmut Kohl in der Bild-Zeitung: Wenn unser
Land überhastet aus der Atomenergie ausstiege, würde dies, so der
frühere Bundeskanzler, die Welt gefährlicher machen.
Noch gefährlicher als Fukushima? Welche Welt meint er? Unsere
sicherlich nicht. Und was heißt überhastet? Wer ignoriert denn seit mehr
als 30 Jahren, dass es in unserem Land eine Mehrheit gegen die
Atomkraft gibt?
Nur der Ausstieg aus der Atomenergie und der Umstieg in eine solare und
effiziente Energieversorgung machen eine Ökonomie des Überlebens
möglich. Die Atomenergie ist jedenfalls nicht vereinbar mit dem
biblischen Auftrag, die Erde zu bewahren.
Wenn immer mehr Menschen „Nein“ zur Atomenergie sagen, dann ist das
nicht überhastet oder unüberlegt, sondern weil sie Verantwortung
empfinden.
II.
Die Geschichte der Atomenergie ist eine fatale Mischung aus menschlicher
Dummheit und technischem Größenwahn, aus militärischer Macht und
wirtschaftlichen Interessen. Albert Einstein hat Recht: Die Atomkraft
hat die Welt verändert, aber noch lange nicht das Denken der Menschheit.
Verantwortungslosigkeit und Gier kommen zusammen. Abgeschriebene
Atomkraftwerke sind Gelddruckmaschinen. Jedes Atomkraftwerk bringt EnBW,
Eon, RWE und Vattenfall pro Tag rund 1 Million Euro. Darum geht es den
Betreibern. Deshalb wollten CDU/CSU und FDP die Laufzeiten der AKWs
verlängern – sogar bis zu irrwitzigen 60 Jahren. Mit einer sicheren
Energieversorgung hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun.
Nun behaupten die Brandstifter, sie seien die Feuerwehr. Ich bin nur
noch wütend, wenn Herr Röttgen in den Tagesthemen sagt, er könne „in den
Gesichtern der Kritiker die parteitaktische Freude über die Ereignisse
in Japan erkennen“. Das ist infam. Ausgerechnet Herr Röttgen, der noch
im Oktober 2010 „längere Laufzeiten als unbedingt notwendig“ bezeichnet
hat.
- Fukushima wurde möglich, weil die Atomgefahren als „Restrisiko“ verharmlost wurden.
- Fukushima wurde möglich, weil wirtschaftliche und militärische Interessen wichtiger waren als die Sicherheit der Menschen.
- Fukushima wurde möglich, weil Verantwortungslosigkeit als technischer Fortschritt ausgegeben wurde.
Deshalb sagen wir Abschalten. Und zwar alle Atomkraftwerke und sofort.
Wir wollen kein Moratorium, keine neuen Kommissionen, schon gar keine
Ethikkommission, keine leeren Versprechen vor Landtagswahlen, keine
Bundesregierung, die trickst und täuscht. Wir wollen ein Ende der
nuklearen Stromerzeugung. Der Ausstieg ist keine technische Frage,
sondern eine Frage des Wollens.
III.
Auch der Atomkonsens aus dem Jahr 2001 war kein Konsens mit der
Umweltbewegung, er war ein Konsens mit den Betreibern, die mit
milliardenschweren Entschädigungsklagen gedroht haben. Mit Demokratie
hat das nicht zu tun, aber viel mit Macht und Rücksichtslosigkeit. Doch
auch nach diesem Ausstiegsgesetz hätten elf deutsche Atommailer bis
Februar 2012 abgeschaltet werden können.
Aber auch hier hat Frau Merkel getrickst und mit ihrem Versprechen
auf Laufzeitverlängerung die Betreiber ermutigt, alte AKWs durch ein
Herunterfahren der Leistung über die Bundestagswahl von 2009 zu bringen,
um sie dann länger laufen zu lassen. Frau Merkel, Sie kritisieren die
Umweltbewegung als Dagegenbewegung. Doch getrickst und getäuscht haben
Sie:
- Deutschland wäre lange raus aus der Atomkraft, wenn Sie die
Interessen des Volkes und nicht die Interessen der Großwirtschaft
vertreten hätten.
- Wenn der Grundsatz „Sicherheit zuerst“ gelten soll, dann hätte es längst zu einem Ausstieg aus der Atomenergie kommen müssen.
- Und ein erfolgreicher Ausstieg stärkt auch in anderen Ländern den Widerstand gegen die Atomenergie.
- Eine klimaverträgliche 2.000-Watt-Gesellschaft auf der Basis
erneuerbarer Energien wird nur möglich, wenn es zu einem Ausstieg kommt.
Hören Sie auf mit der falschen Horrorbehauptung, der Ausstieg aus der
Atomkraft hieße Kohlekraftwerke und Importstrom.
- Auch der UN-Weltklimarat hat klar gemacht, dass Klimaschutz nur mit
Einsparen, Effizienz und Erneuerbare Energien möglich wird, denn das
Geschäftsmodell der Atomkraftwerke ist hoher Stromverkauf. Nur so
rechnen sie sich. Mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun.
- Und nichts ist teurer als die fossile und atomare
Verschwendungswirtschaft. Hören sie auf, mit den hohen Kosten des
Ausstiegs zu drohen.
IV.
Erich Fried schrieb: „Eine Wolke zieht über die Zukunft,
eine Wolke so schwarz wie die Nacht.
Aber wer hat die Wolke geschaffen,
wer hat sie hergebracht?“
Die Demonstrationen gegen die Atomkraft vertreiben die schwarzen
Wolken. Deshalb machen wir weiter bis alle Atomkraftwerke abgeschaltet
sind.
Wir wollen eine Zukunft ohne Atomkraft und ohne Atombomben – für mehr
Frieden, für Demokratie und für ein gutes und sicheres Leben.
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Neuer Castortransport nach Gorleben
Neuer Castortransport nach Gorleben
22. 03. 2011
BI Umweltschutz:” Volksabstimmung über Atomkraft im Herbst”
Mitten
hinein um die bedrückenden Nachrichten aus Fukushima platzt die
Ankündigung, dass auch in diesem Jahr ein neuer Castor-Transport nach
Gorleben beantragt wurde, das bestätigte das Bundesamt für
Strahlenschutz in Salzgitter am Montag.
Die Beladung der elf Castoren in Frankreich sei nach Angaben der
Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) bereits angelaufen und werde bis
zum Sommer dauern. Der Transporttermin ist noch nicht bekannt, aber die
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) geht davon aus,
dass der Termin um den 11.-14. November liegen wird.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) machte sich dafür stark, dass
der mittlerweile weltberühmte “Kartoffelsonntag”, ein Volksfest in
Dannenberg, das traditionell am ersten Novemberwochenende stattfindet,
in diesem Jahr nicht vom Transport- und Demonstrationsgeschehen berührt
werden sollte. Der 13. wäre der letzte Transport von hoch radioaktivem
Abfällen aus La Hague, später sollen noch Transporte aus Sellafield ins
Zwischenlager Gorleben (Kreis Lüchow-Dannenberg) folgen.
“Die Transportankündigung konterkariert alle Beschwichtigungsversuche
der Bundesregierung, die aus wahltaktischen Gründen die sieben ältesten
Atomkraftwerke vom Netz genommen hat und wühlt die Menschen noch mehr
auf”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. “Von Innehalten, Zäsur und
Neubewertung der Risiken, auch der Transportrisiken keine Spur!” Auch
für die niedersächsische Landesregierung, die sich bei der
Bundesregierung für einen Stopp des geplanten Castor-Transports in
diesem Jahr nach Gorleben eingesetzt hatte, sei dieses kalte Business as
usual eine schallende Ohrfeige. Ehmke: “In Gorleben lagern hochaktive
Abfälle, die nicht ausreichend gegen Flugzeugabsturz gesichert sind und
in Gorleben wird ein Endlager im Salzgestein gebaut, das nur eine
einzige Sicherheitsbarriere kennt, nämlich das Salz. Die Volksabstimmung
über die Atomkraft findet im Herbst statt, mit den Füßen auf der Demo”.
Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06
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IPPNW: Energiewende als Friedenspolitik – Für eine kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft
IPPNW-Presseinformation vom 28. März 2011
Konsequenzen nach der “Abstimmung über Atomkraft”
Energiewende als Friedenspolitik – Für eine kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft
Nach der gestrigen “Abstimmung über Atomkraft” steht bei allen
Parteien die Energiepolitik grundsätzlich auf dem Prüfstand. Die
atomkritische ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert an die
politischen Parteien, im Zuge eines umfassenden Atomausstiegs “die
Energiewende in einer gesellschaftlich tatsächlich nutzbringenden Weise
zu vollziehen”. Die Organisation votiert für die konsequente Umsetzung
einer “ökologisch nachhaltigen und kriegs-präventiven dezentralen
Energiewirtschaft”.* Aus ökologischen, friedenspolitischen, sozialen und
wirtschaftlichen Gründen sollte die Energieversorgung schnellstmöglich
und weitgehend auf heimische erneuerbare Energien “in Bürgerhand”
umgestellt werden. Die Abhängigkeit von Energieimporten und von
konzern-eigenen Großkraftwerksstrukturen sollte aus den folgenden
Gründen minimiert werden:
1. Die IPPNW tritt ein für eine kriegs-präventive dezentrale
Energiewirtschaft. Durch die Nutzung heimischer erneuerbarer Energien
werden Energieimporte praktisch überflüssig. Länder, die auf
Energieautonomie setzen, werden sich in Zukunft wohl nicht mehr an
Energie-Kriegen beteiligen. Eine dezentrale Energiewirtschaft ist daher
ein ganz entscheidender Schlüssel für die Überwindung neokolonialer
Strukturen und für die Verhütung von Kriegen.
2. Die propagierte “Energie-Außenpolitik” mit dem Bezug von Energie
in großem Stil aus entfernten Weltregionen gefährdet den Frieden, ohne
die Energieprobleme zu lösen. Die Realität der Großimporte von Öl und
Gas zeigt, dass die Erschließung und Absicherung von konzerneigenen
Produktionsstätten und Transportwegen (Pipelines, Schifffahrtswege) zu
Militarisierung und Kriegen führt, nicht aber zu einer stabilen
Energieversorgung. Ebenso wäre eine sensible Infrastruktur mit
solarthermischen Großkraftwerken und wenigen Stromtrassen nach Europa in
Verbindung mit zahlreichen staatlichen und privatwirtschaftlichen
Akteuren ein ständiger Quell von Konflikten – mit der Gefahr von
Terroranschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen.
3. Eine dezentrale Energiewirtschaft “in Bürgerhand” stärkt die
wirtschaftliche Potenz von Bürgern und Kommunen, fördert die Demokratie,
sorgt für mehr Verteilungsgerechtigkeit, reduziert die Gefahr der
Energie-Armut, fördert regionale Wirtschaftskreisläufe, sorgt für
Arbeitsplätze in der Region und fördert somit indirekt die Gesundheit
der Menschen. Die atomkritische Friedensorganisation IPPNW fordert daher
die Realisierung der erwiesenermaßen möglichen 100%-igen regenerativen
Energieerzeugung “in Bürgerhand” durch die intensivierte Fortführung des
bereits höchst erfolgreichen Ausbaus dieser Energieformen. Das für
Nordafrika geplante DESERTEC-Projekt macht deshalb auch allenfalls als
regionale Versorgung einen Sinn, aber nicht als “Wüstenstrom-Import”
nach Europa.
4. Eines der wichtigsten Prinzipien zukunftsfähigen Wirtschaftens ist
die Begrenzung des Wachstums in einer begrenzten Welt.
Stromerzeugungs-Großanlagen halten hingegen den Glauben an die
Unbegrenztheit der Wachstumsmöglichkeiten aufrecht und behindern die
Entwicklung einer Kultur der Ressourcen-Einsparung mit einer
Post-Wachstumsökonomie.
Da die Erreichung dieser Ziele insbesondere zusammen mit
systematischer Energie-Einsparung sehr viel schneller möglich ist, als
von der Atom- und Öl-Lobby behauptet, fordert die IPPNW zugleich die
Rücknahme der hoch-gefährlichen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke
und den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie.
* Beschluss der IPPNW-Mitgliederversammlung vom 12.3.2011 in Frankfurt am Main.
Kontakt: Henrik Paulitz (Energieexperte), Tel. 0032-485-866 129. Angelika Wilmen (Presse), Tel. 030-69 80 47-15.
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des
Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10,
10967 Berlin, www.ippnw.de, Email: ippnw@ippnw.de
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Rede von Rehzi Malzahn Naturfreunde Deutschlands auf der Deutzer Werft am 26.03.11 Köln
Rede von Rehzi Malzahn Naturfreunde Deutschlands
auf der Deutzer Werft am 26.03.11 Köln
Liebe Demonstrantinnen und Demonstranten, liebe AKW-Gegnerinnen und –gegner, liebe Genoss_innen und Genossen.
Es
musste erst wieder eine Katastrophe passieren um ein Innehalten und
Nachdenken über die Folgen der kapitalistischen Produktionsweise und –
schlicht nicht beherrschbarer – Atomkraft auszulösen.
In den nächsten Wochen werden wir von Politiker_innen und aus den
Konzernetagen zu hören kriegen, dass die Energiewende jetzt aber in
Angriff genommen werden wird. Ich frage: Wie viele Energiewenden sind
uns in den letzten 30 Jahren schon versprochen worden? Nach den Unfällen
in Harrisburg oder Tschernobyl, ebenso wie zu den Auswirkungen der
weltweiten Klimakatastrophe, immer wieder die gleiche Geschichte: Die
zerstörerischen Auswirkungen von industrieller Großtechnologie sollen
mit industrieller Großtechnologie beseitigt werden.
Das kann nicht funktionieren!
Was wir wirklich brauchen, ist eine Orientierung an den Bedürfnissen
von Menschen und nicht, wie jetzt, eine Produktion um der Produktion
Willen. Das setzt voraus, dass die Energieerzeugung dezentral
organisiert wird. Der Ausbau von Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie
ist nicht ausreichend entwickelt worden. Die Konzepte aus den
Entwicklungsabteilungen der Stromerzeuger orientieren sich NICHT an den
Bedürfnissen der Menschen.
Als Aktiengesellschaften sind sie gezwungen, den größtmöglichen
Profit zu erwirtschaften. Das heisst, dass ihre Energiekonzepte der
kapitalistischen Verwertungslogik unterliegen.
Diese Konzepte drücken sich letztendlich in Zahlen aus! Zahlen werden in Tabellen und Kalkulationen verarbeitet.
Aber Verantwortung, Moral und die Lebensinteressen der Menschheit und der Natur passen nicht in eine Exceltabelle!
Solange wir wirtschaften, als gäbe es eine unsichtbare Hand im
Hintergrund, die alles schon richten wird, ein Wirtschaftssystem
aufrecht erhalten, dass sich nicht am Gemeinwohl orientiert, sondern an
Profiten, werden wir letztendlich immer wieder vor diesen – von Menschen
gemachten – Katastrophen stehen!
Das Desaster in Japan verdeutlicht einmal mehr: Die Atompolitik der
Staaten steht im Widerspruch zu den Lebensinteressen der Menschheit.
Trotzdem wird in Deutschland an der Atomenergie festgehalten.
Vorschläge zur Veränderung der Energiepolitik wurden aus den Reihen
der Ökologie- und Anti-AKW Bewegung reichlich gemacht. Diese Vorschläge
liegen auf dem Tisch – oder sind längst in der untersten Schublade
verschwunden.
Wir müssen aber auch über die sozialen Folgen regenerativer
Energieerzeugung nachdenken. Deutsche Firmen überlegen, wie sie
großflächig in Nordafrika Solaranlagen bauen, um dort Energie für
Mitteleuropa zu erzeugen. Die Menschen in den Ländern vor Ort haben
davon: gar nichts.
Überall in den Ländern der dritten Welt werden Bäuer_innen enteignet,
ihr Land geklaut oder zu geringen Preisen aufgekauft, um dort künftig
in riesigen Plantagen und Agrarfabriken unseren sogenannten
„Biotreibstoff“ zu produzieren. Nicht nur, dass wir so oder so seit
Jahrhunderten auf Kosten dieser Teile der Welt leben, nein, künftig
verbrennen wir auch noch ihre Nahrung in unseren Autos! Das ist nicht
die Energiewende, die WIR meinen! Das ist der pure Hohn.
Dass die Bundesregierung auch nach diesem schrecklichen Unglück nicht
bereit ist, die Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen, hat der
Wirtschaftsminister ja laut und deutlich erklärt. Wir sollen wieder
vertröstet und verarscht werden. Auf dieses Spiel dürfen wir uns nicht
einlassen!
Jetzt und immer schon kann es nur eine Forderung geben:
Die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen!
Also: Abschalten den Scheiss!
Seit 25 Jahren wünscht eine klare Mehrheit der Bevölkerung den Ausstieg. Ein Viertel Jahrhundert
bitten wir,
appellieren,
argumentieren und
demonstrieren wir.
Immer wieder wurde uns vorgehalten :
Die Lichter gehen aus! Das geht nicht so einfach, wir müssen Verträge einhalten, das ist unvernünftig usw. usw.
Aber wenn es mal um Wählerstimmen geht, entscheidet die Kanzlerin ganz
fix, und die älteren Reaktoren sind binnen weniger Stunden vom Netz.
Eins ist sicher:
Ohne eine kraftvolle, bunte und entschlossenen Anti AKW Bewegung wird es keinen Atomausstieg geben!
Nehmen wir uns ein Beispiel an den Menschen im Wendland!
Unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten wehren sich
Jahr um Jahr gegen das dortige Atomendlager. Die vielfältigen Formen des
Widerstands bündeln sich und lassen sich nicht spalten.
Die Bauern der bäuerlichen Notgemeinschaft mit ihren Traktoren
unterstützen die Leute, die sich zu Straßenblockaden versammeln.
Feldküchen bringen Essen zu den Schienenblockierer_innen, Kirchen lassen
Demonstrant_innen bei sich übernachten. Ob Menschen Petitionen
schreiben, Plakate kleben, Unterschriften sammeln, die Polizei verwirren
oder die Schienen der Castorstrecke unterhöhlen. Alle diese
Widerstandsformen finden im Wendland Unterstützung!
In den nächsten Monaten werden wir diesen Geist des Widerstands
brauchen. Lasst uns respektvoll miteinander umgehen! Lasst uns
entschlossen, mutig und kämpferisch sein!
Sie werden versuchen die Kraftwerke wieder anlaufen zu lassen. Das
müssen wir verhindern! Blockieren wir die Atomkraftwerke, die wieder ans
Netz gehen sollen!
Packen wir es zusammen an. Atomausstieg ist Handarbeit!
Abschalten! Und sonst gar nix!
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NaturFreunde: Erneuerbar statt atomar! Baden-Württemberg sagt: Ade, EnBW!
Erneuerbar statt atomar!
Baden-Württemberg sagt: Ade, EnBW!
Wir
können alles. Außer Erneuerbare? Baden-Württembergs Regierung setzt auf
Atomstrom. Nachdem sich Frankreichs Atomstromproduzent EDF aus dem
Ländle und seinem Versorger EnBW zurückgezogen hat, weil er die
Zukunftsaussichten für Atomstrom in Deutschland negativ einschätzt,
verstaatlicht Ministerpräsident Mappus den Konzern kurzerhand. Bis zu 6
Milliarden Steuergelder werden eingesetzt, damit die von CDU und FDP
beschlossene Laufzeitverlängerung für die Atommeiler bis zur letzten
Kilowattstunde ausgeschöpft werden kann. EnBW ist der Energieversorger
mit dem höchsten Atomstromanteil im Energiemix. Nach Konzernangaben
stammten 2009 mehr als 57% der von EnBW erzeugten Energie aus
Atommeilern. Kohle und Gas brachten weiter 32%. Erneuerbare? Die mageren
11% stammen in erster Linie aus alten Wasserkraftwerken.
Baden-Württemberg gerät bei den erneuerbaren Energien immer mehr zum
Schlusslicht, eine Folge der Staatsintervention. Denn schon lange wird
EnBW vor allem von der Politik gesteuert. Wenn die CDU den EnBW-Deal des
Ministerpräsidenten Mappus kommentiert, lautet das so: „Die EnBW soll
nicht zum Spielball der Politik werden, erst recht nicht von
Ideologen.”. Das klingt nach „Haltet den Dieb!” und soll wohl auch schon
mal für einen möglichen Wechsel vorsorgen.
Tatsächlich gibt es eine Wechselstimmung im Land. 6 Millionen Kunden
von EnBW müssen sich nicht zu Gefangenen der Atomideologie von Mappus
und Gönner machen lassen. Wer der schärfsten Atomlobby entgegen treten
will, hat dazu drei einfache Möglichkeiten:
1.
sich engagieren und mitmachen bei der Menschenkette gegen die
Atompolitik zwischen Neckarwestheim und Stuttgart am 12.03.2011,
2. mit dem Stimmzettel am 27. März Atompolitikern eine Absage erteilen,
3. sofort den Stromanbieter wechseln und selbst schon mal aussteigen und umsteigen zu Erneuerbaren. Ade, EnBW!
Diese und künftige Landesregierungen in Baden-Württemberg rufen wir
auf, die Beteiligung an EnBW zu nutzen, um den Atomausstieg zu beginnen
und eine dezentrale Energieversorgung auf der Basis von Sonne, Wind,
Wasser und Biomasse zu fördern. Das schafft Arbeitsplätze mit Zukunft
und sollte auch den EnBW-Aufsichtsräten von Verdi als
Arbeitnehmervertretern den Einstieg in den Umstieg erleichtern.
Wechselstimmung? Dann wechseln Sie sofort! EnBW, ade!
Hier können Sie den Appell unterschreiben: www.enbw-ade.de
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Naturfreunde Österreich: “Gipfel stürmen” gegen EURATOM
Wien
(TP/OTS) – Die Naturfreunde appellieren an alle Österreicherinnen und
Österreicher den Ausstieg aus EURATOM aktiv mit ihrer Unterschrift zu
unterstützen. Das Volksbegehren liegt von 28.Februar bis 7. März 2011 in
allen Gemeindeämtern und Magistraten zum Unterschreiben auf.
Jede Stimme zählt
Das Volksbegehren “Raus aus EURATOM” hat das Ziel, den Ausstieg
Österreichs aus der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM zu erreichen.
Wie bei der Volksabstimmung über das AKW Zwentendorf sollen die
ÖsterreicherInnen ein Votum abgeben können, das für die Politik
verbindlich ist. Bei einer Umfrage aus dem Jahr 2008 haben bereits 78%
für einen Ausstieg gestimmt und 81% lehnten die Unterstützung der
europäischen Atomindustrie mit österreichischen Steuergeldern ab. “Jetzt
kommt es darauf an, sich zu diesen
Forderungen zu bekennen und den Ausstieg aus EURATOM aktiv zu
unterstützen”, so DI Regina Hrbek, Leiterin der Umweltabteilung der
Naturfreunde Österreich.
“Gipfel stürmen” gegen EURATOM
Um auf das Volksbegehren aufmerksam zu machen, wurde die Aktion “100
Berggipfel stürmen und EURATOM-Volksbegehren bewerben” ins Leben
gerufen. Die Naturfreunde Vorarlberg hissten das “Raus aus
EURATOM”-Transparent nicht nur als erster am höchsten Berg Österreichs,
am Großglockner, sondern waren auch beim 100. Gipfelsieg mit dabei.
Diesmal ging es auf die westliche Kromerspitze (2865 m) in der
Silvretta.
Forderung nach “Euro-Energy”
Die Naturfreunde Österreich fordern den Ausstieg Österreichs aus dem
EURATOM-Vertrag und die Gründung einer Gemeinschaft “Euro-Energy”, die
europaweit die Weiterentwicklung ökologischer und nachhaltiger Energien
vorantreibt und die nationalen Ökoenergieprogramme vernetzt. “Damit
könnten die Gelder, die aus
Österreich und anderen Atomenergie-ablehnenden Mitgliedsländer bisher
der Atomenergie zugute kamen, für die Forschung und Entwicklung
erneuerbarer Energiequellen und Energieeffizienzmaßnahmen verwendet
werden”, führt Naturfreunde-Vorsitzender Dr. Karl Frais aus.
Appell der Naturfreunde
Die Naturfreunde rufen jede Österreicherin und jeden Österreicher
dazu auf, von seinem/ihrem Recht Gebrauch zu machen und das
Volksbegehren zu unterschreiben, um ein verbindliches NEIN zur
Atomenergie abzugeben!
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Gemeinsame Pressemitteilung des Demonstrationsbündnisses “Menschenkette am 12. März” vom 23. Februar 2011
„Atomausstieg in die Hand nehmen“. Bundesweite
Mobilisierung zur Menschenkette am 12. März zwischen dem AKW
Neckarwestheim und Stuttgart. Baden-Württemberg kommt Schlüsselrolle für
künftige Energiepolitik zu
Berlin:
Am 12. März wollen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND), die Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“, Campact, Robin Wood
und die Naturfreunde Deutschlands mit mehreren zehntausenden Teilnehmern
zwischen dem Atomkraftwerk Neckarwestheim und der
baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart eine Menschenkette
gegen die Atomkraft bilden. Wenn zwei Wochen nach dieser Demonstration
in Baden-Württemberg gewählt werde, stehe eine neue Landesregierung in
Sachen Atompolitik vor einer entscheidenden Herausforderung, so die
Verbände. Als oberste Atomaufsichtsbehörde und Miteigentümerin des
Betreiberkonzerns EnBW (Energie Baden-Württemberg) entscheide sie über
den Weiterbetrieb bzw. die Stilllegung von vier baden-württembergischen
Atomkraftwerken.
„Der Beschluss für längere AKW-Laufzeiten wäre ohne den strammen
Pro-Atom-Kurs von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen nicht zustande
gekommen“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. „Inzwischen hat der
Anti-Atom-Widerstand stark zugenommen. Hunderttausende sind auf die
Straße gegangen, weil sie die gefährliche Atompolitik der
Bundesregierung und der genannten Länder nicht hinnehmen wollen. Der
Protest in Baden-Württemberg am 12. März wird sich bis nach Berlin
auswirken und die Energiepolitik der Bundesregierung entscheidend
beeinflussen. Ein energiepolitischer Kurswechsel im Südwesten bedeutet
das Aus für die Pro-Atom-Allianz.“
„Egal wer nach der Wahl Ende März in Baden-Württemberg miteinander
koaliert, die neue Landesregierung muss den Atomausstieg auf die
Tagesordnung setzen und die Meiler in Neckarwestheim und Philippsburg
stilllegen. Leisten muss das eine konsequente Atomaufsicht, die die
Sicherheit der Bevölkerung vor das Profitinteresse der EnBW stellt“,
sagte Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“.
Uwe Hiksch vom Vorstand der Naturfreunde Deutschlands rechnet mit
mehreren zehntausend Demonstranten aus dem gesamten Bundesgebiet.
„Forderung Nummer Eins wird sein, dass die Bundesländer den Ausstieg aus
der Atomkraft selbst in die Hand nehmen. Was die Bundesregierung den
Bürgern verweigert, muss jetzt über die Länder durchgesetzt werden.“
Hiksch kündigte Busse aus mehr als 70 Städten und drei Sonderzüge aus
Hamburg, Bremen und Berlin an, die nach Baden-Württemberg zur
Menschenkette fahren würden.
Schon am kommenden Samstag sollen bundesweit in rund 40 Städten
Auftakt-Menschenketten stattfinden. Von Niebüll an der Grenze zu
Dänemark bis Lindau am Bodensee sollen die Auftakt-Veranstaltungen für
die große Menschenkette am 12. März mobilisieren und Zeichen für den
Atomausstieg setzen. „Jetzt tragen wir den Protest gegen die Atomkraft
zu den Kraftwerken und setzen die Bundesländer unter Druck, Meiler für
Meiler vom Netz zu nehmen. Die kommende neue Landesregierung in
Baden-Württemberg muss den Anfang machen und die ersten Atomreaktoren
abschalten“, sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz.
Weitere Informationen: www.anti-atom-kette.de
Pressekontakte: Thorben Becker, BUND-Teamleiter Klimaschutz und
Energiepolitik, Tel. 0173-6071603; Jochen Stay, .ausgestrahlt-Sprecher,
Tel. 0170-9358759; Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, Tel.
0163-5957593; Uwe Hiksch, Vorstandsmitglied NaturFreunde Deutschland,
Tel. 0176-62015902
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Lubmin: Anderer Fahrplan ändert an Aktionsplanung nur wenig
Pressemitteilung
Anderer Fahrplan ändert an Aktionsplanung nur wenig
Einladung zur Pressekonferenz am 10.02.2011, 12 Uhr
Greifswald, 08.02.2011
Die jüngsten Ankündigungen aus Polizeikreisen, wonach der
Castortransport am 17.2. bereits um 4:30 in Lubmin eintreffen soll,
betrachtet das Anti-Atom Bündnis NordOst mit Gelassenheit. „Wir rechnen
damit, dass Aktivisten, die sich bei eisigem Schneesturm im Raum
Greifswald dem Castor-Transport im Dezember entgegengestellt haben, auch
dieses Mal unangenehmen Bedingungen, wie Regen, Kälte und Dunkelheit
trotzen werden und entschlossen sind den Atommüllzug zu stoppen.“,
erklärt Sophie Hirschelmann vom Bündnis.
Insbesondere die Absicht, großzügige Pufferzeiten in den Fahrplan
einzubauen, zeugt dabei von erheblichem Respekt. „Wir sehen diese
Änderungen in der Planung als Erfolg der Protestaktionen vom Dezember
letzten Jahres.“, meint Felix Leipold, Sprecher des Anti-Atom Bündnis
NordOst. Durch Blockadeaktionen unterschiedlichster Art gelang es
Aktivisten die Ankunft der vier Castorbehälter aus Cadarache im
Zwischenlager Nord um einen halben Tag zu verzögern.
Das Anti-Atom-Bündnis NordOst geht davon aus, dass der Transport auch
dieses Mal die vorgesehene Ankunftszeit klar verfehlen wird.
Allerdings
zeigt die Ankündigung der Polizei auch die ungebrochene Bereitschaft,
zur Durchführung des Transportes immer höhere Kosten in Kauf zu nehmen.
Verlängerte Transportzeiten führen zu längeren Dienst- und Einsatzzeiten
bei Bahn und Polizei. Wir erneuern in diesem Zusammenhang unsere
Forderung, dass die Kosten von Atommülltransporten vollständig von denen
getragen werden, die aus dem Betrieb von Atomanlagen finanziellen
Nutzen ziehen.
Wir möchten hiermit Pressevertreter zu einer Pressekonferenz des
Anti-Atom Bündnisses NordOst einladen. Hier werden Vertreter
verschiedener Arbeitsgruppen die Protestaktionen in und um Greifswald
und entlang der möglichen Transportstrecken von Karlsruhe nach Lubmin
vorstellen und Ihnen für Fragen zur Verfügung stehen.
Die Pressekonferenz findet am Donnerstag den10. Februar 2011 um 12 Uhr in der Friedrich-Löffler-Straße 44a in Greifswald statt.
www.lubmin-nix-da.de
presse-antiatom@systemausfall.org
Pressetelefon: 0151 – 10745502
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Anti-Atom Bündnis NordOst startet die Proteste gegen den
Castortransport von Karlsruhe nach Lubmin mit einer Mobilisierungsdemo
in Rostock
Pressemitteilung
Anti-Atom Bündnis NordOst startet die Proteste gegen den
Castortransport von Karlsruhe nach Lubmin mit einer Mobilisierungsdemo
in Rostock
Rostock, 03.02.2011
Am Samstag, den 05. Februar 2011 wollen in Rostock zahlreiche Atomkraftgegner_innen
gegen den bevorstehenden Castortransport ins Zwischenlager Nord bei Greifswald
demonstrieren. Die Demonstration, die um 14:00 Uhr am Hauptbahnhof Nordseite in
Rostock beginnen wird und durch die Innenstadt zum Doberaner Platz zieht, ist der Auftakt
von zahlreichen Aktionen in der ersten Februarhälfte, die in den Protesten am
Transporttag gipfeln werden, welche den Castor stoppen sollen.
„Trotz guter Argumente und unnötiger Sicherheitsrisiken schickt die
Bundesregierung mit Unterstützung der Landesregierung diesen Transport
wieder durch MV und wahrscheinlich auch durch Rostock. Wir sind gegen
Transporte von hochradioaktivem Müll, die nur den Weiterbetrieb der AKW
absichern sollen“, meint Daniel Holtermann aus Rostock und verweist auf
den Entsorgungsvorsorgenachweis. Dieser dient dazu, eine Entsorgung von
Atommüll, die bis heute nicht geklärt ist zu suggerieren.
Castortransporte und die Zwischenlager in Ahaus, Gorleben und Lubmin,
sowie die Zwischenlager an den AKW, sollen so den Weiterbetrieb der
Kraftwerke gewährleisten.
„Wir rufen deswegen am Samstag alle Menschen auf, sich dem
Castortransport, der um den 16. Februar rollen soll, aktiv
entgegenzustellen. Wir fordern die Absage des Transportes durch den
Ministerpräsidenten aufgrund §4 Atomgesetz und anhaltender Überlastung
der Landespolizei.“, erklärt Felix Leipold vom Anti-Atom Bündnis
NordOst.
Der Landtag von MV hat sich 2010 gegen Transporte aus anderen
atomaren Anlagen außer die in Lubmin und Rheinsberg ausgesprochen. Der
Innenminister Lorenz Caffier soll nun den Antrag für weitere Transporte
mit schwach- und mittelradioaktivem Müll ablehnen und sich der
Entscheidung des Parlamentes beugen.
Am 12.02.2011 findet die Auftaktdemonstration für die Proteste um 14:00 Uhr auf dem Greifswalder Marktplatz statt.
www.lubmin-nixda.de
www.facebook.com/Lubmin.niXda
Kontakt:
presse-antiatom@systemausfall.org
0151 107 455 02
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AStA kritisiert die Einrichtung des dualen Studiengangs ISEE
„AStA kritisiert die Einrichtung des dualen Studiengangs ISEE“
Kooperation mit Rüstungsfirmen / Einführung des Bezahlstudiums
Der Hochschulpolitische Referent des AStA, Alexander G. Keckel,
verurteilt die Entscheidung des AS: „Die Firmen mit denen eine
Kooperation angedacht ist, sind größtenteils solche Unternehmen die
Profite mit der Entwicklung und Produktion von Kriegsgeräten machen.
Auch wenn die Hochschule versichert, dass Studierende nicht direkt an
Rüstungsprojekten beteiligt sein werden – es bleiben Unternehmen die
mit dem Leid und dem Töten von Menschen Geld verdienen. Man kann die
Augen verschließen – aber die Verantwortung dafür müssen alle
Beteiligten tragen.“
Marc Renken, 2. AStA Vorsitzender, sieht darüber hinaus in der
Struktur des Studiengangs ein Problem. „Hier werden indirekt
Studiengebühren eingeführt. Neben dem dualen, kostenpflichtigen
Studiengang gibt es noch
einen grundständigen Elektrotechnik Studiengang. Welcher von beiden die
bessere Ausstattung haben wird, ist klar. Es ist doch nur eine Frage der
Zeit bis duale Studiengänge die grundständigen und unterfinanzierten
Studiengänge ablösen. Die zu befürchtende Abhängigkeit von Sponsoren konterkariert doch die Freiheit von Lehre und Forschung.“
Hintergrund:
In der Sitzung des Akademischen Senats (AS) der Hochschule Bremen vom
25.01.11 wurde die Einführung des dualen Studiengangs ISSE
(Elektrotechnik – Elektronische Systeme B.Sc.) beschlossen. Dieser
Studiengang soll als berufsbegleitender Studiengang konstruiert werden,
der in Kooperation mit Unternehmen wie z.B. Atlas, Rheinmetall, OHB etc.
durchgeführt wird. Da dieser Studiengang durch die Kooperation
kostenneutral ist, kann die Hochschule ohne Mehrkosten die
Studierendenzahlen von ISEE auf den Hochschulpakt II anrechnen.
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Geesthacht: Reaktor des Atomfrachters ‘Otto Hahn’ soll in das Zwischenlager Nord befördert werden
Der
rund 180 Tonnen schwere Atomreaktor des ehemaligen deutschen
Atomfrachters ‘Otto Hahn’ soll nach Medienberichten vom 25.01.11
voraussichtlich noch in diesem Jahr 2011 vom Forschungszentrum der GKSS
(Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt mbH)
in Geesthacht in das Zwischenlager Nord (ZLN) bei Lubmin in
Mecklenburg-Vorpommern transportiert werden. Dort soll der verstrahlte
Atomreaktor zeitlich unbefristet(!) deponiert werden.
Rückblick: Im Jahr 1980 wurde der Atomreaktor der ‘Otto Hahn’
wahrscheinlich in Hamburg aus dem Schiff ausgebaut und anschließend zum
GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht befördert und einbetoniert. Seitdem
wird der radioaktive Reaktor der ‘Otto Hahn’ auf dem Gelände der GKSS ‘zwischengelagert’.
Im Dezember 2010 waren vier Castoren mit rund 2500 Brennstäben aus
dem 1979 stillgelegten Atomfrachter ‘Otto Hahn’ sowie aus dem
Forschungszentrum Karlsruhe in das Zwischenlager Nord bei Lubmin
gebracht worden. Das Zwischenlager Nord verfügt u.a. über insgesamt 80
genehmigte und überwachte Castor-Stellplätze.